Projekte

Lebenshilfe

Buntes Sommerferienprogramm

Sommerferien – das bedeutet Spaß, Abenteuer, Erholung, gute Laune!  

 

Seit einigen Jahren hat es sich die Lebenshilfe Dortmund zum Ziel gesetzt, den betreuten Kindern und Jugendlichen all das mit einem tollen Sommerferienprogramm zu ermöglichen. Selbstverständlich mussten hierbei im Sommer 2020 bestehende Corona-Auflagen eingehalten werden, was die Mitarbeiter:innen der Lebenshilfe jedoch nicht davon abhalten konnte, ein buntes Programm mit einem abwechslungsreichen Angebot an Freizeitaktivitäten für die Kinder und Jugendlichen zu entwerfen. Dabei spielten Alter, Geschlecht und Behinderung keine Rolle; alle sollten unbeschwerte Sommertage erleben und den Alltag vergessen!  

 

Neben Ausflügen in den Dortmunder Westfalenpark und den Maximilianpark in Hamm wurde der Hochseilgarten Tree2Tree besucht, wo es hoch hinaus ging und so mancher seine Ängste überwinden konnte. Für Abkühlung an den heißen Tagen sorgten nicht nur Besuche der Eisdiele, sondern vor allem des Freibades sowie Kanu- und Tretboottouren. Besonders aufregend waren die Ausflüge in die Glowing Rooms, in denen durch den Einsatz von Schwarzlicht alles anders aussieht als gewohnt, in die Trampolinhalle Superfly und in den Adventure Golf Park im Revierpark Wischlingen. Auch Besuche des Dortmunder Zoos und zweier Kinovorstellungen standen auf dem Programm. Mehrfach ging es für die Gruppe in den Soccerpark, wo die Kinder und Jugendlichen beim Fußballturnier um den Sieg kickten. Ein ganz besonderes Highlight war sicherlich der Tag im „Pop up“-Freizeitpark funDOmio mit Achterbahnfahrten, Zauberei- und Akrobatikshows und dem Ausblick über die ganze Stadt aus dem Riesenrad. 

 

ProFiliis hat die Lebenshilfe gerne bei der Durchführung dieses fantastischen Ferienprogramms unterstützt und stellte 900,- für Eintrittspreise u. ä. zur Verfügung. So konnten insgesamt 30 Veranstaltungstermine realisiert werden, an denen jeweils zwischen zwei und neuen Kinder und Jugendliche teilnahmen.

 

Zum Hintergrund: 

Die Lebenshilfe Dortmund ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel, Menschen mit Behinderung zu einem möglichst selbstbestimmten Leben zu verhelfen. An zwölf verschiedenen Standorten in Dortmund bietet die Lebenshilfe in Wohngruppen, über Beratung oder durch ambulante Unterstützung für ihre Zielgruppe vielfältige Hilfen an.  

 

 

sh 

Buntes Sommerferienprogramm
Dortmund
Lebenshilfe Dortmund
Freizeit

Neuer Mehrzweckraum für die Kita Erdbeerfeld

In der Kita Erdbeerfeld in Dortmund-Mengede war ein Raum bisher nicht gut genutzt. Er liegt im Obergeschoss des Kindergartengebäudes zwischen den Gruppenräumen der Schmetterlings- und der Bienengruppe und diente lediglich als Materiallager. Um das Angebot der beiden angrenzenden Gruppenräume zu erweitern, wurde der Raum nun neu ausgestattet und zum Multifunktionsraum für die beiden Gruppe mit jeweils 25 Kindern umgewandelt. 

 

Da einige der Kinder nach dem Mittagessen ein kleine Schlafpause benötigen, wurden in diesem Raum Schlafplätze erschaffen: Unter einem flachen Podest verbergen sich Matratzen auf ausziehbaren Lattenrosten, die nach Bedarf hervorgeholt werden können. Nach dem Mittagsschlaf werden sie wieder unter das Podest geschoben und nehmen keinen Platz für andere Aktivitäten weg. So ist das Podest mit der neu errichteten Spiegelwand samt Ballettstange beispielsweise als „Tanzstudio“ und Theaterbühne nutzbar. 

 

Ein weiteres Podest bietet zum einen Stauraum für Schubkästen mit Bausteinen und ermöglicht zum anderen das Spielen und Bauen auf verschiedenen Ebenen. Außerdem kann das Podest als Sitztribüne für die Zuschauer:innen bei Aufführungen dienen.

