Neues zu ProFiliis

05Mär

Was soll der Doppelpunkt?

„Neue Bücher für alle Schüler:innen der ProFiliis-Grundschule"

 

Manch Eine:r stolpert in dieser erdachten Überschrift sicherlich über den Doppelpunkt mitten im Wort und fragt sich, was es damit auf sich hat. Wir als ProFiliis-Team wollen ab sofort mit dieser Art der Darstellung, die in der Fachsprache als “Gendern” bezeichnet wird, in unseren Texten Menschen aller Geschlechter einbeziehen, also auch explizit die Minderheit derjenigen, die sich nicht den klassischen Geschlechtern männlich und weiblich zugehörig fühlen. Der Doppelpunkt wird also ins Wort eingefügt, um auch Menschen anderer Geschlechter anzusprechen.

 

“In der Sprachwissenschaft (Linguistik) bezeichnet Gendern den Gebrauch geschlechtergerechter Formulierungen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter im Deutschen.” (Wikipedia, Suchbegriff “Gendering”)

 

Vielleicht denken sich manche Leser:innen nun „Das haben wir doch noch nie so gemacht!“ Und auch wir haben diesen Schritt tatsächlich ausführlich im Team diskutiert. Im Ergebnis haben wir uns jedoch einheitlich für diese Art des Genderns ausgesprochen. Sprache ist im Wandel und ein sensibler Umgang mit ihr ist zur Vermeidung von Diskriminierung von großer Bedeutung; denn alltägliche Sprache kann – ganz unbeabsichtigt – diskriminieren und verletzen. Daher ist es uns wichtig, uns an aktuellen Empfehlungen zum Gendern zu orientieren und in unserer Sprache ALLE Menschen zu inkludieren und Minderheiten nicht auszuschließen. Dies liegt uns insbesondere in unserer Funktion als Stiftung, die das Wohl junger Menschen fördern möchte, sehr am Herzen.

 

Vielleicht wirkt der Doppelpunkt beim Lesen zunächst störend, aber mit der Zeit wird sicherlich eine Gewöhnung eintreten und diese neue Schreibweise von uns allen als normal empfunden werden.

 

Mit der Umsetzung unserer Team-Entscheidung freuen wir uns, ab sofort auch diejenigen, die ohnehin schon vor besonderen Herausforderungen stehen, in unseren Texten ganz gezielt mitanzusprechen und planen auch ganz konkret, ein oder mehrere Projekte in diesem Kontext zu fördern und damit den betroffenen Menschen unsere Unterstützung anzubieten.

 

 

2021
23Dez

200.000 Euro für zwei Großprojekte

Schon seit vielen Jahren unterstützt die ProFiliis-Stiftung die beiden international tätigen Hilfsorganisationen World Vision und cbm bei der Durchführung von Projekten für Kinder und Jugendliche auf der ganzen Welt. Bisher war dabei eine Förderzusage in Höhe von rund 50.000 Euro der absolute Spitzenreiter. Nun ergibt sich durch eine unerwartete Zuwendung eine ganz besondere Situation: 

 

Durch die Verdopplung der großzügigen Spende der Erbengemeinschaft "Hilde Schmidt-Häbel" (s.auch https://profiliis.de/news/1043ist es ProFiliis möglich, beide Hilfsorganisationen mit jeweils 100.000 Euro zu unterstützen!

 

World Vision hat die Förderzusage bereits erhalten und investiert die Mittel in den Ausbau zweier Schulen in Bolivien (s. Projekt World Vision).

 

Die Förderzusage an cbm steht noch bevor. Es handelt sich hier um ein Projekt zur inklusiven Schulbildung,  das in Simbabwe umgesetzt werden und die Bildungschancen für Kinder mit Behinderungen verbessern soll.

 

Das Team der ProFiliis-Stiftung freut sich über diese „Rekord-Zusage“ der Erbengemeinschaft, die die Umsetzung zweier sehr wertvoller Projekte in zwei der ärmsten Länder der Welt ermöglicht.

