Projekte

Bildung

Ein „Grünes Klassenzimmer“ für die Schülerfirma Froschkönig

Die Wilhelm-Rein-Schule ist eine Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Lernen, die von Kindern mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen besucht wird. Insgesamt werden rund 135 Schüler:innen unterrichtet, die unter anderem Lern- und Entwicklungsstörungen sowie Seh-, Körper- und geistige Behinderungen haben. Sie werden von rund 40 Personen unterrichtet bzw. betreut.

 

Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit der Wilhelm-Rein-Schule besteht in der Schülerfirmenarbeit für die Oberstufenschüler:innen, die so eine Berufsorientierung erleben. Es existieren verschiedene Schülerfirmen in ganz unterschiedlichen Bereichen, sodass für jede:n Schüler:in etwas dabei ist. Eine der Schülerfirmen trägt den Namen „Froschkönig“ und ist für den Schulgarten zuständig. Die Schüler:innen beschäftigen sich mit dem ökologischen Anbau von Obst und Gemüse und verkaufen die Ernte. Darüber hinaus bietet die Schülerfirma Froschkönig einfache kleine Dienstleistungen in der Umgebung der Schule an und helfen z. B. Privatpersonen beim Rückschnitt im eigenen Garten.

 

Um den Schulgarten als Lernort komfortabler und vor allem witterungsabhängig zu gestalten, wurde nun ein „Grünes Klassenzimmer“ errichtet. Zu diesem Zweck wurde eine geeignete Stelle im Schulgarten gepflastert und mit einer Überdachung versehen. Alle notwendigen Vor- und Nacharbeiten im Rahmen dieser baulichen Maßnahmen wurden von den Mitgliedern der Schülerfirma Froschkönig erbracht.

 

Das „Grüne Klassenzimmer“ wird von der Schülerfirma Froschkönig regelmäßig genutzt und steht auch allen anderen Klasen der Schule zur Verfügung. Dort finden die beliebten „Grünen Stunden“ statt, wenn jüngere Klassen in den Schulgarten eingeladen werden und die älteren Schüler:innen mit ihnen z. B. frischen Apfelsaft pressen. 

 

Die ProFiliis-Stiftung hat den Bau des „Grünen Klassenzimmers“ finanziell unterstützt und einen Großteil der benötigten Mittel für die Überdachung bereitgestellt.

 

sh

Ein „Grünes Klassenzimmer“ für die Schülerfirma Froschkönig
Dortmund - Mengede
Wilhelm-Rein-Schule
Bildung

Theaterpädagogisches Projekt an der Schragmüller Grundschule

„Mein Körper gehört mir!“ – So lautet der Name eines interaktiven Theaterstückes, das an immer mehr Grundschule aufgeführt wird, um das Thema sexueller Missbrauch zu behandeln. 

 

An der Schragmüller Grundschule fanden in diesem Sommer insgesamt sechs Vorstellungen für die Schüler:innen aus je zwei dritten und vierten Klassen statt. In Interaktion mit den Schauspieler:innen der theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück konnten sich die Jungen und Mädchen kindgerecht mit den Themen Missbrauch, eigener Körperwahrnehmung und eigenen Gefühlen auseinandersetzen.

 

Den Kindern wurde nahegebracht, wie sie reagieren können, wenn ihnen etwas – insbesondere Berührungen – unangenehm ist, und dass sie selbst bestimmen dürfen, was mit ihnen und ihrem Körper passiert. Auch das Recht „Nein“ zu etwas zu sagen, wurde in dem Theaterstück thematisiert.

 

Die Schüler:innen sollten im Rahmen des Theaterstückes lernen,

  • Situationen, in denen Missbrauch stattfindet, zu erkennen und sich Hilfe zu holen
  • ihren Gefühlen zu vertrauen
  • dass ihr Körper ihnen allein gehört
  • Verantwortung für die eigene Sicherheit zu übernehmen
  • wie sie sich gegen Missbrauch schützen können

 

Gleichzeitig sollte den Kindern aber weder Angst noch übertriebenes Misstrauen vermittelt werden. Aus diesem Grund wurde sich dem Thema spielerisch angenähert: Zwei Darsteller:innen spielten den Kindern exemplarisch verschiedene Szenen vor, die anschließend mit den Kindern reflektiert und diskutiert wurden. Techniken, sich zu schützen und Übergriffe abzuwehren, wurden explizit thematisiert und mit den Kindern bewusst herausgearbeitet.

