Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über euren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir euch einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis -Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass ihr hier alle für euch wichtigen Informationen findet. Wenn nicht, scheut euch nicht und kontaktiert uns direkt. Auch für euer Feedback und eure Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch euch bald als Förderer:innen oder Projektpartner:innen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

27Jan

Inklusive Schule in Äthiopien

Im Osten des afrikanischen Kontinents liegt Äthiopien und mitten in Äthiopien liegt die Landeshauptstadt Addis Abeba. Mit 3,3 Millionen Einwohner:innen gehört Addis Abeba zu den zehn größten Städten des Kontinents – in Deutschland ist die einzige Stadt mit einer ähnlichen Größenordnung ebenfalls die Hauptstadt: Berlin. Addis Abeba gilt auf Grund wirtschaftlicher Entwicklungen seit den 1950er Jahren als inoffizielle Hauptstadt Afrikas, weshalb hier verschiedene gesamt-afrikanische Organisationen ihren Sitz haben.

 

Leider konnte die Entwicklung der Infrastruktur nicht mit dem schnellen Bevölkerungswachstum mithalten. So gibt es neben sehr modernen Geschäftsvierteln auch viele Viertel mit großer Armut: Viele Menschen haben keinen Zugang zu Sanitäranlagen oder sauberem Trinkwasser. Die meisten Haushalte haben überhaupt keinen privaten Wasseranschluss. Auch der Zugang zu medizinscher Versorgung ist für viele Personen auf Grund von finanziellen Hürden sehr eingeschränkt.

 

Um insbesondere den Kindern aus sehr armen Familien zu helfen, wurde im Jahr 1966 die allgemeinbildende Schule „German Church School“ von evangelischen, deutschsprachigen Gemeinden in Addis Abeba gegründet. Seit 1990 findet hier inklusiver Unterricht von sehbehinderten, mehrfachbehinderten und nicht behinderten Kindern statt. Aktuell besuchen 325 Schüler:innen die German Church School. Die Kinder ohne Behinderung stammen aus der nahen Umgebung und aus sehr armen Verhältnissen. (cbm stellt die German Church School sehr anschaulich und sogar mit einem tollen Video vor: klick hier!)

 

Dem Team der German Church School ist es sehr wichtig, einen ganzheitlichen und individuellen Blick auf die Schüler:innen zu haben. So erhalten alle Kinder neben einer Schuluniform auch speziell für ihre Bedürfnisse geeignete Hilfsmittel und Schulmaterialien. Darüber hinaus gibt es den Schulsozialfonds: Befindet sich eine Familie in finanziellen Engpässen, die eventuell sogar einen Schulabbruch des Kindes zur Folge haben könnten, kann diese Familie vorübergehend Unterstützung erhalten. Kinder mit entsprechendem Bedarf werden mit Physio- und Sprachtherapien unterstützt.

 

Instrument zum Erlernen der Braille-Schrift    Instrument zum Erlernen der Braille-Schrift

Fotos: CBM

 

„Die Schule arbeitet [außerdem] mit einem sogenannten Tandemkonzept, bei dem zu Beginn eines jeden Schuljahres Teams aus je einem Kind mit und ohne Behinderung gebildet werden. Die Teilnahme der Kinder an diesem Konzept ist freiwillig. Die Kinder unterstützen sich gegenseitig im Schulalltag und beim Lernen, ganz nach dem Motto "Gemeinsam lernt es sich besser." Das fördert gleichzeitig Freundschaften und das Verständnis füreinander. Zudem fungieren die Kinder als wichtige Multiplikatoren gegen Vorurteile in ihrem direkten Umfeld.“ (Projektbeschreibung cbm)

 

Inklusiver Unterricht   Inklusiver Unterricht

Fotos: CBM

 

Und auch nach dem Schulabschluss ist eine Unterstützung durch die German Church School in einigen Fällen möglich. So können beispielsweise sehbehinderte Absolvent:innen auch noch nach ihrem Abschluss an der Schule Bücher in Brailleschrift ausleihen.

