Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über Ihren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis-Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass Sie hier alle für Sie wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie uns direkt. Auch für Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch Sie bald als FördererInnen oder ProjektpartnerInnen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

05Mär

Was soll der Doppelpunkt?

„Neue Bücher für alle Schüler:innen der ProFiliis-Grundschule"

 

Manch Eine:r stolpert in dieser erdachten Überschrift sicherlich über den Doppelpunkt mitten im Wort und fragt sich, was es damit auf sich hat. Wir als ProFiliis-Team wollen ab sofort mit dieser Art der Darstellung, die in der Fachsprache als “Gendern” bezeichnet wird, in unseren Texten Menschen aller Geschlechter einbeziehen, also auch explizit die Minderheit derjenigen, die sich nicht den klassischen Geschlechtern männlich und weiblich zugehörig fühlen. Der Doppelpunkt wird also ins Wort eingefügt, um auch Menschen anderer Geschlechter anzusprechen.

 

“In der Sprachwissenschaft (Linguistik) bezeichnet Gendern den Gebrauch geschlechtergerechter Formulierungen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter im Deutschen.” (Wikipedia, Suchbegriff “Gendering”)

 

Vielleicht denken sich manche Leser:innen nun „Das haben wir doch noch nie so gemacht!“ Und auch wir haben diesen Schritt tatsächlich ausführlich im Team diskutiert. Im Ergebnis haben wir uns jedoch einheitlich für diese Art des Genderns ausgesprochen. Sprache ist im Wandel und ein sensibler Umgang mit ihr ist zur Vermeidung von Diskriminierung von großer Bedeutung; denn alltägliche Sprache kann – ganz unbeabsichtigt – diskriminieren und verletzen. Daher ist es uns wichtig, uns an aktuellen Empfehlungen zum Gendern zu orientieren und in unserer Sprache ALLE Menschen zu inkludieren und Minderheiten nicht auszuschließen. Dies liegt uns insbesondere in unserer Funktion als Stiftung, die das Wohl junger Menschen fördern möchte, sehr am Herzen.

 

Vielleicht wirkt der Doppelpunkt beim Lesen zunächst störend, aber mit der Zeit wird sicherlich eine Gewöhnung eintreten und diese neue Schreibweise von uns allen als normal empfunden werden.

 

Mit der Umsetzung unserer Team-Entscheidung freuen wir uns, ab sofort auch diejenigen, die ohnehin schon vor besonderen Herausforderungen stehen, in unseren Texten ganz gezielt mitanzusprechen und planen auch ganz konkret, ein oder mehrere Projekte in diesem Kontext zu fördern und damit den betroffenen Menschen unsere Unterstützung anzubieten.

 

 

11Feb

KonsumWandel – Wir können auch anders!

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen Besucher:innen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch.

 

Vom 17. April bis zum 11. Juli 2021 wird die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ im mondo mio! aufgebaut sein, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuellen Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und im Kontext von schwindenden Ressourcen und globaler Gerechtigkeit näher zu betrachten. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT. Über vielfältige Zugänge wird den Besucher:innen verschiedenes Bildungsmaterial präsentiert und lädt sie dazu ein, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Außerdem erhalten sie konkrete Ideen zum Wandel ihres Lebensstils; beispielsweise zur Reduktion des Fleischkonsums über vegetarische Rezepte.

 

In einem Teil der Ausstellung erläutern zudem vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann.

 

Zusätzlich zur Ausstellung werden verschiedene Workshops zum Thema angeboten, die sich an Gruppen ab der Vorschule bis zur Sekundarstufe 1 richten und jeweils für das Alter passend zugeschnitten werden. Auch wurde für Familien, die die Ausstellung besuchen, ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ angeboten wird, aber auch ein Repaircafé und eine Tauschbörse stattfinden.

 

Die Veranstalter:innen rechnen in der Zeit von April bis Juli mit etwa 8.000 Kindern, die die Ausstellung KonsumWandel besuchen.

 

Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit entstehen dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro. Diese übernimmt die ProFiliis-Stiftung gerne.

 

sh

11Feb

Mittelalterliches Spektakel

Mittelalterliches Spektakel? Das kann doch nur das Mengeder Mittelalterlich Gaudium sein!