 

sh

2020
23Dez

Großspende von Erbengemeinschaft

Thomas Schieferstein staunte nicht schlecht, als er vor einiger Zeit einen nicht alltäglichen Anruf von seinem langjährigen Freund Martin Häbel aus seiner Heimatstadt Bad Marienberg im Westerwald erhielt: Gemeinsam mit seinen 3 Geschwistern Ortrud Haas, Anette Hlupic und Michael Häbel verwaltete Martin Häbel im Rahmen einer Erbengemeinschaft den Nachlass ihrer kinderlosen Tante Hilde Schmidt-Häbel, der seit jeher die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen am Herzen gelegen hatte. In Neustadt an der Weinstraße war sie fast 30 Jahre als Studiendirektorin an einem Gymnasium tätig. Sie engagierte sich zeitlebens in verschiedenen sozialen Projekten von denen sie einige selbst initiierte und tatkräftig unterstützte. Für ihr vielfältiges soziales Engagement wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

 

Da lag es nahe, dass die Erblasserin schon zu Lebzeiten verfügte, dass ein Teil ihres Erbes einem oder mehreren Projekten zur Förderung von Kindern und Jugendlichen zukommen solle. Diesem Wunsch wollte die Erbengemeinschaft selbstverständlich nachkommen.

 

Aus diesem Grund nun die Kontaktaufnahme mit der ProFiliis-Stiftung, von deren Existenz die Mitglieder:innen schon seit längerem wussten, mit der Bitte um Vorschläge für Kinder- bzw. Jugendprojekte im Ausland. Insgesamt wurde der ProFiliis-Stiftung hierfür ein Spendenvolumen in Höhe von 100.000,- € in Aussicht gestellt.

 

Gemeinsam überlegte man nun, welchem Zweck die großzügige Spende zukommen soll und entschied sich zunächst für ein Projekt, das den Ausbau zweier Bildungszentren in einer von Armut geprägten Region in Bolivien (für mehr Details hier klicken: Projekttext World Vision) zum Ziel hat und vom langjährigen Partner World Vision umgesetzt wird. Aber auch ein weiteres vorgeschlagenes Projekt fand den Zuspruch der Erbengemeinschaft, so dass sich ProFiliis schon sehr früh entschied, die Spendensumme aus eigenen Mitteln zu verdoppeln und so die Realisierung beider Projekte zu ermöglichen.

 

Während das Projekt in Bolivien inzwischen bereits bewilligt und gestartet ist, steht die Förderzusage an den ebenfalls langjährigen Auslands-Projektpartner cbm für die zweite Maßnahme unmittelbar bevor. Es handelt sich hier um ein Projekt „Inklusive Schulbildung“,  das in Simbabwe umgesetzt werden soll und die Bildungschancen für Kinder mit Behinderungen verbessern soll.

 

„Wir sind wirklich überwältigt von dieser hohen Spendensumme, die zugleich die höchste Zuwendung in der Geschichte des 11jährigen Bestehens von ProFiliis darstellt und bedanken uns ganz herzlich bei Ortrud, Anette, Martin und Michael für das in uns gesetzte Vertrauen. Wir haben sehr gerne und schon zu Beginn der gemeinsamen Projektsuche angeboten, die Summe aus eigenen Mitteln zu verdoppeln, um so über unsere Projektpartner World Vision und cbm gleich zwei nachhaltige Auslands-Projekte mit einem sehr hohen Nutzen für tausende Kinder und Jugendliche in zwei der ärmsten Regionen der Welt finanzieren zu können.“ (Thomas Schieferstein)

 

Martin Häbel und Thomas Schieferstein

 

Martin Häbel überreicht bei einem Besuch in Dortmund den symbolischen Scheck im Namen seiner drei Geschwister Ortrud Haas (Eching), Annette Hlupic (Bad Marienberg) und Michael Häbel (Edenkoben).

 

Das Team der ProFiliis-Stiftung bedankt sich von ganzem Herzen für die großzügige Spende und freut sich über die dadurch möglich gewordene Verbesserung der Schulausbildung zahlreicher Kinder und Jugendlicher!

 

2020

Neues zu den Projekten 2021

12Mai

Notebooks für Marten aktiv e. V.

Der Verein Marten aktiv verfolgt im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen die Unterstützung älterer und kranker Men-schen, damit diese auch weiterhin in ihrem zuhause in Marten wohnen bleiben können, zum anderen die Förderung der sozialen Teilhabe ärmerer Menschen. Hier liegt der Fokus insbesondere bei Kinder und Jugendlichen.