 

Als finanzielle Unterstützung steht die internationale Entwicklungsorganisation für Menschen mit Behinderung „CBM“ (Christoffel-Blindenmission) an der Seite der German Church School. Um das geschilderte ganzheitliche und inklusive Unterrichtskonzept im Jahr 2026 umsetzen zu können, entsteht ein Gesamtförderbedarf in Höhe von 82.560,- Euro. Da CBM und ProFiliis bereits seit vielen Jahren erfolgreich Projekte in der ganzen Welt fördern, hat die Stiftung auch für dieses Projekt gerne finanzielle Unterstützung zugesagt: Mit über 58.000,- Euro stellt ProFiliis für das Jahr 2026 die Mittel für folgende Positionen zur Verfügung:

 

  • Transport der Schüler:innen zur Schule
  • Medikamente und Hilfsmittel
  • Maßnahmen zur Verbesserung der Barrierefreiheit (baulich und „technisch“ (Tablets etc.))
  • Inklusives Lern- und Lehrmaterial für angeschlossene Schulen
  • Physio- und Sprachtherapie
  • Schulungen in Gartenarbeit, Hauswirtschaft und Computerkenntnissen für Schüler:innen mit Behinderung
  • Anschaffung eines Fahrzeugs zur Unterstützung des Transports der Schüler:innen

 

CBM blickt optimistisch in die Zukunft der Schüler:innen der German Church School und auch ProFiliis sieht die Förderung als wichtigen Baustein für eine positive Lebensgestaltung der Kinder: „Zahlreiche Beispiele aus der Vergangenheit zeigen welch positiven Auswirkungen integrative Bildungsformate für Kinder mit und ohne Behinderung haben. Mit einer guten Ausbildung haben Kinder die Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Sie können ihre Ziele verwirklichen und gleichberechtigt und in Würde am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.“ (Projektbeschreibung cbm)

 

Inklusiver Unterricht   Körperliche Untersuchung

Fotos: CBM

 

sh

14Jan

Baseballturnier „SuperCup“ 2026

Seit drei Jahren verwandelt sich der Hoeschpark im Sommer für einige Tage in den „Hotspot“ für alle Baseballfans: Wenn die Dortmund Wanderers zu ihrem internationalen U15-Baseball-Turnier einladen, reisen Teams und Fans aus der ganzen Welt an. Und auch in diesem Jahr können sich die Baseball-Fans wieder freuen: Vom 02. bis zum 06. August findet der SuperCup 2026 statt: Teams aus den unterschiedlichsten Ländern reisen an und treten gegeneinander an, im Wettkampf um den Pokal. In den letzten Jahren haben neben mehreren Mannschaften aus Deutschland unter anderem Teams aus der Ukraine, aus Großbritannien, Tschechien, der Schweiz und sogar aus Katar teilgenommen.

 

ProFiliis hat das Turnier bereits in den Vorjahren finanziell unterstützt und hat den Dortmund Wanderers auch in diesem Jahr wieder eine Förderzusage erteilt. Mit 2.560 Euro stellt die Stiftung die benötigten Mittel für Pokale und Medaillen sowie für den Einsatz der Schiedsrichter und Scorer am Turniertag zur Verfügung.

 

Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass der SuperCup nicht nur ein tolles Erlebnis der internationalen Sportbegegnung ist, sondern auch eine hervorragende Werbung für den Baseballsport und Nachwuchsförderung für die Dortmund-Wanderers: Der Verein konnte in den letzten Jahren bemerkenswerten Zulauf im Nachwuchsbereich verzeichnen.

 

Besonderes Highlight in diesem Jahr: Das Turnier dauert einen Tag länger und beginnt schon am Sonntag - für die Baseball-Begeisterten sicherlich ein Grund zur Freude!

