Projekte

Neu! - Lebenshilfe

Ausstattung für neue Frühförderstelle

Wenn Eltern merken, dass ihr Kind „anders“ ist als andere, kann das eine große Verunsicherung mit sich bringen. Ist mein Kind auffallend ruhiger oder unruhiger als andere? Warum können andere Kinder in dem Alter schon Krabbeln und meins noch nicht? Wieso wirkt mein Kind in unbekannten Situationen immer so gestresst?

 

Diese und ähnliche Fragen stellen sich die Eltern der Kinder, die vom Team der Frühförderstellen des Diakonischen Werks Dortmund und Lünen begleitet werden. Es handelt sich hierbei um eine Einrichtung für entwicklungsverzögerte und beeinträchtigte Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren. Hier werden Kinder in Augenschein genommen, ggf. wird eine Diagnostik durchgeführt und ein individuelles Förderkonzept entworfen und umgesetzt. Das Team ist interdisziplinär aufgestellt und setzt sich aus Heilpädagog:innen, Logopäd:innen, Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen, Psycholog:innen und Ärzt:innen zusammen. So sind ein umfassender Blick auf die Kinder sowie eine ganzheitliche Förderung möglich. 

 

„Schwerpunkte unserer Förderung liegen in den Bereichen der Erweiterung sprachlicher, sozial-emotionaler, motorischer und kognitiver Fähigkeiten.“*

 

Ein großer Bestandteil der Arbeit ist auch die Stärkung der Eltern. Ihnen werden Hilfestellungen gegeben, um mit den Herausforderungen des Familienalltags umzugehen und sie werden auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Kinder aufmerksam gemacht und für diese sensibilisiert.

 

90 % der Familien, deren Kinder die Frühförderstelle besuchen, wohnen in der Dortmunder Nordstadt. „Gerade in diesem Stadtbezirk ist der Bedarf und die Anfrage enorm hoch, zurzeit entstehen Wartezeiten auf einen Förderplatz von bis zu 10 Monaten. Besonders eklatant ist der Anstieg an Anfragen für Kinder mit Verdacht auf eine Diagnose aus dem Autismus-Spektrum. Hierdurch haben sich Bedarfe in der Förderung verändert: konzeptionell, inhaltlich und in der Ausstattung. Diese Kinder bedürfen eines besonderen räumlichen Umfelds, das möglichst reizarm gestaltet sein muss.“*

 

Um diesen Bedarfen entsprechen zu können, um barrierefreien Zugang zu ermöglichen und insgesamt familienfreundlichere Räume anbieten zu könnten, stand im Juli 2025 ein Umzug für die Frühförderstelle zu einem neuen Standort am Rande des Hoeschparks an. Dieser bringt viele Vorteile: „eine gute Erreichbarkeit, eine räumliche Erweiterung, ein kindgerechtes Umfeld und die Möglichkeit, den speziellen Bedürfnissen der Kinder gestalterisch gerecht zu werden.“*

 

Neben dem bereits vorhandenen Material wurden zur Ausstattung des neuen Standorts zusätzlich Spielgeräte und pädagogisch sinnvolle Einrichtungsgegenstände benötigt, die zur Altersstruktur und den Förderbedarfen der Klient:innen passen. Auf diese Weise konnte eine für die Kinder ansprechende und anregende Erfahrungswelt geschaffen werden, in der sie zur Teilhabe angeregt werden. Außerdem verfügt das Frühförderzentrum am neuen Standort über einen Außenbereich, der ebenfalls für die pädagogische und therapeutische Arbeit genutzt werden kann und eine entsprechende Ausstattung benötigte.

 

Die Diakonie hatte bereits über die Sammlung des Dortmunder Spendenparlaments Spendobel finanzielle Unterstützung erhalten (zum Projekt). Allerdings waren noch einige Kostenpositionen offen, sodass sich die Verantwortlichen bei der Diakonie mit einem Förderantrag an die ProFiliis-Stiftung gewendet haben. ProFiliis hat die Ausstattung des neuen Standortes mit insgesamt 6.000,- Euro unterstützt, sodass folgende Anschaffungen möglich waren:

 

Die Familien werden in einem freundlichen Empfangs- und Wartebereich begrüßt. Hier sorgen Spielangebote und Wandspielgeräte dafür, dass in der Wartezeit keine Langeweile aufkommt. Dank Sitzgelegenheiten und Garderobenhaken speziell für Kinder fühlen sich die kleinen Klient:innen direkt willkommen.

 

Außerdem wurde ein Wickelbereich eingerichtet, in dem kleine Kinder unter Wahrung der Privatsphäre, sicher und hygienisch versorgt werden können.

 

Eine neue Spielküche ermöglicht Rollenspiel-Erfahrungen und bietet Redeanlässe zwischen Klient:innen und dem professionellen Team.

 

Der Motorikraum verfügt nun zusätzlich über eine Sprossenwand, eine Kletterwand, eine Turn- und Kletterbank, einen Turnkasten, Matten und ein Bällebad. Die Kinder können sich hier nicht nur austoben, sondern auch in Grobmotorik, Körperwahrnehmung, Gleichgewicht, Muskelkraft, Konzentration und Kreativität gefördert werden.

 

Im neuen Außenbereich wurde ein Sandkasten errichtet und mit vielfältigem Sandspielzeug ausgestattet. Eine Matschwanne, ein Outdoorpicknicktisch und eine bunte Auswahl an Spielgeräten erweitern das Angebot im Garten der Frühförderstelle. Eine wetterfeste Aufbewahrungsbox ermöglicht die sichere Lagerung der Spielgeräte.

 

Derzeit werden 171 Kinder in der Frühförderstelle am Hoeschpark betreut, die von der neuen Ausstattung und den damit verbundenen neuen Möglichkeiten profitieren.

 

sh 

 

* dem Förderantrag entnommen

Ausstattung für neue Frühförderstelle
Dortmund - Innenstadt-Nord
Diakonisches Werk Dortmund und Lünen gGmbH
Neu! - Bildung

"Essen und Lernen" in der Nordstadt

Die Jugendhilfe St. Elisabeth ist eine Einrichtung der Erziehungshilfe und unterstützt mit stationären, teilstationären und ambulanten Erziehungshilfen in ganz Dortmund unzählige Familien, Kinder und Jugendliche. Darüber hinaus ist sie Träger von offenen Ganztagsschulen, Betreuungsformen an Schulen der Sekundarstufe I, Schulsozialarbeit und von sozialräumlichen Angeboten in der Dortmunder Nordstadt.

 

Mitten drin in diesem breiten und umfassenden Angebot steht das Projekt „Essen und Lernen“, das sich an Kinder allen Alters, Jugendliche und Familien im Brunnenstraßen- und Hannibalviertel richtet. In erster Linie handelt es sich hierbei um eine qualifizierte Lern- und Hausaufgabenunterstützung für Kinder im Alter von 6 bis 17 Jahren. Doch die Jugendhilfe St. Elisabeth verfolgt mit dem Projekt einen ganzheitlicheren Ansatz und sieht es als Bildungs- und Familienunterstützungskonzept. Deswegen ist es den Verantwortlichen ein großes Anliegen, sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für die Eltern einen Ort der Fürsorge und Unterstützung zu schaffen. Auf diese Weise ist es möglich, die Eltern auf eine vertrauensvolle Art mit in die Verantwortung für die Bildung ihrer Kinder zu nehmen, was deren Bildungschancen nachhaltig verbessert.

 

Dabei arbeitet das Team der Jugendhilfe St. Elisabeth niedrigschwellig und individuell, um optimal auf die Lebenssituation von Familien und ihre Belange einzugehen, damit diese den Träger als Unterstützungsressource positiv wahrnehmen. Denn für viele Familien in diesem Viertel gilt, dass sie „aufgrund ihres Zuwanderungshintergrundes kaum Teilhabe- und Partizipationsmöglichkeiten an Gesellschaft und Bildung haben, was sich enorm auf die Bildungschancen ihrer Kinder auswirkt.“ (Auszug aus dem Förderantrag) Eine gute Beziehung zwischen der Jugendhilfe St. Elisabeth und den Familien ist daher von besonderer Relevanz.