 

Ergänzt wird das kreative Angebot in dem neuen Raum mit einem Musikschrank, der mit verschiedenen Musikinstrumenten gefüllt ist. Auch die Proben des Kindergarten-Chors „Erdbeerclubchor“ finden hier statt.

 

Zwei große Schränke bieten zusätzlichen Stauraum für Spielsachen, Verkleidungen und gemütliche Sitzkissen.

 

Die Möglichkeiten in dem neuen Raum sind also nahezu unendlich! Neben den Kindern aus der Schmetterlings- und der Bienengruppe freuen sich auch alle anderen Mädchen und Jungen, die in der Kita Erdbeerfeld betreut werden. Insgesamt sind das 85 Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren.

 

Nachdem die Idee für die Umgestaltung des Raumes aufgekommen war, wendete sich das Kita-Team an den Förderverein der Kita Erdbeerfeld e. V.. Der Förderverein unterstützt die Kita in ihrer sozialen, pädagogischen und kulturellen Arbeit über finanzielle Zuschüsse für Feste, Ausflüge und Anschaffungen. Da sich der Mittelbedarf für die Einrichtung des Multifunktionsraumes auf knapp über 5.000,- Euro belief, fragten die Verantwortlichen des Fördervereins finanzielle Unterstützung bei der ProFiliis-Stiftung an. Da der Förderverein rund 700 Euro als Eigenmittel eingebracht hat, konnte ProFiliis das Projekt mit einer Förderzusage in Höhe von rund 4.400,- Euro ermöglichen. Seit Dezember 2020 ist der Raum nun mit all seinen neuen Funktionen in Benutzung.

 

sh

 

Neuer Mehrzweckraum für die Kita Erdbeerfeld
Dortmund - Mengede
Förderverein Kita Erdbeerfeld e. V.
Lebenshilfe

Mut tut gut

Was ist Mut? Bedeutet Mut, sich in gefährliche Situationen zu begeben? Oder kann es sogar mutiger sein, sich einer brenzligen Lage zu entziehen? Die Antwort auf diese Fragen und noch vieles mehr lernen Jungen und Mädchen in dem Kurs „Mut tut gut“ von der Zukunftsstiftung Bildung. 

 

Die Zukunftsstiftung Bildung ist der GLS Treuhand e. V. angegliedert und steht für innovative Bildungsprogramme. „Sie setzt sich ein für individuelle Förderung junger Menschen, ist überzeugt, dass Vielfalt im Schulwesen wichtig ist, und will im Bereich Bildung Selbstverantwortung stärken.“ (Auszug aus dem Förderantrag) Die Zukunftsstiftung Bildung entwirft Projekte, die eine Alternative zum herkömmlichen Lehren und Lernen in der Schule darstellen. So wird zum Beispiel das Peer Learning gefördert, bei dem Schüler:innen zu Expert:innen werden und sich gegenseitig unterrichten bzw. voneinander lernen. Die Projekte befassen sich unter anderem mit Themen wie Prävention bzw. Bekämpfung von Mobbing und der interkulturellen Öffnung.

 

Bei dem neuen Projekt „Mut tut gut“ handelt es sich um ein Kursprogramm über 10 Einheiten á 90 Minuten, das sich an Kinder von Schulen in sogenannten Brennpunkten richtet. An jedem Kurs können acht bis zehn Kinder aus den Jahrgangsstufen fünf und sechs teilnehmen. Die Idee für dieses Programm entstand, da Schulen oft nicht der sichere Ort sind, der sie sein sollten. Neben Belastung und Stress sind die Schüler:innen hier häufig auch Mobbing- und Gewalterfahrungen ausgesetzt. Die Kursteilnehmer:innen sollen für diese Herausforderung gewappnet werden. Wie eingangs bereits erwähnt, sollen Antworten auf Fragen wie „Was heißt es, mutig zu sein?“, „Was heißt es, sich abzugrenzen?“ und „Wie kann ich – wenn nötig – in gefährlichen Situationen energisch auftreten?“ gefunden werden. Hierzu werden Methoden der Körperarbeit (Welche Körperhaltung bringt mir Respekt ein? Wie strahle ich Selbstbewusstsein aus?) und des sprachlichen Ausdrucks (Wie kann Sprache deeskalierend wirken?) genutzt. Zusätzlich werden erste Schritte der Selbstverteidigung vermittelt. Am Ende des Kurses, sollen die Mädchen und Jungen in der Lage sein, sich selbst einzuschätzen, ihre Emotionen zu beherrschen und sich abgrenzen zu können. Außerdem sollen sie über Strategien verfügen, um aus schwierigen Situationen herauszukommen.