 

sh

14Jan

Ferienfreizeit für Kinder und Jugendliche

Der Kreisverband Dortmund des Deutschen Roten Kreuzes hält in der Abteilung „Jugendrotkreuz“ ein breites Freizeitangebot für Kinder und Jugendliche bereit. Dabei stehen soziale Teilhabe, interkulturelle Begegnungen und die Stärkung der Persönlichkeit der:des Einzelnen im Fokus. Die Kinder und Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen, und sich aktiv einzubringen. Sie erleben sich selbst in einem Team und werden durch all diese Erfahrungen in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt. Insbesondere für Kinder aus herausfordernden Lebenslagen sind derartige positive Gemeinschaftserlebnisse förderlich für die Persönlichkeitsentwicklung und tragen zu dem Ziel, die Chancengleichheit zu erhöhen, bei.

 

In den Gruppen und Projekten des Jugendrotkreuzes in Dortmund sind insgesamt über 800 Kinder aktiv. Für knapp 30 Kinder und Jugendliche soll es im Rahmen einer 12-tägigen Ferienfreizeit im August nach Fehmarn gehen. Die 8- bis 14-Jährigen leben vermehrt in Familien mit nur eingeschränktem Zugang zu Freizeit-, Bildungs- und Erholungsangeboten; zum Beispiel auf Grund der finanziellen Situation, wegen einer belastenden familiären Situation oder weil die Eltern auf Grund ihrer beruflichen Situation keine Betreuung in der Ferienzeit leisten können.

 

Gemeinsam mit sechs pädagogischen Fachkräften soll den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gegeben werden, eine fröhliche und unbeschwerte Zeit auf Fehmarn zu verbringen. In der Gruppe können sie nicht nur viel Spaß haben, Zeit am Strand verbringen, zusammen Sport machen und kreativ sein sowie tolle Ausflüge unternehmen. Die Teilnehmenden werden auch neue Erfahrungen machen – vielleicht sogar zum ersten Mal das Meer sehen – und ihre sozialen Kompetenzen stärken. Die Betreuer:innen werden für eine verlässliche und kindgerechte Struktur sorgen und die Kinder und Jugendlichen in der Entwicklung von Teamfähigkeit und Eigenständigkeit sowie in der Förderung der persönlichen Stärken unterstützen.

 

ProFiliis stellt für dieses schöne Ferienprojekt rund 8.500,- Euro zur Verfügung zur Deckung der Kosten für Verbrauchsmaterialien sowie für Mietfahrzeuge (inklusive der Tankfüllungen) für die An- und Abreise sowie Ausflüge vor Ort. Mit der finanziellen Unterstützung „soll sichergestellt werden, dass alle angemeldeten Teilnehmenden unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten mitfahren können.“ (Auszug aus dem Förderantrag)

 

sh

12Jan

Ausflüge bei den climb-Lernferien

Die gemeinnützige GmbH climb trägt das, was sie vermitteln möchte, im Namen: clever lernen, immer motiviert bleiben. Unter diesem Motto erhalten Schüler:innen im Rahmen von Lernferien vielfältige Unterstützung. Durchgeführt werden die Lernferien von jungen Erwachsenen (häufig angehenden Lehrkräften oder Pädagog:innen), die den Kindern als freundschaftlich zugewandte Ansprechpartner:innen begegnen, statt in der eher distanzierten Lehrer:innen-Rolle. In einer ressourcenorientierten Lernatmosphäre und mit einem Betreuungsschlüssel von 1:5 kann sehr gut auf die Belange und Bedarfe der/des Einzelnen eingegangen werden und geeignete Unterstützung geleistet werden.

 

In den zweiwöchigen Lernferien erhalten die Kinder 24 Stunden Lernzeit am Vormittag (jeweils 12 Stunden in Deutsch und in Mathe) und am Nachmittag 16 Stunden Porojektlernen. Zusätzlich finden vier ganztägige Ausflüge statt, die Kindern werden jeden Tag mit warmem Mittagessen und gesunden Snacks versorgt und ihnen wird hochwertiges Lernmaterial zur Verfügung gestellt.