 

Im Jahr 2025 standen einige Umgestaltungen des Innen- und Außenbereichs der Räumlichkeiten von „Essen und Lernen“ an, bei denen sie finanziell von der ProFiliis-Stiftung unterstützt wurden. So wurde eine separate Leseeckeeingerichtet und ausgestattet, die zum einen individuelle Förderung über entsprechende Bücher ermöglicht. Zum anderen dient sie den Kindern als Rückzugsort und Ruheraum sowie eigener Besprechungs- und Entspannungsraum. Die neue Leseecke wird von den Kindern sehr gut angenommen. Außerdem wurde der Innenhof zu einem attraktiven Ort der Begegnung umgestaltet. Es wurden Außenmöbel und ein Pavillon angeschafft, sodass ein angenehmer Aufenthalt möglich ist. Außerdem konnten Spiel- und Bewegungsmaterialien (Inliner, Pedalo, Stelzen, Kickback Tor,…) gekauft werden, die den Kindern und Jugendlichen ganz neue Bewegungserfahrungen und damit verbundene Erfolgserlebnisse ermöglichen.

 

Der neu gestaltete Innenhof wurde im Rahmen eines Sommerfestes mit den Kindern, Jugendlichen und Familien eingeweiht, bei dem die Familien und das Team der Jugendhilfe St. Elisabeth miteinander in Kontakt gekommen sind, was der Beziehungsarbeit dient. ProFiliis stellte finanzielle Mittel für die Versorgung während des Sommerfestes zur Verfügung.

 

Mit Unterstützung der Stiftung konnte außerdem eine Projektwoche in den Sommerferien mit dem Motto „Sport und Bewegung“ durchgeführt werden. Im Rahmen dieses Ferienangebotes wurde unter anderem ein Ausflug zum Oktagon (achteckiger Fußballkäfig) der Nordstadtliga unternommen, ein Parkourworkshop veranstaltet und gemeinsam mit dem Verein „Querwaldein“ ein Tag im Wald verbracht.

 

Für die Jugendlichen der Abendgruppe der Jugendhilfe St. Elisabeth konnte zudem ein Graffiti-Workshoporganisiert werden, dessen Ergebnisse dann Teil des „Paradiesgartens“ an der Reinoldikirche waren und dort den gesamten Sommer über begutachtet werden konnten.

 

Außerdem konnte dringend benötigtes Lernmaterial angeschafft werden und als Dankeschön für die ehrenamtlichen Mitarbeitenden eine Weihnachtsfeier ausgerichtet werden.

 

ProFiliis hat die verschiedenen Anschaffungen, Ausflüge und Veranstaltungen mit insgesamt 7.500,- Euro unterstützt und freut sich über das Resümee der Projektverantwortlichen: „Durch Investitionen in Ernährung, Bewegungsmaterialien, Lernmaterialien und ansprechende Räumlichkeiten wurden zentrale Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen und erfolgreiches Lernen geschaffen.“

 

Das Fazit im Abschlussbericht ist positiv: „Die Dortmunder Nordstadt ist in den letzten Jahren bemüht, das Wohn- und Freizeitumfeld auszubauen und kinderfreundlicher zu gestalten, jedoch fehlt es immer noch an ausreichenden Bewegungsanlagen, die geschützt, sicher und sauber sind. Wir freuen uns […] den Kindern diesen sicheren Ort geben zu können.“

 

 

sh

"Essen und Lernen" in der Nordstadt
Dortmund - Innenstadt-Nord
Jugendhilfe St. Elisabeth
Neu! - Freizeit

Jugend-Wohnwoche der Christuskirche

Die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Christuskirche Dortmund liegt im Herzen der Dortmunder Nordstadt. Dieser Stadtteil ist geprägt durch kulturelle Vielfalt und viele im Stadtbild präsente Kinder und Jugendliche. Das Veranstaltungsangebot der Christuskirche richtet sich nicht ausschließlich an die eigenen Mitglieder, sondern in vielen Fällen an alle Interessierten – ohne Berücksichtigung von Herkunft oder Religionszugehörigkeit. So erreicht die Christuskirche viele Familien, Kinder und Jugendliche mit tollen Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.

 

Im April 2026 fand nun die „Connection Jugend-Wohnwoche“ statt: „Für 35 Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren verwandelte sich die Christuskirche Dortmund und ihre Jugendhalle vom 22. bis zum 26.04. in eine riesige WG. In diesem Zeitraum fand ein fünftägiges Bildungs- und Begegnungsprojekt mitten im Dortmunder Norden statt.“ *

 

Erklärtes Ziel der Connection Jugend-Wohnwoche war es, den Jugendlichen soziale Teilhabe zu ermöglichen, sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken und interkulturelle Begegnungen zu fördern. Insbesondere der letzte Punkt ist mit Blick auf die Teilnehmenden interessant: Die Gruppenzusammensetzung war hinsichtlich des sozialen, kulturellen und religiösen Hintergrundes sehr heterogen. Etwa die Hälfte der Teilnehmenden hatte Zuwanderungserfahrung. Im Rahmen der Wohnwoche lernten sich Jugendliche kennen, die im „normalen“ Leben keine Berührungspunkte haben. Dies brachte die große Chance mit, dass Vorurteile abgebaut werden.

 

Die Jugendliche bestritten während der Wohnwoche ihren regulären Alltag mit Schule und Hausaufgaben. Leider war es etwas weniger als der Hälfte der Jugendlichen nicht möglich, in der Christuskirche zu übernachten. Sie nahmen aber verbindlich am Programm im Nachmittags- und Abendbereich teil. Die Jugendlichen, die in der Christuskirche übernachteten, brachen nach einem Frühstück von dort zur Schule, zur Ausbildung oder auch zu Hobbys auf. Spätestens um 16:30 Uhr mussten alle Jugendlichen wieder da sein, da dann das Programm begann: Eine bunte Mischung aus Gemeinschaftsaktivitäten, Workshops und Seminaren, Ausflügen und einem täglichen Abendprogramm zu bestimmten Inhalten. Als roter Faden zog sich das Thema „Demokratische Bildung“ durch die Connection-Jugendwohnwoche.

 

So startete die Woche für die Teilnehmenden am Mittwochabend mit der ersten „Parlamentssitzung“. Die Gruppe konnte sich kennenlernen und es wurde ein zuvor erarbeiteter Verhaltens-Kodex vorgestellt. Von da an fand an jedem Abend eine derartige Parlamentssitzung statt, in denen sich die Jugendlichen mit Vorschlägen, Wortbeiträgen, Beschlüssen und Abstimmungen“ * einbrachten und „zum Teil überraschende Programmänderungen und spontane Zusatzregeln zustande“ * kamen. Für die Jugendlichen wurde auf diese Weise Demokratie erlebbar und sie lernten die Prinzipien und Konsequenzen dieser Art der Partizipation kennen.

 

Das Programm gestaltete sich im weiteren Verlauf der Wohnwoche wie folgt:

 

Donnerstag

  • Nachmittag: zwei Seminare und Zeit zur freien Gestaltung,
    • Seminar 1: „Diskriminierung und was ich dagegen tun kann“: Die Jugendlichen wurden „für das grundsätzliche Muster einer Diskriminierung, verschiedene Formen der Diskriminierung und was in verschiedensten Situationen sinnvolle Gegenstrategien sein könnten“ sensibilisiert.
    • Seminar 2: „Mein positiver Beitrag zur Gesellschaft“: Dieses Seminar „behandelte Möglichkeiten, sich in der Schule, in der Politik oder in Vereinen ehrenamtlich zu engagieren und einen Blick dafür zu bekommen, wie auch kleine Beiträge eine Zivilgesellschaft positiv prägen können.“ *
  • Abend: Koch-Duell und Parlamentssitzung

 

Freitag

  • Nachmittag: Parlamentssitzung
  • Im Anschluss: gemeinsamer Ausflug nach Bochum zu „Boda Borg“:

„Boda Borg ist ein Freizeitkonzept aus Schweden: eine große Abenteuerwelt, in der Teams zusammenarbeiten, um verschiedene Aufgaben in sogenannten „Quests“ zu lösen. Es gibt 22 verschiedene Quests, die in unterschiedliche Welten führen: zum Beispiel zu den Pharaonen, ins All, in den Dschungel oder eine Mine. Dabei geht es stets um Teamwork, Ausdauer, analytisches Denken, Kommunikation, Cleverness, Geschicklichkeit und manchmal auch körperlichen Einsatz. Boda Borg ist ein nicht-digitales, aktives Teamspiel, bei dem alle gleichermaßen mitwirken müssen. Scheitern ist Teil des Konzepts, so werden Lernerfolge und Zusammenhalt erzielt. Die Jugendlichen zeigten in den Quests zunehmend bessere Abstimmung und Durchhaltevermögen, was auch in der anschließenden Reflexion mehrfach benannt wurde.