 

ProFiliis unterstützt dieses präventive Projekt und hat rund 50 % der Kosten, die für die Theatervorstellungen und die Fahrtkosten der Schauspieler:innen aufgewendet werden mussten, übernommen.

 

(Teile dieses Textes wurden aus dem Konzept des Theaterstücks „Mein Körper gehört mir!“ übernommen.) 

 

sh

Theaterpädagogisches Projekt an der Schragmüller Grundschule
Dortmund - Mengede
Schragmüller Grundschule
Freizeit

Ferienfreizeit unter dem Motto „Stark machen für den Alltag“

Die Sozialistische Jugend Deutschlands „Die Falken“ ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen. Es werden Zeltlager und Ferienfreizeiten, Jugendhäuser und politische Aktionen organisiert. Hier verbringen Kinder und Jugendliche ihre Freizeit und machen gemeinsam mit anderen Politik für sich selbst. Der Ortsverband Nette ist einer von 11 aktiven Ortsverbänden im Unterbezirk Dortmund mit 57 Mitgliedern, tätig im Stadtbezirk Mengede.

 

Bei dem Projekt „Stark machen für den Alltag – Ferienfreizeit Tarntal“ handelt es sich um eine zweiwöchige Ferienreise ins Tarntal in Frankreich für Mädchen im Alter von zwölf bis sechszehn Jahren, die die Falken bereits seit mehreren Jahren veranstalten.

 

In diesem Sommer machten sich 16 Mädchen mit Betreuer:innen auf die Reise, um zwei Wochen lang auf einem Campingplatz zu leben und ein solidarisches Miteinander zu erleben, bei dem Selbstorganisation eine wichtige Rolle spielt.

 

Da die Mädchen für den Alltag gestärkt und selbstständig handeln und leben lernen sollten, war die Ferienfreizeit soweit wie möglich selbstorganisiert: Die Gruppe musste sich selbst verpflegen, das heißt Frühstück, Mittag und Abendbrot selbst einkaufen und zubereiten. Das anschließende Spülen und das Reinigen des Aufenthaltszeltes waren außerdem Bestandteil des Konzeptes.

 

Außerdem standen mit Wildwasserfahren und Felsenklettern Aktivitäten auf dem Programm, bei denen den Mädchen jede Menge Mut und Überwindung abverlangt wurden. An Seilbahnen in 100 Metern Höhe und mit einer Länge von 350 Metern gab es bei der einen oder anderen Teilnehmerin ganz schönes Bauchkribbeln. Bei zwei siebenstündigen Kajaktouren mussten einige Stromschnellen passiert werden, wobei die Mädchen zeigen konnten, was sie im vorangegangenen Schnupperkurs gelernt hatten. Außerdem wurde eine Mountain-Bike-Tour unternommen und eine große Tropfsteinhöhle besichtigt.

 

Wenn auch bei einigen zwischenzeitlich Anstrengung oder Angst aufkamen, waren am Ende doch alle begeistert und auch ein wenig stolz auf das, was sie in den beiden Wochen alles geschafft und gelernt haben.

 

Da ein Großteil der mitreisenden Mädchen in finanziell eher schwach aufgestellten Familien aufwächst, haben sich die Verantwortlichen bemüht, den Teilnehmerbetrag möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund hat ProFiliis die anfallenden Fahrtkosten übernommen, sodass die Gesamtkosten deutlich reduziert werden konnten.

  

sh

Ferienfreizeit unter dem Motto „Stark machen für den Alltag“
Dortmund - Mengede
SJD – Die Falken
Freizeit

In den Ferien auf Sinnes-Safari

Die Beratungsstelle Westhoffstraße ist dem sozialen Zentrum Dortmund angegliedert und bietet in der Dortmunder Nordstadt vielfältige Beratung an. Einen großen Teil der Arbeit machen Angebote für Kinder und Jugendliche aus. In diesem Rahmen fand in den diesjährigen Sommer- und Herbstferien das erlebnispädagogische Projekt „Sinnes-Safari“ für rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren statt.