 

Für die Sommerferien 2025 sind wieder mehrere Lernferien in Dortmund zu den folgenden Mottos geplant:

 

  • Traumberufe
  • Sport und Ernährung
  • Meine Stadt
  • Forschen

 

Jeweils 45 Grundschulkinder werden pro Lernferien in einer Grundschule betreut. Für die Sommerferien 2026 ist geplant, dass insgesamt 240 Kinder an der Albrecht-Brinkmann-Grundschule (Nordstadt), der Petrischule (Mitte) und der Gutenberg-Grundschule (Dorstfeld) an den climb-Lernferien teilnehmen. Viele der Kinder leben in finanziell schwach aufgestellten Familien. Für sie bieten die Lernferien nicht nur eine wichtige schulische Förderung, sondern auch eine willkommene Abwechslung in den Ferien, die sie andernfalls womöglich alleine zu Hause verbringen müssten. Ein besonderes Highlight sind für alle Teilnehmenden die Tagesausflüge. Unter dem Motto „Meine Stadt“ sind für diesen Sommer folgende Ausflüge geplant:

 

  • Besuch des BVB-Stadions mit Stadiontour
  • Programm im Museum am Ostwall im Dortmunder U
  • Besuch des Fußballmuseums
  • Ausflug in den Kletterwald

 

ProFiliis unterstützt climb gerne bei dieser schönen Abwechslung im Rahmen der Lernferien und stellt 9.000,- Euro für die Ausflüge zum Stadion, zum Museum am Ostwall und in den Kletterwald bereit.

 

 

sh

 

➤ weitere Neuigkeiten

Presse

2026
19Jan

Unterstützung für Kinder

2025
21Dez

Trainingslager dank ProFiliis

2025
09Dez

Freude über neue Trikots

2025
06Dez

Unterstützung für Ausflüge

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Einheitliche Trikots für die Schulmannschaften des HHG
Sport

Einheitliche Trikots für die Schulmannschaften des HHG

Am Heinrich-Heine-Gymnasium in Dortmund-Nette lernen über 850 Schüler:innen gemeinsam im Unterricht und können außerdem im Rahmen von AGs am vielfältigen Schulangebot teilnehmen. Die Überschrift für einen Teilbereich im AG-Angebot lautet „Sport und Bewegung“. Hier werden den Schüler:innen des HHGs eine Basketball-AG, eine Cheerleading-AG, eine Parkour-AG, Ruder-AGs und eine Tennis-AG angeboten.

 

Im Sommer 2025 wurde an den Förderverein des HHGs der Wunsch herangetragen, einheitliche Trikots für die Schulmannschaften anzuschaffen. Bis dahin gab es keine einheitliche Bekleidung und es wurden in der Regel Trikotsätze ausgeliehen von Vereinen, in denen die Schüler:innen Mitglieder sind. Um ein einheitliches Auftreten zu ermöglichen, mit dem auch ein gestärkter Teamgeist und eine größere Identifikation mit der Schulgemeinschaft einhergeht, hat sich der Förderverein also der Aufgabe angenommen, einheitliche Trikots für die Schulmannschaften bereitzustellen und ging gleich in die Planung: Es wurden insgesamt 116 Trikots (je nach Sportart unterschiedlich umfangreich) benötigt, die angeschafft und beflockt werden sollten, damit die Jungen und Mädchen als Schüler:innen des HHGs erkennbar sind. Lediglich die Trikots der Ruder-AG gehen – gegen einen Eigenteil – in den Besitz der Schüler:innen über. Die übrigen Trikots bleiben im Besitz der Schule und werden je nach Bedarf vor Turnieren, Wettkämpfen etc. an die Schüler:innen ausgegeben. So können die Trikots hoffentlich über viele Jahre von den Schulmannschaften genutzt werden.