Und genau um diese Gruppe handelt es sich auch bei dem neuen Projekt des Vereins, welches unter dem Motto „Die Qualität des Lernens darf nicht vom Geldbeutel abhängig gemacht werden“ läuft. Die Corona-Pandemie hat noch einmal eindrücklich bewiesen, wie wichtig digitale Lernmittel in der heutigen Zeit sind. Dies beginnt bei einer guten Internetverbindung und endet bei der Ausstattung durch technisches Gerät. Eben diese Dinge stellen insbesondere einkommensschwächere Familien vor besondere Herausforderungen.


Hier setzt „Marten aktiv“ an und stellt den Kindern und Jugendlichen einen Raum zur Verfügung, in dem sie eine stabile Internetverbindung nutzen und Zugriff auf einen Pool von insgesamt 10 Notebooks haben, die sie für Schularbeiten nutzen können. Diese können sie in den Zeiten von 14:00 - 17:00 Uhr nutzen.


Die ProFiliis-Stiftung übernimmt die Kosten für die 10 Notebooks und ermöglicht somit den erfolgreichen Start des Projektes.

 

sf

2021
29Apr

100.000,- Euro für drei Schulen in Simbabwe

Ein gelungenes Beispiel für ein effizientes Co-Funding

 

Simbabwe liegt im Süden Afrikas und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit mehr als 20 Jahren bestimmen Hunger, Arbeitslosigkeit sowie Versorgungs- und Energieknappheit das Leben eines Großteils der Bevölkerung. Gemäß einer Schätzung der vereinten Nationen leben 72 % der Menschen in Simbabwe unterhalb der UN-Armutsgrenze.

 

Wie in vielen armen Ländern gestaltet sich die Situation für Kinder und Jugendliche, die von Behinderungen betroffen sind, und deren Familien besonders schwierig: Nicht ausreichende bzw. nicht erreichbare medizinische Versorgung, fehlende Aufklärung sowie gesellschaftliche Ausgrenzung erschweren ihnen das Leben zusätzlich. Da die Jungen und Mädchen häufig vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, wird schon früh der Grundstein für ein Leben in Isolation und Armut gelegt.

 

Um dem entgegenzuwirken, setzt sich cbm – eine international aktive Hilfsorganisation – in diesem neuen Projekt für die Verbesserung der Schulbildung für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche ein: Gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation ist der Ausbau von drei inklusiven Schulzentren mit Internatsunterbringung geplant, die jeweils einen der folgenden Förderschwerpunkte haben:

  • Sehbehinderungen und Blindheit,
  • Hörbehinderungen und Gehörlosigkeit sowie
  • körperliche Behinderungen.
Die roten Markierungen zeigen die Schulstandorte und den jeweiligen Förderschwerpunkt.

An den drei Schulen werden insgesamt 445 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis siebzehn Jahren betreut und unterrichtet, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Zugang zu den regulären Bildungseinrichtungen haben. Zum Teil besteht für die Jüngsten das Angebot der Frühförderung und die Älteren können an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnehmen. Auch Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen können die drei Schulzentren besuchen, sodass inklusiver Unterricht möglich ist.

 

Die ProFiliis-Stiftung unterstützt die Arbeit an den drei Schulzentren in diesem Jahr mit einer Spende von rund 100.000,- Euro. Damit gehört dieses Projekt eindeutig zu den bislang finanzintensivsten der Stiftung und hat auch eine ganz besondere Entstehungsgeschichte: So kam der Anstoß für dieses Projekt nicht von der Stiftung selbst, sondern von einem Großspender, der im Jahr 2020 an ProFiliis herangetreten war: die Erbengemeinschaft Hilde Schmidt-Häbel. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft kamen mit dem Wunsch auf ProFiliis zu, jeweils 50.000,- Euro aus dem Nachlass ihrer kinderlosen Tante für zwei karitative Kinder- und Jugendprojekte zu spenden und baten ProFiliis um Vorschläge für geeignete Projekte in armutsbedrohten Regionen der Welt. Gemeinsam entschied man sich neben einem Schulbau-Projekt in Bolivien [https://profiliis.de/news/1041] für das hier beschriebene Projekt von cbm. 