 

Nur wenige der Kinder und Jugendlichen, die von der Beratungsstelle Westhoffstraße betreuet werden, haben eine vielfältig gestaltete Freizeit. Die meisten verbringen viel Zeit zu Hause mit Computerspielen und vor dem Fernseher oder Smartphone. Hierbei erleben sie wenig, das ihre Sinne fordert, setzen sich kaum mit abwechslungsreichen Eindrücken auseinander und stärken nicht ihre Wahrnehmung. An dieser Stelle setzte die Sinnes-Safari an: Kinder und Jugendliche wurden in diesem erlebnispädagogischen Projekt aktiviert und motiviert, sich mit ihrer Sinneswahrnehmung auseinanderzusetzen und diese zu stärken.

 

Konkret bedeutet das, dass die Projektteilnehmer:innen im ersten Teil der Sinnes-Safari über ein Fotoprojekt ihre visuelle Wahrnehmung gestärkt und im zweiten Teil ihren Geschmacks- und Geruchssinn geschult haben, indem sie sich mit verschiedenen Lebensmitteln und Zubereitung von gesunden Mahlzeiten auseinandergesetzt haben. Den dritten Teil des Projektes stellte ein dreitägiger Reitworkshop dar, in dem die eigene Körperwahrnehmung im Vordergrund stand. Der vierte Teil des Projektes fand am letzten Tag der Sommerferien statt: Es wurde ein interaktives Theaterstück aufgeführt und die bisherigen Ergebnisse der Sinnes-Safari in einer Ausstellung präsentiert. In den Herbstferien fand dann ein Ausflug zur Trampolin-Halle zur Stärkung des Gleichgewichtssinn statt.

 

Über einen erlebnispädagogischen Ansatz beschäftigen sich insgesamt ca. 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 18 Jahren unter Anleitung mit ihrer eigenen Sinneswahrnehmung. So werden zum Beispiel verschiedene Sinneseindrücke sowie die eigene Wahrnehmung dieser reflektiert. Die Sinnes-Safari führt die Teilnehmer:innen auf dieser Wahrnehmungs-Reise unter anderem in den Dortmunder Zoo und eine Kletterhalle.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat die benötigten Mittel für Eintrittspreise, die Verpflegung, Fahrtkosten sowie verschiedene Materialien bereitgestellt.

 

sh

In den Ferien auf Sinnes-Safari
Dortmund - Innenstadt-Nord
Beratungsstelle Westhoffstraße
Kultur

Erlebnistage auf der Kokerei Hansa

Auf dem Spielfeld herrscht hitziges Treiben mit ganzem Körpereinsatz. Der Fußball wird durch den Staub getreten, eins ums andere Mal schießen sich die Jungs den Ball um die Ohren. Einer fällt. Egal! Die Gefühle kochen hoch. Dann ein Tooor. Applaus und Jubel auf der einen Seite des Kickstreetfelds, Enttäuschung und ein bisschen Wut auf der anderen. Eine Szene wie bei der echten Fußball-Weltmeisterschaft. Nur haben hier Jungs und Mädchen ihre Mini-WM auf dem Schwarzen Platz der Kokerei Hansa ausgetragen. Zwei Tage lang verwandelte sich das Industriedenkmal am vergangenen Wochenende in einen Ort für Sport, Spiel und Spaß. Bis zu 300 Jugendliche zwischen 8 und 14 Jahre waren zu den Erlebnistagen auf Hansa gekommen. (Rückblick Erlebnistage Kokerei Hansa)

In Kooperation mit dem Jugendamt Dortmund und der Stiftung industriedenkmalpflege und Geschichtskultur wurde das Konzept für die Erlebnistage auf der Kokerei Hansa „nordwärts – gemeinsam im Westen“ entwickelt, die erstmals am 06.07. und 07.07. stattgefunden haben. Für Kinder ab zwölf Jahren wurde ein buntes Programm aus Spiel, Spaß und Sport auf die Beine gestellt. Neben dem großen Fußballturnier – der „Mini WM“ – wurden Bogenschießen, Disco Golf, ein Skater Parcour, Kreativangebote, Graffiti-Workshops und vieles mehr angeboten. Außerdem fand ein Jugendforum statt, in dem Jugendliche aus dem Stadtbezirk ihre Ideen für das geplante Jugendzentrum auf dem Gelände der Kokerei einbringen konnten. Die Wünsche der Jugendlichen sind dabei vielfältig: neben Restaurant, Schwimmbad, Klettern, Skaten, Partys und Computer werden auch lesen, lernen und Deutschunterricht genannt.

