Projekte

Inklusion hörgeschädigter Kinder in Kinshasa (DR Kongo)
Humanitärhilfe

Inklusion hörgeschädigter Kinder in Kinshasa (DR Kongo)

Kinshasa ist die Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo und mit über 16 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Kontinents Afrika. Leider ist die Lebensqualität – wie auch im Rest des Landes – eher gering:„LautWeltbank⁠leben mehr als 60 Prozent der kongolesischen Bevölkerung in extremer Armut, etwa jedes zwölfte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag. 40 Prozent der Bevölkerung gelten als chronisch unterernährt. Der Welthunger-Index 2022 bewertet die Lage im Land als „sehr ernst“. Das tatsächliche Ausmaß der Krise zu beurteilen ist schwierig, da es an verlässlichen statistischen Daten fehlt.“(Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) Auch CBM schilderte die Situation in Kinshasa im Förderantrag ähnlich: So lebe fast die Hälfte der Haushalte in Kinshahsa in Armut und habe nur sehr eingeschränkten Zugang zu Trinkwasser, Strom, Bildung und Gesundheitsdiensten. Für Menschen mit Behinderung birgt dieses – ohnehin schon herausfordernde – Leben besondere Probleme: Sie sind vielen Vorurteilen ausgesetzt, werden diskriminiert und ausgeschlossen. Kinder mit Behinderung werden zum Teil als „Schlangenkinder“ bezeichnet und ihnen wird unterstellt, einen Fluch über die gesamte Familie zu bringen. Um sich vor Ausgrenzung zu bewahren, sehen Eltern von Kindern mit Behinderung zum Teil keine andere Chance, als ihr Kind zu verstoßen. Für viele behinderte Kinder in Kinshasa kam aufgrund der Ausgrenzungen ein Schulbesuch nie in Frage. Sie haben somit keine positive Zukunftsperspektive und sichern ihr Überleben ausschließlich durch Betteln. Mädchen und Frauen mit Behinderung sind zudem in besonderer Weise von sexuellem Missbrauch bedroht. CBM arbeitet vor Ort bereits seit 30 Jahren mit der Organisation „Villages Bondeko“ zusammen: „Die Armut ist groß in diesem Land und viele Kinder und Jugendliche haben keinen Zugang zu Bildung oder medizinischer Grundversorgung. In staatlichen Schulen haben Kinder mit Hörbeeinträchtigungen meist keine Chance, sie werden ausgelacht und ausgegrenzt. Und genau hier setzt die Arbeit unseres Partners an: Kinder in speziellen Sonderschulen/Kindergärten ihren Bedürfnissen entsprechend zu befähigen, mit dem Ziel, möglichst viele von ihnen in inklusive Regelschulen zu integrieren.“ (Auszug aus dem Projektbericht von CBM) „Villages Bondeko“ setzt sich seit der Gründung 1980 für Menschen mit Behinderung ein und möchte ihnen zu mehr Lebensqualität verhelfen. Aus diesem Grund wurden zu Anfang sechs sogenannte Sonderschulen im Stadtgebiet eröffnet. Inzwischen betreibt Villages Bondeko 34 Kindergärten, Grund- und Sekundarschulen in Kinshasa in 14 der 24 Gemeinden der Stadt. In diesen Einrichtungen werden Kinder mit Behinderungen von frühester Kindheit an betreut, ihnen wird adäquate Bildung angeboten, sie werden in Berufsausbildungen begleitet und so die soziale und berufliche Integration von Menschen mit Behinderung gefördert. Seit März 2024 und noch bis Dezember 2026 läuft auch aktuell ein gemeinsames Projekt mit CBM und „Villages Bondeko“ in Kinshasa. Im Rahmen dieses Projektes werden die Rechte von Kindern und Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigungen in den Fokus gerückt und gefördert. Hierzu wird unter anderem die Schulausbildung für diese Zielgruppe an 24 öffentlichen „Villages Bondeko“-Schulen verbessert. Zu diesem Zweck wurden folgende Maßnahmen geplant und zum Teil schon umgesetzt: Schulung der Lehrkräfte: Bedürfnisse der Schüler:innen besser verstehen und individuelle sowie passende Angebote schaffen Prüfung der Barrierefreiheit an den Schulen Förderung der Zusammenarbeit mit Eltern, Lehrkräften und Gemeindevertreter:innen Entwicklung neuer Leitfäden und Anpassung der Ausstattung: Lehrmaterial in Gebärdensprache Supervisionsbesuche Reihenuntersuchungen an Schulen zum frühzeitigen Erkennen von Hörproblemen ProFiliis unterstützt diese wichtige Zusammenarbeit von CBM und „Villages Bondeko“ für eine positive Zukunftsperspektive für Kinder und Jugendliche mit Hörbeeinträchtigungen und hat mit fast 25.000,- Euro rund 22 % der gesamten im Jahr 2025 benötigten Mittel zur Verfügung gestellt. So konnten die Kosten der folgenden Maßnahmen gedeckt werden: Organisation eines Hörscreenings für Schulkinder an zehn öffentlichen Schulen in Kinshasa Auswahl von Schulkindern mit Hörproblemen oder dem Verdacht auf Hörverlust für weitere audiometrische Tests Überweisung von Schulkindern mit chronischer Mittelohrentzündung oder anderen Ohrenkrankheiten an einen HNO-Spezialisten zur weiterführenden Diagnose und Behandlung Bildung von Teams aus Technikern oder Gemeindemitarbeitenden, die geschult werden, um Ohren- und Gehörerkrankungen frühzeitig zu erkennen und ggf. frühzeitig an Spezialist:innen zu überweisen Erleichterter Zugang zu Hörgeräten Organisation regelmäßiger Nachsorge und Unterstützung von Schulkindern mit Hörbehinderung und Hörgeräteträger:innen Ein CBM-Mitarbeiter hat im September eine der 24 „Villages Bondeko“-Schulen in Kinshasa besucht, um sich vor Ort selbst ein Bild der Situation zu machen. Er konnte den Unterricht gehörloser Kinder in sog. „Special Needs“-Klassen besuchen, in denen sie nicht nur Gebärdensprache erlernen, sondern auch gemäß den staatlichen Vorgaben ihre Grundschulausbildung absolvieren. Auf diese Weise konnte an der besuchten Schule bereits 40 Kindern der Wechsel zu einer Regelschule gelingen. Der CBM-Mitarbeiter konnte außerdem die medizinische Ambulanzen (Logopädie, HNO, Physiotherapie, Neurologie) an der Schule besichtigen, in denen medizinische Fachkräfte aktiv sind und beispielsweise Hörgeräte anpassen oder verteilen. Ein weiterer Projektschritt, der bereits realisiert werden konnte, ist die Gebärdensprache-Ausbildung von Lehrkräften an Regelschulen und deren Ausstattung mit Lehrmaterialien für hörgeschädigte Kinder. So wird ein Wechsel an eine Regelschule für hörgeschädigte Kinder deutlich erleichtert. Einige Regelschulen veranstalten inzwischen einen Tag der offenen Tür zum Thema Inklusion, bei dem unter anderem über Ohrengesundheit informiert wird und Hörtests durchgeführt werden. Kinder mit auffälligem Testergebnis können so direkt an die Ambulanz überwiesen werden, wo durch eine frühzeitige Behandlung dauerhafte Hörbeeinträchtigungen zum Teil verhindert werden können. Das ProFiliis-Team freut sich, mit der oben beschriebenen Förderzusage einen kleinen Beitrag zur Verbesserung der Situation der Kinder und Jugendlichen mit Hörbeeinträchtigungen jeglicher Art leisten zu können und ihnen so gemeinsam mit CBM und „Villages Bondeko“ eine gesellschaftliche Inklusion zu erleichtern. Wir wünschen allen viel Erfolg für die weitere Projektlaufzeit! Zum Hintergrund: „Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine internationale Entwicklungsorganisation für Menschen mit Behinderungen. (…) Ziel der CBM ist es, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen.“(Selbstbeschreibung von CBM) sh
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Afrika - Kinshasa
CBM
Lesecamps in Tansania
Humanitärhilfe