  • Im Anschluss: Restaurant-Besuch bei L’Osteria mit angeregten Unterhaltungen zu den Themen Scheitern und Weitermachen

 

Samstag

  • Vormittag: Gruppenspiel und Workshops
    • Workshop 1:  Hier wurde es sportlich! Auf einem Pop-Up-Volleyballfeld und bei einem Geländespiel im Blücherpark konnten sich alle auspowern. Zentral dabei war das Beobachten und Besprechen verschiedener Teamdynamiken.
    • Workshop 2: Diese Workshop-Gruppe führte Gespräche mit wohnungs- und obdachlosen Menschen, um Erfahrungsberichte von Personen zu erhalten, die „unsere Zivilgesellschaft so oft übersieht“ *.
    • Workshop 3: Hier ging es um kreatives Gestalten: Die Teilnehmenden konnten Keramik bemalen und Makramees flechten. Ganz nebenbei führten sie dabei Gespräche über das bereits Erlebte und Erlernte.
  • Nachmittag: Ausflug zur Trampolinhalle „Superfly“
    • „Für zwei Stunden bewiesen alle in verschiedenen Parcours‘, Spielen oder Duellen viel Rücksicht und Verantwortung füreinander.“ *
  • Abend: Parlamentssitzung

 

Am Sonntag, dem letzten Tag der Wohnwoche standen dann Aufräumen und Packen im Vordergrund. Alle Teilnehmenden waren mit viel Engagement dabei und brachten die Räume der Christuskirche wieder in ihren Ursprungszustand. Abschließend kamen alle noch einmal zu einer Reflexionsrunde zusammen, um ein Fazit zur Connection Jugend-Wohnwoche zu ziehen: „Viele waren begeistert von der Zeit und die Seminare, Workshops und Paraments-Sitzungen haben die meisten sehr positiv bewertet. Einige Jugendliche berichteten sogar davon, dass die Zeit ihr Selbstbewusstsein gestärkt habe und sie sich nun für einige Herausforderungen ihres Alltags, oder auch Diskriminierungserfahrungen besser vorbereitet fühlten.“ *

 

Ich habe gelernt, wie ich besser auf Diskriminierung reagieren kann.“ *

 

„Ich habe mehr verstanden, wie Politik funktioniert. Wenn beim Parlament die Hälfte schläft oder am Handy ist, kommen die dümmsten Sachen bei raus. Aber dann darf man sich auch nicht beschweren.“ * 

 

„Ich glaube, ich werde ehrenamtlich bei einem Second-Hand-Laden helfen. Ich habe da eh schon öfter drüber nachgedacht, aber diese Woche hat mich noch mehr motiviert.“ *

 

Auch die Organisator:innen der Connection Jugend-Wohnwoche ziehen ein durchweg positives Fazit: Es haben mehr Jugendliche teilgenommen als erwartet, die Gruppe gestaltete sich divers mit Blick auf die sozioökonomische Situation der Herkunftsfamilie und auf Zuwanderungserfahrungen, sodass interkulturelle Begegnungen ganz nebenbei und ganz natürlich stattfanden. Die Jugendlichen konnten Partizipation leben und feststellen, wie sich Selbstwirksamkeit anfühlt, wenn man Verantwortung übernimmt. Derartige Erfahrungen können Jugendliche in ihrer Resilienz – also in ihrer psychischen Widerstandskraft in schwierigen Situationen –stärken, was ein wichtiger Faktor für eine positive Lebensgestaltung ist.

 

Die Connection Jugend-Wohnwoche wurde von einem Team aus einem angestellten Diakon und sechs gut geschulten Ehrenamtlichen geplant und organisiert, das die Jugendlichen in der gesamten Zeit begleitete.

 

ProFiliis hat die Jugend-Wohnwoche der Christuskirche gerne finanziell unterstützt und mit 3.500,- Euro über 40 % der insgesamt benötigten Mittel zur Verfügung gestellt. So konnten die folgenden Kostenpositionen abgedeckt werden:

  • Lebensmittel
  • Material für Workshops, Erlebnispädagogik und Programm
  • Isomatten und Schlafsäcke für Jugendliche aus ökonomisch schlecht aufgestellten Haushalten

 

* Auszug aus dem Projektbericht

 

sh

Jugend-Wohnwoche der Christuskirche
Dortmund - Innenstadt-Nord
EFG Christuskirche Dortmund
Neu! - Sport

Baseball-Trainingslager mit Workshop zu Gewalt im Sport

Der Baseballverein „Dortmund Rhinos e. V.“ wurde im Jahr 2024 gegründet und legt seitdem einen Schwerpunkt auf die Jugendarbeit. In diesem Zuge ist den Zuständigen die Zusammenarbeit mit Schulen wichtig, sodass derzeit Kooperationen mit sieben Schulen bestehen. Dem Verein ist es ein Anliegen auch Kindern aus sozioökonomisch schwachen Familien Zugang zum Baseball-Sport zu ermöglichen. Aktuell trainieren die Kinder und Jugendlichen bei den Dortmunder Rhinos in einer U12- und einer U15- Mannschaft.

 

„Die Dortmund Rhinos stehen für respektvolles Miteinander, sicheres Training und eine verantwortungsvolle Jugendarbeit. Der Schutz von Kindern, Jugendlichen und schutzbedürftigen Personen hat für uns oberste Priorität.“(der Homepage entnommen)

 

Um diesen Schutz der Kinder und Jugendlichen zu fördern, fand im März ein dreitägiges Trainingslager für die Jugendabteilung statt, in dessen Rahmen auch ein Workshop zu interpersoneller Gewalt veranstaltet wurde. Schon im Jahr 2025 fand ein derartiges Trainingslager statt; damals behandelte der Workshop das Thema „Respekt und Toleranz im Sport“. In diesem Jahr nun ist eine Workshop-Reihe mit Schwerpunkt „Sexuelle Gewalt im Sport“ geplant – sowohl für die Kinder und Jugendlichen als auch für die Jugendtrainer:innen. Der Verein hat bereits ein Schutzkonzept zum Thema „Gewalt im Sport“, das die Durchführung derartiger Workshops beinhaltet und zu einem sicheren und friedlichen Umgang untereinander beitragen soll.

 

15 minderjährige Baseballspieler:innen (ca. 10 bis 15 Jahre alt) sind gemeinsam mit fünf Jugendcoaches und dem Ansprechpartner zum Schutz vor interpersonaler und sexualisierter Gewalt in Sportvereinen zum Trainingslager aufgebrochen.

 

Zunächst fand eine Infoveranstaltung für die Jugendcoaches statt, bei der das Leitbild für das Verhalten von Jugendcoaches besprochen wurde. Außerdem wurden Signale und Anzeichen für das Erleben von sexualisierter Gewalt bei Kindern und Jugendlichen thematisiert und die Jugendcoaches wurden für diese sensibilisiert. Sie erhielten einen Handlungsleitfaden für Aktivitäten im Verdachtsfall.

 

Anschließend fand eine Veranstaltung für die Kinder und Jugendlichen statt, in der die Sensibilisierung für übergriffiges Verhalten im Fokus stand. Ihnen wurden ihre Rechte erklärt und die „10 Rhino Rules“ für das Verhältnis von Coach und Spieler:innen bzw. Erwachsenen und Minderjährigen vermittelt:

 

  1. Niemand wird zu einer Übung/Haltung gezwungen 
  1. Verzicht auf sexistische/gewalttätige Äußerungen 
  1. Körperkontakt zwischen Trainer und Spieler nur nach Frage (zum Beispiel in den Arm nehmen zum Trösten). Körperkontakt wird aber prinzipiell vermieden. 
  1. Kein Trainer duscht mit Kindern/Jugendlichen. 
  1. Umkleidekabinen werden prinzipiell nur nach Anklopfen und möglichst nur von zwei Trainern betreten. 
  1. Trainings werden möglichst nur von zwei Trainern gegeben (Vier-Augen-Prinzip). Einzeltraining ggf. unter Anwesenheit eines Elternteils. 
  1. In Übungsgruppen mit kleineren Kindern wird mit den Eltern besprochen, inwiefern bei Toilettengängen unterstützt werden muss. 
  1. Vereinsfahrten werden von mind. zwei geschlechterdifferenten Trainern/Betreuern begleitet. 
  2. Spieler schlafen getrennt von Trainern/Betreuern. 
  3. Die Grundregel unter den Kindern/Jugendlichen untereinander lautet „Ich tue keinem anderen etwas an, was ich auch nicht will, das mir angetan wird.“ 

(dem Projektbericht entnommen)

 

Im Austausch mit den Kindern und Jugendlichen wurde ein Leitbild bzgl. des respektvollen Umgangs miteinander mit besonderem Blick auf den Schutz vor sexualisierter Gewalt im U12- und U15-Bereich entwickelt.

