Projekte

Neu! - Freizeit

Mädchentreff im Unionviertel

Die klassische Nachbarschaftshilfe, bei der man sich nebenan eine Tasse Mehl ausleiht, ist besonders in großen Städten keine Selbstverständlichkeit. Häufig kennen sich Nachbar:innen gar nicht und es ist eher ein Nebenher- oder An-einander-vorbei-Leben als ein Miteinander. Hier möchte der Verein „Solidarische Nachbarschaft e. V.“ entgegenwirken und hat deswegen den Nachbarschaftstreff „Union Salon“ ins Leben gerufen mit dem Ziel, Anonymität und Einsamkeit im Unionviertel abzuschaffen und ein System der Gemeinschaft und Unterstützung zu erschaffen. 

 

„Bei Kaffee wird sich kennengelernt, wir gestalten gemeinsam unser Viertel und helfen uns gegenseitig bei Alltagsproblemen“, heißt es im Förderantrag des Vereins.

 

Ein Angebot des Union Salons ist ein Mädchentreff, der im Juni 2024 etabliert wurde und sich an die Mädchen aus der Nachbarschaft im Alter von 8 bis 12 Jahren richtet. Die Gruppe ist mit Blick auf Migration, Ethnie, Religion und soziökonomischen Hintergrund heterogen gestaltet.

 

„Das Projekt verfolgt das Ziel, Mädchen in ihrer Selbstständigkeit, ihrem Selbstbewusstsein und ihrer Konfliktfähigkeit zu stärken. Sie sollen lernen, ihre eigenen Interessen und Bedürfnisse zu erkennen, zu vertreten und Grenzen zu setzen. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt auf der Förderung von Partizipation, damit die Mädchen erfahren, wie sie aktiv und selbstbestimmt ihr Leben gestalten können.“ (Auszug aus dem Förderantrag)

 

Im Mädchentreff wird eine rassismuskritische und geschlechtersensible Haltung eingenommen und ein gewaltfreier und respektvoller Umgang miteinander vorgelebt. Die Mädchen sollen in einem positiven Selbstbild gestärkt werden, durch Partizipation Selbstwirksamkeitserfahrungen machen und zu selbstbewusstem und autonomem Handeln befähigt werden.

 

Zu diesem Zweck stehen Themen wie Identitätsfindung, das Formen eigener Werte, die Auseinandersetzung mit aktuellen Themen (kulturell, politisch, …), die Befähigung zum Perspektivwechsel und gleichzeitig Selbstbewusstsein dem eigenen Standpunkt gegenüber auf der Agenda des Mädchentreffs.

 

Um den Teilnehmerinnen ein abwechslungsreiches Programm und vielfältige Aktivitäten bieten zu können, müssen immer mal wieder einige Anschaffungen getätigt werden, für die kein Budget besteht. Aus diesem Grund stellten die Verantwortlichen einen Förderantrag bei ProFiliis, der die Aktivitäten des Mädchentreffs im Jahr 2025 umfasste. Die Stiftung hat 2.000,- Euro zur Verfügung gestellt, sodass Bastel- und Spielmaterialien sowie Zubehör für Holz- und Handwerksprojekte angeschafft werden konnten. Außerdem wurde von diesen Mitteln ein Regal zur Aufbewahrung der Materialien des Mädchentreffs gekauft und Druckkosten konnten gedeckt werden.

 

Mit dieser finanziellen Förderung im Hintergrund konnten im Jahr 2025 insgesamt 48 abwechslungsreiche Termine des Mädchentreffs angeboten werden. Regelmäßig nahm eine Kerngruppe von rund 10 Mädchen das Angebot an, die durch einige weitere Mädchen ergänzt wurde, die unregelmäßig zum Mädchentreff kamen.

 

Bei der inhaltlichen Gestaltung des Angebotes standen die Wünsche und Ideen der Mädchen im Vordergrund, die durch die pädagogischen Fachkräfte um thematische Gesprächsanlässe ergänzt wurden. So wurde bei der kreativen Gestaltung eigener Handyhüllen über Mediennutzung und -kompetenz gesprochen; bei der Zusammensetzung von „Was-tut-mir gut“-Boxen über Selbstfürsorge.

 

Bei jedem Treffen wurde aktuellen Erfahrungen der Mädchen Raum gegeben. So wurden sowohl Rassismuserfahrungen im Viertel thematisiert als auch über Freundschaft, Liebe und alles, was dazugehört, gesprochen.

 

Für einige Teilnehmerinnen war ein bestimmtes Thema von besonderer Relevanz: Der Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule. Innerhalb des Mädchentreffs konnten sie vorab ihre Sorgen und Ängste teilen, haben über Mobbingerfahrungen gesprochen und individuelle Strategien zur gewaltfreien Konfliktlösung erproben.

 

Die Verantwortlichen machten die Beobachtung, dass der Mädchentreff durch das regelmäßige Stattfinden für die Teilnehmerinnen zu einem verlässlichen Ort wurde, an dem sie sich wohl fühlten. Besonders kreative und partizipative Angebote wurden von den Mädchen gut angenommen. „Die Möglichkeit, eigene Ideen einzubringen, stärkte die Identifikation der Mädchen mit dem Angebot und förderte ihre Motivation zur regelmäßigen Teilnahme.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Durch die offene Gestaltung der Angebote ergaben sich häufig ganz nebenbei Gesprächsanlässe, Austausch zu verschiedenen Themen und auch Möglichkeiten der Selbstreflexion.

 

Zum Jahresende zogen die Verantwortlichen ein Fazit: Der Mädchentreff wurde zum einen durch die Kontinuität zu einem festen Termin im Wochenverlauf der Mädchen. Zum anderen bot er ihnen einen sicheren Ort, an dem sie sie selbst sein und sich frei äußern können, und an dem ihre Meinung zählt. Dies stärkte das Selbstbewusstsein der Mädchen sowie ihre Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen. Durch die kontinuierliche Beziehungsarbeit entwickelte sich ein vertrauensvolles Verhältnis. Die Mädchen sprachen untereinander und in der Gruppe über private Themen, stellten Fragen und tauschten sich dazu aus. Herausfordernd war zunächst der Vertrauensaufbau der Eltern. Eine frühzeitige Einbindung der Eltern war wichtig, um diesen die Sicherheit zu vermitteln, ihren Töchtern die Teilnahme am Mädchentreff zu erlauben. Zusätzlich waren so Gespräche zur Wahrung des Rahmens des Angebotes – zum einen bezüglich der Altersgruppe, zum anderen bezüglich des Geschlechts der Zielgruppe – möglich.

 

„Insgesamt bestätigt das Projekt die Relevanz geschlechtersensibler, niedrigschwelliger Angebote in der offenen Kinder- und Jugendarbeit – insbesondere für Mädchen, die im Alltag nur begrenzt Räume für Mitbestimmung, Austausch und Selbststärkung erleben.“ (Auszug aus dem Projektbericht)

 

ProFiliis freut sich, den Mädchentreff Union Salon unterstützt und auf diese Weise vielen Mädchen die Chance auf eine sinnvolle Freizeitgestaltung mit persönlichkeitsbildendem Angebot gegeben zu haben. Besonders schön: Im Rahmen eines Weihnachts-Spendenlaufs hat der Lauftreff Bittermark 750,- Euro gesammelt und ProFiliis gespendet (mehr dazu hier). Dieses Geld ist mit in das Projekt Mädchentreff geflossen.

 

sh

Mädchentreff im Unionviertel
Dortmund - Innenstadt-West
Solidarische Nachbarschaft e. V.
Neu! - Freizeit

Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen

Die Dortmunder Tafel dürfte für jede:n ein Begriff sein: Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen, nicht mehr für den regulären Verkauf zugelassen sind, werden von den Mitarbeitenden der Tafel eingesammelt und kostenlos oder zu einem sehr geringen Preis an bedürftige Menschen weitergegeben. 