Lesecamps in Tansania

Ausgangslage Das Ministerium für Bildung und Berufsbildung in Tansania (Ostafrika) hat eine Richtlinie festgeschrieben: Jedes Kind in der dritten Klasse soll in der Lage sein, Texte zu lesen und zu verstehen. Dieses Ideal wird jedoch leider nicht überall erreicht. So liegt der Wert, der Drittklässler:innen, die einen Text lesen und verstehen können, beispielsweise in der Region Rukoma im Norden Tansanias nur bei 21 Prozent. World Vision führt in dieser Region bereits das Rukoma Area Programm durch, das auf 15 Jahre ausgelegt ist und bis 2031 in Kooperation mit lokalen Partnern einen Beitrag zur Verbesserung des Wohlergehens von Kindern, ihren Familien und Gemeinden leisten soll. Im Gebiet des Förderprogramms gibt es 16 öffentliche Grundschulen. Allerdings war die Bildungssituation – wie der oben genannte Wert von nur 21 % verrät – dort nicht besonders gut. Unzureichende Klassenräume und Mobiliar, fehlende Lehr- und Lernmittel sowie mangelhafte Hygiene- und Sanitäreinrichtungen trugen in den meisten Schulen zu einem schlechten Lernumfeld bei. Auch fehlte häufig Lehrpersonal. Insgesamt werden von der Regierung zu wenig Mittel für Bildung in dieser Region bereitgestellt. Projekt-Maßnahmen Über das Alphabetisierungsprogramm „Unlock“ wird den genannten Missständen nun entgegengewirkt. Der Name erklärt sich über den Ansatz „Unlock Literacy“, also „Entfalte deine Lese- und Schreibkompetenz“. Über das Programm soll bis 2025 eine Verbesserung des Lernumfelds erreicht werden, den Schüler:innen soll Zugang zu qualitativ hochwertigem Lernmaterial und einer Leseumgebung ermöglicht werden und so die Lese- und Schreibfähigkeiten der Jungen und Mädchen altersadäquat gefördert werden. Quelle: World Vision Für die Projektregion um Rukoma wurde konkret Folgendes geplant: Errichtung und Ausstattung von 13 Lesecamps, in denen die Schüler:innen nach der Schule an Lesestunden teilnehmen können Beschaffung und Verteilung von Starter-Kits für die Lesecamps (Blöcke, Geschichtenbücher, Flipcharts und Sitzmatten) Schulung von Dorfbewohner:innen zu Lesecamp-Betreuer:innen (Verwaltung des Lesecamps und Erstellung von geeigenetem Material) Dokumentation der Nutzung der Lesecamps, um nachhaltigen Nutzen sicherzustellen Zwischenbericht: Mai bis September 2024 Sechs der geplanten 13 Lesecamps befinden sich noch in der Renovierungsphase, werden aber schon von Kindern besucht. Für die restlichen sieben Lesecamps wurden neue Gebäude errichtet, die sich kurz vor der Fertigstellung befinden. Aktuell gibt es Lieferschwierigkeiten bei den Wellblechen für die Dachabdeckung. Für die Ausstattung der Lesecamps wurden bereits über 8.000 Geschichtenbücher angeschafft. Flipcharts und Sitzmatten befinden sich noch im Beschaffungsprozess. Für die Betreuung der Lesecamps wurden 40 Personen geschult und haben Lehrmethoden sowie Ideen zur Erstellung von Lehrmaterialien kennengelernt (s. Fotos). Zur Sicherstellung des nachhaltigen Nutzens der Lesecamps wurden – über die Projektdauer von einem Jahr verteilt – vier Überprüfungen und Berichte geplant, von denen zwei bereits stattgefunden haben. Das Projekt verzeichnet bereits jetzt tolle Erfolge: Vor Beginn des Projektes (März 2024) haben in der Projektregion rund 1.800 Kinder mindestens einmal pro Woche an außerschulischen Leseaktivitäten teilgenommen. Inzwischen trifft dies auf knapp 3.200 Kinder zu, die regelmäßig die neu eingerichteten Lesecamps besuchen (Steigerung um fast 80 %). An den Maßnahmen des Unlock-Alphabetisierungsprogramms haben insgesamt fast 4.700 Kinder teilgenommen. Hier ist eine Steigerung um über 110 % zu verzeichnen: Vor Projektstart haben in einem Quartal rund 2.100 Kinder an derartigen Bildungsangeboten teigenommen. Diese Erfolge sind unter anderem auf mehrere Veranstaltungen zur Sensibilisierung bzgl. der großen Bedeutung guter Lesefähigkeiten für Eltern und Betreuer:innen zurückzuführen. Durch die Einbindung von Gemeindemitgliedern, die gut lesen können und als Betreuer:innen in den Lesecamps geschult wurden, und die Sensibilisierung der Eltern war eine deutliche Verbesserung der Lernsituation der Kinder vor Ort möglich. Es besteht größeres Interesse und auch ein Verantwortungsgefühl bzgl. der Lesecamps, da es den Erwachsenen ein großes Anliegen ist, dass die Kinder gut lesen und schreiben lernen können. Eines der profitierenden Kinder des Unlock-Projektes ist Herifulano. Sie besucht die dritte Klasse und hatte große Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben: „Sie war nicht in der Lage, verschiedene Buchstaben zu verstehen, die Phonetik zu erkennen und Passagen flüssig und verständlich zu lesen.“ (Zwischenbericht World Vision) Seit sie regelmäßig ein Lesecamp besucht, hat sie große Fortschritte gemacht und traut sich inzwischen sogar, vor der ganzen Klasse vorzulesen: „Bevor ich am Rubale-Lesecamp teilgenommen habe, wusste ich nicht, wie man schreibt und liest. Ich habe mich auch nicht getraut, mich vor meine Mitschüler zu stellen und ihnen eine Geschichte vorzulesen, aber nachdem ich das Lesecamp besucht habe, klappt es jetzt gut mit dem Lernen und ich habe viel Selbstvertrauen entwickelt." Abschlussbericht im Oktober 2025 Seit April 2025 ist Projekt zur Verbesserung der Lesefähigkeit der Kinder in der Region Rukoma in Tansania abgeschlossen.Dies wurde zum Anlass genommen, erneut Daten bzgl. der Inanspruchnahme von Lesetrainings und den Lese-Fähigkeiten der Kinder zu erheben: Über 12.000 Kinder sind bei den Lesetrainings registriert, von denen rund 1.200 Kinder an den tiefergreifenden Alphabetisierungsmaßnahmen teilnehmen. „In den letzten 30 Tagen haben 5.215 Kinder (2.793 Mädchen und 2.422 Jungen) mindestens einmal pro Woche an Lesecamps und schulischen Alphabetisierungskursen teilgenommen, verglichen mit 3.174 Kindern […] im dritten Quartal 2024.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Das ist eine Steigerung von über 60 %, was zeigt, dass die Kinder das Projekt gerne annehmen. Sowohl personell als auch mit Blick auf das pädagogische Material konnten die Ressourcen aufgestockt werden: „Insgesamt wurden 83 Lehrkräfte (51 Männer und 32 Frauen) sowie 107 ehrenamtliche Betreuungspersonen (26 Männer und 81 Frauen) mit den Methoden von ‚Unlock Literacy‘ vertraut gemacht, um einen effektiven Lese- und Schreibunterricht zu gewährleisten. World Vision verteilte außerdem 8.250 Bilderbücher mit 50 Titeln sowie verschiedene Lern- und Sportgeräte, darunter 39 Springseile, 13 Fußbälle, 13 Netzbälle, 26 Schreibtafeln, 40 Sitzmatten, 39 Anwesenheitslisten, 350 kleine Schreibtische und 13 Eisenkoffer.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Ein wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Einbindung der Gemeinschaften vor Ort und deren Bereitschaft, Verantwortung für die Lesecamps zu übernehmen: „Während des Berichtszeitraums wurde das Projekt ‚Unlock Literacy‘ auf partizipativer Basis umgesetzt. Das Projekt unterstützte die Lesecamps mit den notwendigen Materialien, während die Gemeinde ausschließlich für die Bereitstellung von Arbeitskräften und lokalen Materialien zuständig war.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Renovierungen der 13 Lesecamps wurden demnach mit großer Unterstützung durch die Gemeinden und die Eltern der Schüler:innen geleistet. Lediglich Baumaterialien wurden zum Teil von World Vision bereitgestellt. Samstags, wenn die Schulen geschlossen haben, finden im Rahmen des „Unlock Literacy“-Programms Leseclubs für alle Kinder der Klassen 1 bis 3 statt. Einmal pro Woche betreuen vier „Leseclub-Moderatoren“ für 1,5 Stunden durchschnittlich 69 Kinder. Sie ermöglichen ihnen den Zugang zu Lernmaterial und unterstützen sie bei der Verbesserung ihrer Lese- und Schriebfähigkeiten. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass… …durch die Renovierungsarbeiten, die Lernumgebung verbessert wurde, die Klassenzimmer sicherer und komfortabler wurden und so ein effektiver Alphabetisierungsunterricht möglich ist. …durch die Bereitstellung von ansprechendem Lesematerial ein kinderfreundlicheres und integrativeres Lernumfeld geschaffen wurde und so die aktive Teilnahme an Leseaktivitäten und spielerischen Angeboten gefördert wird. …durch die umfassende Beteiligung der Gemeinde deren Verantwortungsbewusstsein gestärkt wurde. So können die Lesecamps zu einer nachhaltigen Maßnahmen werden und ihre Wirkung für die Mädchen und Jungen langfristig maximiert werden. Und bezüglich des Kernziels des Projekts lässt sich festhalten, „dass der Anteil der Kinder, die einen Text der dritten Klasse mit Verständnis lesen können, von 23 % [in 2023] auf 66 % gestiegen ist.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die letzte Worte unseres Projektberichtes überlassen wir der neunjährigen Lenia, die von ihren Erfahrungen mit dem Lesecamp in ihrer Gemeinde berichtet: „Mein Name ist Lenia, ich bin neun Jahre alt und wir sind eine Familie mit vier Brüdern und zwei Schwestern. Ich lebe mit meinen Eltern Respicius (Vater, 48 Jahre) und Stella (Mutter, 39 Jahre) zusammen. Unsere Eltern leben von der Landwirtschaft, die unserer Familie nur die Grundbedürfnisse wie Nahrung und Kleidung sichern kann. Leider können die Verdienste aus der Landwirtschaft die Zahlungen der Schulgebühren für meinen Förderunterricht nicht decken. Diese Situation führte dazu, dass ich insbesondere beim Lesen nicht mithalten konnte. Eines Tages, als ich auf dem Heimweg von der Schule war, hörte ich meine Mitschüler über ein „Lesecamp” sprechen. Sie sagten: „Ein Lesecamp ist Teil des lokalen Bildungssystems der Gemeinde und soll die Lesefähigkeiten der Kinder verbessern, damit sie kompetent und flüssig lesen können.” Mein Freund erklärte mir, dass die Lernmethoden im Camp Geschichtenerzählen, Spiele und gemeinsames Lesen umfassen. Ich war sehr daran interessiert, an dem Lesecamp teilzunehmen. Mein Freund erzählte mir auch, dass die Lesecamps von World Vision ins Leben gerufen wurden, um Kindern wie mir zu helfen. Am nächsten Tag bat ich meinen Vater, mich anzumelden, damit ich mit meinen Mitschülern im Lesecamp lernen konnte. Ich wurde mit Freude aufgenommen und fühlte mich sehr geliebt. Der Unterricht begann mit Liedern und verschiedenen Spielen, die uns halfen, uns kennenzulernen und einander näher zu kommen. Seit ich zum Lesecamp gekommen bin, vertrauen mir meine Lehrer und ich habe Selbstvertrauen gewonnen. Ich bin jetzt in der Lage, vor meinen Mitschülern zu stehen und sie in verschiedenen Fächern zu unterrichten. Ich möchte World Vision für die guten Initiativen zur Unterstützung von Kindern danken, insbesondere denen, die sich die Unterrichtsgebühren in privaten Zentren nicht leisten können. Unser Traum ist im Lesecamp in Erfüllung gegangen, und ich bin stolz darauf, zu den Schülern in unserer Klasse zu gehören.“ Die Rolle von ProFiliis Da für die Kinder aus Rukoma eine gute Bildung der Schlüssel für eine Zukunft ohne Armut ist, unterstützt ProFiliis World Vision sehr gerne bei der Durchführung des Alphabetisierungsprogramms und hat zu diesem Zweck mit knapp 55.000,- Euro 100 % der benötigten Mittel bereitgestellt, mit denen unter anderem die Renovierung und Ausstattung von Lesecamps sowie die Bereitstellung von Starter Kits sichergestellt wird. Außerdem hat ProFiliis zum Beispiel Trainings und Workshops für die Betreuer:innen der Lesecamps und verschiedene Maßnahmen zur Qualitätssicherungfinanziert. Zum Hintergrund: World Vision wurde 1979 gegründet und setzt sich seitdem weltweit für die Rechte von Kindern ein, die mit Armut und Ungerechtigkeiten konfrontiert sind. Mit den Arbeitsschwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft versucht World Vision im Leben der Kinder anhaltende Verbesserungen zu erzielen. So werden mit Patenschaftsbeiträgen etwa medizinische Versorgung und der Zugang zu Bildung sichergestellt und im Rahmen der Katastrophenhilfe werden Menschen unterstützt, die zum Beispiel durch ein Erdbeben ihr Zuhause verloren haben. Außerdem setzt sich World Vision auf politischer und wirtschaftlicher Ebene dafür ein, dass die Interessen von bedürftigen Menschen Berücksichtigung finden. Im Jahr 2010 führte World Vision Deutschland 289 Projekte in 51 Ländern durch. „Als Christen unterschiedlicher Konfessionen helfen die Mitarbeiter von World Vision weltweit Menschen in Not, unabhängig von ethnischer Herkunft, Religion oder Nationalität. World Vision Deutschland ist Teil des weltweiten World Vision-Netzwerks, das in fast hundert Ländern aktiv ist.“ (Selbstbeschreibung von World Vision) sh
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Afrika - Rukoma
World Vision
Raus aus dem Grau – Das Abenteuer geht weiter
Freizeit