 

Vom 03. bis zum 06. Juni 2021 findet im Volksgarten Mengede zum nunmehr 13. Mal der bunte Mittelalter-Markt mit Händler:innen, Handwerker:innen, Gaukler:innen, Musik sowie Speis und Trank statt. Fester Bestandteil des vom Stadtbezirksmarketing Mengede organisierten Gaudiums ist wie immer auch ein tolles Kinderprogramm: Im traditionellen Mittelalter-Karussell geht es für die Kleinen rund, in der Schmiede, der Filzerei und der Töpferei können sie ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben, sich beim Kinder-Ritterturnier austoben und dann im Gemüsepuppen-Theater und bei den Geschichten der Sagen- und Märchenfrau erholen. Und natürlich gibt es immer etwas zu lachen, wenn die GauklerInnen vorbeikommen!

 

ProFiliis stellt auch in diesem Jahr gerne wieder die Mittel für das Kinderprogramm auf dem Mengeder Mittelalterlich Gaudium zur Verfügung und drückt den Veranstalter:innen, insbesondere dem Ehepaar Detlef Huss und Erika Wiedemann-Huss die Daumen, dass das Gaudium in diesem Jahr wieder stattfinden kann, nachdem es in 2020 wegen Corona ausfallen musste!

 

sh

11Feb

„Time out“ goes out - Jugendarbeit auch bei schlechtem Wetter

Das Falken Bildungs- und Freizeitwerk Dortmund e.V. (FBF) ist Träger der freien Jugendhilfe und betreibt in Dortmund mehrere offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, u. a. den Jugendtreff „Time Out“ in Wickede, der für junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahre eine Anlaufstelle darstellt. Hier können die Jugendlichen ihre Freund:innen treffen, sich untereinander und mit dem pädagogischen Personal austauschen, Freizeitaktivitäten ausüben und sich entspannen. Auch die Außenfläche wird hierbei zum Beispiel für Spiel- und Sportangebote, aber auch als Rückzugsmöglichkeit für Beratungsgespräche intensiv genutzt. Insbesondere mit Blick auf die Hygienevorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stellt die Außenfläche eine Möglichkeit dar, die Arbeit mit den jungen Menschen fortzusetzen und weiterhin als Ansprechpartner:in für sie präsent zu sein. Einziger Wermutstropfen ist dabei aktuell das Wetter. Um Nässe und Kälte trotzen zu können, wünschen sich die Besucher:innen und Mitarbeiter:innen einen großen Pavillon mit Seitenwänden und zwei Heizstrahlern. Hier springt die ProFiliis-Stiftung gerne ein und stellt mit 2.000,- Euro die benötigten Mittel zur Verfügung.

 

sh

➤ weitere Neuigkeiten

Presse

Neue Küche für Die Falken
2021
17Mär

Neue Küche für Die Falken

Musik zum Mitmachen für jedermann
2021
11Feb

Musik zum Mitmachen für jedermann

Community Music im Konzerthaus Dortmund
2021
03Feb

Community Music im Konzerthaus Dortmund

Wunschbaum-Aktion für Marten
2020
22Dez

Wunschbaum-Aktion für Marten

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Weihnachts-Wunschbaum für Martener Kinder
Lebenshilfe

Weihnachts-Wunschbaum für Martener Kinder

Vor Weihnachten stellten sich die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V.  die Frage: „Strahlende Kinderaugen an Weihnachten – was kann es Schöneres geben?“ Da bei einigen Familien im Stadtbezirk die finanziellen Mittel aber leider nicht für eine Bescherung mit tollen Geschenken ausreichen, organisierte der Verein in Kooperation mit anderen Martener Vereinen und Unternehmen eine ganz besondere Aktion für die Kinder im Stadtbezirk Marten: einen Wunschbaum. Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter aus Familien mit geringem Einkommen konnten an verschiedenen Stellen einen „Wunschstern“ abholen. Auf diesen Stern konnten sie ihren Wunsch zu Weihnachten schreiben (oder schreiben lassen) und ihn dann an den Wunschbaum – einen geschmückten Weihnachtsbaum im örtlichen Supermarkt – hängen. Hier konnten alle, die einem Kind seinen Wunsch erfüllen wollten, einen oder mehrere Wunschsterne mitnehmen, das Gewünschte besorgen und als Geschenk wieder im Supermarkt abgeben. Die Vereinsmitglieder sorgten dann dafür, dass jedes Geschenk beim richtigen Kind ankam. Damit auch die Kinder, deren Wunschstern nicht abgenommen wurde, nicht leer ausgehen mussten, wurden diese Geschenk direkt durch den Verein bereitgestellt.