 

Weniger bekannt ist hingegen die Tatsache, dass die Tafel über ein weitaus größeres Hilfsangebot, das sog. Panoramaprogramm, verfügt: Neben verschiedenen Angeboten für die Kinder der Tafelkund:innen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Spiel und Spaß sowie Bildung sind auch Beratung und Unterstützung (zum Beispiel im Umgang mit Behörden) der gesamten Familie möglich. Hausaufgabenhilfe, Deutschkurse, Vorlesestunden, aber auch Tablet-Kurse und Ernährungsseminare gehören unter anderem zu den Leistungen der Dortmunder Tafel. Ein Teil der Angebote, die im Rahmen des Panorama-Programms bestehen, findet in der Dortmunder-Nordstadt im Panorama-Haus der Tafel statt. Es grenzt an die Lebensmittelausgabe-Stelle an und bietet Kindern so zusätzlich die Möglichkeit, sich hier aufzuhalten, zu spielen und zu lesen, während die Eltern einkaufen. 

 

Insgesamt sind bei der Tafel über 3.100 Kinder von Kund:innen registriert. Knapp 500 von ihnen haben schon einmal an einem Panorama-Angebot teilgenommen; etwa 100 Kinder sind regelmäßig beim Panorama-Programm dabei.

 

Um den Kindern neben dem regelmäßigen Angebot auch ganz besondere Erlebnisse zu ermöglichen, wurden in den beiden vorigen Jahren (zum Projekt in 2024) auch Ausflüge zu interessanten Orten in Dortmund und der Umgebung unternommen. Das Angebot wurde sehr gut angenommen, weshalb auch für dieses Jahr wieder „Panorama-Ausflüge“ geplant und durchgeführt wurden.

 

Im Juni ging es nach Greven zu Kinderbauernhof Wigger, wo die Kinder viele Bauernhoftiere beobachten, streicheln und füttern durften. Von „großen“ Ponys und Eseln über Ziegen bis zu Kaninchen und Hühnern war für alle Kinder etwas dabei. Knapp zwei Wochen später tauchte die Tafel-Gruppe in den Wilden Westen ein: Bei den Karl-May-Festspielen in Elspe wurden mit großer Spannung die Abenteuer von Winnetou und Old Firehand verfolgt. Im Juli stand ein Ausflug in den Maximilianpark in Hamm auf dem Programm. Hier konnte nicht nur die eine bunte Pflanzenwelt bestaunt werden, sondern auch viele verschiedene farbenprächtige Schmetterlinge im Schmetterlingshaus. Weiteres Highlight war eine Playmobil-Ausstellung. Zum Abschluss des Tages stärkte sich die Gruppe in einer Grillhütte. Im August wurde es wieder spannend: In der Waldbühne Heessen lernten die kleinen Zuschauer in einem Kinderkrimi die Freunde Rico und Oskar kennen, die beide sehr unterschiedlich sind, sich aber wunderbar ergänzen und so gemeinsam schwierige Situationen meistern können.“ * Zum Abschluss der Sommer-Ausflüge ging es Ende September noch zum Freizeitpark Fort Fun. Hier konnten sich die Kinder in Achterbahnen und Wildwasserbahnen durchschütteln lassen, die Sommerrodelbahn hinunterflitzen und im Riesenrad die Aussicht genießen. Ein abwechslungsreicher und aufregender Tag beendete die Panorama-Ausflüge im Jahr 2025.

 

Pro Ausflug haben zwischen 15 und 30 Kinder im Altern von drei bis sechszehn Jahren teilgenommen. Zum Teil mussten sie von ihren Eltern und/oder Ehrenamtlichen begleitet werden. Ein besonderes Anliegen war dem Panorama-Team die Teilnahme ukrainischer Kinder, die aktuell in Deutschland leben, und bei den Ausflügen einige unbeschwerte Stunden erleben konnten. Einige Kinder nahmen zum ersten Mal an einem Ausflug teil, andere waren bereits in den Vorjahren dabei und freuten sich auf neue Attraktionen. Bereits die Anfahrt in einem der komfortablen Ausflugsbusse […] war Teil des Abenteuers. Die Rückreise nach mehreren ereignisreichen Stunden wurde dann z.T. verschlafen.“ *

 

Zum nunmehr dritten Mal hat ProFiliis das Ausflugsprogramm unterstützt. Da die Ausflugsziele alle außerhalb Dortmunds liegen, fallen neben Kosten für Eintritt und Verpflegung auch nicht unerhebliche Kosten für Reisebusse an. Darüber hinaus ist bei vielen Ausflügen eine Begleitung der jüngeren Kinder durch die Eltern nötig. ProFiliis hat alle Kosten, die für die teilnehmenden Kinder sowie die ehrenamtlichen Mitarbeitenden der Tafel anfallen, in Gänze übernommen und die Eltern mit einer Förderung von 50 % der für sie anfallenden Kosten unterstützt. Insgesamt ergab sich eine Fördersumme in Höhe von rund 6.400,- für die Panorma-Ausflüge.

 

„Als Fazit bleibt festzuhalten, dass die Kinder unvergessliche Stunden verbracht haben. Hierfür sagen wir der ProFiliis Stiftung im Namen aller Beteiligten ‚HERZLICHEN DANK‘!“ *

 

sh

 

* Auszug aus dem Projektbericht der Tafel

Ausflüge für Kinder von Tafelkund:innen
Dortmund
Dortmunder Tafel
Neu! - Bildung

Schüler:innen betreiben Schul-Cafeteria

„Jugend fördern. Zukunft gestalten.“ Das ist die Zielsetzung der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Kommende-Stiftung beneVolens. Die Bildungsprojekte der Stiftung zielen darauf ab, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, wobei ihnen stets wertschätzend entgegengetreten wird und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet werden sollen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die Programme der Stiftung gefördert und in die Gesellschaft integriert werden. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit von beneVolens sind Schüler:innen-Firmen. Im Schuljahr 2024/25 hat beneVolens mit der Jeanette-Wolff-Schule kooperiert:

 

Die Jeanette-Wolff-Schule liegt im Herzen von Dortmund-Mengede und wird von fast 400 Schüler:innen besucht. Schon seit 1996 werden an der Jeanette-Wolff-Schule Kinder und Jugendliche mit und ohne besonderen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet. Aktuell haben rund 50 Schüler:innen einen erhöhten Förderbedarf.

 

Für einige Schüler:innen der 9. und 10. Jahrgangsstufe stand im Schuljahr 2024/25 etwas ganz besonderes auf dem Stundenplan: Sie durften in die Rolle von Unternehmer:innen schlüpfen und die Schüler:innen-Cafeteria „Wolffs Café“ übernehmen.

 

10 Jugendliche haben im Rahmen einer Schüler:innenfirma die Abläufe in der Gastronomie kennengelernt, Speisen und Verkauf sowie den Einsatz finanzieller Mittel geplant. Die pädagogische Begleitung hat ein Referent der Kommende-Stiftung beneVolens übernommen, der sich einmal in der Woche mit den Schüler:innen zusammengesetzt und ihnen theoretisches Wissen sowie praktische Tipps vermittelt hat.

 

Im Rahmen der ersten Teamsitzung, zu der der Projektreferent alle Mitglieder der Schüler:innenfirma einlud, wurden wichtige Informationen weitergegeben, aber auch Wünsche der Schüler:innen besprochen.