 

Alle Teilnehmenden erhielten ein Patch für ihr Trikot als Zeichen, dass sie sich mit diesen wichtigen Themen auseinandergesetzt haben.

 

Die Verantwortlichen ziehen ein positives Fazit und sind sich sicher, dass es verschiedene positive Auswirkungen für alle Teilnehmenden gab. Unter anderem konnten die Jugendcoaches ihr vorhandenes Wissen auffrischen und wurden erneut mit Blick auf ihr eigenes Verhalten und auch für die Früherkennung von erlebten Misshandlungen der ihnen anvertrauten Sportler:innen sensibilisiert. Außerdem wurden die Kinder und Jugendlichen in ihrem Rechtsbewusstsein gestärkt, sodass die Prävention von übergriffigem Verhalten auch außerhalb des Vereins gefördert wird. Insgesamt habe zudem eine Steigerung des Wir-Gefühls im Verein stattgefunden. 

 

Im Rahmen des Trainingslagers sind unter anderem Kosten für die Übernachtung im Sporthotel, für die Trikot-Patches sowie für Unterrichtsmaterial und Fahrtkosten angefallen. ProFiliis hat 1.500,- Euro zur Deckung der Kosten für Patches, Material und Fahrtkosten sowie für 50 % der Übernachtungskosten zur Verfügung gestellt.

 

sh

 

Baseball-Trainingslager mit Workshop zu Gewalt im Sport
Dortmund
Dortmund Rhinos e. V.
Neu! - Bildung

1. Platz beim Roboterwettbewerb in Panama!

Am 27. und 28. Juni 2025 wurde es spannend für alle roboterbegeisterten Kinder und Jugendlichen: Das Deutschlandfinale der World Robot Olympiad (kurz: WRO) fand - mit finanzieller Unterstützung von ProFiliis (mehr Infos hier) – in Dortmund statt. Die 138 besten Teams aus Deutschland mit insgesamt rund 400 Kindern und Jugendlichen im Alter von 8 bis 19 Jahren, traten hier gegeneinander an, nachdem sie sich vorab im Rahmen von Regionalwettbewerben qualifiziert hatten. 

 

Auch zwei Wettbewerbsteams der Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen waren mit insgesamt fünf Schülern zwischen 14 und 17 Jahren, die regelmäßig in der Robotik AG der Schule gemeinsam Roboter entwickeln, bauen und programmieren, dabei. Nach zwei ereignisreichen Tagen kam dann die tolle Verkündung: Ein Team der Geschwister-Scholl-Gesamtschule – die „Roadrunners“ – belegte in der Kategorie „Future Engineers“ den vierten Platz und hatte sich so für die Teilnahme am WRO Open Championship for the Americas qualifiziert!

 

So hieß es also im Oktober „Koffer packen“ – und zwar für alle fünf Roboter-Experten! Denn nicht nur die beiden „Roadrunners“ durften mit nach Panama, sondern auch die anderen drei Schüler der GSG, die am Deutschlandfinale der WRO teilgenommen hatten. Während die beiden Schüler aus dem Team „Roadrunners“ vom 15.10. bis zum 22.10.2025 an der Open Championship for the Americas in Panama City um eine gute Platzierung kämpften, wurden sie von ihren Mitschülern tatkräftig unterstützt; beispielsweise durch das Fotografieren der Entwicklungsschritte für eine lückenlose Dokumentation.

 

Wettbewerbsaufgabe im WRO Open Championship for the Americas war es, ein selbstfahrendes Modellauto mit zwei verschiedenen Rennmodi zu entwickeln und dieses sowie den Entwicklungsprozess vor einer internationalen Jury vorzustellen.

 

Die „Roadrunners“ stellten sich dieser Aufgabe mit viel Motivation und machten sich voller Tatendrang an die Entwicklung ihres Autos. Nach Fertigstellung der Fahrzeuge ging es zum Eröffnungsrennen (1. Modus) auf den Parcours. Hier mussten sich die Autos dreimal ihren Weg durch breite und enge Straßen bahnen, ohne die Begrenzungen zu berühren, und an ihrer exakten Startposition wieder stoppen. Anschließend wurden eine enge Parkbox sowie rote und grüne Hindernisse zufällig auf dem Parcours platziert. Dann folgt das Rennen im 2. Modus: „Das Auto startet in einer zufällig bestimmten Fahrtrichtung aus der Parkbox und fährt drei Runden auf dem Hindernisparcours. Rote Hindernisse müssen rechts, grüne links passiert werden. Anschließend muss das Auto wieder in der Parkbox parallel zur Straße einparken.“ (aus dem Projektbericht der begleitenden Lehrerin)

 

Schon während der Rennen war klar, dass die „Roadrunners“ aus Lünen am oberen Ende des Teilnehmendenfeldes „mitfuhren“. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem kanadischen Team hatten beide Spitzenteams zum Ende der Parcours-Fahrten die bestmögliche Punktzahl erreicht, wobei das Team aus Kanada eine etwas bessere Rundenzeit und demnach einen leichten Vorsprung hatte. Nun hieß es abwarten, bis die Dokumentationen der Teams ausgewertet wurden. Am Ende gab es ein Happy End für die „Roadrunners“! Mit vier Punkten Vorsprung bei der Dokumentation schoben sie sich am kanadischen Team vorbei, belegten den ersten Platz und wurden so der neue Champion of the Americas in der Kategorie Future Engineers. ProFiliis gratuliert zu diesem tollen Erfolg!

 

Neben dem Sieg im Wettbewerb bringen die Schüler der Geschwister-Scholl-Gesamtschule tolle internationale Erfahrungen mit nach Hause. Mehr als 200 Teams aus über 25 Ländern haben an dem großen WRO-Wettbewerb in Panama teilgenommen. Die Jugendlichen aus der ganzen Welt haben sich ausgetauscht und zum Teil sogar angefreundet. Abgerundet wurde die Reise nach Panama mit verschiedenen Ausflügen, die es den Teilnehmenden ermöglichten, spannende Eindrücke von Land und Leuten zu sammeln. Am Ende waren sich alle einig: Die Woche in Panama war rundherum ein tolles Erlebnis!

 

Für die Schüler war diese Reise und die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb aber nicht nur eine spannende Erfahrung, sondern bedeutete auch eine nicht unerhebliche Kostenbelastung. Für die Teilnahme, Flüge, Unterbringung und Transport des Wettbewerbteams wurden über 10.000,- Euro benötigt. Das Team der Geschwister-Scholl-Gesamtschule hatte sich gleich nach dem Deutschlandfinale um ein Finanzierungsmodell und eine Spendensammlung gekümmert, sodass inklusive der Eigenanteile der Familien der „Roadrunners“ und einem Zuschuss des Fördervereins der Schule bereits über 8.000,- Euro zusammengekommen waren. ProFiliis hat die Finanzierungslücke von 2.000,- Euro geschlossen und konnte so zu der erfolgreichen Zeit der Schüler in Panama City betragen!

 

sh

1. Platz beim Roboterwettbewerb in Panama!
Lünen
Geschwister-Scholl-Gesamtschule Lünen
Lebenshilfe

Geschwistergruppe "Löwenbande"

„Wir können dem Leben nicht mehr Zeit geben, aber wir können der Zeit mehr Leben geben.“

 

Unter diesem Motto unterstützt der ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Löwenzahn in Dortmund, der vom Verein „Forum Dunkelbunt“ gegründet wurde, lebensverkürzt erkrankte Kinder und ihre Familien. Ehrenamtliche Mitarbeiter:innen begleiten die Kinder und Jugendlichen mit ihrer Familie und schaffen so zusätzliche Lebensqualität, nach dem Versterben des Kindes werden die Familien durch die Trauer begleitet. (EDIT 2025: seit 2024 unter der Trägerschaft der Deutschen Kinderhospiz Dienste)

 

Ein lebensverkürzend erkranktes Kind in der Familie zu haben, ist für alle Beteiligten eine extreme, gerade emotionale, Belastung. Der Fokus liegt zu jedem Zeitpunkt auf dem erkrankten Kind, der Alltag wird um Arzttermine und sonstige Verpflichtungen, die mit einem schwer kranken Kind einhergehen, herumgeplant.