 

„Konkret wurden zwei Trikotsätze für die Fußballer sowie je ein Satz Trikots für die Handball-, Basketball- und Volleyballteams angeschafft. Zusätzlich wurden neue Shirts für die erfolgreiche Ruderriege finanziert.“ (Auszug aus der Pressemitteilung)

 

Am 14. November wurden die neuen Trikotsätze an die Schulgemeinschaft übergeben und tatsächlich konnten die HHG-Sportler:innen bereits erste Erfolge in den neuen Trikots erzielen:

 

Am 04. Dezember 2025 belegte das Volleyball-U20-Team des HHG den ersten Platz bei den Schulmeisterschaften. Sieben Spielerinnen gaben in drei Spielen und über vier Stunden ihr Bestes und konnten am Ende das Gastgeber-Team des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums im Finale besiegen.

 

Am 28. Januar 2026 wurde es dann für 50 Ruder:innen des HHG ernst: Bei den Ergo-Stadtmeisterschaften hieß es "Prepare to start - attention - row!". Die Schüler:innen waren mit Engagement und Teamgeist dabei und traten in verschiedenen spannenden Wettkämpfen gegen die Teams anderer Dortmunder Gymnasien an. „Viele wuchsen dabei über sich hinaus und konnten persönliche Bestzeiten erreichen“, heißt es dazu auf der Homepage der Schule. Eine Schüler:in konnte in ihrer Wettkampfklasse den ersten Platz erreichen, ein Schüler verpasste um zwei Hundertstelsekunden den ersten Platz und belegte einen tollen zweiten Platz.

 

„Der Sport spielt am HHG eine große Rolle und ist ein wichtiger Pfeiler unserer Wertevermittlung. Durch die großzügige Hauptspende der ProFiliis-Stiftung und die ergänzende Unterstützung unseres Fördervereins konnten wir diesen Wunsch der Schüler so großartig ermöglichen. Wir freuen uns, dass unsere Teams nun so hervorragend ausgerüstet sind und das HHG Dortmund optimal repräsentieren können“, betonte Daniel Bartsch vom Förderverein des HHG.

 

Das ProFiliis-Team wünscht den HHG-Sportler:innen weiterhin viel Erfolg in Spielen und Wettkämpfen. Die Stiftung hat den Förderverein des HHG gerne finanziell unterstützt und 3.900,- Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 5.300,- Euro entstanden und der Förderverein hat die übrigen 1.400,- Euro übernommen.

 

sh

Dortmund - Mengede
Förderverein des Heinrich-Heine-Gymnasiums
Sommerferienprogramm an der Holte Grundschule
Freizeit

Sommerferienprogramm an der Holte Grundschule

Wenn im Sommer für manche Kinder die großen Ferien mit Urlaub und tollem Programm anstehen, heißt es für andere Kinder: Langeweile und Einsamkeit. Wenn sich eine Familie keinen Urlaub leisten kann oder die Eltern bei der Arbeit keinen Urlaub nehmen können und dann auch noch die Schulfreund:innen mit ihren Familien unterwegs sind, können sechs Wochen sehr lang werden.

 

Um Kindern, bei denen die Sommerferien drohten, langweilig und einsam zu werden, stattdessen schöne Ferienerlebnisse zu bescheren, hat die Holte-Grundschule in Lütgendortmund wie schon im Vorjahr auch im Sommer 2025 ein Ferienprogramm für sozial benachteiligte Schüler:innen angeboten. In den ersten beiden Wochen der Sommerferien haben die beiden Sozialarbeiter Herr Walz und Herr Kuhne sowie der Alltagshelfer der Schule Herr Groenemeyer für 20 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ein abwechslungsreiches Programm bereitgehalten und jeden Tag ein warmes Mittagessen angeboten. „Die Kinder wurden im Vorfeld in Absprache mit den jeweiligen Klassenleitungen gezielt eingeladen. Bei der Auswahl der jeweiligen Schüler und Schülerinnen wurde nach dem sozialen Hintergrund ausgewählt.“ (Auszug aus dem Projektbericht)

Jeder Tag begann mit einer gemeinsamen Begrüßung in der Gruppe, der Vorstellung des Tagesprogramms sowie einem gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss gab es an einigen Tagen offene Spiel- und Beschäftigungsangebote: Die Kinder malten und bastelten, spielten Gesellschaftsspiele, nutzen die Tischtennisplatte im Keller der Schule oder machten verschiedene Ballspiele im Freien.