 

Da die Schüler:innen-Gruppe als neues Arbeitsteam zusammenwachsen musste, wurden anfangs verschiedene erlebnispädagogische Übungen gemacht, um das „Wir-Gefühl“ der Gruppe zu stärken. In dieser Phase konnten auch die Stärken und Interessen der einzelnen Schüler:innen identifiziert werden, sodass die verschiedenen Aufgaben im Cafeteria-Alltag sinnvoll aufgeteilt werden konnten.

 

Die Schüler:innen des Jahrgangs 10 hatten bereits im vorherigen Schuljahr in der Cafeteria mitgearbeitet und hatten deswegen bereits Erfahrungen. Der „Nachwuchs“ aus den 9. Klassen hingegen musste die handwerklichen Fertigkeiten noch erlernen, die in der Cafeteria benötigt werden: „Hierfür lernten die Jugendlichen der Jahrgangsstufe 10 die neu hinzugewonnen Schüler:innen an, um Ihnen zu zeigen, wie Brötchen ansprechend präsentiert und belegt werden, worauf beim Herstellen eines Latte Macchiatos zu achten ist und wie die Abrechnung in der Verkaufsphase während der Pausen erfolgt.“ *

 

Nach dieser ersten „Findungs-Phase“ und dem Erlernen der wichtigsten Prozesse und Abläufe setzten die Jugendlichen ein spannendes Vorhaben um: Sie gestalteten ein neues Logo für die Cafeteria, das an Jeanette Wolff – die Namensgeberin der Schule – erinnert. „Infolgedessen wurden für den Getränkeverkauf von den Jugendlichen neue Gläser und Tassen mit dem neuen Logo der Schülerfirma angeschafft, so dass das Re-Design auch im Alltag sichtbar wird.“ * Ein tolles Erfolgserlebnis für die Schüler:innen!

 

Im weiteren Verlauf der Schüler:innenfirmen-Arbeit stellte die Gruppe eine Marktanalyse an, holte Informationen über das Angebot der lokalen Konkurrenz ein, diskutierte den Auftrag der Caféteria und analysierte die aktuelle Preisgestaltung. Eine notwendige Preiserhöhung wurde den Mitschüler:innen sensibel und transparent mit Hilfe eines Plakates mitgeteilt, sodass die Preisgestaltung für die Kund:innen von Wolff’s Café nachvollziehbar war, was die Akzeptanz steigerte.

 

Am Ende des Schuljahres fand eine feierliche Zertifikatsverleihung statt, bei der „die Schüler:innen ein Zertifikat [erhielten], das ihnen nicht nur die Teilnahme bescheinigt, sondern auch die erworbenen Kompetenzen aufführt. Damit können die Jugendlichen ihr Engagement und ihr erlerntes Wissen bei zukünftigen Bewerbungen nachweisen. Ein wichtiger Schritt für ihre berufliche Qualifikation.“ *

 

Das Ziel dieser Kooperation zwischen der Jeanette-Wolff-Schule und beneVolens ist es, die Schüler:innen durch praktische Erfahrungen mit wirtschaftlichen und insbesondere unternehmerischen Tätigkeiten vertraut zu machen und somit einen Beitrag zur Qualifizierung für ihre berufliche Laufbahn zu leisten. Auch die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden steht im Fokus des Projektes. Die Fortschritte, die sie in Wolffs Café erzielen, tragen zu einer Steigerung ihres Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls bei. Sie erleben sich als erfolgreich und selbstwirksam, was sie für ihr weiteres Leben – sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext – stärkt:

 

"Der Verkauf in den Pausen ist wirklich anstrengend und erfordert viel Konzentration. Gleichzeitig macht es mich stolz, dass wir unseren Mitschüler:innen so ein Frühstück ermöglichen können und es ist ein tolles Gefühl, wenn unsere Theke am Ende der Pause restlos ausverkauft ist“ *, erzählt Bilgehan, ein Teilnehmer der Schüler:innenfirma.

 

Auch die Lehrkräfte schätzen die Arbeit in der Schüler:innenfirma: Sie „loben das Engagement und die Ausdauer der Schüler:innen und betonen die Bedeutung solcher Projekte für das wirtschaftliche Verständnis der Jugendlichen.“ *

 

ProFiliis hat die Schüler:innenfirma gerne unterstützt und mit rund 4.260 Euro die benötigten Mittel für die pädagogische Begleitung durch den Referenten zur Verfügung gestellt.

 

Zum Hintergrund: 

„Jugend fördern. Zukunft gestalten.“ Das ist die Zielsetzung der im Jahr 2009 ins Leben gerufenen Kommende-Stiftung beneVolens. Die Bildungsprojekte der Stiftung zielen darauf ab, Jugendliche in ihrer Persönlichkeit zu stärken, wobei ihnen stets wertschätzend entgegengetreten wird und ihnen neue Lebensperspektiven eröffnet werden sollen. Besonders sozial benachteiligte Jugendliche sollen durch die Programme der Stiftung gefördert und in die Gesellschaft integriert werden.

 

sh

 

*(Auszug aus dem Projektbericht von beneVolens)

Schüler:innen betreiben Schul-Cafeteria
Dortmund - Mengede
beneVolens
Neu! - Inklusion

Neuer Sportrollstuhl für den Basketballbereich

Die RBG Dortmund 51 ist ein Sportverein für Menschen mit Behinderung, aber auch Menschen ohne Behinderung sind hier willkommen. Momentan sind mehr als 220 Menschen in dem Verein aktiv. In 16 Gruppen werden verschiedene Sportarten angeboten und teilweise sogar als Leistungssport praktiziert.

 

Eine dieser Gruppen ist die Basketball-Nachwuchsgruppe, die derzeit mit 30 Sportler:innen so voll ist wie noch nie. Um am Training teilnehmen zu können, benötigen die Kinder und Jugendlichen einen Rollstuhl, der für den Einsatz im Basketball-Sport geeignet ist. Da derartige Rollstühle sehr teuer sind und deren Anschaffung nicht von der Krankenkasse unterstützt wird, ist es für die Familien der Sportler:innen eine große Investition, die gut überlegt sein will. Um den Kindern und Jugendlichen ein „Hineinschnuppern“ in den Sport zu ermöglichen, ohne dass den Familien direkt Kosten entstehen, verfügt der RBG Dortmund 51 über eine gewissen Anzahl an Sportrollstühlen, die den Sportler:innen in der Anfangszeit zur Verfügung gestellt werden. Da die Gruppe – erfreulicherweise – aktuell so gut besucht ist, ist der Verein mit den vorhandenen Rollstühlen an seine Grenzen gekommen.

 

Aus diesem Grund wurde nun ein neuer Sportrollstuhl für den Basketball-Bereich angeschafft, der verschiedenen interessierten Sportler:innen zur Verfügung gestellt werden kann. Wie die Erfahrung zeigt, kann ein Rollstuhl, der auf diese Weise im Verein genutzt wird, viele Jahre im Einsatz bleiben und zahlreichen Kindern und Jugendlichen den Weg in den Behindertensport ermöglichen.

 

Da ein Sportrollstuhl aber recht teuer ist, ist es für den Verein nahezu unmöglich, die notwendigen Mittel aufzubringen, weshalb sich die Verantwortlichen auf die Suche nach finanzieller Unterstützung gemacht haben. Sie haben festgestellt, dass ihr Vorhaben exakt zur Mission der ProFiliis-Stiftung passt: Einschränkungen überwinden, Begabungen ausbauen, Miteinander fördern. Daher stellte die RBG Dortmund 51 einen Förderantrag und ProFiliis erklärte sich gerne bereit, über 70 % der entstehenden Kosten für einen Sportrollstuhl für den Basketball-Bereich zu übernehmen und hat zu diesem Zweck 8.000,- Euro zur Verfügung gestellt.