 

Gerade für die Geschwisterkinder des erkrankten Kindes ist diese Situation keineswegs einfach. Zum einen ist dort die permanente Sorge um das erkrankte Geschwister, zum anderen das stetige Bemühen, auch selbst noch genügend Aufmerksamkeit zu bekommen. Dieses Spannungsfeld baut auf Dauer einen enormen Druck auf.

 

Um den Kindern und Jugendlichen in dieser schweren Situation eine Stütze zu sein, wurde die „Löwenbande“ ins Leben gerufen. Die Löwenbande ist eine Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 6 bis 18 Jahren. Einmal im Monat treffen sich die Mitgliedern zu verschiedenen Ausflügen, beispielsweise in den Kletterpark oder aber zu einer Führung durch das Stadion des BVB. Die Geschwisterkinder sollen eine Zeit geboten bekommen, in der es ausschließlich um sie geht, in der sie Zuneigung und Aufmerksamkeit erfahren und in den Austausch mit gleichermaßen Betroffenen treten können.

 

Damit die Eltern sich an diesen Tagen um die Geschwisterkinder keine Sorgen machen müssen und unabhängig von anderen Terminen die Teilnahme an der Gruppe nicht verhindert wird, werden die Kinder zum Beginn des Tages abgeholt und nach Beendigung des Ausflugs auch wieder nach Hause gebracht.

 

Mit einer Fördersumme von insgesamt knapp 8.000, - Euro übernimmt die ProFiliis-Stiftung die Eintrittspreise für diverse Attraktionen sowie anteilig die Transportkosten der Kinder.

 

sf

Geschwistergruppe "Löwenbande"
Dortmund - gesamt
Deutsche Kinderhospiz Dienste
Lebenshilfe

Klettern zur emotionalen Festigung

Über sich selbst hinauswachsen, mutig sein, ganz nach oben kommen und sich fallen lassen. Das alles ist beim Klettern möglich und kann sich zugleich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung auswirken.

 

Dies macht sich der Verein Ährenkorn e. V. zu Nutze und bietet seit März 2018 ein Kletterangebot für Kinder und Jugendliche mit Förderbedarf im sozialen und emotionalen Bereich an.

 

Der Verein Ährenkorn e. V. ist Träger der freien Jugendhilfe und bereits seit 1999 in Dortmund als Ansprechpartner in Erziehungsangelegenheiten aktiv.

 

Bei dem Kletterprojekt handelt es sich um ein hilfeplangesteuertes Gruppenangebot, was bedeutet, dass es im Rahmen der Jugendhilfe festgeschrieben ist. Bei monatlichen Treffen kommen Kinder und Jugendliche, die entweder durch eine eigene psychische Erkrankung oder die Erkrankung der Eltern oder auch durch andere Umstände eine emotionale Beeinträchtigung erleben, mit Fachkräften des Ährenkorn e. V. in der Kletterhalle zusammen, die die Teilnehmenden als einen Ort erleben, an dem sie sich sicher fühlen, eigene Grenzen austesten und mutig sein können.

 

Jedes Treffen beginnt mit einem gemeinsamen Aufwärmen, das den Kindern und Jugendlichen die Gelegenheit gibt, anzukommen und das Zugehörigkeitsgefühl innerhalb der Gruppe zu stärken. Dies steigert das Wohlbefinden der Teilnehmenden.

 

Anschließend können sie sich entweder beim freien Bouldern oder an der Kletterwand mit Gurt und Seil auspowern. Hier wachsen die Kinder und Jugendlichen häufig über sich selbst hinaus, erleben ihre Fortschritte und ihren Mut und wie sie aus eigener Kraft so weit nach oben kommen. „Sie genießen die Aufmerksamkeit, Lob und Anerkennung für die tolle Kletterleistung und den Mut, den sie aufbringen, wenn sie sich beispielsweise fallen lassen.“ (Projektbericht Ährenkorn e. V.)

 

In einer abschließenden Reflexionsrunde können die Teilnehmenden der Gruppe mitteilen, was in ihren Augen gut oder schlecht gelaufen ist oder wie sie sich gerade fühlen.

 

Insbesondere beim Klettern an der Kletterwand und beim „fallen lassen“ muss großes Vertrauen in die Person vorhanden sein, die die:den Kletternde:n absichert. Dies stärkt zum einen die Beziehung untereinander und kann sich zum anderen auch auf das soziale Miteinander außerhalb der Klettergruppe positiv auswirken.

 

Ein stärkender Effekt auf das Selbstwertgefühl und das Selbstwirksamkeitserleben der Kinder und Jugendlichen kann so „ganz nebenbei“ stattfinden und das Leben und Erleben der Teilnehmenden in ihrem Alltag positiv beeinflussen.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat zugesagt, mit 190,- Euro pro Treffen die notwendigen Mittel für Eintritts- und Ausleihgebühren der Kletterhalle sowie für die Fahrtkosten bereitzustellen (für die Dauer eines Jahres: 2.280,- Euro). In der zweiten Jahreshälfte des Jahres 2022 fanden fünf gemeinsame Termine statt, an denen jeweils vier bis neun Kinder und Jugendliche im Alter zwischen sechs und vierzehn Jahren teilgenommen haben.

 

sh

Klettern zur emotionalen Festigung
Dortmund
Ährenkorn e. V.
Inklusion

Neuer Sportrollstuhl für den Basketballbereich

Die RBG Dortmund 51 ist ein Sportverein für Menschen mit Behinderung, aber auch Menschen ohne Behinderung sind hier willkommen. Momentan sind mehr als 220 Menschen in dem Verein aktiv. In 16 Gruppen werden verschiedene Sportarten angeboten und teilweise sogar als Leistungssport praktiziert.

 

Eine dieser Gruppen ist die Basketball-Nachwuchsgruppe, die derzeit mit 30 Sportler:innen so voll ist wie noch nie. Um am Training teilnehmen zu können, benötigen die Kinder und Jugendlichen einen Rollstuhl, der für den Einsatz im Basketball-Sport geeignet ist. Da derartige Rollstühle sehr teuer sind und deren Anschaffung nicht von der Krankenkasse unterstützt wird, ist es für die Familien der Sportler:innen eine große Investition, die gut überlegt sein will. Um den Kindern und Jugendlichen ein „Hineinschnuppern“ in den Sport zu ermöglichen, ohne dass den Familien direkt Kosten entstehen, verfügt der RBG Dortmund 51 über eine gewissen Anzahl an Sportrollstühlen, die den Sportler:innen in der Anfangszeit zur Verfügung gestellt werden. Da die Gruppe – erfreulicherweise – aktuell so gut besucht ist, ist der Verein mit den vorhandenen Rollstühlen an seine Grenzen gekommen.

 

Aus diesem Grund wurde nun ein neuer Sportrollstuhl für den Basketball-Bereich angeschafft, der verschiedenen interessierten Sportler:innen zur Verfügung gestellt werden kann. Wie die Erfahrung zeigt, kann ein Rollstuhl, der auf diese Weise im Verein genutzt wird, viele Jahre im Einsatz bleiben und zahlreichen Kindern und Jugendlichen den Weg in den Behindertensport ermöglichen.

 

Da ein Sportrollstuhl aber recht teuer ist, ist es für den Verein nahezu unmöglich, die notwendigen Mittel aufzubringen, weshalb sich die Verantwortlichen auf die Suche nach finanzieller Unterstützung gemacht haben. Sie haben festgestellt, dass ihr Vorhaben exakt zur Mission der ProFiliis-Stiftung passt: Einschränkungen überwinden, Begabungen ausbauen, Miteinander fördern. Daher stellte die RBG Dortmund 51 einen Förderantrag und ProFiliis erklärte sich gerne bereit, über 70 % der entstehenden Kosten für einen Sportrollstuhl für den Basketball-Bereich zu übernehmen und hat zu diesem Zweck 8.000,- Euro zur Verfügung gestellt.