Raus aus dem Grau – Das Abenteuer geht weiter

„Inmitten der Betonwüste der Stadt Dortmund, wo das Grau der Gebäude den Horizont zu verschlucken scheint, entstand ein Funken Hoffnung – das Projekt 'Raus aus dem Grau'“.So haben die Zuständigen der AWO Dortmund ihre Projektbeschreibung im Förderantrag eingeleitet. Das beschriebene Projekt richtet sich an Jugendliche im Alter von 12 bis 19 Jahren aus der Dortmunder Nordstadt, von denen viele Fluchthintergrund oder Migrationsgeschichte haben. Sie sollen aus der Monotonie der Großstadt raus und in die Natur begleitet werden. Der Plan: Im Rahmen eines Campingausflugs soll den Jugendlichen nicht nur die Schönheit der Natur nähergebracht werden, sondern auch die Natur als Ressource (als Ort der Kraft und der Ruhe), die den Jugendlichen kostenlos zur Verfügung steht. Die Zeit in der Natur bietet außerdem die Möglichkeit, das Selbstwertgefühl der Jugendlichen zu stärken. Sie müssen eigenständig ein Zelt aufbauen, mit den Gegebenheiten vor Ort zurechtkommen, sich als Teil der Gruppe einfügen und gleichzeitig in ihr behaupten. Insbesondere da dem Team der AWO die Einbindung der Jugendlichen bei allen Entscheidungen und die partizipatorische Mitgestaltung ein großes Anliegen ist, erleben sich die Jugendlichen als selbstwirksam, was sich positiv auf ihren Selbstwert auswirkt. Außerdem sollen die Fähigkeiten und Stärken der Jugendlichen herausgearbeitet werden, sodass sie in ihrem Alltag gestärkt und konkret an ihren Zukunftsplänen arbeiten können. Konkret wurde es im Juli 2025: „16 Jugendliche, 4 Mitarbeitende, 5 Tage Camping am Fluss Waal in Holland.“ *(dem Projektbericht entnommen) Die Mitarbeitenden sind im Bereich „Streetwork“ des „Jugendtreffs Hafen“ tätig und haben die mitreisenden Jugendlichen in diesem Rahmen kennengelernt. Mit Mietwagen ging es von Dortmund in die Niederlande: „,Vallah ich wusste nicht, ob ich das schaffe, eine ganze Woche ohne mein Bett und ohne Internet!‘ – so startete die Fahrt. Als der Bus die Grenze überquerte, kippte die Unsicherheit in pure Vorfreude.“ * Am Campingplatz angekommen herrscht nach erster Freude über die schöne Umgebung schnell absolutes Chaos, als es an den Zeltaufbau ging: „Stangen kreuz und quer, verschwundene Heringe, Ratlosigkeit. ‚Am Anfang dachte ich KRISE! Zelt kriegen wir nie zusammen.‘“ * Doch dann organisierten sich die Jugendlichen, arbeiteten gut zusammen und so gab es schon am ersten Tag das erste Erfolgserlebnis: „Am Anfang war's nur Chaos, und dann hatten wir ein richtiges Zuhause." * Und dann konnte die „richtige“ Freizeit beginnen. Jeder Tag wurde von der Gruppe gemeinschaftlich gestaltet – sowohl hinsichtlich des Programms als auch der Verpflegung. „Diese Partizipation machte die Jugendlichen zu Gestaltenden, nicht nur zu Teilnehmenden.“ * Die Jugendlichen wurden körperlich aktiv bei anstrengenden Mooncar-Touren mit Gegenwind und beim Spielen am Fluss, sie versorgten sich selbst und sich untereinander beim gemeinsamen Kochen und Grillen, staunten über den Sternenhimmel bei einer Nachtwanderung und wuchsen als Gruppe zusammen bei tiefen Gesprächen im Stuhlkreis. Zwei Programm-Highlights waren der Besuch im Walibi Freizeitpark und im Moco Museum in Amsterdam, wo die Jugendlichen ein ganz neues Bild vom Museum als Kulturort bekamen: „Ich hätte nie gedacht, dass Kunst so cool sein kann!" * Ein völlig ungeplanter und dann doch ganz besonders toller Programmpunkt war Regen! „Statt zu resignieren, tanzten die Jugendlichen im Regen und machten das Beste daraus. ‚Es war so nass und trotzdem so lustig.‘ Dieses Reframing – aus Schwierigkeiten das Beste zu machen – wurde zu einem der wertvollsten Lernerlebnisse.“ * Insgesamt blicken die Begleitenden mit großer Freude auf die Entwicklung der Jugendlichen: „Was als bunt gemischte Gruppe begann, wuchs zu einer Gemeinschaft zusammen. Die Jugendlichen übernahmen Selbstverantwortung, lernten Kompromissbereitschaft und erlebten echte Kooperation. ‚Ich dachte am Anfang, ich halte mich lieber raus. Aber dann habe ich gemerkt, dass die anderen mich wirklich dabeihaben wollen.‘ Die Woche wurde zu einer intensiven Selbstwirksamkeitserfahrung: Ich kann mehr, als ich dachte. Beim Durchhalten auf dem Mooncar, beim Überwinden von Ängsten, beim Sprechen vor der Gruppe. Die Jugendlichen entwickelten Resilienz und lernten, flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. […] Ein Jugendlicher brachte es auf den Punkt: ‚Das hier fühlt sich wie eine zweite Familie an.‘“ * Der Plan, der hinter der Entwicklung des Freizeitangebotes stand, ist aufgegangen: „Die Woche bot ideale Bedingungen für informelles Lernen: Teamfähigkeit, Konfliktlösung, Selbstständigkeit und Empathie entwickelten sich nicht durch Anleitung, sondern durch gemeinsames Erleben.“ * Und auch das Feedback der Jugendlichen und der Wunsch nach einer Wiederholung zeigen, dass dieses Angebot passgenau konzipiert wurde und einen echten Bedarf trifft. Das ProFiliis-Team freut sich, dieses tolle Projekt unterstützt zu haben. Mit insgesamt 7.560,- Euro hat ProFiliis Mittel für den Campingplatz, die Verpflegung und die Eintrittsgelder für die Ausflugsziele sowie für die Mietkosten eines 9-Sitzers und die Anschaffung von Outdoorspielgeräten und Gesellschaftsspielen bereitgestellt. * (dem Projektbericht entnommen) sh
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Dortmund - Innenstadt-Nord
AWO Dortmund
Sprachförderung mit Fußball und Kultur
Bildung