 

Am 20. Januar 2026 war es dann so weit und der Verein konnte den neuen Basketball-Sportrollstuhl entgegennehmen, der seitdem beim wöchentlichen Training sowie an den Spieltagen am Wochenende im Einsatz ist. „Die RBG Dortmund 51 e.V. sagt Danke und freut sich, mit diesem Sportgerät eine weitere Möglichkeit zur Teilhabe anbieten zu können.“ (dem Abschlussbericht entnommen)

 

sh

Neuer Sportrollstuhl für den Basketballbereich
Dortmund
RBG Dortmund 51
Neu! - Lebenshilfe

Beratung für junge Frauen und Mütter

Es gibt Situationen, die große Herausforderungen mit sich bringen und in denen Unterstützung ganz besonders wichtig ist. Dazu zählen zum Beispiel: die Geburt eines Kindes, die Orientierung in einem fremden Land nach Zuwanderung, der Übergang von Schule in Ausbildung oder Beruf, …

 

Nicht immer ist es für Betroffene leicht, ein Hilfsangebot zu finden oder auch in Anspruch zu nehmen – beispielsweise wegen hoher Kosten oder Scham vor Verurteilung. Hier setzt die Beratungsstelle Westhoffstraße an und hat 2024 ein neues niedrigschwelliges Angebot konzipiert: „START – Gesund in den Tag“. Hierbei handelt es sich um einen offenen Treff für junge Frauen (18 bis 27 Jahre) und ihre Kinder (bis 5 Jahre), die sich mit einer oder mehreren der oben genannten Herausforderungen konfrontiert sehen. In einer entspannten Atmosphäre kommen hier Frauen mit ganz unterschiedlichem Hintergrund zusammen, können sich untereinander austauschen und Kontakte knüpfen. Sie können in diesem Rahmen über weitere Angebote und Anlaufstellen vor Ort informiert werden und lernen die Mitarbeiter:innen des sozialen Zentrums kennen, was förderlich für potentielle zukünftige Beratungen sein kann.

 

Es handelt sich um einen interkulturellen Treff, in dem Frauen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte und mit sehr unterschiedlichen Lebenserfahrungen zusammenkommen. Es sind verschiedene Nationalitäten, kulturelle Hintergründe und Religionen vertreten. Mütter und Nicht-Mütter. Frauen, die schon lange als Zuwanderinnen in Dortmund leben, und Frauen, die erst seit kurzem hier sind. Diese Konstellation kann gewisse Schwierigkeiten mit sich bringen, birgt aber auch viele Chancen:

 

„Die Teilnehmerinnen werden befähigt, einen konstruktiv-kritischen Dialog mit Menschen aus eigenen und aus anderen Kulturkreisen zu führen. Dabei sind die Stärkung einer auf Toleranz und Respekt basierenden Diskussionskultur zwischen Religionen, Generationen und Nationalitäten sowie die Herausbildung von interkulturellen Kompetenzen von Bedeutung. [Die Frauen] erhalten Sachinformationen und Anregungen. [Sie] lernen eigene lebenstaugliche Handlungskompetenzen zu entwickeln, um am gesellschaftlichen und sozialen Leben im Stadtteil teilhaben zu können.“

 

Der besondere Schwerpunkt bei diesem Projekt liegt auf den Themen Ernährung und Bewegung. Den Frauen wird die Relevanz von gesundem Essen und körperlicher Aktivität im Alltag für sich selbst und ihre Kinder vermittelt und entsprechende Anregungen gegeben.

 

Während sich die Mütter austauschen und Informationen zu verschiedenen Themen erhalten, können die Kinder an Bewegungs- und Kreativangeboten teilnehmen. „Sie bekamen in ihren Bewegungsabläufen Hilfestellungen und die Fantasie wurde angeregt. Sie lernten, sich auszuprobieren, erlebten sich und lernten ihre Grenzen kennen. Sie entwickelten ein positives Selbstbild, fühlten sich wohl und hatten viel Spaß.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Mütter konnten aus diesen Angeboten Anregungen für Aktivitäten mit den Kindern zu Hause mitnehmen.

 

Das Projekt „START – Gesund in den Tag“ ist im Januar 2025 angelaufen und hat eine Vielzahl von Familien angesprochen: „Durch die mündliche Weitergabe wurde das Angebot weitergetragen und gerne angenommen. Frauen mit ihren Kindern trafen sich zu gezielten Angeboten und kamen im Anschluss zu einem kleinen gesunden Frühstück zusammen, wo sie Gelegenheit zum Austausch fanden. Es fanden Angebote im Rahmen der Ernährungs- und Bewegungsbildungen für Kinder sowie ihre Eltern statt. Die teilnehmenden Erwachsenen wurden dabei unterstützt, gesundes Essen und körperliche Aktivitäten in den Alltag mit Kindern einzubauen und zu festigen.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Die Mütter wurden außerdem darin unterstützt, ihre Kenntnisse der deutschen Sprache zu erweitern und lernten Orte kennen, die eine sinnvolle Freizeitgestaltung für Kinder und Familien ermöglichen (Spielplätze, Museen, Parks, …).

 

Die Beratungsstelle Westhoffstraße fasst zusammen: ",START - Gesund in den Tag' ist ein offenes Gruppenangebot, das ein Café, ein kulturelles Angebot, ein Bewegungsangebot und ein motivierendes Freizeitangebot für die teilnehmenden Familien umfasst." ProFiliis hat dieses Angebot gerne unterstützt und für die Dauer eines Jahres die Kosten für Bewirtung, Saalmiete und Sachmittel getragen und zu diesem Zweck 5.800,- Euro bereitgestellt.

 

Zum Hintergrund

Die Beratungsstelle Westhoffstraße im Sozialen Zentrum Dortmund e. V. bietet mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten, wie beispielsweise der „Familienberatung“, „Jugendberatung“ und der Fachstelle „Hilfen bei sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen“ ein niederschwelliges und breites Beratungsspektrum an. Die Beratung ist hierbei kostenlos und auf Wunsch auch anonym. Die Beratungsstelle Westhoffstraße liegt im Stadtbezirk Innenstadt-Nord und damit in einem Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf. Das Zusammenleben der Menschen hier steht vor gewissen Herausforderungen, da sich viele Personen in einer belasteten Lebenssituation befinden.

 

sh

 

Beratung für junge Frauen und Mütter
Dortmund - Innenstadt-Nord
Soziales Zentrum Dortmund e. V. – Beratungsstelle Westhoffstraße
Update! - Gesundheit

Motorikzentrum für Kindertagesstätte

Bei der gesunden Entwicklung von Kindern spielen Bewegung und Raum zur freien spielerischen und sportlichen Aktivität eine wichtige Rolle. Aus diesem Grund ist das Team der Kindertagesstätte St. Bonifatius stets bemüht, den jährlich 38 hier betreuten Kindern im Alter von eins bis sechs Jahren vielfältige Bewegungsanreize zu bieten – ob angeleitet oder im freien Spiel. Über das körperliche Ausprobieren und die Erprobung der eigenen Fähigkeiten wird das Bewusstsein der Kinder für und das Vertrauen in den eigenen Körper gestärkt.

