Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über Ihren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis-Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass Sie hier alle für Sie wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie uns direkt. Auch für Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch Sie bald als FördererInnen oder ProjektpartnerInnen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

07Okt

Fertigstellung Großprojekt Bolivien

Nach der Förderzusage von Dezember 2020 können wir nun die erfreuliche Neuigkeit teilen, dass das in Kooperation mit World Vision in Bolivien durchgeführte Projekt  "Neubau von insgesamt 5 Klassenräumen an 2 bolivianischen Schulen" inzwischen abgeschlossen werden konnte. 

 

Ein ausführliches Update folgt in nächster Zeit im entsprechenden Projektbericht, hier aber schon vorab einige Impressionen zum Projekt mit Stimmen von Menschen vor Ort per Video, welches einige Mitarbeiter von World Vision dankenswerter Weise erstellt und uns zur Verfügung gestellt haben.  

Projektvideo.mp4

 

sf

29Sep

Ferienfreizeit der Paul-Dohrmann-Schule

Bei der Paul-Dohrmann-Schule handelt es sich um eine Förderschule im Stadtteil Dortmund-Scharnhorst. Sie wird von ca. 200 Schüler:innen (1. bis 10. Klasse) besucht und es arbeiten dort 30 Lehrer:innen, 10 Integrationskräfte und eine Schulsozialarbeiterin.

 

In den Herbstferien 2022 möchte die Paul-Dohrmann-Schule nun, mit 19 Schüler:innen und Ihren Familien, eine Ferienfreizeit zur Ostsee machen. Das Ganze findet im Rahmen einer Kooperation der Schule mit der Familienbildungsstätte in Klingberg/Scharbeutz statt.

 

Unter Inanspruchnahme eines im Herbst 2021 geschaffenen Programms „Corona-Auszeit für Familien“, welches für Familien mit geringem Einkommen und Familien mit gehandicapten Familienangehörigen Fördermittel für einen bis zu einer Woche dauernden Urlaub in ausgewählten Familienbildungsstätten bereitstellt, hatte die Schulsozialarbeiterin im Laufe des Jahres 2022 eine entsprechende Ferienfreizeit für die betroffenen Familien geplant und die entsprechenden Mittel aus dem Programm beantragt. Tatsächlich wurden die Mittel auch zugesagt, wobei ein nicht geringer Eigenanteil noch von den Familien selbst aufzubringen war.

 

Da die Familien auf Grund der allgemeinen Inflation und im speziellen auch der steigenden Lebensmittelpreise in der Zwischenzeit alle zusätzlich finanziell belastet sind und einige Familien somit den erforderlichen Eigenanteil nicht aufbringen konnten, sah es, kurz bevor es losgehen sollte, dann so aus, als würde die Fahrt, auf die sich die Kinder und Jugendlichen sowie ihre Familien schon das gesamte Jahr über gefreut hatten, nicht stattfinden können.

 

Schließlich wendete sich die Schulsozialarbeiterin mit der Bitte um finanzielle Unterstützung an die ProFiliis-Stiftung. ProFiliis hat sich daraufhin bereit erklärt, einen größeren Teil des Eigenanteils zu übernehmen sowie die Kosten für 2 Ausflugsfahrten zur Ostseetherme sowie in die Hansestadt Lübeck und wünscht den Teilnehmer:innen eine schöne und ereignisreiche Freizeit.

 

ncs

16Aug

Johanniter gründen Beratungsstelle für geflüchtete Jugendliche

„Mit rund 7000 ehrenamtlichen Helfern ist die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. eine der am stärksten engagierten Hilfsorganisationen in NRW, insbesondere auch im Regionalverband Östliches Ruhrgebiet im Sitz in Dortmund, wo sich über 350 Ehrenamtliche für ihre Mitmenschen einsetzen.“ (Förderantrag)

 

Jetzt möchte die Johanniter-Unfall-Hilfe eine Beratungs- und Betreuungsstelle für Kinder und Jugendliche errichten, die aus der Ukraine geflüchtet sind. Das Ziel des Projektes „Erste Hilfe für die Seele“ ist unter anderem der Aufbau eines trauma-sensiblen, partizipativen sowie „empowernden“ Unterstützungsangebotes. Hierfür ist vor allem das Erlernen von Strategien wichtig, welche die Autonomie und Selbstbestimmung fördern. Zudem wurde das Ziel gesetzt, die Fähigkeiten und Ressourcen der Kinder und Jugendlichen zu nutzen und auszubauen.