Sprachförderung mit Fußball und Kultur

Über Fußball die Sprachfähigkeit von Kindern fördern? Dieser Ansatz klingt im ersten Moment vermutlich abstrakt. Doch genau das ist die Idee des Projektes „Fußball trifft Kultur“, das die die gemeinnützige Gesellschaft „LitCam“ entwickelt hat. LitCam – Das steht für Literacy Campaign und meint somit übersetzt eine Alphabetisierungskampagne. In diesem Fall heißt das konkret: Kinder und Jugendliche in sozioökonomisch herausfordernden Lebenslagen werden in ihren Lese- und Schreibfähigkeiten gefördert, um möglichst gleiche Bildungschancen für alle zu schaffen - unabhängig von sozialen und materiellen Voraussetzungen in den Herkunftsfamilien. Der Aspekt, ungleichen Bildungschancen entgegenzuwirken, ist für LitCam ganz besonders wichtig, da in Deutschland ein enger Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und dem schulischen Erfolg von Kindern und Jugendlichen besteht (Bundeszentrale für politische Bildung). LitCam engagiert sich in ganz Deutschland (aktuell an 35 Standorten) in der außerschulischen Projektarbeit zur Sprach- und Leseförderung. Ein Beispiel für solch ein Projekt ist „Fußball trifft Kultur“. Hierbei wird nicht die klassische reine Wissensvermittlung angestrebt, sondern im Rahmen eines ganzheitlichen Ansatzes werden drei Programmbestandteile kombiniert: Kompetenzunterricht: Sprachkompetenzen, Lernverhalten u. ä. werden gestärkt, um die schulischen Leistungen der Kinder und Jugendlichen zu verbessern. Fußballtraining: Die regelmäßigen Bewegungsanreize und die körperliche Aktivität fördern eine gesunde Lebensweise. Überdies können über den Sport soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit und FairPlay weiter ausgebildet werden. Auch kann durch das gemeinsame Training eine positive Gruppendynamik gefördert werden, was zu einer positiven Lernatmosphäre im Kompetenzunterricht führt und Lernerfolge begünstigt. Kulturelle Aktivitäten: Im Rahmen der kulturellen Bildung werden den Kindern und Jugendlichen über einen künstlerischen Zugang neue Perspektiven eröffnet. So kann das kreative Denkvermögen gesteigert werden, was zum Beispiel im Sinne der Problemlösungskompetenz von Vorteil ist. Praktisch sieht die Umsetzung des Projektes wie folgt aus: Über den Kontakt zu verschiedenen an Schulen tätigen Personen (Lehrkräfte, Sozialarbeiter:innen u. ä.) werden an ausgewählten Kooperationsschulen 25 bis 28 Schüler:innen aus den Jahrgangsstufen fünf bis sieben ausgewählt, die Förderbedarf in der deutschen Sprache haben und am Projekt Fußball trifft Kultur teilnehmen dürfen. Über zwei Schuljahre wird dann zweimal wöchentlich für 90 Minuten mit der Gruppe gearbeitet. Die 90 Minuten sind in zwei Halbzeiten aufgeteilt: In einer Halbzeit findet der oben beschriebene Kompetenzunterricht statt, in der anderen Halbzeit wird Fußball gespielt. Zusätzlich finden verschiedene kulturellen Aktivitäten statt und am Ende jeden Schuljahres treffen bei einem Abschlussturnier alle Gruppen aus ganz Deutschland aufeinander. Die drei Bestandteile des Projektes begünstigen sich gegenseitig:„Die Begeisterung für den Fußball dient den Kindern als Antrieb, sie verbessern spielerisch ihreLernfähigkeiten–indem beispielsweise Mathe anhand einer Fußballtabelle oder Lesen mit Hilfe einesKinderfußballbuchs gelernt wird–und beteiligen sich aktiver am Unterricht. Das wirkt sich auch positiv aufihr Selbstwertgefühl aus. Kommunikation hat nicht nur im Deutschkurs hohe Priorität, sondern auch aufdem Fußballfeld oder beim Rap-Poetry-Workshop. So lernen die Kindervoneinander und miteinander.“(aus der ergänzenden Programmbeschreibung von LitCam) LitCam: Fußball trifft Kultur - Unsere Wirkungslogik Auch an der Anne-Frank-Gesamtschule in der Dortmunder Nordstadt wird das Projekt Fußball trifft Kultur angeboten. Die Verantwortlichen bei LitCam haben für die Projektdurchführung im Schuljahr 2023/2024 bei ProFiliis finanzielle Unterstützung beantragt. Mit knapp 4.300 Euro stellt die Stiftung Mittel für Unterrichtsmaterialien (wie Hefte und Lesebücher aber auch für Bälle und Leibchen), für verschiedene Kosten rund um das Abschlussturnier (wie Busfahrt, Übernachtung in der Jugendherberge und Verpflegung) sowie für sonstige Kosten (bspw. für Informationsmaterialien) zur Verfügung. So können die Schüler:innen der Anne-Frank-Gesamtschule nun fröhlich kicken und fast ganz nebenbei Deutsch lernen. Nach dem ersten Schulhalbjahr können bereits erste Erfolge verzeichnet werden. 23 Schüler:innen der siebten Klassenstufe der Anne-Frank-Gesamtschule nahmen regelmäßig am Projekt „Fußball trifft Kultur“ teil. Von September bis Dezember fand zweimal pro Woche eine 90-minütige Projekteinheit statt. Insbesondere mit Blick auf die Erkältungssaison lässt sich eine positive Bilanz bzgl. der stattgefundenen Termine ziehen: 90 % der Unterrichts- und Trainingseinheiten konnten wie geplant stattfinden, wobei durchschnittlich ebenfalls rund 90 % der Kinder teilgenommen haben. Als Lernziele wurden Verbesserungen in den Bereichen Sprache, Kommunikationsfähigkeit, Teamfähigkeit sowie Konzentrationsfähigkeit definiert. Um diese zu erreichen, wurden insbesondere Leseverständnisaufgaben, Gruppenarbeiten, freies Sprechen und Spielformen durchgeführt. Die Schüler:innen arbeiteten in der Regel gut mit, erledigten ihre Aufgaben sorgfältig und stellten ihre Ergebnisse gerne in der Gruppe vor. Mittels eines Fragebogens, den die Lehrkräfte bzw. Trainer:innen ausfüllten, ließen sich bereits positive Bewusstseins- und Fähigkeitsveränderungen bei den Schüler:innen verzeichnen. Insbesondere die Lesefähigkeit der Kinder hat sich verbessert. Auch eine erste kulturelle Aktivität hat bereits stattgefunden: Jonas Kozinowski, der Autor des Buches „Was ist Was – Fußball“, hat für Projektteilnehmer:innen eine interaktive Lesung gegeben, die bei den Kindern sehr gut angekommen ist. sh
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Dortmund - Innenstadt-Nord
LitCam
Wasserspender für die Kinder- und Jugendfeuerwehr Dortmund-Deusen
Gesundheit