 

Um eine noch höhere Wirkung zu erzielen, hatte ProFiliis schon sehr früh im Prozess angeboten, die Spende der Erbengemeinschaft aus eigenen Mitteln zu verdoppeln, sodass nun insgesamt 100.000,- Euro für die drei Schulzentren in Simbabwe zur Verfügung gestellt werden können. Mit diesen Mitteln werden unter anderem die folgenden Positionen für die Dauer eines Jahres finanziert:

  • Unterrichtsmaterial / berufsvorbereitendes Material
  • Materialien für Angehörigenseminare sowie für Seminare für die Lehrkräfte zum Thema inklusiver Unterricht
  • Aufklärungs- und Aktivierungsmaßnahmen mit dem Ziel von mehr Wissen über und die Förderung der Akzeptanz von behinderten Menschen in der Gesellschaft
  • Bauliche und Instandsetzungsmaßnahmen u. a. für Barrierefreiheit auf den Schulgeländen, Hygieneprophylaxe mit Blick auf die Corona-Pandemie, Ausstattung der Internatsbereiche
  • Anteilig: Gehälter für die Schulteams, die nicht von der staatlichen Finanzierung bzw. von Schulgebühren (Selbstbeteiligung der Eltern) gedeckt sind, u. a. Kinderbetreuung, Fahrdienste, Pflegekräfte, Sicherheitspersonal, Braille- sowie Computer-Lehrkräfte

 

 

Zum Hintergrund:

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine international tätige christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich in erster Linie für Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein und verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern.

 

 

sh

 

 

 

2021
11Feb

KonsumWandel – Wir können auch anders!

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen Besucher:innen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch.

 

Vom 17. April bis zum 11. Juli 2021 wird die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ im mondo mio! aufgebaut sein, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuellen Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und im Kontext von schwindenden Ressourcen und globaler Gerechtigkeit näher zu betrachten. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT. Über vielfältige Zugänge wird den Besucher:innen verschiedenes Bildungsmaterial präsentiert und lädt sie dazu ein, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Außerdem erhalten sie konkrete Ideen zum Wandel ihres Lebensstils; beispielsweise zur Reduktion des Fleischkonsums über vegetarische Rezepte.

 

In einem Teil der Ausstellung erläutern zudem vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann.

 

Zusätzlich zur Ausstellung werden verschiedene Workshops zum Thema angeboten, die sich an Gruppen ab der Vorschule bis zur Sekundarstufe 1 richten und jeweils für das Alter passend zugeschnitten werden. Auch wurde für Familien, die die Ausstellung besuchen, ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ angeboten wird, aber auch ein Repaircafé und eine Tauschbörse stattfinden.

 

Die Veranstalter:innen rechnen in der Zeit von April bis Juli mit etwa 8.000 Kindern, die die Ausstellung KonsumWandel besuchen.

 

Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit entstehen dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro. Diese übernimmt die ProFiliis-Stiftung gerne.

 

sh

2021
11Feb

Mittelalterliches Spektakel

Mittelalterliches Spektakel? Das kann doch nur das Mengeder Mittelalterlich Gaudium sein!

 

Vom 03. bis zum 06. Juni 2021 findet im Volksgarten Mengede zum nunmehr 13. Mal der bunte Mittelalter-Markt mit Händler:innen, Handwerker:innen, Gaukler:innen, Musik sowie Speis und Trank statt. Fester Bestandteil des vom Stadtbezirksmarketing Mengede organisierten Gaudiums ist wie immer auch ein tolles Kinderprogramm: Im traditionellen Mittelalter-Karussell geht es für die Kleinen rund, in der Schmiede, der Filzerei und der Töpferei können sie ihre handwerklichen Fähigkeiten erproben, sich beim Kinder-Ritterturnier austoben und dann im Gemüsepuppen-Theater und bei den Geschichten der Sagen- und Märchenfrau erholen. Und natürlich gibt es immer etwas zu lachen, wenn die Gaukler:innen vorbeikommen!

 

ProFiliis stellt auch in diesem Jahr gerne wieder die Mittel für das Kinderprogramm auf dem Mengeder Mittelalterlich Gaudium zur Verfügung und drückt den Veranstalter:innen, insbesondere dem Ehepaar Detlef Huss und Erika Wiedemann-Huss die Daumen, dass das Gaudium in diesem Jahr wieder stattfinden kann, nachdem es in 2020 wegen Corona ausfallen musste!

 

UPDATE: Leider muss das Mittelalterlich Gaudium auch in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie ausfallen. Wir drücken die Daumen, dass im nächsten Jahr alles wieder wie gewohnt stattfinden kann!