 

Die betreuenden multikulturellen Teams werden aus Fachkräften, Geflüchteten einheimisch Freiwilligen und Menschen aus anderen Kulturen bestehen.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat die Übernahme der Kosten für die Ausstattung der Therapieräume sowie für die Anschaffung von IT-Hardware zugesagt.

 

ncs

16Aug

Mobile Cubes für ParkourDortmund sind eingetroffen

Stolz präsentieren Thalis Weizmann und seine Kollegen die mobilen Parkour-Cubes, die Ende letzter Woche wohlbehalten im Dietrich Keuninghaus eingetroffen sind. ProFiliis hatte mit einer Förderung von knapp 6.500,- die Anschaffung der Sportgeräte ermöglicht, die nun zur sofortigen Verwendung für permanente Kurse im Dietrich-Keuninghaus sowie für ausserordentliche und einmalige Einsätze zu besonderen Anlässen parkourinteressierten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen als Obstacles zur Verfügung stehen.

 

ts

➤ weitere Neuigkeiten

Presse

2022
05Okt

Spende für Ersthelfer von morgen

2022
24Sep

7.000 Euro für Ersthelfer von morgen

2022
22Aug

Kinder brauchen Halt

2022
22Jul

Spende für kindgerechte Räume

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe
Humanitärhilfe

Inklusive Schulbildung für Kinder in Simbabwe

Die Christoffel-Blindemission (CBM) hat sich vor mehr als 100 Jahren zum Ziel gesetzt, den Kreislauf aus Armut und Behinderung in den sogenannten Entwicklungsländern zu durchbrechen und für Menschen mit Behinderungen bessere Lebensqualität und Chancengleichheit zu schaffen.

Bereits seit vielen Jahren unterstützt die ProFiliis-Stiftung CBM finanziell bei der Durchführung verschiedener Kinder- und Jugendprojektes in unterschiedlichen Ländern. So wurden in der Vergangenheit beispielsweise Kosten für Rollstühle in Tansania, für medizinische Geräte für Augenoperationen in Kenia oder für Operationen von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten in Uganda übernommen.

Das Jahr 2021 sollte aber ein besonderes Jahr für beide Kooperationspartner werden. Stiftungsvorstand Thomas Schieferstein bekam einen unerwarteten und keineswegs alltäglichen Anruf eines langjährigen Freundes, der ihn darüber informierte, dass er, gemeinsam mit seinen drei Geschwistern, das Erbe seiner kinderlosen Tante verwaltete. Auf den Wunsch der verstorbenen Tante hin, ihr Erbe für die Förderung von Kinder- und Jugendprojekten einzusetzen, hatte man sich gemeinsam dazu entschieden, 100.000, - Euro an ProFiliis zu spenden und bat um Vorschläge für ein oder mehrere geeignete Projekte in einem Entwicklungsland.  Nach einer Evaluierungsphase entschied man sich dann gemeinsam für zwei Projekte, eines davon war das hier beschriebene Projekt „Inklusive Schulbildung für Kinder mit Behinderung in Simbabwe“. Hinsichtlich der hierfür von der Erbengemeinschaft zur Verfügung gestellten hälftigen Mittel in Höhe von rund 50.000,- Euro sagte ProFiliis eine Verdoppelung aus eigenen Rücklagen zu, so dass am Ende des Tages insgesamt 100.000,- Euro sowohl für dieses als auch das 2. Projekt zur Verfügung standen.

 

Trotz Bodenschätzen, fruchtbaren Böden und touristischem Potential (z. B. Victoriafälle) gehört Simbabwe zu den ärmsten Ländern der Welt. Politisch in der Vergangenheit fragwürdig geführt, leidet das Land auch immer wieder unter schweren Dürreperioden und anderen Umweltkatastrophen, Hungernöte und eine instabile Versorgungslage der Bevölkerung sind die Konsequenzen. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen leben ca. 72 % der Menschen unterhalb der UN-Armutsgrenze.