Wasserspender für die Kinder- und Jugendfeuerwehr Dortmund-Deusen

Feuerwehr, Brandschutzerziehung, Gefahrenabwehr – Das sind die Themen, mit denen sich bis zu 36 Kinder und Jugendliche zwischen 6 und 17 Jahren bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr Dortmund-Deusen klassischerweise beschäftigen. Aber nicht nur das! Auch die Wichtigkeit von sozialem Engagement, Gesundheit, Sport, Bewegung und die Vermittlung sozialer Kompetenzen stehen bei den Gruppenstunden im Fokus. Dem Team der Feuerwehr ist es nämlich ein großes Anliegen, den Kindern und Jugendlichen einen gesunden Lebensstil zu vermitteln. Dabei geht es nicht nur um körperliche Fitness, sondern auch um gesunde Ernährung und eine nachhaltige Lebensführung. Aus diesem Grund wurde ein Projekt ins Leben gerufen:Gesund im Alltag – Fit in der Feuerwehr. Ein Bestandteil dieses Projektes ist es, den jungen Feuerwehrleuten Leitungswasser als gesundes Lebensmittel näher zu bringen. Lange Zeit brachten die Kinder und Jugendlichen zu den Gruppenstunden eigene Getränke mit. Hierbei handelte es sich jedoch nicht selten auch um süße Getränke. Damit ist nun Schluss: Um eine gesündere Alternative bereitstellen zu können, wurde ein Wasserspender angeschafft, aus dem die kleinen Feuerwehrleute jederzeit frisches Wasser zapfen können. Einige nutzen hierfür ihre im Spind gelagerte Trinkflasche, andere trinken aus den bunten Bechern, die am Wasserspender bereitstehen. Das Team der Kinder- und Jugendfeuerwehr Dortmund-Deusen zieht ein positives Fazit: Die freie und dauerhafte Verfügbarkeit von frischem Trinkwasser „trägt nicht nur zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen bei, sondern fördert auch einen verantwortungsvollen Umgang mit Lebensmitteln sowie das Bewusstsein für gesunde Ernährung.“ (dem Projektbericht entnommen) ProFiliis hat dieses schöne Projekt gerne finanziell unterstützt und mit fast 2.300 Euro die benötigten Mittel für den Wasserspender, einen geeigneten Unterschrank und ein Set zur Installation bereitgestellt. Nun kann es bei der Kinder- und Jugendfeuerwehr in Dortmund-Deusen überall und jederzeit „Wasser marsch!“ heißen. sh
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Dortmund - Lütgendortmund
Kinder- und Jugendfeuerwehr Dortmund-Deusen
Schulausflug zum Ketteler Hof
Freizeit

Schulausflug zum Ketteler Hof

„An unserem Ausflug zum Ketteler Hof hat mir der Wasserspielplatz am besten gefallen. Da konnte ich mich auch ein bisschen abkühlen. Ich fand es auch super, den ganzen Tag mit meinen Freunden spielen zu können. Das war eine willkommene Abwechslung. Es hat mir so gut gefallen, dass ich wieder da hinfahren möchte.“ – So erzählt der 8-jährige Moritz vom Tagesausflug der Regenbogen-Grundschule zum Ketteler Hof in Haltern am See. Am 01.07.2025 unternahmen nämlich alle über 400 Schüler:innen der Regenbogen-Grundschule als Highlight vor den Sommerferien einen Ausflug in den Mitmach-Erlebnis-Park Ketteler Hof. Mit acht Reisebussen brach die gesamte Schulgemeinschaft um 8:30 Uhr auf. Endlich angekommen, eroberten die Kinder die abwechslungsreichen Spiel- und Kletterlandschaften und machten sich auf Entdeckungstour in dem Park. Mit viel Bewegung und guter Laune erlebten die Mädchen und Jungen so manches Abenteuer und ließen sich dabei von nichts aufhalten: „Trotz der großen Hitze an diesem Julitag ließen es sich die Kinder nicht nehmen, nach Herzenslust zu toben, zu klettern, zu springen und zu spielen.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Neben Spiel und Spaß für die Kinder standen auch die folgenden Ziele im Vordergrund: Förderung des sozialen Miteinanders unter allen Schüler*innen der 16 Klassen Stärkung des Klassenzusammenhalts Bewegungs- und Motorikförderung aller Schüler*innen(Auszug aus dem Förderantrag) Die folgenden Zitate von Kindern, die an diesem Tag dabei waren, machen deutlich, dass sowohl jede Menge Bewegung als auch eine Stärkung des sozialen Miteinanders im Rahmen des Ausfluges stattgefunden haben: Levi (7 J.): "Ich mag, dass es dort (Anm: am Ketteler Hof) so tolle unterschiedliche Spielmöglichkeiten gibt. Man kann sich richtig austoben. Es ist so cool, dort zu sein. Für viele Kinder aus unserer Klasse war es was Neues da zu sein. Toll ist auch, dass es dort Tiere gibt. Mit ganz vielen auf den großen Hüpfkissen zu springen, war lustig. Und der Wasserspielplatz ist toll." Nora (8 J.): „Mir hat der große Wasserspielplatz am Besten gefallen. Da waren so viele verschiedene Sachen, die ich ausprobieren konnte. Das war toll. Ich fand es auch super zusammen mit meinen Freundinnen mit den Fahrzeugen zu fahren." Mathis (10 J.): „Zum Ketteler Hof zu fahren, hat mir immer so viel Spaß gemacht. In der 1.Klasse war es noch spannend, den Park zu entdecken, weil man noch nicht so oft da war. Da waren wir immer in der großen Gruppe unterwegs. In der 3./4.Klasse durften wir dann in kleineren Gruppen losziehen. Dann hat es noch mehr Spaß gemacht, weil wir uns schneller einigen konnten, zu welchen Spielgeräten wir wollten. Die Reifenrutsche hinten im Park mochte ich immer besonders gern." Die Schüler:innen der Regenbogen-Grundschule werden sich sicherlich noch lange an diesen schönen und ereignisreichen Tag erinnern, nach dem sie erschöpft aber glücklich nach Hause gekommen sind. Um diesen tollen Ausflug realisieren zu können, waren gewisse finanzielle Mittel notwendig: Neben den Eintrittsgeldern für die Schüler:innen und die Begleitpersonen der Schule waren auch die Fahrtkosten nicht unerheblich. Der Förderverein hat sich bezüglich der Finanzierung viele Gedanken gemacht, sodass über 75 % der Kosten bereits frühzeitig gedeckt waren. Außerdem haben ca. 40 Eltern den Schulausflug auf eigene Kosten begleitet. Die noch offenen 25 % der benötigten Mittel hat die ProFiliis-Stiftung mit 3.000,- Euro bereitgestellt und so zu einem fröhlichen Tag im Ketteler Hof für die Schüler:innen der Regenbogen-Grundschule beigetragen. sh
Dortmund - Mengede
Regenbogen Grundschule
Mit Tastenpatenschaften zum neuen Konzertflügel
Kultur