 

Neben diesen tollen Aktivitäten in der Schule bzw. auf dem Schulhof hat die Gruppe auch einige Ausflüge unternommen. So wurden der Volksgarten (Mengede) und der Park der Generationen (Lütgendortmund) besucht. Dort haben sich die Kinder auf den Spielplätzen ausgetobt und Basketball gespielt. Richtig auspowern konnten sich die Schüler:innen auch im Superfly und im Miniplanet Wunderland. Außerdem wurde an zwei Tagen die Kinder-Ferien-Party mit ihrem bunten Spiel-, Sport- und Kreativangebot in der Helmut-Körnig-Halle besucht. Ein weiteres Highlight war der Ausflug ins Fußballmuseum, wo die Kinder eine interessante Führung bekamen. Für einige Kinder war es der erste Museumsbesuch ihres Lebens. Für zwei Ausflüge verließ die Gruppe sogar Dortmund und es ging nach Bochum, wo sie den Tierpark und das Planetarium besuchten. Neben jeder Menge Spaß standen auch die Förderung von Bewegung und sozialem Miteinander im Fokus.

 

Um das Ferienprogramm für die Schüler:innen kostenlos anbieten zu können, hatte der Förderverein der Holte Grundschule frühzeitig einen Förderantrag bei ProFiliis gestellt. Die Stiftung hat rund 3.000,- Euro für die Verpflegung der Kinder sowie für Eintritte bei und Transfer zu den Ausflugszielen bereitgestellt, von denen am Ende nur knapp 1.700,- Euro benötigt wurden.

 

sh

Dortmund - Lütgendortmund
Holte-Grundschule
Plappermaul sicher im Straßenverkehr
Bildung

Plappermaul sicher im Straßenverkehr

„Lesespaß mit Plappermaul“

 

Diesen fröhlichen Namen hat eine Kampagne der Präventionsfachstelle des Jugendamtes Dortmund, die Kinder und Familien über einen niederschwelligen Zugang an Themen wie Lesen und Vorlesen heranführen möchte; denn: „Lese- und Schreibkompetenz sind wesentliche Schlüsselqualifikationen für einen gelingenden Bildungsverlauf eines Menschen und damit auch für ein selbstbestimmtes und selbstwirksames Leben in unserer Gesellschaft. Die Hinführung unserer Kinder zu einem positiv besetzten Umgang mit Schriftkultur beginnt lange vor der Einschulung. Tagesbetreuung, Kindergarten und insbesondere die eigene Familie sind hier für junge Kinder die wichtigsten Erfahrungsräume.“ (zur Kampagne)

 

Aus diesem Grund wurde das kleine, freundliche Nashorn „Plappermaul“ als Lese-Makottchen ins Leben gerufen. Es verbindet als Identifikationsfigur verschiedene Projekte zur Leseförderung. Ein Bestandteil der Kampagne sind Mini-Bücher, in denen Plappermaul in Dortmund unterwegs ist und Leser:innen bzw. Zuhörende bei seinen Erlebnissen mitnimmt. Ganz nebenbei wird Wissen zu einem bestimmten Oberthema vermittelt. Im Buch „Plappermaul räumt auf“ beispielsweise hat sich das kleine Nashorn „vorgenommen, der EDG beim Aufräumen in Dortmunder Quartieren zu helfen“ (zu allen Plappermaul-Büchern). Hierbei lernen Plappermaul und die Leser:innen etwas über Müllentsorgung und -vermeidung sowie Umweltschutz. Es wurden insgesamt schon drei Bücher veröffentlicht, die zum Teil für Babys, zum Teil für Klein- und Schulkinder geeignet sind.

 

Nun wurde ein neues Buch konzipiert: „Plappermaul sicher im Straßenverkehr“„Das Buch beschreibt den Ausflug einer 1. Klasse einer Evinger Grundschule zur Verkehrspuppenbühne im Westfalenpark“ (Auszug aus dem Förderantrag) und regt zur Auseinandersetzung mit den Themen Verhalten im Straßenverkehr und sicherer Schulweg an.