 

Besonders schwer getroffen davon sind Menschen mit Krankheiten und Behinderungen, die vor allem auf die unzureichende medizinische Versorgung vor Ort zurückzuführen sind. Im Land gibt es nur wenige Fachkliniken, die insbesondere für die ländliche Bevölkerung aufgrund fehlender finanzieller Mittel nahezu unerreichbar sind. Nicht selten führen Behinderungen dazu, dass die Betroffenen sowie ihre Familien gesellschaftlich ausgeschlossen werden. 

Das von ProFiliis unterstützte Projekt der Christoffel-Blindenmission richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 4 bis 17 Jahren, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Zugang zu Bildungseinrichtungen haben. In Zimbabwe besuchen rund 50 % der Kinder und Jugendlichen mit Behinderungen keine Bildungseinrichtung, was perspektivisch dramatische Folgen für sie hat, denn ohne Bildung haben sie keine Chance, den Kreislauf aus Krankheit und Armut zu durchbrechen.

Gemeinsam mit der vor Ort tätigen Partnerorganisation Jairos Jiri Association (JJA) werden im Zuge dieses Projektes drei inklusive Schulzentren in Zentral-Simbabwe ausgebaut, die gleichermaßen Kinder und Jugendliche mit Seh-, Hör- und körperlichen Behinderungen ansprechen. Konkret sind dies das „JJA Waterfalls Centre / Harare“, die „JJA Kadoma School for the blind“ und das „JJA Gweru Naran Centre / Midlands“.

Konkret geförderte Maßnahmenschwerpunkte sind unter anderem:

 

  1. Die ganzjährige Ausstattung der drei Schulen mit Unterrichtsmaterial, Material zur Berufsvorbereitung, Gehälter der Lehrer:innen und Schulangestellten sowie Materialien und Ausstattung für Angehörige der Kinder
  2. Ausstattung und Durchführung für Aufklärungs- und Aktivierungsmaßnahmen / Elternarbeit, damit Kinder mit Behinderungen für Schulen überhaupt, eingestuft und eingeschrieben werden
  3. Bauliche Instandsetzungsmaßnahmen für Renovierung, Barrierefreiheit, Hygiene unter COVID-Bedingungen und Ausstattung des Wohnbereichs der Kinder im Internatstrakt
  4. Gesellschaftliche Netzwerkarbeit zur Besserung der Situation der Kinder und Familien, Antidiskriminierung, Mädchenföderung und Kinderschutz
  5. Gehälter für drei Schulteams, z. B. Computer-Lehrkraft, Gärtner, Krankenschwester, Koch, Braille-Spezialist, Kinderbetreuung, Sicherheitspersonal, Fahrdienste, etc.

 

Im Folgenden werden die einzelnen Maßnahmen detaillierter geschildert.

 

Maßnahme 1

Zunächst einmal musste die Basisausstattung für die Schulen angeschafft werden, hierzu zählen unter anderem Schreibstifte, Papier in großen Mengen und andere Büromaterialien, Klassenbücher und Lehrbücher. Für die älteren Schüler:innen wurden ebenso notwendige Materialien sowie Werkzeuge für die Berufsvorbereitungskurse angeschafft wie beispielsweise alle erforderlichen Materialien und Metalle für Schweißerarbeiten, Holz für einfache Schreinerarbeiten oder Rohmaterialien für Waschmittelherstellung. Neue Werkzeuge und Geräte sind hierbei für den dauerhaften Einsatz gedacht.

 

Maßnahme 2

Im Jahr 2021 wurden 63 Kinder mit Behinderungen an benachbarten Regelschulen unterrichtet. Im Vorhinein wurden die Lehrer:innen dieser Grundschulen ausgebildet und die technischen Voraussetzungen für die Zugänglichkeit der Schulen geschaffen. Die Kinder mit Behinderungen erhalten dadurch die Möglichkeit, mit Kindern ohne Behinderung in einer Klasse unterrichtet zu werden. Die Lehrkräfte an den Regelschulen werden fortlaufend durch Fachkräfte der Förderschulzentren betreut. Die Regelschulen erhalten alle notwendigen Hilfsmittel wie beispielsweise Rollstühle, Hörgeräte und Wandläufe zur Orientierung.