Mit Tastenpatenschaften zum neuen Konzertflügel

Das Heisenberg-Gymnasium in Dortmund-Eving wird von rund 1.100 Schüler:innen besucht. Die Schüler:innenschaft zeichnet sich durch große kulturelle Vielfalt aus: Unterschiedliche Traditionen und Muttersprachen treffen hier aufeinander. Das Schulteam sieht dies als große Ressource und setzt sich für ein friedliches Miteinander ein. Das Angebot des Heisenberg-Gymnasiums ist breit gefächert und die Schüler:innen können je nach Interesse und Talent verschiedene Schwerpunkte für ihr Schulleben wählen. So gibt es bilingualen Unterricht, Fokus auf den MINT-Bereich, Sport-Profilklassen und vieles mehr. Auch das musische Profil am Heisenberg-Gymnasium hat schon Tradition: Bereits seit 1998 besteht eine Kooperation mit der Musikschule, im Jahr 2006 wurden spezielle Streicherklassen eingeführt. Den Musiklehrer:innen ist es ein großes Anliegen, mit Freude zu unterrichten, um die Schüler:innen mit ihrer Begeisterung anzustecken. So konnten schon häufig Schüler:innen ohne nennenswerte Vorkenntnisse ein hohes musikalisches Niveau erreichen. Die jungen Musiker:innen des Heisenberg-Gymnasiums haben schon tolle Ergebnisse erzielt und sind beispielsweise im Konzerthaus und im Kinder- und Jugendtheater aufgetreten oder haben – in Kooperation mit der „jungen Oper“ – die Operette „Orpheus in der Unterwelt“ aufgeführt. Um an diese Erfolge anknüpfen zu können, wurde nun ein neuer Konzertflügel benötigt. Der vorhandene Flügel ist sehr in die Jahre gekommen und weist inzwischen Schäden bzw. Verschleißerscheinungen auf, die nicht mehr reparabel sind. Kein Wunder! Denn bedingt durch das musische Profil ist der Konzertflügel im ständigen Einsatz: In jedem Jahrgang gibt es eine Musikklasse, es werden musische AGs angeboten, im Chor und in zwei Orchestern wird der Flügel eingesetzt sowie in weiteren Projektgruppen. Außerdem findet natürlich auch für die Schüler:innen, die nicht in einer Musikklasse sind, Musikunterricht statt, in dem auch in Zukunft am Flügel musiziert wird, genau wie bei diversen Schulveranstaltungen. Der Förderverein weiß bereits seit einigen Jahren, dass für die Anschaffung eines neuen (gebrauchten) Konzertflügels eine große Summe an Geld benötigt wird. Aus diesem Grund wurde schon in den letzten drei Jahren Geld angespart, Spendenanfragen an Firmen und Unternehmen im Stadtbezirk versendet und das Projekt der „Tastenpatenschaften“ entwickelt. Hierbei kann – je nach gespendetem Betrag – eine symbolische Patenschaft für einen Teil vom Korpus oder Deckel, eine Taste oder ein Pedal übernommen werden. Auf diese Weise sind bereits viele Mittel zusammengekommen. Das finale Angebot für einen gebrauchten Flügel lag bei knapp über 28.000,- Euro. Für den Förderverein bestand trotz der vielen gesammelten Spenden noch eine Finanzierungslücke von 5.000,- Euro. Diese Lücke wurde schließlich von der ProFiliis-Stiftung geschlossen, die die fehlenden Mittel gerne bereitstellte, sodass auch in Zukunft am Heisenberg Gymnasium fröhlich musiziert werden kann. „Im Mai wurde der neue Flügel im Rahmen eines festlichen Konzerts offiziell eingeweiht. An diesem Abend stand das Instrument im Mittelpunkt, das in vielfältigen musikalischen Darbietungen zum Ausdruck kam. Mit dem neuen Flügel ist die musikalische Tradition am Heisenberg-Gymnasium gesichert. Dank der gemeinsamen Anstrengungen bleibt die Musik am HeiG lebendig und wird auch in Zukunft Schülerinnen und Schüler begeistern.“ (Auszug aus dem Projektbericht) sh
Dortmund - Eving
Heisenberg-Gymnasium Dortmund
Deutschlandfinale der World Robot Olympiad
Bildung

Deutschlandfinale der World Robot Olympiad

Nach vielen Monaten der Vorbereitung war es am 27. Juni 2025 endlich soweit: Die Westfalenhallen öffneten ihre Tore, um Roboter-Begeisterte aus ganz Deutschland einzulassen, die für das große Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (kurz: WRO) angereist waren. Doch fangen wir ganz vorne an: Was ist die WRO? Die World Robot Olympiad ist ein internationaler Roboterwettbewerb für Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 19 Jahren. Zunächst werden auf Bundesebene die erfolgreichsten Teams einer Nation ermittelt, die dann im Weltfinale gegeneinander antreten. Wer ist für die Ausrichtung der WRO zuständig? In Deutschland übernimmt die Koordination der WRO der gemeinnützige Verein „TECHNIK BEGEISTERT“. Der Verein ist in ganz Deutschland mit verschiedenen Partner:innen aktiv und verfolgt dabei das Ziel, „Kinder und Jugendliche frühzeitig für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern.“ (Förderantrag) Zu diesem Zweck werden beispielsweise Projekte mit Schulen durchgeführt (Aufbau von Roboter-AGs, Konzeptionierung von Lernmaterialien etc.), Workshops und Schulungen angeboten und es wird an verschiedenen Wettbewerben mitgewirkt. Den größten Teil der Vereinsarbeit macht jedoch die Koordination der WRO aus.In Vorbereitung auf das Deutschlandfinale fanden bereits seit 2024 verteilt in ganz Deutschland rund 55 regionale Wettbewerbe statt, bei denen insgesamt 1.075 Schüler:innen-Teams gegeneinander antraten, um sich in verschiedenen Wettbewerbskategorien und Altersklassen für das Deutschlandfinale zu qualifizieren. Wer tritt im Deutschlandfinale der WRO gegeneinander an? Die 138 besten Teams aus Deutschland, bestehend aus insgesamt rund 400 Kindern und Jugendlichen, sind im Deutschlandfinale 2025 gegeneinander angetreten. Sie haben sich vorab im Rahmen von Regionalwettbewerben qualifiziert. Was erwartet die Gewinner:innen des Deutschlandfinales der WRO? Im Deutschlandfinale treten die Teilnehmenden in verschiedenen Kategorien gegeneinander an. Je nach Kategorie erzielen die Erstplatzierten die Qualifikation zur Teilnahme an internationalen Roboter-Wettbewerben, unter anderem zur Teilnahme am Weltfinale der World Robot Olympiad. Nachdem diese Fragen geklärt sind, können wir uns das große Event am 27. Juni genauer anschauen: Neben den ca. 400 Teilnehmenden kamen zusätzlich rund 2.000 Besucher:innen zum Deutschlandfinale in die Westfalenhallen. In Ergänzung zu den Wettbewerben in den verschiedenen WRO-Disziplinen wurde ein buntes Rahmenprogramm mit dem Schwerpunkt MINT geboten, um auch den Gästen die Roboter-Begeisterung näher zu bringen. Über 100 ehrenamtliche Helfer:innen sorgten für einen reibungslosen Ablauf der Veranstaltung. Nach zwei prall gefüllten Tagen, in denen die Teams ihre Roboter präsentierten, Vorträge und Workshops stattfanden und viel Gelegenheit zum Austausch bestand, war es am 28. Juni Zeit für die Siegerehrungen. Die Erstplatzierten der verschiedenen Kategorien wurden ausgezeichnet und ihre Leistung mit dem Applaus der Zusehenden belohnt. Leider konnte sich kein Team aus Dortmund qualifizieren, aber allein die Teilnahme am Deutschlandfinale war schon eine tolle Leistung und spannende Erfahrung für die Mädchen und Jungen. Wie hat sich TECHNIK BEGEISTERT vor dem Deutschlandfinale für Dortmunder Schüler:innen eingesetzt? Zur Vorbereitung auf die „Roboter-Saison“ wurden fünf Dortmunder Schulen von TECHNIK BEGEISTERT mit dem Ziel, mehr Kinder und Jugendliche für das Thema Robotik zu begeistern, mit Roboter-Förderpaketen ausgestattet. Darin sind enthalten: Roboter-Sets 1 Laptop oder Tablet zum Programmieren Material für einen Parcours für den Wettbewerb Lerneinheiten zum Einstieg in die Robotik Zusätzlich fanden für die Lehrkräfte der ausgewählten Schulen zwei Schulungen statt, um den Lehrkräften den Einstieg in das Thema Robotik zu erleichtern und sie auf die Arbeit mit einer Roboter-AG vorzubereiten. Außerdem ermöglichte es TECHNIK BEGEISTERT drei Dortmunder Schulen, Angebote in der DigitalWerkstatt der GrünBau GmbH zu nutzen. Pro Schule konnten ca. 15 bis 20 Schüler:innen bei der Arbeit an ihren Robotern sowie bei weiteren Themen rund um Robotik Unterstützung von den GrünBau-Mentor:innen erhalten. Was hat ProFiliis mit der WRO zu tun? Auch wenn das ehrenamtliche Engagement beim Deutschlandfinale sehr groß ist, entstehen für eine derartig große Veranstaltung natürlich auch entsprechende Kosten: Miete für Halle, Technik und Equipment, Catering, MINT-Rahmenprogramm und viele weitere. Um diese Kosten abzudecken, hat der Verein TECHNIK BEGEISTERT bei verschiedenen lokalen Akteuren Spenden eingeworben. Auch die ProFiliis-Stiftung unterstützt das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad 2025 und stellt 15.000,- Euro zur Verfügung, die unter anderem wie folgt eingesetzt werden: anteilig: Ausstattung von Dortmunder Schulen mit Roboter-Förderpaketen Bustransport von Dortmunder Schüler:innen zum Event Pokale und Spielfeld für den Wettbewerb anteilig: Verpflegung der Teilnehmenden Das ProFiliis-Team freut sich gemeinsam mit den Zuständigen bei TECHNIK BEGEISTERT über das gelungene Deutschlandfinale der World Robot Olympiad und wünscht allen Teams weiterhin viel Erfolg in den internationalen Wettkämpfen. sh Mehr Einblicke gibt es in diesem Video.
Dortmund
TECHNIK BEGEISTERT e. V.
Internationales Baseballturnier: Super Cup 2025
Sport