 

sh

2021
11Feb

„Time out“ goes out - Jugendarbeit auch bei schlechtem Wetter

Das Falken Bildungs- und Freizeitwerk Dortmund e.V. (FBF) ist Träger der freien Jugendhilfe und betreibt in Dortmund mehrere offene Kinder- und Jugendeinrichtungen, u. a. den Jugendtreff „Time Out“ in Wickede, der für junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahre eine Anlaufstelle darstellt. Hier können die Jugendlichen ihre Freund:innen treffen, sich untereinander und mit dem pädagogischen Personal austauschen, Freizeitaktivitäten ausüben und sich entspannen. Auch die Außenfläche wird hierbei zum Beispiel für Spiel- und Sportangebote, aber auch als Rückzugsmöglichkeit für Beratungsgespräche intensiv genutzt. Insbesondere mit Blick auf die Hygienevorschriften im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie stellt die Außenfläche eine Möglichkeit dar, die Arbeit mit den jungen Menschen fortzusetzen und weiterhin als Ansprechpartner:in für sie präsent zu sein. Einziger Wermutstropfen ist dabei aktuell das Wetter. Um Nässe und Kälte trotzen zu können, wünschen sich die Besucher:innen und Mitarbeiter:innen einen großen Pavillon mit Seitenwänden und zwei Heizstrahlern. Hier springt die ProFiliis-Stiftung gerne ein und stellt mit 2.000,- Euro die benötigten Mittel zur Verfügung.

 

sh

2021
06Feb

Inklusiver Unterricht für Kinder mit Hörbehinderung

Wie in vielen ärmeren Regionen dieser Welt ist auch in Äthiopien die Wahrscheinlichkeit, dass es schon während der Schwangerschaft zu einer Behinderung eines Kindes kommt, verhältnismäßig hoch. Mangelnde präventive Gesundheitsmaßnahmen sowie der fehlende Zugang zu Gesundheitsversorgung für die Mutter können zu Beeinträchtigungen im Bereich Sehen und Hören, der geistig-intellektuellen sowie der körperlichen Entwicklung führen. Leider gibt es vor Ort nur wenige bzw. schlecht ausgestattete Rehabilitationseinrichtungen. Hinzu kommt, dass Kinder mit Behinderung aufgrund von Vorurteilen und Unwissen der Verantwortlichen häufig vom Schulbesuch ausgeschlossen werden. Dies verstärkt für sie die Gefahr in Armut zu leben immens.

 

Hier setzt das neue Projekt von CBM an: inklusiver Unterricht an Regelschulen, der Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung nicht von der Schulbildung ausschließt. Hierbei spielt die Tages- und Internatsschule Hossana School of the Deaf eine ganz besondere Rolle. Rund 220 Schüler:innen mit Hörbehinderung im Alter von sieben bis achtzehn Jahren wird hier der Zugang zum Unterricht ermöglicht. Zusätzlich findet für die Jugendlichen des zur Schule gehörenden Colleges Berufsvorbereitung statt.

 

Nun soll die Hossana School of the Deaf zum landesweiten Ausbildungszentrum für Lehrkräfte aus verschiedenen Landesregionen werden, die hier zum Unterrichten von Kindern mit Hörbehinderung an Regelschulen befähigt werden. Zu diesem Zweck werden die Lehrkräfte der Hossana School of the Deaf zu Ausbilder:innen und entwickeln Lehrmaterial für inklusiven Unterricht für Kinder und Jugendliche mit Hörbehinderung an Regelschulen. Ziel ist es, auf diesem Weg drei staatliche Schulen aus den Regionen Oromia, Amhara und Region der Südlichen Nationen (SNNPR) (s. Kartenausschnitt) zu erreichen und sowohl materiell als auch personell auf die Aufnahme von Kindern und Jugendlichen mit Hörbehinderung vorzubereiten, sodass auch hier inklusiver Unterricht stattfinden kann.

 

                                                         Kartenausschnitt Äthiopien

 

Um umgekehrt auch in der Hossana School of the Deaf inklusiven Unterricht zu gewährleisten, sollen zusätzlich zur heutigen Schülerschaft 40 hörende jugendliche Schüler:innen neu aufgenommen werden, sodass in einem ersten Schritt gemeinsames inklusives Lernen in der Altersgruppe der Jugendlichen auch an der Hosanna School ermöglicht werden wird.