 

Am 20. Januar 2026 war es dann so weit und der Verein konnte den neuen Basketball-Sportrollstuhl entgegennehmen, der seitdem beim wöchentlichen Training sowie an den Spieltagen am Wochenende im Einsatz ist. „Die RBG Dortmund 51 e.V. sagt Danke und freut sich, mit diesem Sportgerät eine weitere Möglichkeit zur Teilhabe anbieten zu können.“ (dem Abschlussbericht entnommen)

 

sh

Neuer Sportrollstuhl für den Basketballbereich
Dortmund
RBG Dortmund 51
Bildung

Schüler:innen betreiben Schul-Cafeteria

„Jugend fördern. Zukunft gestalten.“ Das ist die Zielsetzung der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Kommende-Stiftung beneVolens. Die Bildungsprojekte der Stiftung zielen darauf ab, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, wobei ihnen stets wertschätzend entgegengetreten wird und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet werden sollen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die Programme der Stiftung gefördert und in die Gesellschaft integriert werden. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von beneVolens sind Schüler:innen-Firmen. Im Schuljahr 2024/25 hat beneVolens mit der Jeanette-Wolff-Schule kooperiert:

 

Die Jeanette-Wolff-Schule liegt im Herzen von Dortmund-Mengede und wird von fast 400 Schüler:innen besucht. Schon seit 1996 werden an der Jeanette-Wolff-Schule Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Aktuell haben rund 50 Schüler:innen einen erhöhten Förderbedarf.

 

Für einige Schüler:innen der 9. und 10. Jahrgangsstufe stand im Schuljahr 2024/25 etwas ganz besonderes auf dem Stundenplan: Sie durften in die Rolle von Unternehmer:innen schlüpfen und die Schüler:innen-Cafeteria „Wolffs Café“ übernehmen.

 

10 Jugendliche haben im Rahmen einer Schüler:innenfirma die Abläufe in der Gastronomie kennengelernt, Speisen und Verkauf sowie den Einsatz finanzieller Mittel geplant. Die pädagogische Begleitung hat ein Referent der Kommende-Stiftung beneVolens übernommen, der sich einmal in der Woche mit den Schüler:innen zusammengesetzt und ihnen theoretisches Wissen sowie praktische Tipps vermittelt hat.

 

Im Rahmen der ersten Teamsitzung, zu der der Projektreferent alle Mitglieder der Schüler:innenfirma einlud, wurden wichtige Informationen weitergegeben, aber auch Wünsche der Schüler:innen besprochen.

 

Da die Schüler:innen-Gruppe als neues Arbeitsteam zusammenwachsen musste, wurden anfangs verschiedene erlebnispädagogische Übungen gemacht, um das „Wir-Gefühl“ der Gruppe zu stärken. In dieser Phase konnten auch die Stärken und Interessen der einzelnen Schüler:innen identifiziert werden, sodass die verschiedenen Aufgaben im Cafeteria-Alltag sinnvoll aufgeteilt werden konnten.

 

Die Schüler:innen des Jahrgangs 10 hatten bereits im vorherigen Schuljahr in der Cafeteria mitgearbeitet und hatten deswegen bereits Erfahrungen. Der „Nachwuchs“ aus den 9. Klassen hingegen musste die handwerklichen Fertigkeiten noch erlernen, die in der Cafeteria benötigt werden: „Hierfür lernten die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 10 die neu hinzugewonnen Schüler:innen an, um Ihnen zu zeigen, wie Brötchen ansprechend präsentiert und belegt werden, worauf beim Herstellen eines Latte Macchiatos zu achten ist und wie die Abrechnung in der Verkaufsphase während der Pausen erfolgt.“ *

 

Nach dieser ersten „Findungs-Phase“ und dem Erlernen der wichtigsten Prozesse und Abläufe setzten die Jugendlichen ein spannendes Vorhaben um: Sie gestalteten ein neues Logo für die Cafeteria, das an Jeanette Wolff – die Namensgeberin der Schule – erinnert. „Infolgedessen wurden für den Getränkeverkauf von den Jugendlichen neue Gläser und Tassen mit dem neuen Logo der Schülerfirma angeschafft, so dass das Re-Design auch im Alltag sichtbar wird.“ * Ein tolles Erfolgserlebnis für die Schüler:innen!

 

Im weiteren Verlauf der Schüler:innenfirmen-Arbeit stellte die Gruppe eine Marktanalyse an, holte Informationen über das Angebot der lokalen Konkurrenz ein, diskutierte den Auftrag der Caféteria und analysierte die aktuelle Preisgestaltung. Eine notwendige Preiserhöhung wurde den Mitschüler:innen sensibel und transparent mit Hilfe eines Plakates mitgeteilt, sodass die Preisgestaltung für die Kund:innen von Wolff’s Café nachvollziehbar war, was die Akzeptanz steigerte.

 

Am Ende des Schuljahres fand eine feierliche Zertifikatsverleihung statt, bei der „die Schüler:innen ein Zertifikat [erhielten], das ihnen nicht nur die Teilnahme bescheinigt, sondern auch die erworbenen Kompetenzen aufführt. Damit können die Jugendlichen ihr Engagement und ihr erlerntes Wissen bei zukünftigen Bewerbungen nachweisen. Ein wichtiger Schritt für ihre berufliche Qualifikation.“ *

 

Das Ziel dieser Kooperation zwischen der Jeanette-Wolff-Schule und beneVolens ist es, die Schüler:innen durch praktische Erfahrungen mit wirtschaftlichen und insbesondere unternehmerischen Tätigkeiten vertraut zu machen und somit einen Beitrag zur Qualifizierung für ihre berufliche Laufbahn zu leisten. Auch die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden steht im Fokus des Projektes. Die Fortschritte, die sie in Wolffs Café erzielen, tragen zu einer Steigerung ihres Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls bei. Sie erleben sich als erfolgreich und selbstwirksam, was sie für ihr weiteres Leben – sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext – stärkt:

 

"Der Verkauf in den Pausen ist wirklich anstrengend und erfordert viel Konzentration. Gleichzeitig macht es mich stolz, dass wir unseren Mitschüler:innen so ein Frühstück ermöglichen können und es ist ein tolles Gefühl, wenn unsere Theke am Ende der Pause restlos ausverkauft ist“ *, erzählt Bilgehan, ein Teilnehmer der Schüler:innenfirma.

 

Auch die Lehrkräfte schätzen die Arbeit in der Schüler:innenfirma: Sie „loben das Engagement und die Ausdauer der Schüler:innen und betonen die Bedeutung solcher Projekte für das wirtschaftliche Verständnis der Jugendlichen.“ *

 

ProFiliis hat die Schüler:innenfirma gerne unterstützt und mit rund 4.260 Euro die benötigten Mittel für die pädagogische Begleitung durch den Referenten zur Verfügung gestellt.

 

Zum Hintergrund: 

„Jugend fördern. Zukunft gestalten.“ Das ist die Zielsetzung der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Kommende-Stiftung beneVolens. Die Bildungsprojekte der Stiftung zielen darauf ab, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, wobei ihnen stets wertschätzend entgegengetreten wird und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet werden sollen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die Programme der Stiftung gefördert und in die Gesellschaft integriert werden.

 

sh

 

*(Auszug aus dem Projektbericht von beneVolens)

Schüler:innen betreiben Schul-Cafeteria
Dortmund - Mengede
beneVolens
Freizeit

Mädchentreff im Unionviertel

Die klassische Nachbarschaftshilfe, bei der man sich nebenan eine Tasse Mehl ausleiht, ist besonders in großen Städten keine Selbstverständlichkeit. Häufig kennen sich Nachbar:innen gar nicht und es ist eher ein Nebenher- oder An-einander-vorbei-Leben als ein Miteinander. Hier möchte der Verein „Solidarische Nachbarschaft e. V.“ entgegenwirken und hat deswegen den Nachbarschaftstreff „Union Salon“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, Anonymität und Einsamkeit im Unionviertel abzuschaffen und ein System der Gemeinschaft und Unterstützung zu erschaffen. 

 

„Bei Kaffee wird sich kennengelernt, wir gestalten gemeinsam unser Viertel und helfen uns gegenseitig bei Alltagsproblemen“, heißt es im Förderantrag des Vereins.

 

Ein Angebot des Union Salons ist ein Mädchentreff, der im Juni 2024 etabliert wurde und sich an die Mädchen aus der Nachbarschaft im Alter von 8 bis 12 Jahren richtet. Die Gruppe ist mit Blick auf Migration, Ethnie, Religion und soziökonomischen Hintergrund heterogen gestaltet.