Internationales Baseballturnier: Super Cup 2025

Als am 04. August 2025 um 18:00 Uhr die ersten Klänge der Live-Musik ertönten, begann das fröhliche Treiben des Super Cups 2025! Musikacts und Cheer-Auftritte boten ein tolles Bühnenprogramm und der symbolische „First Pitch“ durch Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal war direkt zu Beginn des mehrtägigen Baseball-Turniers ein absolutes Highlight. Beim Eröffnungsspiel trafen die amtierenden Titelträger von Klasik Frydek Mistek (Tschechien) und die Nationalmannschaft der Ukraine aufeinander und spielten das erste Match des Turniers. In den nächsten Tagen folgten 16 Spiele, in denen sich die teilnehmenden acht Teams aus sechs Nationen begegneten. Von morgens bis abends bot der Super Cup im Hoeschpark ein buntes Programm für Baseball-Begeisterte. „Im Finale setzte sich die ElbAkademie aus Hamburg gegen die Nationalmannschaft der Ukraine durch und holte sich den Turniersieg.“ (Pressetext Dortmund Wanderers e. V.) Die sehr gute Platzierung des ukrainischen Teams zeigt deutlich, dass es völlig zu recht an dem Turnier teilgenommen hat und einen festen Platz in der internationalen Baseball-Landschaft einnimmt. Und dennoch ist die Teilnahme der ukrainischen Nationalmannschaft keine Selbstverständlichkeit: Die Teammitglieder aus der Ukraine sind durch den russischen Angriffskrieg auf besondere Weise belastet und waren nicht in der Lage, die Kosten für Anreise und Unterbringung zu tragen. ProFiliis leistete an dieser Stelle finanzielle Hilfe und stellte rund 1.500,- Euro für die Unterbringung der 18 Spieler und ihrer vier Betreuer:innen in einer Jugendherberge zur Verfügung. Üblicherweise werden sonstige Turnierkosten durch eine Teilnahmegebühr aller Teams abgedeckt. Um die Mannschaften hiermit nicht zusätzlich zu belasten, wurde von allen Teams nur eine deutlich reduzierte „Startgebühr“ erhoben. Die ProFiliis-Stiftung stellte aus diesem Grund zusätzlich 1.500,- Euro für weitere Kostenpositionen wie Schiedsrichter, Scorer und Pokale bereit. Insgesamt unterstützte ProFiliis die Durchführung des Super Cups 2025 also mit 3.000,- Euro. Wie schon in den Vorjahren sind sich alle Beteiligten einig: Der SuperCup ist nicht nur ein tolles Erlebnis der internationalen Sportbegegnung, sondern auch eine hervorragende Werbung für den Baseballsport und Nachwuchsförderung für die Dortmund-Wanderers: Der Verein konnte in den letzten Jahren einen tollen Zulauf im Nachwuchsbereich verzeichnen, sodass im Jahr 2025 zwei U15-Mannschaften im Ligabetrieb gemeldet werden können – erstmals seit 1989!Um an diese Erfolge anzuknüpfen wird schon jetzt fleißig für das nächste Jahr geplant: Vom 02.08. bis zum 06.08.2026 soll der Super Cup 2026 – dieses Mal als fünftägiges Event – stattfinden. Zum Hintergrund: Der Baseball- und Softballverein „Dortmund-Wanderers“ wurde 1989 in Dortmund-Aplerbeck gegründet und ist ein eingetragener Verein zur Förderung des Baseballsports. Die Trainingsstätte der Wanderers liegt im Hoeschpark im Dortmunder Norden.Neben einem Softball-Damenteam und mehreren Baseball-Mannschaften im offiziellen Ligabetrieb findet auch Jugendarbeit statt: Es gibt ein U12-Team sowie eine U15-Mannschaft. sh
Dortmund - Innenstadt-Nord
Dortmund Wanderers e. V.
Mitmach-Zirkus an der Bodelschwingh-Grundschule
Freizeit

Mitmach-Zirkus an der Bodelschwingh-Grundschule

„Hereinspaziert, hereinspaziert! Die Vorstellung beginnt!“ – So oder so ähnlich konnte man es in der Woche vom 23. Juni bis zum 27. Juni an der Bodelschwingh-Grundschule öfter mal hören. Hier stand nämlich eine Projektwoche mit dem Zirkus Blubber an! Zirkusprojekte haben in der Agenda der Bodelschwingh-Grundschule einen festen Platz und sollen planmäßig alle vier Jahre stattfinden, sodass jedes Kind die Chance hat, einmal in seiner Grundschulzeit eine Zirkus-Woche zu erleben. Das Team der Bodelschwingh-Grundschule misst Zirkusprojekten einen hohen pädagogischen Wert zu, da sich die Kinder in der Manege ganz anders aus- und erleben können als im Klassenraum. Sie schlüpfen in eine andere Rolle und erproben ihre Fähigkeiten. Bei einigen Kindern werden verborgene Talente entdeckt und gefördert. Außerdem sind alle zusammen Teil eines großen Ganzen, was das Zusammengehörigkeitsgefühl an der Schule steigert. Auch die Elternschaft kann durch ehrenamtliche Unterstützung während der Projektwoche oder die Teilnahme an den Aufführungen am schulischen Geschehen teilhaben und Lehrkräften außerhalb von Elternabenden und -sprechtagen begegnen. So freuten sich also nicht nur die 280 Schüler:innen auf die Projektwoche, sondern auch das Schulteam und die Elternschaft. Gleich zu Beginn der Projektwoche folgte ein Highlight dem anderen. Der Aufbau des großen Zirkuszeltes auf dem Schulhof und dessen fertiger Anblick waren für alle schon sehr eindrucksvoll. Dann startete die erste Vorstellung der Woche – noch mit den professionellen Artist:innen in der Manege. Die Schulkinder verfolgten die Aufführung mit großen Augen und überlegten bereits, in wessen Rolle sie im Laufe der Woche gerne schlüpfen würden. Die neu gebildeten Kleingruppen arbeiteten dann in den folgenden Tagen zusammen an ihren Zirkusnummern und die Schüler:innen lernten von den Profis, was für „ihre“ Position im Zirkus wichtig ist. Das Team der Bodelschwingh-Schule berichtet: „Unsere Schüler und Schülerinnen sind wie selbstverständlich in ihre Artist:innenrollen geschlüpft und haben mit dem tollen Zirkusteam Blubber freundliche, kompetente und erfahrenen Trainer:innen erleben dürfen.“ Die Kinder haben „mit immenser Begeisterung, Engagement und Ehrgeiz und gegenseitigem Motivieren und Unterstützen ihre Zirkusnummern trainiert“, sodass am Ende der Woche drei fantastische Vorführungen – im jeweils ausverkauften Zelt – stattfinden konnten. Die Schulkinder haben die Zusehenden mit ihren artistischen Darbietungen tief beeindruckt und konnten am Ende ihrer Zirkusnummern einen tollen Applaus genießen. Die Zirkuswoche war für die Bodelschwingh-Grundschule also wieder mal ein voller Erfolg! Da die Kosten für die Projektwoche natürlich nicht unerheblich waren, musste das Team der Bodelschwingh-Grundschule bei der Planung der Kostendeckung kreativ werden. Durch die Ticketverkäufe für die Aufführungen konnten nahezu 50 % der Kosten gedeckt werden. Außerdem wurden über Kuchenverkäufe und ähnliches bereits im Vorfeld zum Projekt Mittel eingeworben. Neben der ProFiliis-Stiftung haben der Förderverein der Schule sowie die Stadt Dortmund der Bodelschwingh-Grundschule weitere finanzielle Unterstützung zugesagt. ProFiliis hat Fördermittel in Höhe von 2.000,- Euro bereitgestellt. sh
Dortmund - Mengede
Bodelschwingh-Grundschule
Mahn- und Gedenkfahrt für Mädchengruppe
Freizeit