Das bunte Treiben fand auf dem Gelände der Kokerei Hansa statt und immer wieder fragen die Kinder und Jugendlichen, „Wohin führen die Rohre?“ oder „Was sind das für Türme?“ und lernen das Industrieareal so besser kennen. Das ist ganz im Sinne der Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur, der es neben der Pflege und dem Erhalt von Industriedenkmälern auch ein Anliegen ist, alten Industrieanlagen einen neuen Nutzen zu geben, diese in den Alltag der Bevölkerung einzubinden und sie erlebbar zu machen.

 

Am Ende sind sich die Teilnehmer:innen, Veranstalter:in und Kooperationspartner:innen einig: Die Erlebnistage waren ein voller Erfolg und die Kokerei Hansa ist eine tolle Location - auch für Kinder- und Jugendarbeit.

 

ProFiliis hat u. a. die Kosten für Medaillen und Pokale für das Fußballturnier sowie für Werbematerialien und die leibliche Verpflegung an den beiden Veranstaltungstagen übernommen.

 

sh

Erlebnistage auf der Kokerei Hansa
Dortmund - Huckarde
Stiftung Industriedenkmalpflege und Geschichtskultur
Freizeit

Surf-Simulator für die Kinder-Ferien-Party

Seit nunmehr 48 Jahren ist der Kinder-Ferien-Party Westfalen e.V. in Dortmund aktiv und hat auch in diesem Sommer wieder für abwechslungsreiche Ferien für Dortmunder Kinder gesorgt: Während der großen Hitzewelle in den Sommerferien fand vom 16. bis 27. Juli 2018 immer von montags bis freitags zwischen 10:00 und 17:00 Uhr die Kinder-Ferien-Party in und um die Helmut-Körnig-Halle herum statt. Hierbei handelt es sich um ein kostenloses Ferienprogramm für Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren, das in diesem Jahr von insgesamt 30.000 Jungen und Mädchen besucht wurde.

 

Den Kindern wurde ein buntes Programm aus Sport, Kreativität, Action und Spaß sowie eine gute Betreuung durch sieben Pädagog:innen und rund 40 Helfer:innen geboten. In diesem Rahmen konnten die Kinder Zeit mit Gleichaltrigen verbringen, Erfahrungen sammeln und Neues erleben. Eine tolle Alternative zu Computer und Fernseher!

 

Ein ganz besonderer Programmpunkt war in diesem Jahr ein Surfsimulator. Hier konnten sich die Kinder fernab eines richtigen Meeres auf einem Surfbrett ausprobieren, ihr Gleichgewicht unter Beweis stellen und sich – mit ein bisschen Fantasie – in die Wellen stürzen. Die Kosten für diese aufregende Attraktion hat die ProFiliis-Stiftung übernommen und so dazubeigetragen, die Ferien von vielen Dortmunder Kindern etwas bunter und fröhlicher zu gestalten.

 

sh

Surf-Simulator für die Kinder-Ferien-Party
Dortmund
Kinder-Ferien-Party Westfalen e. V.
Sport

Sommer-Event bei Mengede 08/20

Die Mitglieder des Sportvereins Mengede 08/20 haben sich schon lange gefreut und Anfang Juni war es dann wieder so weit: Das große Sommer-Event stand vor der Tür! Der Sonntag (10.06.2018) stand dabei ganz im Zeichen der Familie und für Groß und Klein wurden über die gesamte Rasenfläche im Volksbankstadion viele verschiedene Spiel- und Aktionsstände angeboten:

 

  • Minikicker-Juxturnier
  • Kinderschminken
  • Kreativstation
  • Hüpfburg
  • Ballonzauberer
  • Spielmobil
  • Rollenbahn
  • und und und

 

ProFiliis unterstützte den Verein bei Leihgebühren, Mietkosten, Anschaffungskosten etc., sodass die Kinder und Familien an den verschiedenen Aktionen kostenlos teilnehmen und mit etwas Glück sogar etwas gewinnen konnten.