Schulteams besuchen die Familien mit behinderten Kindern in deren Zuhause, um die Eltern zu motivieren, ihre Kinder entweder in die Regelschule oder in eines der Förderschulzentren zu schicken.

 

Maßnahme 3

Die baulichen Instandsetzungsmaßnahmen hatten zwei Schwerpunkte: zum einen die Verbesserung der Zugänglichkeit, Barrierefreiheit und Sicherheit der Gebäude. Hierfür fanden unterschiedliche Fachbesuche für die Prüfung der Bedingungen an den Schulen statt und wurden entsprechend der finanziellen Möglichkeiten und Verfügbarkeit der Materialien umgesetzt, beispielsweise der Bau von Rampen oder die Installation von Sicherheitsgeländern.

Zum anderen die Renovierung und Ausstattung der Gebäude, diese fanden an allen drei Schulen statt. Zu nennen wären hier unter anderem Zimmerdecken- und Dachsanierung, Fliesen von Böden für die bessere Beweglichkeit von Kindern mit Rollstühlen, Sanierung von Kindertoiletten, Renovierung des Physiotherapieraumes etc..

 

Maßnahme 4

Um langfristig die Lage der Kinder mit Behinderungen in der Gesellschaft zu verbessern, ist es notwendig, dass die Schulen unterschiedliche Gruppen der Gesellschaft zu aktivieren, um ein förderliches Umfeld für die Kinder zu schaffen.

Wichtig hierfür sind unter anderem Aufklärung und Antidiskriminierungskampagnen, um die Vorurteile gegenüber den Kindern und deren Familien abzubauen.

An den beiden Förderschulen Gweru Naran und Kadoma wurden 53 Lehrkräfte in den Themengebieten Kinderrechte, Kinderschutz und Gleichberechtigung der Geschlechter geschult, da Kinder mit Behinderung, insbesondere auch Mädchen, häufiger als andere von Missbrauch oder Misshandlung betroffen sind. Daher ist es besonders wichtig, die Lehrkräfte für die Verletzlichkeit der Betroffenen zu sensibilisieren.

 

In Summe wurden im Jahr 2021 356 Kinder und Jugendliche in den Förderschulzentren eingeschrieben. An den benachbarten, kooperierenden Regelschulen waren insgesamt 63 Grundschulkinder mit Behinderung eingeschrieben.

Die genaue Aufteilung können Sie der nachfolgenden Tabelle entnehmen:

Anzahl Kinder und Jugendliche 2021 an drei Förderschulen und Regelschulen der Umgebung

Afrika - Harare
World Vision
Notebooks für Marten aktiv e. V.
Bildung

Notebooks für Marten aktiv e. V.

Das Thema „Digitalisierung an Schulen“ ist spätestens seit Beginn der Corona-Pandemie in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Dadurch, dass die Schulen während der Lockdowns der letzten 2 ½ Jahre immer wieder geschlossen werden mussten, mussten alternative Lösungen gefunden werden, wie der Schulunterricht weiterlaufen kann. Die Lösung vielerorts war Homeschooling bzw. Distanzunterricht. Durch Dienste wie Zoom oder Microsoft Teams war es möglich, das Klassenzimmer digital in die Wohn- und Kinderzimmer vieler Haushalte zu holen. 

 

Allerdings zeigte sich an vielen Stellen eine große Problematik: Nicht alle Kinder und Jugendliche sind mit den notwendigen digitalen Geräten ausgestattet, nicht jeder Haushalt verfügt über eine zureichend gute Internetverbindung. 45 Prozent der Familien mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren und einem Haushaltsnettoeinkommen unter 2.000 Euro hatte im ersten Quartal 2020 kein Tablet, bei 18 Prozent war kein Laptop oder Notebook im Haus. Das ergab eine Studie des Statistischen Bundesamts, die zum Tag der Bildung am 8. Dezember 2020 veröffentlicht wurde.*

 

Insbesondere in einkommensschwächeren Gebieten wie dem Dortmunder Stadtteil Marten stellte diese Situation viele Familien vor eine große Herausforderung.  

 

Hier setzte der Verein Marten aktiv e. V. mit seinem Projekt „Die Qualität des Lernens darf nicht vom Geldbeutel abhängig gemacht werden“ an und stellt den Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Verfügung, in dem sie eine stabile Internetverbindung nutzen und Zugriff auf einen Pool von insgesamt 10 Notebooks haben, die sie für Schularbeiten nutzen können. Diese können sie von montags bis freitags in den Zeiten von 16:00 - 18:00 Uhr nutzen.  