 

ProFiliis unterstützt CBM bei diesem wichtigen Projekt und stellt mit 15.000,- Euro die finanziellen Mittel zur Verfügung, die zur Sicherstellung der Grundbedarfe der Mädchen und Jungen für die Dauer nahezu eines Jahres benötigt werden. Hierzu zählen Unterkunft, Verpflegung, Hygiene- und Wundschutzartikel, Schulkleidung sowie Lernmaterial.

 

 

Zum Hintergrund:

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine international tätige christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich in erster Linie für Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein und verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern.

 

 

sh

2021
22Jan

Gesunde Ernährung mit den „Naturdetektiv:innen“

Die „Naturdetektive“ – Das sind ca. 25 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis dreizehn Jahren mit Migrationshintergrund, die einmal in der Woche gemeinsam im offenen Kinder- und Jugendtreff des Planerladen e.V. (s. u.) kochen und essen. Hierbei werden gesunde Mahlzeiten und Snacks zubereitet, es wird regional und möglichst ohne viel Verpackungsmüll eingekauft. Parallel findet zwischen März und November ebenfalls einmal wöchentlich ein Gartenprojekt statt. Hier soll gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen ein Hochbeet angelegt und bepflanzt werden, sodass hoffentlich im Laufe des Jahres Obst und Gemüse geerntet werden können. Es werden Themen wie natürliche Schädlinge und Nützlinge behandelt, um die „Naturdetektive“ für das Zusammenspiel aller Lebewesen zu sensibilisieren. Zusätzlich zum Koch- und Gartenprojekt sollen Ausflüge gemacht und Workshops (z. B. mit Waldpädagog:innen und Kreativtherapeut:innen) angeboten werden.

 

Den Jungen und Mädchen soll im Rahmen des Projektes eine gesunde Lebensweise nähergebracht werden, um u. a. Fehlernährung und Bewegungsmangel entgegenzuwirken. Außerdem sollen ihnen Naturerfahrungen ermöglicht werden, die für Kinder und Jugendliche aus benachteiligten Familien, die in der Stadt leben, nicht immer selbstverständlich sind. Der Anbau von eigenem Obst und Gemüse vermittelt ein Gefühl für den Wert von Lebensmitteln. Die Thematisierung von nachhaltigem Einkaufen etc. sensibilisiert zusätzlich für ein ressourcenschonendes Handeln. So soll den „Naturdetektiven“ aufgezeigt werden, welche Folgen das eigene Handeln für die Zukunft aller haben kann.

 

ProFiliis stellt mit 5.200,- Euro die benötigten Mittel zur Verfügung, sodass rund fünf Workshops durchgeführt werden können, zwei ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen eine Aufwandsvergütung gezahlt werden kann und die folgenden Anschaffungen getätigt werden können:

  • Lebensmittel für das Kochprojekt für die Dauer eines Jahres
  • Werkzeug für das Gartenprojekt
  • Hochbeet
  • Sitzecke für den Garten
  • zehn Paar Gummistiefel

 

Zum Hintergrund:

Die Mitglieder des Planerladen e.V. setzen sich für eine Stadtteil- und Quartiersentwicklung in der Dortmunder Nordstadt ein und verfolgen dabei das Ziel, die Wohn- und Lebensbedingungen aller Bewohner:innen zu verbessern. Hierzu setzt der Verein sowohl baulich-räumliche als auch soziale Projekte um und bemüht sich um eine aktive Mitwirkung der Bewohner:innen. Ein Bestandteil des Angebotes des Planerladens ist der offene Kinder- und Jugendtreff „JuKi“ in der Münsterstraße. Hier startete im Januar dieses Jahres das neue Projekt „Naturdetektive“.

 

sh

2021
05Jan

Lilalu 2021

Das Sommerferienprogramm der Johanniter ist in Dortmund eine bereits seit vielen Jahren bekannte Institution. Jedes Jahr findet in den Sommerferien ein einwöchiger Workshop statt, während dessen sich alles um die Themen Theater, Tanz, Musik, Zirkus und Bewegung dreht. Am Ende der Woche können sich Eltern, Geschwister, Freund:innen und Interessierte in einer Vorstellung ein Bild davon machen, was die Kinder und Jugendlichen in der Zeit gelernt haben. 

 

Insbesondere für Kinder, die während der Ferien nicht verreisen, ist dieses Angebot eine tolle Möglichkeit der Freizeitgestaltung. Deshalb war die Enttäuschung aller Beteiligten groß, als klar wurde, dass das Programm im Sommer 2020 aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte.  