 

sh

Sommer-Event bei Mengede 08/20
Dortmund - Mengede
Mengede 08/20
Freizeit

Projektfahrt der PSG Gender Bildungsstätte JaM

Seit 2004 ist die Pfadfinderinnenschaft St. Georg DV Paderborn e.V. Trägerin der im Dortmunder Stadtteil Mengede gelegenen PSG Gender Bildungsstätte JaM. Das JaM ist eine offene Kinder- und Jugendfreizeitstätte mit geschlechtsbezogenem Schwerpunkt.

 

Für 16 Mädchen und Jungen, die regelmäßig an den Angeboten des JaM teilnehmen, ging es im Oktober auf eine fünftägige Projektfahrt zur Burg Husen in Dortmund Hohensyburg. Die Fahrt stand unter dem Motto „Umweltschutz und gutes Leben“. Die Projektteilnehmenden lernten, dass sie Verantwortung für sich und ihren Konsum tragen und machten besondere Naturerfahrungen. Über eine kreative Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Themen konnte am Ende der Freizeit eine abwechslungsreiche Abschlusspräsentation gestaltet werden. 

 

Die Jugendlichen, die an der Projektfahrt teilgenommen haben, kommen teilweise aus einem ressourcenschwachen Umfeld und sind von mehrfachen Entwicklungsrisiken bedroht. Sie konnten sich in dieser Woche mit aktuellen Themen wie beispielsweise dem ökologischen Fußabdruck oder dem ressourcenschonenden Umgang mit Konsumgegenständen auseinandersetzen. Auch die Nähe zur Natur konnte gestärkt werden, indem die Teilnehmer:innen in der Natur gelernt („Welche Blätter gehören zu welchem Baum?“) oder naturbezogene Projekte umgesetzt haben. So wurden beispielsweise aus Naturmaterialien Unterkünfte für Igel oder Insekten gebaut.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat sich gerne dazu bereit erklärt, die Projektfahrt finanziell zu unterstützen und hat mit fast 3.000,- Euro die benötigten Mittel für Übernachtungskosten und Verpflegungspauschale der Teilnehmenden bereitgestellt.

 

sh

Projektfahrt der PSG Gender Bildungsstätte JaM
Dortmund - Mengede
Pfadfinderinnenschaft St. Georg
Gesundheit

Operationen für Kinder in Uganda

Welche Kosten fallen für die Operation einer Lippen-Kiefer-Gaumenspalte an? Wie viel kostet die operative Korrektur eines Klumpfußes?

 

Was die CoRSU-Klinik in Uganda (nahe der Hauptstadt Kampala) angeht, ist die Antwort: durchschnittlich 260,- Euro. Für jeden, der schon mal eine deutsche Arztrechnung gesehen hat, ist dies wohl kaum zu glauben. Bei der CoRSU-Klinik handelt es sich um eine Klinik für orthopädische und plastische Chirurgie mit anschließendem Rehabilitations-Programm (Physiotherapie, Ergotherapie, psychosoziale Begleitung). Gebaut wurde die Klinik 2008 unter Mitarbeit von CBM und ist inzwischen nicht mehr nur Anlaufstelle für die Menschen aus der Region, sondern aus ganz Uganda und sogar aus den Nachbarländern.

 

In weiten Teilen des afrikanischen Kontinents ist eine adäquate medizinische Versorgung bis heute keine Selbstverständlichkeit. Uganda stellt hier keine Ausnahme dar: „Uganda zählt zu den am wenigsten entwickelten Ländern der Welt. Gemäß den Statistiken des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) lebt 30% der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. Die Hälfte der 26 Millionen starken Bevölkerung ist unter 15 Jahre alt.“ (CBM) In der Bevölkerung sind viele Menschen mit Behinderung zu finden, wobei die meisten von ihnen Kinder sind. Ohne medizinische Versorgung bleiben diese ihr Leben lang von ihren Familien abhängig, haben kaum Aussicht auf Schulbildung oder gar einen Beruf und sind in der gesellschaftlichen Teilhabe eingeschränkt. 50 % der Kinder mit Behinderung in Uganda sterben auf Grund schlechter Versorgung vor ihrem sechsten Geburtstag.