 

Ehrenamtliche Kräfte unterstützen die Kinder und Jugendlichen im Durchschnittsalter von 7 bis 16 Jahren bei Fragen rund um die Themen Schule sowie Notebooknutzung.  

 

Die ProFiliis-Stiftung finanzierte die Anschaffung der 10 Notebooks. 

 

*https://www.forschung-und-lehre.de/politik/vielen-schuelern-fehlt-tablet-zum-lernen-3313 

 

sf

Dortmund - Marten
Marten aktiv e. V.
Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“
Lebenshilfe

Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“

Einen nahestehenden Menschen zu verlieren ist für alle mit Trauer und Schmerz verbunden. Vor allem für Kinder bedeutet das, eine schwere Zeit zu durchleben.

 

Kinder sollten deshalb nach dem Verlust einer nahestehenden Person bei ihrer Trauer unterstützt werden. Das Projekt „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern dabei zu helfen, mit einem solchen Verlust umzugehen.

 

In 14-tägigen Treffen für jeweils 2 Stunden kommen sechs bis zehn Kinder ab dem 5. Lebensjahr in der Natur zusammen. Treffpunkt ist hierbei der Schultenhof in Dortmund-Hombruch. Seit August 2021 besteht die Gruppe aus einem festen Kern von sechs Kindern, welche alle ein Elternteil verloren haben.

 

Aus dem Internetauftritt von Querwaldein e.V. :
"Gemeinsam wollen wir eine besondere Zeit in der Natur erleben. Wir treffen uns alle zwei Wochen in unserem Garten am Schultenhof. Dort können wir zusammen am Feuer sitzen, schnitzen und singen oder wir ziehen in den Wald, wo wir spielen und toben, Ruhe erfahren oder unsere Geschichten miteinander teilen. Alle Kinder die hier in der Gruppe sind, haben erfahren, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. In Gemeinschaft mit Gleichgesinnten haben wir die Möglichkeit mit uns selbst mit all unseren Gefühlen anzunehmen. Trauer und Schmerz sind hier genauso kein Tabu wie zusammen Lachen und beim Spielen Spaß haben.
In dieser neuen und besonderen Querwaldeingruppe werden Elemente der Natur- und Wildnispädagogik mit Ritualen aus der Trauerarbeit kombiniert. So werden die Kinder umsichtig in ihrem Trauerprozeß und den einhergehenden Erfahrungen in der Gruppe begleitet. Der Wald in seiner Vielfalt bietet dabei eine wunderbare Unterstützung.  Unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten für die Trauer und das Erinnern werden den Kindern durch Spiele, das Gestalten mit Naturmaterialien und in Gruppengesprächen gegeben. Die Natur, als Ort frei von den alltäglichen Anforderungen und Verhaltensmustern wird so für die Kinder zum neutralen Erfahrungsraum."

 

Es werde nicht nur freie Spieleinheiten, naturerlebnispädagogisch angeleitete Aktivitäten und kleine Rituale durchgeführt, sondern auch Redeanlässe geschaffen, die den Trauerprozess unterstützen sollen. Schmerz und Trauer sowie Lachen und Spaß beim Spielen stellen hier kein Tabu dar.

 

 „In dieser Querwaldeingruppe werden Elemente der Natur – und Wildnispädagogik mit Ritualen aus der Trauerarbeit kombiniert“ (Flyer Querwaldein)

 

Die Eltern der Kinder sind auf verschieden Wegen auf dieses Projekt aufmerksam geworden, und die Teilnahme ist kostenlos. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt, dass die Eltern das kontinuierliche Angebot der Gruppe sehr schätzen, und die Kinder sehr gerne an dieser Gruppe teilnehmen.

 

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und seit August 2021 zu gleichen Teilen von der Stiftung Kinderglück und der ProFiliis-Stiftung. Im Schuljahr 2021/2022 waren insgesamt 20 Termine geplant, von denen 2 Termine noch nach den Sommerferien nachgeholt werden.