 

„Das Projekt verfolgt das Ziel, Mädchen in ihrer Selbstständigkeit, ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Konfliktfähigkeit zu stärken. Sie sollen lernen, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu erkennen, zu vertreten und Grenzen zu setzen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Partizipation, damit die Mädchen erfahren, wie sie aktiv und selbstbestimmt ihr Leben gestalten können.“ (Auszug aus dem Förderantrag)

 

Im Mädchentreff wird eine rassismuskritische und geschlechtersensible Haltung eingenommen und ein gewaltfreier und respektvoller Umgang miteinander vorgelebt. Die Mädchen sollen in einem positiven Selbstbild gestärkt werden, durch Partizipation Selbstwirksamkeitserfahrungen machen und zu selbstbewusstem und autonomem Handeln befähigt werden.

 

Zu diesem Zweck stehen Themen wie Identitätsfindung, das Formen eigener Werte, die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen (kulturell, politisch, …), die Befähigung zum Perspektivwechsel und gleichzeitig Selbstbewusstsein dem eigenen Standpunkt gegenüber auf der Agenda des Mädchentreffs.

 

Um den Teilnehmerinnen ein abwechslungsreiches Programm und vielfältige Aktivitäten bieten zu können, müssen immer mal wieder einige Anschaffungen getätigt werden, für die kein Budget besteht. Aus diesem Grund stellten die Verantwortlichen einen Förderantrag bei ProFiliis, der die Aktivitäten des Mädchentreffs im Jahr 2025 umfasste. Die Stiftung hat 2.000,- Euro zur Verfügung gestellt, sodass Bastel- und Spielmaterialien sowie Zubehör für Holz- und Handwerksprojekte angeschafft werden konnten. Außerdem wurde von diesen Mitteln ein Regal zur Aufbewahrung der Materialien des Mädchentreffs gekauft und Druckkosten konnten gedeckt werden.

 

Mit dieser finanziellen Förderung im Hintergrund konnten im Jahr 2025 insgesamt 48 abwechslungsreiche Termine des Mädchentreffs angeboten werden. Regelmäßig nahm eine Kerngruppe von rund 10 Mädchen das Angebot an, die durch einige weitere Mädchen ergänzt wurde, die unregelmäßig zum Mädchentreff kamen.

 

Bei der inhaltlichen Gestaltung des Angebotes standen die Wünsche und Ideen der Mädchen im Vordergrund, die durch die pädagogischen Fachkräfte um thematische Gesprächsanlässe ergänzt wurden. So wurde bei der kreativen Gestaltung eigener Handyhüllen über Mediennutzung und -kompetenz gesprochen; bei der Zusammensetzung von „Was-tut-mir gut“-Boxen über Selbstfürsorge.

 

Bei jedem Treffen wurde aktuellen Erfahrungen der Mädchen Raum gegeben. So wurden sowohl Rassismuserfahrungen im Viertel thematisiert als auch über Freundschaft, Liebe und alles, was dazugehört, gesprochen.

 

Für einige Teilnehmerinnen war ein bestimmtes Thema von besonderer Relevanz: Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Innerhalb des Mädchentreffs konnten sie vorab ihre Sorgen und Ängste teilen, haben über Mobbingerfahrungen gesprochen und individuelle Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung erproben.

 

Die Verantwortlichen machten die Beobachtung, dass der Mädchentreff durch das regelmäßige Stattfinden für die Teilnehmerinnen zu einem verlässlichen Ort wurde, an dem sie sich wohl fühlten. Besonders kreative und partizipative Angebote wurden von den Mädchen gut angenommen. „Die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, stärkte die Identifikation der Mädchen mit dem Angebot und förderte ihre Motivation zur regelmäßigen Teilnahme.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Durch die offene Gestaltung der Angebote ergaben sich häufig ganz nebenbei Gesprächsanlässe, Austausch zu verschiedenen Themen und auch Möglichkeiten der Selbstreflexion.

 

Zum Jahresende zogen die Verantwortlichen ein Fazit: Der Mädchentreff wurde zum einen durch die Kontinuität zu einem festen Termin im Wochenverlauf der Mädchen. Zum anderen bot er ihnen einen sicheren Ort, an dem sie sie selbst sein und sich frei äußern können, und an dem ihre Meinung zählt. Dies stärkte das Selbstbewusstsein der Mädchen sowie ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Durch die kontinuierliche Beziehungsarbeit entwickelte sich ein vertrauensvolles Verhältnis. Die Mädchen sprachen untereinander und in der Gruppe über private Themen, stellten Fragen und tauschten sich dazu aus. Herausfordernd war zunächst der Vertrauensaufbau der Eltern. Eine frühzeitige Einbindung der Eltern war wichtig, um diesen die Sicherheit zu vermitteln, ihren Töchtern die Teilnahme am Mädchentreff zu erlauben. Zusätzlich waren so Gespräche zur Wahrung des Rahmens des Angebotes – zum einen bezüglich der Altersgruppe, zum anderen bezüglich des Geschlechts der Zielgruppe – möglich.

 

„Insgesamt bestätigt das Projekt die Relevanz geschlechtersensibler, niedrigschwelliger Angebote in der offenen Kinder- und Jugendarbeit – insbesondere für Mädchen, die im Alltag nur begrenzt Räume für Mitbestimmung, Austausch und Selbststärkung erleben.“ (Auszug aus dem Projektbericht)

 

ProFiliis freut sich, den Mädchentreff Union Salon unterstützt und auf diese Weise vielen Mädchen die Chance auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit persönlichkeitsbildendem Angebot gegeben zu haben. Besonders schön: Im Rahmen eines Weihnachts-Spendenlaufs hat der Lauftreff Bittermark 750,- Euro gesammelt und ProFiliis gespendet (mehr dazu hier). Dieses Geld ist mit in das Projekt Mädchentreff geflossen.

 

sh

Mädchentreff im Unionviertel
Dortmund - Innenstadt-West
Solidarische Nachbarschaft e. V.
Lebenshilfe

Beratung für junge Frauen und Mütter

Es gibt Situationen, die große Herausforderungen mit sich bringen und in denen Unterstützung ganz besonders wichtig ist. Dazu zählen zum Beispiel: die Geburt eines Kindes, die Orientierung in einem fremden Land nach Zuwanderung, der Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf, …

 

Nicht immer ist es für Betroffene leicht, ein Hilfsangebot zu finden oder auch in Anspruch zu nehmen – beispielsweise wegen hoher Kosten oder Scham vor Verurteilung. Hier setzt die Beratungsstelle Westhoffstraße an und hat 2024 ein neues niedrigschwelliges Angebot konzipiert: „START – Gesund in den Tag“. Hierbei handelt es sich um einen offenen Treff für junge Frauen (18 bis 27 Jahre) und ihre Kinder (bis 5 Jahre), die sich mit einer oder mehreren der oben genannten Herausforderungen konfrontiert sehen. In einer entspannten Atmosphäre kommen hier Frauen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund zusammen, können sich untereinander austauschen und Kontakte knüpfen. Sie können in diesem Rahmen über weitere Angebote und Anlaufstellen vor Ort informiert werden und lernen die Mitarbeiter:innen des sozialen Zentrums kennen, was förderlich für potentielle zukünftige Beratungen sein kann.

 

Es handelt sich um einen interkulturellen Treff, in dem Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte und mit sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammenkommen. Es sind verschiedene Nationalitäten, kulturelle Hintergründe und Religionen vertreten. Mütter und Nicht-Mütter. Frauen, die schon lange als Zuwanderinnen in Dortmund leben, und Frauen, die erst seit kurzem hier sind. Diese Konstellation kann gewisse Schwierigkeiten mit sich bringen, birgt aber auch viele Chancen:

 

„Die Teilnehmerinnen werden befähigt, einen konstruktiv-kritischen Dialog mit Menschen aus eigenen und aus anderen Kulturkreisen zu führen. Dabei sind die Stärkung einer auf Toleranz und Respekt basierenden Diskussionskultur zwischen Religionen, Generationen und Nationalitäten sowie die Herausbildung von interkulturellen Kompetenzen von Bedeutung. [Die Frauen] erhalten Sachinformationen und Anregungen. [Sie] lernen eigene lebenstaugliche Handlungskompetenzen zu entwickeln, um am gesellschaftlichen und sozialen Leben im Stadtteil teilhaben zu können.“

 

Der besondere Schwerpunkt bei diesem Projekt liegt auf den Themen Ernährung und Bewegung. Den Frauen wird die Relevanz von gesundem Essen und körperlicher Aktivität im Alltag für sich selbst und ihre Kinder vermittelt und entsprechende Anregungen gegeben.