 

Hier setzen CBM und die CoRSU-Klinik an und bieten eine umfassende medizinische Versorgung für Menschen mit Behinderung oder Erkrankungen, die Behinderungen nach sich ziehen, zu einem möglichst niedrigen Preis an. So wurden im Jahr 2016 über 5.000 orthopädische und plastische Operationen durchgeführt, wobei bei mehr als 80 % der Operationen die Patient:innen Kinder waren. „Zu den Eingriffen gehören z. B. Korrekturen von Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten, die chirurgische Versorgung von Knochenmarksinfektionen oder Verbrennungen sowie Operationen zur Korrektur von Klumpfüßen und anderen deformierten Körperteilen, die ungehindertes Bewegen erst ermöglichen.“ (CBM)

 

Diese Operationen stellen für die Kinder einen Wendepunkt in ihrem Leben dar. Sie ermöglichen ihnen Mobilität, gesellschaftliche Teilhabe, Unabhängigkeit, Zugang zu Bildung und infolgedessen zum Arbeitsmarkt. Darüber hinaus verhindert etwa die frühzeitige Versorgung von Lippen-Kiefer-Gaumenspalten, aber auch von Verbrennungen etc. Folgeerkrankungen, die Behinderungen oder auch den Tod nach sich ziehen würden.

 

Leider sind – trotz der Bemühungen, die medizinische Versorgung möglichst günstig anzubieten – die Familien in der Regel nicht in der Lage die notwendigen finanziellen Mittel aufzubringen. Aus diesem Grund hat ProFiliis im Jahr 2018 35.000 Euro bereitgestellt, um die Kosten für 134 Operationen zu decken und so auch Kindern aus finanziell schwach aufgestellten Familien den Schritt in ein besseres Leben zu ermöglichen.

 

Im anhängenden Projektbericht von CBM können Sie mehr über die Arbeit der CoRSU-Klinik und vor allem zwei Einzelschicksale kennenlernen, bei denen eine Operation die Chance auf ein glückliches und gesundes Leben deutlich erhöht hat.

 

Zum Hintergrund:

„Die CBM ist eine internationale Entwicklungshilfeorganisation, die sich in Entwick­lungsländern für Menschen mit Behinderungen einsetzt. Unser Ziel: Die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen als gleichberechtigte Mitglieder in allen Bereichen des gesell­schaftlichen Lebens.“ (CBM)

 

(Teile dieser Projektbeschreibung wurden von CBM übernommen.)

 

sh

Operationen für Kinder in Uganda
Afrika - Uganda
cbm
Kultur

Fahrt nach Nepal in Erdbeben-Gebiete

Im März 2016 gründete sich der Verein „HHG hilft“ am Heinrich-Heine-Gymnasium mit dem Ziel, Gutes zu tun und sowohl die Schulgemeinschaft als auch Menschen im Stadtbezirk zu unterstützen.

 

Seit einiger Zeit setzt sich der Verein für die Nepal-AG der Schule ein. Diese AG bildet gemeinsam mit AGs an anderen Schulen in Deutschland das Schülernetzwerk Namaste Nepal. Die Schüler:innen dieses Netzwerkes haben es sich zum Ziel gesetzt, die Bildungssituation in einigen nepalesischen Dörfern zu verbessern. Bei den starken Erdbeben 2015 sind ganze Dörfer und somit auch deren Schulen zerstört worden, sodass kein angemessener Unterricht stattfinden kann. Mit Hilfe von Spenden des Netzwerks Namaste werden derzeit acht zerstörte Schulen in Nepal erdbebensicher wieder aufgebaut.

 

Das Heinrich-Heine-Gymnasium hat eine Partnerschaft mit der Schule in dem Dorf Mandra aufgebaut. Um diese Schulpartnerschaft weiter auszubauen, engagieren sich 27 Schüler:innen des HHGs seit September 2016 in ihrer Freizeit in der Nepal AG. Auch in Mandra wurde die Schule durch die Erdbeben im Jahr 2015 zerstört. Staatliche Mittel zum Wiederaufbau gab es bisher nicht. Aus diesem Grund haben die Mitglieder der Nepal-AG Spenden gesammelt und konnten so schon den Start des Wiederaufbaus der Schule ermöglichen.