Mahn- und Gedenkfahrt für Mädchengruppe

Nachdem sich die Mädchengruppe des Ortsverbands Nette des Kinder- und Jugendverbands SJD - Die Falken im vergangenen Jahr dem Thema „Anne Frank – Ein Mädchen wie du und ich“ gewidmet hat, beschäftigt sich das Jahresprojekt 2025 neben der Zeit des Nationalsozialismus‘ auch mit den Jahren nach Kriegsende, mit dem geteilten Deutschland und der Wiedervereinigung. Die Idee der Verantwortlichen:„ein anschaulicher Geschichtsunterricht Deutschlands der letzten 90 Jahre“(dem Förderantrag entnommen).Und wo könnte man diese spannende Zeit eindrucksvoller nachvollziehen als in Berlin? Aus diesem Grund wurde – als Fortsetzung des Projektes Gedenkstätten- und Erinnerungsfahrten – eine Bildungs- und Freizeitfahrt für die Teilnehmerinnen der wöchentlichen Falken-Gruppenstunde für Mädchen geplant. Im Juni ging es mit dem Zug nach Berlin, wo ein abwechslungsreiches Programm auf die 16 Teilnehmerinnen im Alter von 13 bis 22 Jahren wartete. Nach einem Anreise-Tag unternahm die Gruppe am zweiten Tag einen Stadtrundgang: „am Reichstag vorbei, zur Gedenkstätte für die Maueropfer, dem Mauerverlauf entlang, zum Brandenburger Tor, über den Führerbunker zu den Stelen, der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Den Abschluss des Rundgangs bildete das Deutschlandmuseum, in dem die Mädchen und jungen Frauen einen Überblick über die deutsche Geschichte erhielten. Auf dem Heimweg zur Jugendherberge machte die Gruppe dann noch einen Abstecher zum Checkpoint Charlie – dem bekannten Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin. Der dritten Tag begann mit zwei Museumsbesuchen: Die Gruppe ging ins DDR-Museum und in das DeJa Vu Museum – ein interaktives Museum über optische Täuschungen, Illusionen und digitale Kunst. Auch hier galt wieder „der Weg ist das Ziel“: „Auf dem Weg dorthin kamen wir am Berliner Dom, dem Roten Rathaus und am ‚Alex‘ vorbei. Auf dem Marx-Engels Forum ‚begrüßte‘ uns Karl Marx.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Am späten Nachmittag kam die Gruppe bei der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ an. Die Mädchen und jungen Frauen bekamen einen Eindruck vom Todesstreifen, der quer durch Berlin und ganz Deutschland verlief. Sie waren tief berührt davon und stellten mit großem Unglauben die Frage: „Was haben sich die Schützen dabei gedacht?“ Den Abend verbrachte die Gruppe auf dem Berliner Fest der Kulturen, in dessen Rahmen die Falken-Gruppe eine Tanz-/Musik-Veranstaltung in der Heilig-Kreuz-Kirche besuchte. Am vierten Tag ging es für die Gruppe mit der Bahn und mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken zurück nach Dortmund. sh
Dortmund - Mengede
SJD - Die Falken: Ortsverband Nette
Mädchenfußball an der Albert-Schweitzer-Realschule
Sport

Mädchenfußball an der Albert-Schweitzer-Realschule

Mannschaftssport bietet viele Vorteile: körperliche Betätigung, motorische Förderung, Kontakt zu anderen Menschen, der auch ohne gemeinsame Sprache, Kultur o. ä. funktioniert, Stärkung sozialer Kompetenzen, … In Deutschland ist der beliebteste Mannschaftssport Fußball, wobei es noch immer deutlich mehr Angebote gibt, die sich an Jungen richten als an Mädchen. An der Albert-Schweitzer-Realschule (ASR) in Dortmund-Nette wird daher seit einiger Zeit unter dem Motto „Alle spielen mit!“ aktiv am Ausbau des Fußballangebotes für Mädchen gearbeitet. „Dies fing mit ein paar mutigen Freundinnen an, die einfach gerne auch einmal mitspielen wollten, mündete in der spontanen Teilnahme an den Fußballstadtmeisterschaften mit unserem ersten Mädchenteam und dem völlig überraschenden Einzug in die Endrunde. Auch wenn es am Ende nicht ganz für den Titel gereicht hat, war es der Beginn einer großen Euphorie, sodass immer mehr Mädchen auch im Schulalltag gerne Fußball spielen möchten.“(Auszug aus dem Förderantrag) Diesem Wunsch ist das Team der ASR gerne nachgekommen und hat in Kooperation mit dem Verein Mengede 08/20 zum Schuljahr 2024/25 eine Fußball-AG für Mädchen der Jahrgangsstufen 5 und 6 eröffnet. Auch in den Pausen haben immer mehr Mädchen an Sportangeboten allgemein und explizit am Fußballspiel teilgenommen. Das Ergebnis: Knapp 50 Mädchen der ASR aus den Klassen 5 bis 9 haben in vier Mannschaften an den Stadtmeisterschaften 2024 teilgenommen und eine der Mannschaften hat sogar den 3. Platz belegt! Um diese große Fußballbegeisterung bei den Mädchen aufrecht zu erhalten und die Fähigkeiten der jungen Spielerinnen weiter auszubauen, planten die Zuständigen an der ASR die Trainingsmöglichkeiten aufzustocken. Für die Fußball-AG sowie für den Pausensport und das Training der Schulmannschaften sollten daher Minitore und Bälle in verschiedenen Größen angeschafft werden, um so zukünftig noch mehr Mädchen die Teilnahme an den Fußballangeboten an der ASR zu ermöglichen. Dank des Engagements der Schülerschaft, des Fördervereins und der Lehrkräfte konnten bereits – zum Beispiel durch Verkaufsaktionen – Mittel zur Anschaffung von Trainingsmaterial wie unter anderem Hütchen und Leibchen gesammelt werden. Für den Kauf der Minitore und der Bälle bestand aber auch nach diesen ehrenamtlichen Einsätzen noch eine erhebliche Finanzierungslücke. An dieser Stelle unterstützte ProFiliis die Albert-Schweitzer-Realschule und stellt Mittel in Höhe von 2.000,- Euro zur Verfügung, sodass vier Mini-Tore und neun Fußbälle angeschafft werden konnten. Durch diese Erweiterung des Trainingsmaterials haben sich sowohl in den Mädchen- als auch in den Jungen-Fußball-AGs neue Möglichkeiten ergeben: Es sind viel mehr Ballkontakte des:der Einzelnen möglich, sodass effektiver trainiert werden kann. Die Spieler:innen sind mit Motivation und Spaß dabei, da sie durch die Spielweise mit mehreren Mini-Toren stärker einbezogen werden und aktiver sein können. So werden Technik, Koordination und Selbstvertrauen der jungen Fußballspieler:innen optimal gestärkt. Insgesamt lässt sich die Erweiterung des Fußballangebotes für Mädchen an der Albert-Schweitzer-Realschule als voller Erfolg verbuchen. Nicht nur bei den schulinternen Angeboten sind die Mädchen mit großer Begeisterung dabei. Sie konnten auch ihre sportlichen Erfolge bei Turnieren weiterausbauen: Bei den Stadtmeisterschaften 2025 belegten zwei der Mädchen-Mannschaften der ASR den zweiten und den dritten Platz. Darüber hinaus gab es im Laufe des Jahres auch mehrere Anmeldungen beim Kooperationspartner Mengede 08/20, wo nun mehrere Mädchen am wöchentlichen Training teilnehmen. Allgemein lässt sich sagen, dass die Fußballbegeisterung an der Albert-Schweitzer-Realschule sehr groß ist und auch das Zusammengehörigkeitsgefühl stärkt. So gibt es jahrgangsübergreifende AGs oder Angebote für die jüngeren Schüler:innen werden von älteren betreut. So wird etwa die Pausenliga, in der der alle Klassen der Jahrgänge 5 und 6 Fußballmannschaften aufstellen, von Schüler:innen der Jahrgänge 7 und 8 betreut, die sich im Rahmen der „Kickfair AG“ zusammengetan haben. Sie leiteten die Spiele nach einem Konzept, „in dem vor allem Demokratiebildung, Selbstbestimmtheit und Fairplay im Vordergrund standen.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Das ProFiliis-Team freut sich, dass mit der Unterstützung für die Neuanschaffungen so viele tolle Entwicklungen bei den Fußballangeboten an der Albert-Schweitzer-Realschule möglich waren – für Mädchen und Jungen. Zum Hintergrund An der Albert-Schweitzer-Realschule (ASR) in Dortmund-Nette werden rund 500 Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Unterstützungsbedarf gemeinschaftlich unterrichtet. Das Konzept des „gemeinsamen Lernens“ beschreibt, dass Schüler:innen mit Lern- und/oder Entwicklungsstörungen sowie mit geistigen Behinderungen im Klassenverband am regulären Unterricht teilnehmen. Wenn es sinnvoll bzw. erforderlich ist, erhalten die Kinder und Jugendlichen entsprechend angepasste Aufgaben, die sie dann parallel zu ihren Mitschüler:innen erledigen. sh
Dortmund - Mengede
Albert-Schweitzer-Realschule