 

Umso mehr heißt es dafür, zuversichtlich auf den Sommer 2021 zu schauen, in dem LILALU seine Pforten wieder wie geplant öffnen möchte. Um auch in diesem Jahr Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien die Möglichkeit zu geben, an dem Programm teilzunehmen, stellt die ProFiliis-Stiftung, wie in den letzten Jahren, wieder Mittel für 20 kostenlose Teilnahmeplätze zur Verfügung.   

 

sf

2021

Neues zu den Projekten 2020

23Dez

100.000,- Euro für zwei Schulen in Bolivien

Ein gelungenes Beispiel für ein effizientes Co-Funding

 

Im Süden Boliviens befindet sich in der Gemeinde Cuevo das Bildungszentrum El Arenal, in dem die Kinder und Jugendlichen der Region zur Schule gehen und mit kostenloser Schulspeisung versorgt werden. Dies ist bei ihnen zu Hause häufig nicht angemessen möglich. Da die Zahl der Schüler:innen stetig steigt, muss das Bildungszentrum dringend erweitert werden. Deswegen werden seit Oktober 2020 vier neue Klassenzimmer gebaut, die mit Möbeln und pädagogischem Material ausgestattet werden. Außerdem werden die Räume technologisch ausgerüstet und Multimedia-Geräte zur Verfügung gestellt. Beim Bau der neuen Klassenzimmer wird darauf geachtet, dass dort Regeln im Kontext der Corona-Pandemie eingehalten werden können. Ferner werden barrierefreie Sanitäranlagen sowie ein Spielplatz errichtet. 

 

Auch an der Schule in der Gemeinde Guazuigua Cruce, die ebenfalls im Süden Boliviens liegt, werden drei neue Klassenräume gebaut und mit Möbeln, Lehr- und Lernmaterialien sowie Multimedia-Geräten ausgerüstet. Außerdem werden neue Sanitäranlagen errichtet. Für die Schüler:innen und Lehrer:innen in Guazuigua Cruce soll so der Zugang zu einer guten und gesunden Lernumgebung geschaffen werden.

 

Durchgeführt werden die geschilderten Projekte von World Vision; einem international tätigen Hilfswerk mit den Schwerpunkten nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit, humanitäre Hilfe und entwicklungspolitische Anwaltschaft. Die Organisation setzt sich weltweit für Kinder und Familien (unabhängig von Religion, ethnischer Zugehörigkeit, Geschlecht etc.) ein, um deren Lebensbedingungen zu verbessern und Armut und Ungerechtigkeiten zu bekämpfen.

 

Bei dem beschriebenen Projekt handelt es sich nicht nur um das bislang größte von der ProFiliis-Stiftung je geförderte Projekt, sondern auch die Art der Mittelaufbringung zur Finanzierung des Projektes verdient eine besondere Beachtung: So kam der Anstoß für dieses Projekt nicht von der ProFiliis-Stiftung selbst, sondern von einem Großspender, der im Jahr 2020 an ProFiliis herangetreten war: die Erbengemeinschaft Hilde Schmidt-Häbel. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft kamen mit dem Wunsch auf ProFiliis zu, 50.000,- Euro aus dem Nachlass ihrer kinderlosen Tante für ein karitatives Kinder- und Jugendprojekt zu spenden und baten ProFiliis um Vorschläge für ein geeignetes Projekt in einem sog. Entwicklungsland. Gemeinsam entschied man sich für das aktuelle Projekt von World Vision. 

 

Um eine noch höhere Wirkung des Projektes zu erzielen, hatte ProFiliis schon sehr früh im Prozess angeboten, die Spende der Erbengemeinschaft aus eigenen Mitteln zu verdoppeln, sodass nun insgesamt 100.000,- Euro für die beiden Schulen in Bolivien zur Verfügung gestellt werden können. Mit diesen Mitteln können 

  • insgesamt sieben Klassenräume sowie ein Spielplatz erbaut werden, 
  • Möbel, Multimedia-Geräte, didaktisches Material sowie Material für COVID-19-Maßnahmen für zwei Schulen angeschafft werden und 
  • die Projektbetreuung durch World Vision sichergestellt werden.

 

 

sh

 

Lageplan der beiden Schulen in Bolivien

 

2020