 

Im März 2018 machten sich dann 10 Mitglieder der AG selbst auf die große Reise nach Mandra, um die Schulpartnerschaft zu intensivieren und sich ein eigenes Bild der Situation in Nepal machen zu können. Die Schüler:innen waren in Gastfamilien untergebracht, deren Häuser zum Teil noch nicht wieder vollständig aufgebaut waren bzw. sind, und haben so hautnah miterlebt, wie eingeschränkt das Leben vor Ort auch noch über zwei Jahre nach den Erdbeben ist.

 

„Ziel des gesamten Projektes ist, dass die Schüler den Wert ihrer Arbeit für die Dorfbewohner erfahren, und mit eigenen Augen sehen, was sie selbst durch ihr persönliches Engagement in Bewegung gebracht haben. Zu erleben, welchen Stellenwert Schule und Bildung in einem Entwicklungsland wie Nepal haben, und dies mit der eigenen Wahrnehmung in Relation zu bringen, wird ebenso wertvoll für die Schüler sein wie die persönlichkeitsformende Erkenntnis, dass materieller Reichtum nicht ausschlaggebend für Zufriedenheit und Glück ist.“ (Auszug aus dem Förderantrag)

 

Vor Ort haben die Jugendlichen viel Zeit mit den Schüler:innen der nepalesischen Partnerschule verbracht und unter anderem gemeinsam ein Fotoprojekt durchgeführt. Über die Fotos, die die Jungen und Mädchen zu verschiedenen Schlagworten gemacht haben, konnten Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Wahrnehmung der Umwelt und der Einstellung zu vielfältigen Themen festgestellt werden.

 

Natürlich sind mit einer Reise nach Nepal erhebliche Kosten verbunden. Diese wurden nicht aus den Spendeneinnahmen der Nepal-AG gezahlt, sondern mussten von den Schüler:innen selbst aufgebracht werden. Hierzu haben sich viele der Schüler:innen einen Nebenjob gesucht oder Verwandte und Freund:innen um Unterstützung gebeten. Um die Kosten für die Schüler:innen ein wenig zu senken, hat ProFiliis für alle mitreisenden Mitglieder der Nepal-AG die Visumgebühren übernommen. Außerdem wurden für alle Reiseteilnehmer:innen Schlafsäcke geliehen, die für Temperaturen von bis zu -5°C geeignet sind. Auch diese Kosten hat die ProFiliis-Stiftung getragen sowie die benötigten Mittel für das Fotoprojekt bereitgestellt.

 

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Fahrt nach Nepal in Erdbeben-Gebiete
Dortmund - Mengede
HHG hilft!
Freizeit

Wodanstraßenfest 2018

Es ist im Stadtteil Nette inzwischen Tradition: Das Wodanstraßenfest. Hierbei handelt es sich um ein großes multikulturelles Volksfest, bei dem sich die Bewohner:innen des Stadtteils kennenlernen und austauschen können. Organisiert wird das Fest von der Arbeitsgemeinschaft Wodanstraßenfest, in der sich Religionsgemeinschaften, Vereine, Verbände, Einrichtungen und Geschäftsbetreibern aus Nette zusammengetan haben.

 

Am 29. September war es wieder mal soweit und viele Besucher:innen trafen sich beim Wodanstraßenfest. Wie immer gab es auch ein Kinderfest, bei dem die Unterhaltung der kleinen Besucher:innen im Vordergrund stand. Ein beliebter Programmpunkt dieses Festes sind Jahr für Jahr die Auftritte eines Clowns, der den Kindern eine bunte und lustige Show bietet.

 

Eigentlich sollte auch wieder das „Kistenklettern“ angeboten werden, bei dem aus Getränkekisten ein Turm gebaut wird, an dem man – je höher der Turm wird – immer weiter mit nach oben klettert, um weitere Kisten aufzusetzen. Leider stellte sich am Veranstaltungstag heraus, dass der Hubwagen, der zur Sicherung der Kletterer unverzichtbar ist, defekt war, weshalb das Angebot nicht stattfinden konnte.