 

Doch nicht immer konnten die Erzieher:innen den Kindern ein so vielfältiges Angebot machen, wie sie für angemessen halten: Gerade bei schlechtem Wetter wurden dem Bestreben […] durch die Ausstattung und die Räumlichkeiten schnell Grenzen aufgezeigt. Die vorhandenen Einbauten im Bewegungsraum waren veraltet, nicht altersgerecht und entsprachen nicht mehr dem aktuellen Sicherheitsstandard.“

 

Im Austausch zwischen Kita und Förderverein formte sich der Wunsch nach einem Motorikzentrum, in dem – unabhängig vom Wetter – tolle und abwechslungsreiche Bewegungsanreize gegeben sein sollten. Ein Problem hierbei: Die baulichen Gegebenheiten erlaubten es nicht, verschiedene „Bewegungs-Stationen“ fest zu installieren. Stattdessen hat man sich für eine flexible und vielseitig einsetzbare Variante entschieden, bei der über ein Schienensystem ein Motorikzentrum entsteht, das sich an die Gegebenheiten und Bedarfe flexibel anpassen lässt: An Decke und Wänden werden an verschiedenen Stellen Schienen sowie entsprechende Holzvorrichtungen montiert, in die verschiedenes Zubehör eingehängt werden kann. So entstehen – je nach Bedarf – verschiedene Bewegungsangebote. Es ist eine immer neue und stets abwechslungsreiche Gestaltung des Raumes möglich, wodurch die Begeisterung der Kinder besonders lange erhalten bleiben kann. Da in der Kindertagesstätte eine Motopädin („Bewegungspädagogin“) tätig ist, ist sichergestellt, dass fachgerechte und individuell geeignete Angebote und Förderungen stattfinden.

 

Der Förderverein machte sich auf die Suche nach finanzieller Unterstützung und fragte diese unter anderem auch bei ProFiliis an. Die Stiftung sagte zu, sich an den Gesamtkosten in Höhe von 18.000,- Euro mit 5.000,- Euro zu beteiligen. Der Raum musste vorbereitend umgebaut werden, das Grundgerüst mit Schienensystem etc. erworben und montiert werden sowie Bewegungsmaterial wie Schaukel und Kletternetz angeschafft werden.

 

Inzwischen sind die Arbeiten abgeschlossen und das Kita-Team ist sehr zufrieden: Durch das Schienensystem können die Bewegungsmaterialen in vielen verschiedenen Aufbauten arrangiert werden, um immer neue Anregungen zu liefern. Zudem bietet es die Möglichkeit, es zukünftig sukzessive zu erweitern.“

 

Den Kita-Mitarbeitenden wurden im Rahmen einer Schulung die vielfältigen Möglichkeiten des Motorikzentrums vorgestellt und verschiedene Nutzungsweisen präsentiert. Die Kita-Motopädin steht bei allen aufkommenden Fragen beratend zur Seite.

 

Für die Zukunft sind Kooperationen mit Sportvereinen und anderen Kindergruppen geplant, sodass das Motorikzentrum vielseitig genutzt wird.

 

sh

Motorikzentrum für Kindertagesstätte
Dortmund - Innenstadt-Ost
Förderverein Kita St. Bonifatius
Update! - Lebenshilfe

Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“

Einen nahestehenden Menschen zu verlieren ist für alle mit Trauer und Schmerz verbunden. Vor allem für Kinder bedeutet das, eine schwere Zeit zu durchleben.

 

Kinder sollten deshalb nach dem Verlust einer nahestehenden Person bei ihrer Trauer unterstützt werden. Das Projekt „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“ hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern dabei zu helfen, mit einem solchen Verlust umzugehen.

 

In 14-täglichen Treffen für jeweils 2 Stunden kommen sechs bis zehn Kinder ab dem 5. Lebensjahr in der Natur zusammen. Treffpunkt ist hierbei der Schultenhof in Dortmund-Hombruch. Seit August 2021 besteht die Gruppe aus einem festen Kern von sechs Kindern, welche alle ein Elternteil verloren haben.

 

Aus dem Internetauftritt von Querwaldein e.V. :
"Gemeinsam wollen wir eine besondere Zeit in der Natur erleben. Wir treffen uns alle zwei Wochen in unserem Garten am Schultenhof. Dort können wir zusammen am Feuer sitzen, schnitzen und singen oder wir ziehen in den Wald, wo wir spielen und toben, Ruhe erfahren oder unsere Geschichten miteinander teilen. Alle Kinder die hier in der Gruppe sind, haben erfahren, wie es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. In Gemeinschaft mit Gleichgesinnten haben wir die Möglichkeit uns selbst mit all unseren Gefühlen anzunehmen. Trauer und Schmerz sind hier genauso kein Tabu wie zusammen Lachen und beim Spielen Spaß haben.
In dieser neuen und besonderen Querwaldeingruppe werden Elemente der Natur- und Wildnispädagogik mit Ritualen aus der Trauerarbeit kombiniert. So werden die Kinder umsichtig in ihrem Trauerprozeß und den einhergehenden Erfahrungen in der Gruppe begleitet. Der Wald in seiner Vielfalt bietet dabei eine wunderbare Unterstützung.  Unterschiedliche Ausdrucksmöglichkeiten für die Trauer und das Erinnern werden den Kindern durch Spiele, das Gestalten mit Naturmaterialien und in Gruppengesprächen gegeben. Die Natur, als Ort frei von den alltäglichen Anforderungen und Verhaltensmustern wird so für die Kinder zum neutralen Erfahrungsraum."

 

Es werden nicht nur freie Spieleinheiten, naturerlebnispädagogisch angeleitete Aktivitäten und kleine Rituale durchgeführt, sondern auch Redeanlässe geschaffen, die den Trauerprozess unterstützen sollen. Schmerz und Trauer sowie Lachen und Spaß beim Spielen stellen hier kein Tabu dar.

 

Die Eltern der Kinder sind auf verschieden Wegen auf dieses Projekt aufmerksam geworden, und die Teilnahme ist kostenlos. Die Erfahrung der letzten zwei Jahre zeigt, dass die Eltern das kontinuierliche Angebot der Gruppe sehr schätzen, und die Kinder sehr gerne an dieser Gruppe teilnehmen.

 

Finanziert wird das Projekt durch Spenden und seit August 2021 zu gleichen Teilen von der Stiftung Kinderglück und der ProFiliis-Stiftung. Im Schuljahr 2021/2022 waren insgesamt 20 Termine geplant, von denen 2 Termine noch nach den Sommerferien nachgeholt werden.

Querwaldein „Blaumeisen und Turmfalken – Waldtrauergruppe für Kinder in der Natur“
Dortmund - Hombruch
Querwaldein
Lebenshilfe

250 Schulranzen für Dortmunder Kinder mit der Stiftung Kinderglück

Der Übergang vom Kindergarten in die Schule ist aufregend und birgt viele Herausforderungen für die neuen Erstklässler:innen. Komme ich mit meinen Freund:innen zusammen in eine Klasse? Komme ich mit den Lehrkräften zurecht? Kann ich den neuen Anforderungen entsprechen? Das alles sind Fragen, die den Kindern ein Gefühl der Unsicherheit vermitteln können. Eine Sache, um die sich die baldigen Schulkinder dabei nicht auch noch Sorgen machen sollten, ist der Schultornister. Stattdessen sollte der als treuer Begleiter im Schulalltag eher zu einem gelungenen Schulstart beitragen.

 

Doch leider sieht die Realität häufig anders aus: Schultornister sind sehr teuer und für viele Familien ist eine derartige Investition nicht möglich. „Im Ruhrgebiet wächst in einigen Stadtteilen fast jedes zweite Kind in Armut auf. Fehlende Lernmaterialien, ein-geschränkte Teilhabe und Schamgefühle prägen oft den Alltag dieser Kinder – lange bevor sie überhaupt lesen und schreiben können.“ * So kommt es dann vor, dass einige Kinder mit Stofftasche oder Plastikbeutel zum ersten Schultag erscheinen, statt stolz ihren neuen Schultornister auf dem Rücken zu präsentieren. Und dabei ist der Schultornister für Kinder am ersten Schultag wie ein Schatz: das Zeichen für alle "Ich bin jetzt ein Schulkind!"