 

Das neue Plappermaul-Buch wird in den Familienbüros der 12 Stadtbezirke sowie in den Bibliotheken im ganzen Raum Dortmund ausgegeben, im Rahmen von Veranstaltungen in der Polizeipuppenbühne an Vorschulkinder ausgehändigt und in Dortmunder Kitas verteilt. Neben den klassischen Büchern gibt es auch Kamishibaikarten für Vorlese-Theater, Kniebücher und PowerPoint-Präsentationen von Plappermauls Abenteuern. Zusätzlich ist Plappermaul in Lebensgröße bei verschiedenen Veranstaltungen, Angeboten und Leseprojekten anwesend und verteilt in diesem Rahmen die Bücher an Besucher:innen. Neben der Druckfassung in Deutsch wurden Plappermauls Abenteuer im Straßenverkehr online in neun weiteren Sprachen veröffentlicht.

 

Der Großteil der benötigten Mittel wurde vom Fachreferat Familienbildung bereitgestellt. ProFiliis hat mit 5.000,- Euro die bestehende Finanzierungslücke geschlossen und so fast 15 % der Gesamtkosten übernommen.

 

sh

 

 

Dortmund
Jugendamt Dortmund
250 Schulranzen für Dortmunder Kinder mit der Stiftung Kinderglück
Lebenshilfe

250 Schulranzen für Dortmunder Kinder mit der Stiftung Kinderglück

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist aufregend und birgt viele Herausforderungen für die neuen Erstklässler:innen. Komme ich mit meinen Freund:innen zusammen in eine Klasse? Komme ich mit den Lehrkräften zurecht? Kann ich den neuen Anforderungen entsprechen? Das alles sind Fragen, die den Kindern ein Gefühl der Unsicherheit vermitteln können. Eine Sache, um die sich die baldigen Schulkinder dabei nicht auch noch Sorgen machen sollten, ist der Schultornister. Stattdessen sollte der als treuer Begleiter im Schulalltag eher zu einem gelungenen Schulstart beitragen.

 

Doch leider sieht die Realität häufig anders aus: Schultornister sind sehr teuer und für viele Familien ist eine derartige Investition nicht möglich. „Im Ruhrgebiet wächst in einigen Stadtteilen fast jedes zweite Kind in Armut auf. Fehlende Lernmaterialien, ein-geschränkte Teilhabe und Schamgefühle prägen oft den Alltag dieser Kinder – lange bevor sie überhaupt lesen und schreiben können.“ * So kommt es dann vor, dass einige Kinder mit Stofftasche oder Plastikbeutel zum ersten Schultag erscheinen, statt stolz ihren neuen Schultornister auf dem Rücken zu präsentieren. Und dabei ist der Schultornister für Kinder am ersten Schultag wie ein Schatz: das Zeichen für alle "Ich bin jetzt ein Schulkind!"

 

Ein gelungener Start ins Schulleben ist sehr wichtig; denn Bildung ist der Schlüssel zu einer positiven Zukunft. Leider hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen noch immer stark von der sozio-ökonomischen Situation ihrer Familie ab. „Wenn die finanziellen Mittel fehlen, sind es oft die Kleinsten, die am stärksten darunter leiden.“ *

 

Die Stiftung Kinderglück hat seit über 15 Jahren zum Schulstart eine Mission „Kein Kind soll "anders" starten müssen.“ * Deswegen wurde schon im Jahr 2008 das Kinderglück-Schulranzenprojekt gestartet. Inzwischen erhält die Stiftung Kinderglück so viele Unterstützungsanfragen aus dem gesamten Ruhrgebiet, dass in den letzten Jahren jeweils bis zu 4.000 Schultornister für Kinder aus Dortmund und weiteren umliegenden Städten und Gemeinden verteilt wurden.