 

Um sicherzustellen, dass wirklich alle Wünsche erfüllt werden können, haben die Verantwortlichen von Marten aktiv bei ProFiliis finanzielle Förderung beantragt. Die Stiftung sagte Unterstützung in Höhe von bis zu 2.500,- Euro zu. Dank der Bereitschaft der Martener Bürger:innen Wünsche zu erfüllen, wurden letztlich tatsächlich nur rund 800,- Euro der zugesagten Fördersumme benötigt, um allen Kindern ihre Wünsche zu erfüllen. Von dieser überwältigenden Hilfsbereitschaft der Martener Bevölkerung waren sowohl die Macher:innen von Marten aktiv als auch das Team von ProFiliis positiv überrascht. Da der ursprünglich zugesagte Zuwendungsbetrag so nur zu einem Bruchteil in Anspruch genommen wurde, wurde dem Verein für ein zukünftiges Projekt eine bevorzugte Behandlung zugesagt.

 

 

Zum Hintergrund:

Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen vor besondere Herausforderungen und hat an einigen Stellen einen besonderen Hilfebedarf zur Folge. Um hier schnell und unbürokratisch helfen zu können, wurde im Juli 2020 die Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V. gegründet. Der Verein hat das Anliegen, den Zusammenhalt im Stadtteil Marten zu fördern, ältere und kranke Menschen im Stadtteil praktisch zu unterstützen und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwächeren Familien sicherzustellen.

 

 

sh

Dortmund - Lütgendortmund
Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V.
Ohne Mampf, kein Kampf – Neue Küche im Blücherbunker
Freizeit

Ohne Mampf, kein Kampf – Neue Küche im Blücherbunker

Der Blücherbunker – ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg im Dortmunder Norden – bietet heute den „Falken“ ein Zuhause. Die Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der Kinder und Jugendliche zu Demokratie und Mitbestimmung erziehen möchte. Solidarität, Selbstorganisation, politisches Interesse und freiwilliges Engagement sind wichtige Grundsätze für die Falken. Der Blücherbunker dient dabei als Anlaufstelle für Kinder- und Jugendgruppen sowie die ehrenamtlich bei den Falken engagierten Menschen: „Die Räume sollen die Möglichkeit bieten, sich zu treffen, auszutauschen, Aktionen zu planen, gemeinsam zu kochen, zu spielen, zu basteln und Workshops durchzuführen.“ (Auszug aus dem Förderantrag) 

 

Im Jahr 2018 wurde mit der Grundsanierung des alten Bunkers in der Blücherstraße begonnen. Verschiedene Herausforderungen (wie die Denkmalschutz-Auflagen und notwendige Sprengungen für das Einsetzen von Fenstern) mussten überwunden werden und trugen dazu bei, dass die Sanierungsarbeiten erst im Frühjahr 2020 abgeschlossen waren und die Falken ihre Räumlichkeiten wieder beziehen konnten. Allerdings standen hier noch einige Aufgaben an: So mussten sie das Tapezieren und Streichen, den Einbau von Türen und Lampen sowie die Anschaffung einiger Möbel und einer Küche übernehmen. Die Stadt Dortmund hatte – als Eigentümerin des Blücherbunkers – einen Großteil der Kosten der Sanierung übernommen, für die genannten Positionen mussten die Falken jedoch selbst aufkommen. Für den gemeinnützigen und hauptsächlich ehrenamtlichen Verband war es jedoch nicht möglich, all die benötigten finanziellen Mittel bereit zu stellen. Aus diesem Grund wendeten sich die Verantwortlichen an die ProFiliis-Stiftung und baten um Hilfe bei der Anschaffung einer Küchenzeile. ProFiliis sagte die Unterstützung gerne zu und stellt mit 2.500,- Euro den Großteil der Kosten für Anschaffung und Montage einer Küchenzeile zur Verfügung. 

 

Im Februar 2021 wurde nun die neue Küchenzeile aufgebaut, sodass endlich alle Arbeiten in den Räumlichkeiten der Falken abgeschlossen sind und hier wieder eine abwechslungsreiche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen möglich ist, die mit Blick auf die Corona-Pandemie hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder regelmäßig stattfinden kann. 

