„Die letzte Wegstrecke müssen Kranke nicht allein gehen.“
Unter diesem Motto bieten die Malteser Hospizdienste den ambulanten Hospizdienst sowie den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst an. Letzterer unterstützt Familien, in denen ein Kind oder Jugendlicher mit einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohenden Krankheit lebt oder aber wenn Eltern „schwerst erkrankt und sterbend“ sind. Geschulte Ehrenamtler:innen besuchen die Familien in regelmäßigen Abständen und helfen so, die Angehörigen in der Situation zu entlasten und den Erkrankten eine Stütze zu sein. Das Angebot erstreckt sich auch über den Tod hinaus im Rahmen von Trauerangeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Bereits in der Vergangenheit wurde das Projekt der Malteser „Hospiz und Schule – Gib mir ein kleines bisschen Sicherheit“ sehr gut angenommen. Hier ging es darum, weiterführende Schulen aufzusuchen und mit Schüler:innen und Lehrer:innen in den Dialog zu treten, um über die Arbeit im Hospiz zu informieren. Dieses Projekt sollte nun um Workshops und Projekttage an Dortmunder Schulen zum Thema „Sterbe- und Trauerbegleitung“ erweitert werden.
In dem neuen Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“ wird Jugendlichen ab 14 Jahren ermöglicht, selbst in der Sterbe- und Trauerbegleitung aktiv zu werden. Hierzu werden zunächst ehrenamtlich arbeitende Jugendliche in Gruppen zu Hospizbegleiter:innen unter dem Ansatz der Gleichaltrigenbetreuung (Peer Counseling) von Mitarbeiter:innen der Malteser ausgebildet. Nachdem diese Ausbildung abgeschlossen ist, sind die Jugendlichen in der Lage, in den Familien als Helfer:in, Ratgeber:in und Freund:in insbesondere den erkrankten Jugendlichen und Geschwisterkindern in der schweren Zeit zur Seite zu stehen.
Ein weiteres Ziel ist es, dass die „Peers“ Dortmunder Schulen aufsuchen, um dort mit den Schüler:innen – beispielsweise im Rahmen des Ethik-Unterrichts – über die Themen Sterben und Trauer in Austausch zu kommen und über ihre Erfahrungen im Bereich der Hospizarbeit zu sprechen. Hierbei gibt es verschiedenste Szenarien:
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Das Thema schwere Krankheit und Sterben werden enttabuisiert und die Hemmschwelle wird reduziert, über diese Themen zu sprechen.
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Eventuell betroffene Schüler:innen haben die Möglichkeit, einen ersten niederschwelligen Kontakt zu einer Hilfestelle aufzunehmen, der die ihnen selbst, Familienangehörigen oder auch Freunden in dieser Situation Unterstützung bieten kann.
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Interessierte Schüler:innen können sich über die Arbeit der Ehrenamtler:innen informieren und somit herausfinden, ob eine solche Ausbildung auch für sie in Frage käme.
Angegliedert ist das gesamte Projekt an das bundesweite Projekt „Junge Menschen in Sterbe- und Trauerbegleitung“ der Malteser in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie dem Deutschen Hospiz- und Palliativverband. Auf dieser übergeordneten Ebene werden die Erfahrungen aus den teilnehmenden Unterverbänden regelmäßig zusammengetragen, diskutiert und für die weitere Ausrichtung des Projektes ausgewertet.
Die Dauer des Projektes ist bis Sommer 2022 angesetzt. Die ProFiliis-Stiftung übernahm hierfür in einem ersten Schritt die Hälfte der Gesamtkosten in Höhe von 13.500,- € für das erste Projektjahr, die andere Hälfte wurde vom "Hospiz Freundeskreis St. Christophorus" übernommen.
sf