 

Ein gelungener Start ins Schulleben ist sehr wichtig; denn Bildung ist der Schlüssel zu einer positiven Zukunft. Leider hängt in Deutschland der Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen noch immer stark von der sozio-ökonomischen Situation ihrer Familie ab. „Wenn die finanziellen Mittel fehlen, sind es oft die Kleinsten, die am stärksten darunter leiden.“ *

 

Die Stiftung Kinderglück hat seit über 15 Jahren zum Schulstart eine Mission „Kein Kind soll "anders" starten müssen.“ * Deswegen wurde schon im Jahr 2008 das Kinderglück-Schulranzenprojekt gestartet. Inzwischen erhält die Stiftung Kinderglück so viele Unterstützungsanfragen aus dem gesamten Ruhrgebiet, dass in den letzten Jahren jeweils bis zu 4.000 Schultornister für Kinder aus Dortmund und weiteren umliegenden Städten und Gemeinden verteilt wurden.

 

Am 12. Juni 2025 war es wieder soweit und die Kinderglück-Halle verwandelte sich gleichzeitig in ein Logistikzentrum und einen Ort der Freude und Hoffnung. Hunderte Stunden der Vorbereitung fanden an diesem Tag ihren Höhepunkt. 4.213 Schulranzen-Sets wurden an Vertreter:innen aus rund 300 sozialen Einrichtungen ausgegeben, um ihren Weg zu den baldigen Erstklässler:innen zu finden. Damit dieses Vorhaben reibungslos ablaufen konnte, war jede Menge Planung vorab notwendig: „Ranzen wurden nach Stadtteilen, Postleitzahlen und Einrichtungen sortiert, Ein- und Ausfahrten koordiniert, Ehrenamtliche in Teams organisiert, Abläufe dokumentiert und kontrolliert.“ * Und die Mühen haben sich gelohnt: „Über den Tag verteilt wurden in exakt geplanten Zeitfenstern tausende Ranzen ausgegeben – mehr als 10 Tonnen Schulmaterial wechselten die Hände.“ *

 

Die Schultornister wurden nicht von den baldigen Schulkindern selber abgeholt, sondern von Vertreter:innen von kooperierenden Einrichtungen, die diese dann „heimlich“ an die Eltern übergeben. So wissen die Kinder nicht, dass es sich bei ihrem Tornister um eine Spende handelt und sie können sich völlig frei über ihn freuen. Einige Kooperationspartner:innen haben berichtet, wie sie den Einfluss des Schulranzen-Projektes beobachten und bewerten:

 

Wir erleben immer wieder Tränen der Erleichterung, wenn Eltern den Ranzen für ihr Kind entgegennehmen. Diese Unterstützung bedeutet für viele Familien nicht nur eine finanzielle Hilfe, sondern vor allem emotionale Entlastung und Hoffnung.“

 

„Wir begleiten viele Familien, die an ihre finanziellen Grenzen stoßen. Die Schulranzenaktion entlastet sie enorm und nimmt den Druck vor dem Schulstart.“

 

„Die Kinder kommen stolz und vorbereitet in die Schule. Das merkt man sofort im Klassenraum. Diese Hilfe verändert wirklich etwas.“

 

Diese großartige Entlastung erlebten in diesem Jahr erstmal über 4.000 Familien. Über 4.000 Schulkinder in einer finanziell benachteiligten Lebenssituation konnten so einen guten ersten Schultag erleben, an dem sie – genau wie alle anderen – mit ihrem neuen Tornister auf dem Rücken in die Klasse gehen konnten.

 

Auch Bernd Krispin, Gründer und 1. Vorsitzender der Stiftung Kinderglück, freut sich darüber, dass so viele Tornister ausgegeben wurden und sieht die Schulkinder dahinter: Jeder einzelne Ranzen steht für ein Kind, das nun mit Stolz und Würde in die Schule gehen kann. Wir möchten Bildungsarmut und Ausgrenzung dort bekämpfen, wo sie beginnen – beim Schulstart.“ *

 

Um dieses Großprojekt stemmen zu können, ist die Stiftung Kinderglück auf Spenden angewiesen und ist daher auf ProFiliis zugekommen. ProFiliis hat mit 20.000,- Euro die benötigten Mittel bereitgestellt, um 250 Dortmunder Kindern für ihren Schulstart im August 2025 ein Schultornister-Set zur Verfügung stellen zu können. Neben dem ergonomischen Ranzen sind hierin ein Turnbeutel, ein Federmäppchen und Schulmaterialien enthalten.

 

Die Stiftung Kinderglück ist sich sicher: „Die Wirkung geht weit über das Materielle hinaus: Sie schafft Perspektiven, fördert Chancengleichheit und schenkt Familien Entlastung in einer ohnehin herausfordernden Lebensphase.“ *

 

Das ProFiliis-Team freut sich, Teil dieses tollen Projektes gewesen zu sein und über die wiederholte Zusammenarbeit mit der Stiftung Kinderglück. Wir hoffen, dass alle jetzt so gut ausgestatteten Erstklässler:innen einen guten und unbeschwerten Start ins Schulleben hatten.

 

sh

 

* dem Abschlussbericht der Stiftung Kinderglück entnommen

 

250 Schulranzen für Dortmunder Kinder mit der Stiftung Kinderglück
Dortmund
Stiftung Kinderglück
Freizeit

Spielgelände für Elterncafé am Borsigplatz

„Stern im Norden“ – hinter diesem klangvollen Namen steht ein gemeinnütziger Verein, der sich für Kinder, Jugendliche und Familien in Dortmund einsetzt. Die Hauptwirkungsstätte des Vereins liegt im Borsigplatzviertel in der Dortmunder Nordstadt, was den Namen „Stern im Norden“ erklärt. 

 

Seit über zehn Jahren bietet der Verein ein Elterncafé als Begegnungsort an, das von bis zu 40 Eltern und 60 Kindern im Alter von 0 bis 5 Jahren besucht wird: „Für die Kinder gibt es Frühförderung durch Spiel- und Lernangebote, die besonders die emotionalen, sozialen und sprachlichen Kompetenzen der Kinder stärken. Für die Eltern besteht neben dem Austausch bei Kaffee und Tee die Möglichkeit zur allumfassenden Beratung und Unterstützung: Bei Behördengängen, dem Ausfüllen von Anträgen, in Erziehungs- und Gesundheitsfragen, in Notsituationen, bei schulischen Themen oder der Suche nach geeigneten Vereinen für die Kinder – das Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden hat immer ein offenes Ohr. Gemeinsam entsteht so ein interkulturelles Miteinander, in dem alle voneinander lernen und von den Ressourcen aller Anwesenden profitieren.“ (Projektbeschreibung bei Spendobel

 

Im Jahr 2023 wuchs nun der Wunsch, den Außenbereich des Vereinshauses umzugestalten und vielfältig nutzbar zu machen. Um für dieses Vorhaben finanzielle Unterstützung zu erhalten, hat sich der Verein Stern im Norden an das Dortmunder Spendenparlament Spendobel gewendet und wurde unter die zehn Jahresprojekte 2024 gewählt, sodass auf diesem Weg Spenden gesammelt werden konnten. Zur Erklärung: Einmal im Jahr werden von Spendobel zehn soziale Projekte ausgewählt und jeweils ein Spendenziel definiert (in diesem Fall: 13.500,- Euro). Dann können Privatpersonen, Stiftungen oder auch Unternehmen für die einzelnen Projekte spenden und das Geld wird gesammelt, bis das Spendenziel erreicht ist. Auf diese Weise können schon kleine Beträge ganz zielgerichtet einem bestimmten Projekt zu Gute kommen. Ziel ist es, dass durch mehrere Einzelspenden das große Spendenziel erreicht wird.