 

Am 12. Juni 2025 war es wieder soweit und die Kinderglück-Halle verwandelte sich gleichzeitig in ein Logistikzentrum und einen Ort der Freude und Hoffnung. Hunderte Stunden der Vorbereitung fanden an diesem Tag ihren Höhepunkt. 4.213 Schulranzen-Sets wurden an Vertreter:innen aus rund 300 sozialen Einrichtungen ausgegeben, um ihren Weg zu den baldigen Erstklässler:innen zu finden. Damit dieses Vorhaben reibungslos ablaufen konnte, war jede Menge Planung vorab notwendig: „Ranzen wurden nach Stadtteilen, Postleitzahlen und Einrichtungen sortiert, Ein- und Ausfahrten koordiniert, Ehrenamtliche in Teams organisiert, Abläufe dokumentiert und kontrolliert.“ * Und die Mühen haben sich gelohnt: „Über den Tag verteilt wurden in exakt geplanten Zeitfenstern tausende Ranzen ausgegeben – mehr als 10 Tonnen Schulmaterial wechselten die Hände.“ *

 

Die Schultornister wurden nicht von den baldigen Schulkindern selber abgeholt, sondern von Vertreter:innen von kooperierenden Einrichtungen, die diese dann „heimlich“ an die Eltern übergeben. So wissen die Kinder nicht, dass es sich bei ihrem Tornister um eine Spende handelt und sie können sich völlig frei über ihn freuen. Einige Kooperationspartner:innen haben berichtet, wie sie den Einfluss des Schulranzen-Projektes beobachten und bewerten:

 

Wir erleben immer wieder Tränen der Erleichterung, wenn Eltern den Ranzen für ihr Kind entgegennehmen. Diese Unterstützung bedeutet für viele Familien nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern vor allem emotionale Entlastung und Hoffnung.“

 

„Wir begleiten viele Familien, die an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Die Schulranzenaktion entlastet sie enorm und nimmt den Druck vor dem Schulstart.“

 

„Die Kinder kommen stolz und vorbereitet in die Schule. Das merkt man sofort im Klassenraum. Diese Hilfe verändert wirklich etwas.“

 

Diese großartige Entlastung erlebten in diesem Jahr erstmal über 4.000 Familien. Über 4.000 Schulkinder in einer finanziell benachteiligten Lebenssituation konnten so einen guten ersten Schultag erleben, an dem sie – genau wie alle anderen – mit ihrem neuen Tornister auf dem Rücken in die Klasse gehen konnten.

 

Auch Bernd Krispin, Gründer und 1. Vorsitzender der Stiftung Kinderglück, freut sich darüber, dass so viele Tornister ausgegeben wurden und sieht die Schulkinder dahinter: Jeder einzelne Ranzen steht für ein Kind, das nun mit Stolz und Würde in die Schule gehen kann. Wir möchten Bildungsarmut und Ausgrenzung dort bekämpfen, wo sie beginnen – beim Schulstart.“ *

 

Um dieses Großprojekt stemmen zu können, ist die Stiftung Kinderglück auf Spenden angewiesen und ist daher auf ProFiliis zugekommen. ProFiliis hat mit 20.000,- Euro die benötigten Mittel bereitgestellt, um 250 Dortmunder Kindern für ihren Schulstart im August 2025 ein Schultornister-Set zur Verfügung stellen zu können. Neben dem ergonomischen Ranzen sind hierin ein Turnbeutel, ein Federmäppchen und Schulmaterialien enthalten.

 

Die Stiftung Kinderglück ist sich sicher: „Die Wirkung geht weit über das Materielle hinaus: Sie schafft Perspektiven, fördert Chancengleichheit und schenkt Familien Entlastung in einer ohnehin herausfordernden Lebensphase.“ *

 

Das ProFiliis-Team freut sich, Teil dieses tollen Projektes gewesen zu sein und über die wiederholte Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderglück. Wir hoffen, dass alle jetzt so gut ausgestatteten Erstklässler:innen einen guten und unbeschwerten Start ins Schulleben hatten.

 

sh

 

* dem Abschlussbericht der Stiftung Kinderglück entnommen

 

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