 

sh 

Dortmund - Innenstadt-Nord
SJD – Die Falken (UB Dortmund)
Instrumente für “Community Music” im Konzerthaus
Kultur

Instrumente für “Community Music” im Konzerthaus

Das Konzerthaus in Dortmund gehört zu den wichtigsten Konzerthäusern Europas und hat große Künstler:innen aus der ganzen Welt zu Gast. Auch die Besucher:innen von Konzerten, Opern und den vielfältigen anderen Veranstaltungen im Konzerthaus kommen oft von weit angereist. Die Menschen, die sich sonst im Dortmunder Brückviertel – dem Standort des Konzerthauses – bewegen, passen auf den ersten Blick eher nicht ins Bild. Das Konzerthaus liegt im Brückviertel in der Dortmunder Innenstadt. Dieses Viertel ist bekannt für internationale Schnellrestaurants, günstige Einkaufsmöglichkeiten und das Nachtleben in alteingessenen Kneipen und Discos. Nicht immer sind die Schlagzeilen über dieses Viertel und einige Bewohner*innen sowie Besucher*innen positiv geprägt. Doch genau an dieser Stelle möchten die Verantwortlichen entgegenwirken: „Das Konzerthaus soll (…) nicht als Fremdkörper der Hochkultur ohne Berührungspunkte mit seiner Umgebung stehen“, heißt es im Förderantrag, den die ProFiliis-Stiftung vom Konzerthaus erhalten hat. Aus diesem Grund startete im Konzerthaus Dortmund im September 2019 das bis dahin erste Community-Music-Programm Deutschlands. In diesem Rahmen wurde der Community Musician Matthew Robinson fest angestellt. 

 

Doch was bedeutet Community Music überhaupt? 

 

„Community Music heißt Musik machen in Gemeinschaft. Allen, ungeachtet ihrer musikalischen Fähig- und Fertigkeiten, ihres Alters, Geschlechts, körperlicher Verfassung oder sonstiger Merkmale, soll Zugang zu Musik und kreativem Schaffen sowie Teilhabe an Kultur und Gemeinschaft ermöglicht werden.“ (Auszug aus dem Förderantrag) 

 

Mit dieser Definition wird klar, dass es Parallelen zum Ansatz der kulturellen Bildung für alle gibt, der besagt, dass kulturelle Teilhabe Perspektiven und Chancen auch für die eröffnet, die in weniger privilegierten Umständen leben.  

 

Community Musician Matthew Robinson hat bereits mehrere Projekte am Konzerthaus Dortmund ins Leben gerufen, die allen Menschen ermöglichen, in einem geschützten Rahmen positive, gemeinschaftliche Erfahrungen zu machen. Im Vordergrund stehen hierbei gegenseitige Akzeptanz und das Hören aller Stimmen. Hierüber wird der Selbstwert des Individuums gestärkt, das sich als wertvollen Teil der Gruppe erlebt. Über das gemeinsame Musizieren und Aufführen der entwickelten Musik sollen gesellschaftliche und individuelle Entwicklungsprozesse gefördert werden. 

 

Im Sommer 2020 sollte nun eine neue „Community“ speziell für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 20 Jahren mit bis zu 30 Teilnehmer:innen aufgebaut werden. Damit die jungen Leute gemeinsam Musik machen und erleben können, war allerdings die Anschaffung verschiedener neuer Instrumente und passendem Zubehör notwendig. Die ProFiliis-Stiftung stellte über 8.000,- Euro zur Verfügung, sodass unter anderem Ukulelen, ein Sousafon, Schellenringe, Perkussion- Sets und Glockenspiele gekauft werden konnten. Auch die bestehenden Projekte profitieren natürlich von den Neuanschaffungen. 

 

„Community Music bringt die Menschen zusammen. Sie hilft ihnen eine gemeinsame Sprache zu finden, sich auszudrücken und schafft großartige verbindende Momente. Dank der neuen Instrumente können wir noch mehr junge Leute in Dortmund, besonders im Brückviertel und den Schulen der Nordstadt ansprechen und mit ihnen tolle Projekte durchführen. So können wir das Konzerthaus Dortmund mit seinen lokalen Communities verbinden und die Jugendlichen dabei unterstützen, Musik zu machen, Freunde zu finden und sich auszudrücken.“  

- Matthew Robinson - 

 

sh 

Dortmund - Innenstadt-Nord
Konzerthaus Dortmund
Boulevard der Kinderrechte
Bildung

Boulevard der Kinderrechte

Nach einigen Jahren der Planung und Umsetzung war es im vorigen Jahr endlich vollbracht: Der „Boulevard der Kinderrechte“ im Stadtteil Nette ist fertiggestellt und pünktlich vor Beginn der Sommerferien 2020 eröffnet worden.