 

Spendobel wiederum wendete sich dann im Jahr 2024 an ProFiliis und beantragte die finanziellen Mittel in Höhe von 5.000,- Euro für die Baumaßnahmen und Anschaffungen, die für die kleinen Besucher:innen des Elterncafés geplant sind, um ihnen im Freien „Raum für Spiel, Lernen, Abenteuer und Begegnung“ zu bieten (aus dem Förderantrag von Spendobel).

 

Als die Umbauarbeiten am Außengelände begonnen, kamen leider schnell zusätzliche Herausforderungen ans Licht: Bevor der geplante Sandspielbereich errichtet werden konnte, musste darunter ein Entwässerungssystem eingebaut werden, da nur so eine dauerhafte und sichere Nutzung des Geländes gewährleitstet werden kann. So verzögerten sich die weiteren Arbeiten und es dauerte schließlich bis zum April 2025, bis alle Vorhaben erfolgreich umgesetzt werden konnten. Am 13. Mai 2025 war es endlich soweit und es konnte Eröffnung gefeiert werden: „Entstanden ist ein sehr schöner Spielbereich für Kinder im Alter von 0 bis 5 Jahren mit Spielgeräten, einer Sitzgruppe und einem Sonnensegel zum Schutz, der das Elterncafé sinnvoll ergänzt. Die Maßnahme wurde von den Familien sehr positiv und dankbar aufgenommen und bietet den Kindern nun vielfältige Spielmöglichkeiten im Sichtfeld der Eltern und in einem sicher abgegrenzten Bereich.“ (aus dem Abschlussbericht von Spendobel)

 

Das ProFiliis-Team konnte sich im Rahmen der Eröffnungsfeier selbst ein Bild von dem neuen Außengelände beim Stern im Norden machen und freut sich, dass den Kindern nun mit Sandkasten, Wippe, Wackeltieren und mobilen Spielgeräten zahlreiche Spielmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

 

sh

 

Spielgelände für Elterncafé am Borsigplatz
Dortmund - Innenstadt-Nord
Spendobel
Freizeit

Sommerferienprogramm an der Holte Grundschule

Wenn im Sommer für manche Kinder die großen Ferien mit Urlaub und tollem Programm anstehen, heißt es für andere Kinder: Langeweile und Einsamkeit. Wenn sich eine Familie keinen Urlaub leisten kann oder die Eltern bei der Arbeit keinen Urlaub nehmen können und dann auch noch die Schulfreund:innen mit ihren Familien unterwegs sind, können sechs Wochen sehr lang werden.

 

Um Kindern, bei denen die Sommerferien drohten, langweilig und einsam zu werden, stattdessen schöne Ferienerlebnisse zu bescheren, hat die Holte-Grundschule in Lütgendortmund wie schon im Vorjahr auch im Sommer 2025 ein Ferienprogramm für sozial benachteiligte Schüler:innen angeboten. In den ersten beiden Wochen der Sommerferien haben die beiden Sozialarbeiter Herr Walz und Herr Kuhne sowie der Alltagshelfer der Schule Herr Groenemeyer für 20 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren ein abwechslungsreiches Programm bereitgehalten und jeden Tag ein warmes Mittagessen angeboten. „Die Kinder wurden im Vorfeld in Absprache mit den jeweiligen Klassenleitungen gezielt eingeladen. Bei der Auswahl der jeweiligen Schüler und Schülerinnen wurde nach dem sozialen Hintergrund ausgewählt.“ (Auszug aus dem Projektbericht)

Jeder Tag begann mit einer gemeinsamen Begrüßung in der Gruppe, der Vorstellung des Tagesprogramms sowie einem gemeinsamen Frühstück. Im Anschluss gab es an einigen Tagen offene Spiel- und Beschäftigungsangebote: Die Kinder malten und bastelten, spielten Gesellschaftsspiele, nutzen die Tischtennisplatte im Keller der Schule oder machten verschiedene Ballspiele im Freien.

 

Neben diesen tollen Aktivitäten in der Schule bzw. auf dem Schulhof hat die Gruppe auch einige Ausflüge unternommen. So wurden der Volksgarten (Mengede) und der Park der Generationen (Lütgendortmund) besucht. Dort haben sich die Kinder auf den Spielplätzen ausgetobt und Basketball gespielt. Richtig auspowern konnten sich die Schüler:innen auch im Superfly und im Miniplanet Wunderland. Außerdem wurde an zwei Tagen die Kinder-Ferien-Party mit ihrem bunten Spiel-, Sport- und Kreativangebot in der Helmut-Körnig-Halle besucht. Ein weiteres Highlight war der Ausflug ins Fußballmuseum, wo die Kinder eine interessante Führung bekamen. Für einige Kinder war es der erste Museumsbesuch ihres Lebens. Für zwei Ausflüge verließ die Gruppe sogar Dortmund und es ging nach Bochum, wo sie den Tierpark und das Planetarium besuchten. Neben jeder Menge Spaß standen auch die Förderung von Bewegung und sozialem Miteinander im Fokus.

 

Um das Ferienprogramm für die Schüler:innen kostenlos anbieten zu können, hatte der Förderverein der Holte Grundschule frühzeitig einen Förderantrag bei ProFiliis gestellt. Die Stiftung hat rund 3.000,- Euro für die Verpflegung der Kinder sowie für Eintritte bei und Transfer zu den Ausflugszielen bereitgestellt, von denen am Ende nur knapp 1.700,- Euro benötigt wurden.

 

sh

Sommerferienprogramm an der Holte Grundschule
Dortmund - Lütgendortmund
Holte-Grundschule
Sport

Einheitliche Trikots für die Schulmannschaften des HHG

Am Heinrich-Heine-Gymnasium in Dortmund-Nette lernen über 850 Schüler:innen gemeinsam im Unterricht und können außerdem im Rahmen von AGs am vielfältigen Schulangebot teilnehmen. Die Überschrift für einen Teilbereich im AG-Angebot lautet „Sport und Bewegung“. Hier werden den Schüler:innen des HHGs eine Basketball-AG, eine Cheerleading-AG, eine Parkour-AG, Ruder-AGs und eine Tennis-AG angeboten.

 

Im Sommer 2025 wurde an den Förderverein des HHGs der Wunsch herangetragen, einheitliche Trikots für die Schulmannschaften anzuschaffen. Bis dahin gab es keine einheitliche Bekleidung und es wurden in der Regel Trikotsätze ausgeliehen von Vereinen, in denen die Schüler:innen Mitglieder sind. Um ein einheitliches Auftreten zu ermöglichen, mit dem auch ein gestärkter Teamgeist und eine größere Identifikation mit der Schulgemeinschaft einhergeht, hat sich der Förderverein also der Aufgabe angenommen, einheitliche Trikots für die Schulmannschaften bereitzustellen und ging gleich in die Planung: Es wurden insgesamt 116 Trikots (je nach Sportart unterschiedlich umfangreich) benötigt, die angeschafft und beflockt werden sollten, damit die Jungen und Mädchen als Schüler:innen des HHGs erkennbar sind. Lediglich die Trikots der Ruder-AG gehen – gegen einen Eigenteil – in den Besitz der Schüler:innen über. Die übrigen Trikots bleiben im Besitz der Schule und werden je nach Bedarf vor Turnieren, Wettkämpfen etc. an die Schüler:innen ausgegeben. So können die Trikots hoffentlich über viele Jahre von den Schulmannschaften genutzt werden.