 

Während sich die Mütter austauschen und Informationen zu verschiedenen Themen erhalten, können die Kinder an Bewegungs- und Kreativangeboten teilnehmen. „Sie bekamen in ihren Bewegungsabläufen Hilfestellungen und die Fantasie wurde angeregt. Sie lernten, sich auszuprobieren, erlebten sich und lernten ihre Grenzen kennen. Sie entwickelten ein positives Selbstbild, fühlten sich wohl und hatten viel Spaß.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Mütter konnten aus diesen Angeboten Anregungen für Aktivitäten mit den Kindern zu Hause mitnehmen.

 

Das Projekt „START – Gesund in den Tag“ ist im Januar 2025 angelaufen und hat eine Vielzahl von Familien angesprochen: „Durch die mündliche Weitergabe wurde das Angebot weitergetragen und gerne angenommen. Frauen mit ihren Kindern trafen sich zu gezielten Angeboten und kamen im Anschluss zu einem kleinen gesunden Frühstück zusammen, wo sie Gelegenheit zum Austausch fanden. Es fanden Angebote im Rahmen der Ernährungs- und Bewegungsbildungen für Kinder sowie ihre Eltern statt. Die teilnehmenden Erwachsenen wurden dabei unterstützt, gesundes Essen und körperliche Aktivitäten in den Alltag mit Kindern einzubauen und zu festigen.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Mütter wurden außerdem darin unterstützt, ihre Kenntnisse der deutschen Sprache zu erweitern und lernten Orte kennen, die eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder und Familien ermöglichen (Spielplätze, Museen, Parks, …).

 

Die Beratungsstelle Westhoffstraße fasst zusammen: ",START - Gesund in den Tag' ist ein offenes Gruppenangebot, das ein Café, ein kulturelles Angebot, ein Bewegungsangebot und ein motivierendes Freizeitangebot für die teilnehmenden Familien umfasst." ProFiliis hat dieses Angebot gerne unterstützt und für die Dauer eines Jahres die Kosten für Bewirtung, Saalmiete und Sachmittel getragen und zu diesem Zweck 5.800,- Euro bereitgestellt.

 

Zum Hintergrund

Die Beratungsstelle Westhoffstraße im Sozialen Zentrum Dortmund e. V. bietet mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten, wie beispielsweise der „Familienberatung“, „Jugendberatung“ und der Fachstelle „Hilfen bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ ein niederschwelliges und breites Beratungsspektrum an. Die Beratung ist hierbei kostenlos und auf Wunsch auch anonym. Die Beratungsstelle Westhoffstraße liegt im Stadtbezirk Innenstadt-Nord und damit in einem Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Das Zusammenleben der Menschen hier steht vor gewissen Herausforderungen, da sich viele Personen in einer belasteten Lebenssituation befinden.

 

sh

 

Beratung für junge Frauen und Mütter
Dortmund - Innenstadt-Nord
Soziales Zentrum Dortmund e. V. – Beratungsstelle Westhoffstraße
Freizeit

Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen

Die Dortmunder Tafel dürfte für jede:n ein Begriff sein: Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen, nicht mehr für den regulären Verkauf zugelassen sind, werden von den Mitarbeitenden der Tafel eingesammelt und kostenlos oder zu einem sehr geringen Preis an bedürftige Menschen weitergegeben. 

 

Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass die Tafel über ein weitaus größeres Hilfsangebot, das sog. Panoramaprogramm, verfügt: Neben verschiedenen Angeboten für die Kinder der Tafelkund:innen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Spiel und Spaß sowie Bildung sind auch Beratung und Unterstützung (zum Beispiel im Umgang mit Behörden) der gesamten Familie möglich. Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse, Vorlesestunden, aber auch Tablet-Kurse und Ernährungsseminare gehören unter anderem zu den Leistungen der Dortmunder Tafel. Ein Teil der Angebote, die im Rahmen des Panorama-Programms bestehen, findet in der Dortmunder Nordstadt im Panorama-Haus der Tafel statt. Es grenzt an die Lebensmittelausgabe-Stelle an und bietet Kindern so zusätzlich die Möglichkeit, sich hier aufzuhalten, zu spielen und zu lesen, während die Eltern einkaufen. 

 

Insgesamt sind bei der Tafel über 3.100 Kinder von Kund:innen registriert. Knapp 500 von ihnen haben schon einmal an einem Panorama-Angebot teilgenommen; etwa 100 Kinder sind regelmäßig beim Panorama-Programm dabei.

 

Um den Kindern neben dem regelmäßigen Angebot auch ganz besondere Erlebnisse zu ermöglichen, wurden in den beiden vorigen Jahren (zum Projekt in 2024) auch Ausflüge zu interessanten Orten in Dortmund und der Umgebung unternommen. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, weshalb auch für dieses Jahr wieder „Panorama-Ausflüge“ geplant und durchgeführt wurden.

 

Im Juni ging es nach Greven zum Kinderbauernhof Wigger, wo die Kinder viele Bauernhoftiere beobachten, streicheln und füttern durften. Von „großen“ Ponys und Eseln über Ziegen bis zu Kaninchen und Hühnern war für alle Kinder etwas dabei. Knapp zwei Wochen später tauchte die Tafel-Gruppe in den Wilden Westen ein: Bei den Karl-May-Festspielen in Elspe wurden mit großer Spannung die Abenteuer von Winnetou und Old Firehand verfolgt. Im Juli stand ein Ausflug in den Maximilianpark in Hamm auf dem Programm. Hier konnte nicht nur die bunte Pflanzenwelt bestaunt werden, sondern auch viele verschiedene farbenprächtige Schmetterlinge im Schmetterlingshaus. Weiteres Highlight war eine Playmobil-Ausstellung. Zum Abschluss des Tages stärkte sich die Gruppe in einer Grillhütte. Im August wurde es wieder spannend: In der Waldbühne Heessen lernten die kleinen Zuschauer in einem Kinderkrimi die Freunde Rico und Oskar kennen, die beide sehr unterschiedlich sind, sich aber wunderbar ergänzen und so gemeinsam schwierige Situationen meistern können.“ * Zum Abschluss der Sommer-Ausflüge ging es Ende September noch zum Freizeitpark Fort Fun. Hier konnten sich die Kinder in Achterbahnen und Wildwasserbahnen durchschütteln lassen, die Sommerrodelbahn hinunterflitzen und im Riesenrad die Aussicht genießen. Ein abwechslungsreicher und aufregender Tag beendete die Panorama-Ausflüge im Jahr 2025.

 

Pro Ausflug haben zwischen 15 und 30 Kinder im Alter von drei bis sechszehn Jahren teilgenommen. Zum Teil mussten sie von ihren Eltern und/oder Ehrenamtlichen begleitet werden. Ein besonderes Anliegen war dem Panorama-Team die Teilnahme ukrainischer Kinder, die aktuell in Deutschland leben, und bei den Ausflügen einige unbeschwerte Stunden erleben konnten. Einige Kinder nahmen zum ersten Mal an einem Ausflug teil, andere waren bereits in den Vorjahren dabei und freuten sich auf neue Attraktionen. Bereits die Anfahrt in einem der komfortablen Ausflugsbusse […] war Teil des Abenteuers. Die Rückreise nach mehreren ereignisreichen Stunden wurde dann z.T. verschlafen.“ *

 

Zum nunmehr dritten Mal hat ProFiliis das Ausflugsprogramm unterstützt. Da die Ausflugsziele alle außerhalb Dortmunds liegen, fallen neben Kosten für Eintritt und Verpflegung auch nicht unerhebliche Kosten für Reisebusse an. Darüber hinaus ist bei vielen Ausflügen eine Begleitung der jüngeren Kinder durch die Eltern nötig. ProFiliis hat alle Kosten, die für die teilnehmenden Kinder sowie die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Tafel anfallen, in Gänze übernommen und die Eltern mit einer Förderung von 50 % der für sie anfallenden Kosten unterstützt. Insgesamt ergab sich eine Fördersumme in Höhe von rund 6.400,- für die Panorma-Ausflüge.

 

„Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Kinder unvergessliche Stunden verbracht haben. Hierfür sagen wir der ProFiliis Stiftung im Namen aller Beteiligten ‚HERZLICHEN DANK‘!“ *

 

sh

 

* Auszug aus dem Projektbericht der Tafel

Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen
Dortmund
Dortmunder Tafel