 

Bereits im Jahr 2016 entstand in der Jugendgruppe von SJD – Die Falken (Ortsgruppe Westerfilde) um Leiter Klaus Schlichting die Idee, quer durch Nette einen Lern-Parcours mit insgesamt neun Stationen, die sich mit den gesetzlichen Rechten von Kindern beschäftigen, zu errichten. Nachdem die ersten Vorstellungen durch die Kinder und Jugendlichen weiter ausgestaltet wurden, nahmen die Falken Kontakt zur Stadt Dortmund auf, die das Projekt gerne unterstützte und sich um die weitere Planung, Ausschreibung und Umsetzung der Stationen kümmerte. So wurden verschiedene öffentliche Einrichtungen (vornehmlich im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit) angefragt, ob sie Teil des Boulevards der Kinderrechte sein wollen. Das bedeutet, dass auf ihrem Grundstück eine Spielstation errichtet wird, für deren Wartung künftig die jeweiligen Einrichtungen selbst verantwortlich sind. Außerdem wurden externe Sponsor:innen gesucht, die die Kosten zur Errichtung einzelner Stationen übernehmen können. An dieser Stelle wurde die ProFiliis-Stiftung schon sehr frühzeitig durch die Falken bei der Planung des Projektes einbezogen.

 

Nähere Details zur anfänglichen Planung sind dem untenstehenden Artikel aus den Ruhr Nachrichten von Februar 2016 zu entnehmen.

 

Jede Station des Boulevards deckt ein Kinderrecht ab und besteht aus einem Spielgerät mit Bezug zu dem jeweiligen Recht, einer Sitzbank sowie einer Schautafel mit den wichtigsten Informationen und einem QR-Code, über den ein Podcast zu dem entsprechenden Kinderrecht abrufbar ist. Die verschiedenen Stationen wurden von Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit entwickelt und z. T. durch externe Projektpartner:innen finanziert.

 

Die folgenden Kinderrechte sind per Gesetz festgelegt:

  • Recht auf Gleichheit
  • Recht auf Bildung
  • Recht auf Persönlichkeit und Privatsphäre
  • Recht auf Gesundheit
  • Recht auf Gehör und Meinungsäußerung
  • Recht auf Schutz vor Ausbeutung
  • Recht auf Freizeit und Spiel
  • Recht auf Betreuung bei Behinderung
  • Recht auf elterliche Fürsorge
  • Recht auf Schutz vor Gewalt
  • Recht auf Erholung und Entspannung
  • Recht auf Schutz vor Krieg

 

Ziel des Projektes ist es, Kinderrechte im alltäglichen Stadtbild sichtbar und somit bewusster zu machen und sie insbesondere den Kindern selbst über einen spielerischen und sportlichen Ansatz näher zu bringen; denn nur wenn Kinder ihre Rechte kennen, können sie diese auch bewusst einfordern.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat die finanzielle Förderung der Station zum Thema „Recht auf Betreuung bei Behinderung“ am Caritas Familienzentrum St. Stephanus und St. Josef übernommen. Neben der Schautafel mit Informationen zu diesem Kinderrecht und einer Bank wurde hier ein „3D-Kulturen-Puzzle“ errichtet, bei dem an drei Stangen jeweils drei große Prismen gedreht werden können (s. Foto) und so Personen in traditioneller Kleidung verschiedener Kulturen unterschiedlich kombiniert werden können. So werden die Kinder zusätzlich zu dem eigentlich Kinderrecht „Recht auf Betreuung bei Behinderung“, über das auf der Schautafel informiert wird, über einen niedrigschwelligen, spielerischen Ansatz auch für das Thema Herkunft von Menschen aus unterschiedlichen Kulturen sensibilisiert. Denn gerade Kinder, die mit einer anderen Herkunftskultur als der deutschen aufwachsen, stehen zum Teil vor gewissen Herausforderungen im alltäglichen Leben, bei denen ihnen Unterstützung zusteht.

 

Der Boulevard der Kinderrechte stellt ein tolles Beispiel für ein umfangreiches Kooperationsprojekt dar: Neben der Jugendgruppe der Falken und der Stadt Dortmund waren verschiedene öffentliche Einrichtungen und Sponsoren maßgeblich am Gelingen des Projektes beteiligt. Auf der Homepage der Stadt Dortmund ist eine Auflistung aller Stationen des Boulevards der Kinderrechte und der jeweils Beteiligten zu finden:

https://www.dortmund.de/de/leben_in_dortmund/familie_und_soziales/jugendamt/rechte/boulevard_der_kinderrechte/kinderrechte_boulevard.html

 

sh

Dortmund - Mengede
Projekt nordwärts
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