 

„Konkret wurden zwei Trikotsätze für die Fußballer sowie je ein Satz Trikots für die Handball-, Basketball- und Volleyballteams angeschafft. Zusätzlich wurden neue Shirts für die erfolgreiche Ruderriege finanziert.“ (Auszug aus der Pressemitteilung)

 

Am 14. November wurden die neuen Trikotsätze an die Schulgemeinschaft übergeben und tatsächlich konnten die HHG-Sportler:innen bereits erste Erfolge in den neuen Trikots erzielen:

 

Am 04. Dezember 2025 belegte das Volleyball-U20-Team des HHG den ersten Platz bei den Schulmeisterschaften. Sieben Spielerinnen gaben in drei Spielen und über vier Stunden ihr Bestes und konnten am Ende das Gastgeber-Team des Reinoldus- und Schiller-Gymnasiums im Finale besiegen.

 

Am 28. Januar 2026 wurde es dann für 50 Ruder:innen des HHG ernst: Bei den Ergo-Stadtmeisterschaften hieß es "Prepare to start - attention - row!". Die Schüler:innen waren mit Engagement und Teamgeist dabei und traten in verschiedenen spannenden Wettkämpfen gegen die Teams anderer Dortmunder Gymnasien an. „Viele wuchsen dabei über sich hinaus und konnten persönliche Bestzeiten erreichen“, heißt es dazu auf der Homepage der Schule. Eine Schüler:in konnte in ihrer Wettkampfklasse den ersten Platz erreichen, ein Schüler verpasste um zwei Hundertstelsekunden den ersten Platz und belegte einen tollen zweiten Platz.

 

„Der Sport spielt am HHG eine große Rolle und ist ein wichtiger Pfeiler unserer Wertevermittlung. Durch die großzügige Hauptspende der ProFiliis-Stiftung und die ergänzende Unterstützung unseres Fördervereins konnten wir diesen Wunsch der Schüler so großartig ermöglichen. Wir freuen uns, dass unsere Teams nun so hervorragend ausgerüstet sind und das HHG Dortmund optimal repräsentieren können“, betonte Daniel Bartsch vom Förderverein des HHG.

 

Das ProFiliis-Team wünscht den HHG-Sportler:innen weiterhin viel Erfolg in Spielen und Wettkämpfen. Die Stiftung hat den Förderverein des HHG gerne finanziell unterstützt und 3.900,- Euro zur Verfügung gestellt. Insgesamt sind Kosten in Höhe von 5.300,- Euro entstanden und der Förderverein hat die übrigen 1.400,- Euro übernommen.

 

sh

Einheitliche Trikots für die Schulmannschaften des HHG
Dortmund - Mengede
Förderverein des Heinrich-Heine-Gymnasiums
Kultur

Open Band Projekt

„Den richtigen Ton treffen und im Leben einen guten Rhythmus finden – darum geht es in dem ‚Open Band Projekt‘“. (Förderantrag GrünBau)

 

Mit diesem wohlklingenden Satz fasste die GrünBau gGmbH den Kern ihres neuen Projektes zusammen: Von April bis Dezember 2025 fand einmal pro Woche ein offener Musiktreff statt, bei dem unter qualifizierter Anleitung Instrumente ausprobiert und erlernt werden konnten sowie die eigene Stimme erprobt werden konnte.

 

Musikunterricht ist recht kostenintensiv und kommt daher als Freizeitgestaltung für viele wirtschaftlich benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene nicht in Frage. Hier hat GrünBau mit diesem Projekt gegengesteuert und den jungen Menschen Zugang zu Musikunterricht und somit zu einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung verschafft. Die Jugendlichen machten in diesem Rahmen nicht nur positive Gruppenerfahrungen, sondern erlebten sich auch als selbstwirksam, was sich auch auf Herausforderungen in allen anderen Lebensbereichen positiv auswirken kann. Außerdem stellt die eigene Musikalität auch eine außergewöhnliche Form des Ausdrucks mit einer besonderen Kraft dar, die die jungen Menschen über das Open Band Projekt entfalten konnten. Ein besonderer Ansporn für die Teilnehmenden: Wer besonders fleißig übt, bekommt ein Instrument geschenkt, mit dem er oder sie auch zu Hause musizieren kann. Hiervon versprechen sich die Verantwortlichen einen langfristigen positiven Einfluss im Leben der Teilnehmenden.

 

Die Zielgruppe des Open Band Projektes waren 16- bis 25-Jährige, die an Angeboten der Jugendsozialarbeit der GrünBau gGmbH teilnehmen. Sie sind auf Grund ihrer Lebensumstände häufig von sozialer Teilhabe ausgeschlossen, sodass eine aktive Freizeitgestaltung ohne konkrete Unterstützung schwierig bis unmöglich ist. Außerdem existiert für diese Altersgruppe kaum bildungskulturelle Förderung.

 

Im Projektzeitraum von April bis Dezember 2024 haben insgesamt 50 junge Menschen an dem Open Band Projekt teilgenommen, die zum Teil zum ersten Mal in ihrem Leben überhaupt ein Instrument oder Mikrofon in ihren Händen gehalten haben. Im Durchschnitt nahmen zwölf Jugendliche an den wöchentlichen Übungsstunden des erfahrenen Musiklehrers David Bartelt teil.

 

David Bartelt arbeitete zu Beginn des Projektes zunächst am gemeinsamen Rhythmus und vermittelte den Teilnehmenden Takt und Rhythmus von Musikstücken, die die Jugendlichen selbst auswählten. Nach dem Ausprobieren verschiedener Instrumente legten sich die Teilnehmenden auf ein Instrument fest, das sie im Rahmen des Open Band Projektes spielen wollten. Ganz nach den individuellen Möglichkeiten brachten die Jugendlichen einzelne Töne, längere Tonabfolgen oder auch komplexere Rhythmen beim gemeinsamen Musizieren ein. Dabei unterstützte neben David Bartelt häufig zusätzlich ein GrünBau-Mitarbeiter, der selbst Gitarre spielt, die jungen Menschen und half ihnen, Fortschritte an „ihrem“ Instrument zu machen. Bereits nach zwei Monaten konnte die Gruppe Musikstücke nachspielen. Neben 35 Jugendlichen, die zum Teil mehrere Wochen regelmäßig an den Musikstunden teilnahmen, nur einmal vorbeischauten oder in unregelmäßigen Abständen zu den Unterrichtseinheiten kamen, hatte sich ein fester Stamm von 15 Teilnehmenden gebildet. Sie verbesserten ihre Fähigkeiten immer weiter und wuchsen als musikalische Einheit zusammen.

 

Das große Finale des „Open Band Projekts“ bildete ein Konzert am 06. Dezember 2024 vor rund 80 Gästen, bei dem der Fleiß der jungen Menschen mit viel Applaus belohnt wurde.

 

Für das Bandprojekt im Jahr 2025 haben bereits mehrere Jugendliche Interesse bekundet.

 

 

Zum Hintergrund:

Die GrünBau gGmbH ist vorrangig in der Dortmunder Nordstadt aktiv und verfolgt das Ziel, „dass jedem Menschen die Chance zukommt, seine Lebensziele in Würde zu verwirklichen und seine Persönlichkeit zu entfalten.“ (Förderantrag GrünBau) Die Verantwortlichen stellten bei ProFiliis einen Förderantrag über 5.750,- Euro für das Honorar des Lehrpersonals und die Instrumente für die Teilnehmenden. Mit Blick auf das Alter der Zielgruppe des Projektes sowie die Satzung der ProFiliis-Stiftung, die eine Förderung von Kindern und Jugendlichen vorschreibt, wurde die Schätzung vorgenommen, dass durchschnittlich 50 % der Teilnehmenden jünger als 22 Jahre alt sein werden und somit mit der Zielgruppe von ProFiliis konform gehen. Dementsprechend hat die Stiftung die Übernahme der Hälfte der beantragten Mittel, also von 2.875,- Euro, zugesagt.

 

sh

Open Band Projekt
Dortmund - Innenstadt-Nord
GrünBau gGmbH