 

Dennoch war der Tag absolut gelungen und Groß und Klein hatten viel Freude auf dem Wodanstraßenfest!

 

Wie schon in den Vorjahren hat ProFiliis die Kosten für die Auftritte des Clowns übernommen.

 

sh

Wodanstraßenfest 2018
Dortmund - Mengede
ARGE Wodanstraßenfest
Humanitärhilfe

Hygienesituation in Ghana

Die Region Krachi East in Ghana im südlichen Westafrika schaut auf erfolgreiche Projektjahre zurück: Von 2005 bis 2020 war die Hilfsorganisation World Vision vor Ort aktiv. Zum Projektbeginn waren die Wasserversorgung sowie die Sanitär- und Hygienesituation für die Menschen in Krachi East absolut unzureichend. Viele Personen hatten keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und mussten weite Wege zurücklegen, um an Flüssen, Bächen oder Teichen Wasser zu holen. Diese Arbeit wurde vor allem von Frauen und Kindern übernommen. Außerdem war der Zugang zu medizinischer Versorgung sehr schlecht. Es gab im gesamten Projektgebiet kein Krankenhaus und im ländlichen Raum auch keine Gesundheitsstationen, sodass zum Teil weite Strecken zurückgelegt werden mussten. Auch die Schulsituation wies Probleme auf. So gab es zum Teil gar keine Schulgebäude und der Unterricht fand im Freien unter Bäumen statt. An anderen Schulen waren die Gebäude baufällig und es gab keine Toiletten. Und auch die wirtschaftliche Situation der Menschen vor Ort war oft schlecht. „Die Kleinbäuerinnen und -bauern erzielten […] nur geringe Erträge. Viele Familien konnten ihre Kinder unter anderem deshalb nicht ausreichend ernähren.“ (der Berichterstattung von World Vision entnommen)

 

Vielen Kindern in Krachi East war ein regelmäßiger Schulbesuch nicht möglich. Sie mussten beim Wasserholen helfen oder litten in Folge des Trinkens von unsauberem Wasser an Durchfall.

 

World Vision hat es sich im Rahmen des Projektes „Krachi East WASH“ zum Ziel gesetzt, die Situation der Menschen vor Ort deutlich zu verbessern. Der Zugang zu sauberem Wasser sowie geeigneten Sanitäranalagen sollte für alle sichergestellt werden und gängige Sanitärpraktiken – wie regelmäßiges Händewaschen – sollten den Schulkindern, Gemeindemitgliedern und Eltern in Rahmen von Schulungen vermittelt werden.

 

ProFiliis hat World Vision finanzielle Unterstützung bei diesem Vorhaben zugesagt und Mittel in Höhe von 19.100,- Euro zur Errichtung zweier Toilettenanlagen für Mädchen und Jungen an zwei Schulen bereitgestellt.

 

15 Jahre später ist die Situation in Krachi East eine völlig andere als noch 2005: Inzwischen sind 92 % der Kinder im entsprechenden Alter an einer Grundschule angemeldet, es wurden 13 Schul- und 11 Kindergarten-Gebäude errichtet, 77 Grundschulen verfügen über Latrinen (2005 waren es noch 18), es wurden 70 Brunnen installiert und zahlreiche Handwascheinrichtungen sowie der Zugang zu sauberem Trinkwasser an Grundschulen errichtet. Außerdem wurden in vielen Grundschulen Gesundheits- und Hygieneclubs gegründet, das Netz der Gesundheitsstationen wurde verdichtet und zwei Entbindungsstationen errichtet.

 

Mit den Mitteln der ProFiliis-Stiftung konnten an zwei Grundschulen in der Stadt Dambai im Projektgebiet barrierefreie Anlagen mit jeweils sechs Latrinen sowie Umkleidekabinen errichtet werden. Insgesamt profitieren hiervon 627 Schüler:innen.

 

Insgesamt lässt sich sagen, dass die Kinder in Krachi East nun weniger krank sind, keine weiten Strecken zum Wassertransport zurücklegen müssen, regelmäßig zur Schule gehen und bessere Lernergebnisse erzielen. Ihre Chancen für eine positive Zukunft wurden deutlich erhöht.

 

Hygienesituation in Ghana
Afrika - Ghana
World Vision