 

 

Update 04.07.2022:

 

Für das Schuljahr 2022/23 sind insgesamt weitere 20 Termine geplant. Das Projekt, welches von den Fachkräften Karin Sinn und Marion Metzger geleitet wird, soll langfristig aufrechterhalten werden.

 

Die ProFiliis Stiftung, hält das Projekt für sehr wichtig und hat soeben gemeinsam mit der Stiftung Kinderglück entschieden, das Projekt für ein weiteres Jahr zu finanzieren.

 

ncs

Dortmund - Hombruch
Querwaldein
Neuer Lernort - Natur- und erlebnispädagogisches Projekt
Lebenshilfe

Neuer Lernort - Natur- und erlebnispädagogisches Projekt

Der „Neue Lernort“ ist ein Projekt, welches sich an Schulkinder aus dem Stadtteil Dortmund-Scharnhorst wendet. Sie fördern schulergänzend Kinder, die eine besonderen Aufmerksamkeit brauchen und arbeiten dabei eng mit den Grund- und Förderschulen aus dem Dortmunder Stadtteil zusammen.

 

Es werden täglich um die 10 Kinder intensiv betreut mit dem Ziel, sie in ihrer gesamten Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und wieder in den normalen Unterricht zu integrieren. In der Regel kommen sie an einem Tag pro Woche ganztägig zum „Neuen Lernort“.

 

Es handelt sich hierbei um ein ehemaliges Bergbaugebäude mit weitläufigem Außengelände. In der Umgebung findet man Bauernhöfe, ein Haldengelände und ein Naturschutzgebiet. Auf Grund einer sehr hohen Nachfrage, werden an mehreren Tagen verschiedene Kinder betreut. Teilweise kommen die Kinder auch mehrfach die Woche.

 

Bei dem schulbegleitenden und teilweise schulersetzenden Angebot liegt der Schwerpunkt für Grundschulkinder auf natur-, erlebnispädagogischen und handwerklich-künstlerischen Aktivitäten. Für die älteren Schüler:innen gibt es zusätzlich noch die Fahrradwerkstatt.

 

Nachdem coronabedingt seit Frühjahr 2020 viele Angebote auch für Kinder und Jugendliche nicht stattfinden konnten, plante der Verein im Jahr 2021, verschiedene natur- und erlebnispädagogische Projekte durchzuführen, Ausbauten und Erweiterungen auf dem weitläufigen Gelände durchzuführen und verschiedene Anschaffungen zu tätigen.

 

So waren unter anderem geplant

 

-der Bau eines Baumhauses

-der Bau und die Bepflanzung - diverse Gartenaktionen

-die Reparatur unserer Remise u.a. als Zubereitungs- und Ort der Mahlzeiten im Freien) und Begrünung mit Kletterpflanzen

-die vitalstoffschonende Verarbeitung und das Haltbarmachen von Obst-, Gemüse und Kräutern aus unseren Gärten

-der dringend erforderliche Wechsel der nach Jahrzehnten defekten Teichfolie und Neugestaltung des Kleinbiotops als bei den Kindern äußerst beliebten Aufenthaltungs- und Erforschungsort

-der Aufbau eines Tippis mit Segeltuchbespannung

-das Anlegen eines Klettergartens mit Niedrigseilkonstruktionen

-Erlebnis- und wildnispädagogische Aktionen wie frühzeitliches Feuer machen, Kochen am Lagerfeuer (Kochkessel an Dreibein)

-Inspiration und neue Fertigkeiten sollen zudem durch ein eintägiges wildnispädagogische Projekt in Kooperation erfahrenen Natrur- und Wildnispädagogen (Querwaldein Dortmund e.V.) erworben werden.

 

Der Vorstand kam im April 2021 auf die ProFiliis-Stiftung zu und bat um finanzielle Unterstützung, um die geplanten Projekte durchführen zu können. Wir von ProFiliis waren schnell von der Bedeutung der Maßnahmen für die Kinder und Jugendlichen überzeugt und haben den Verein gerne unterstützt.

 

Durch die Corona Krise bedingt hat sich die Umsetzung des Projektes erheblich verzögert, es ist aber davon auszugehen, dass alle Maßnahmen Ende des Jahres abgeschlossen sein werden.

 

ncs

Dortmund - Scharnhorst
Verein für Kinder, Jugend und Bildungsarbeit e.V.
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