 

Ab Februar 2020 wurden an der Anne-Frank-Gesamtschule in der Dortmunder Nordstadt sechs „Mut tut gut“-Kurse angeboten, sodass insgesamt bis zu 60 Jungen und Mädchen an dem Programm teilnehmen konnten. ProFiliis stellte hierfür Projektmittel in Höhe von knapp 2.900,- Euro zur Verfügung.

 

sh

Mut tut gut
Dortmund - Innenstadt-Nord
Zukunftsstiftung Bildung
Lebenshilfe

Spendenfahrt nach Rumänien

„Hoffnung schenken, Horizonte erweitern“ – das ist das Motto des Vereins Herz der Hoffnung, der es sich zum Ziel gesetzt hat, Kinder, Familien und Senior:innen im Kreis Maramureș in Rumänien zu unterstützen und ihnen somit zu einem besseren Leben zu verhelfen. 

 

Rumänien ist seit 2007 Mitgliedsland in der EU und zählt dort, gemeinsam mit Bulgarien, zu den ärmsten Staaten. 

 

Im Jahr 2020 wurde die Aufmerksamkeit auf die Arbeitsbedingungen gelenkt, unter denen unter anderem rumänische Gastarbeiter in Deutschland zu Dumping-Löhnen arbeiten, nachdem in der Fleischfabrik Tönnies das Corona-Virus ausbrach. Neben schlechter Bezahlung wurde hier auch der Arbeitsschutz kleingeschrieben, ihren Feierabend mussten die Arbeiter:innen zusammengepfercht in kleinen Unterkünften verbringen. 

 

Da aber die meisten Menschen in Rumänien arbeitslos sind, bleibt ihnen häufig nichts anderes übrig, als diese Bedingungen zu akzeptieren, um Geld für ihre Familien zu verdienen. 

 

Alte und kranke Menschen sowie Kinder leiden in besonderem Maße unter dieser Situation, da ihnen häufig die elementarsten Dinge wie Hygieneartikel, Kleidung, Gehhilfen oder Spielzeug fehlen. 

 

Die benötigten Gegenstände werden von den Mitgliedern des Vereins in Dortmund gesammelt, sortiert und dann in regelmäßigen Abständen mit dem privaten PKW nach Rumänien gefahren und dort vor Ort an die bedürftigen Familien verteilt.

 

Die Strecke von Dortmund nach Maramureș beträgt knapp 1.600 Kilometer, das bedeutet nicht geringe Kosten für Benzin. Um den Verein hier zu entlasten, übernahm die ProFiliis-Stiftung die Reisekosten nach Rumänien. 

 

sf

Spendenfahrt nach Rumänien
Europa - Rumänien
Herz der Hoffnung e. V.
Sport

Förderung des Wassersportvereins Nette

Im Wassersportverein Nette sind insgesamt 321 Mitglieder im Alter von zwei bis 99 Jahren aktiv. In der Schwimmabteilung des Vereins finden nicht nur Kurse zur Wassergewöhnung bzw. -bewältigung und Schwimmunterricht statt. Auch Ausbildungen im Bereich der Ersten Hilfe werden angeboten sowie Bescheinigungen der Rettungsfähigkeit von Lehrer:innen ausgestellt.

 

Pro Jahr werden für Kinder drei bis vier Kurse à 10 Stunden angeboten, in denen sie sich mit dem Element Wasser vertraut und erste Schwimmversuche machen können. An jedem Kurs können zwölf Kinder teilnehmen, wobei es Kurse für zwei- bis drei-Jährige und für vier- bis fünf-Jährige gibt. Die Trainer:innen des Wassersportvereins Nette arbeiten alle ehrenamtlich.

 

Im Frühjahr kam der Verein nun auf die ProFiliis-Stiftung zu und erbat finanzielle Unterstützung bei einigen Anschaffungen: 

 

In den Wassergewöhnungskursen finden verschiedene Spiel- und Schwimmmaterialien Verwendung. Um diese gut lagern und transportieren zu können, sollte ein Gitterrollwagen angeschafft werden. 

 

Außerdem war es dem Verein ein großes Anliegen neues Equipment für die Erste-Hilfe-Kurse anzuschaffen. So wurde eine Puppe benötigt, an der die Herz-Lungen-Wiederbelebung erprobt werden kann. Diese sogenannte HLW-Übungspuppe wurde dem menschlichen Torso nachempfunden und ermöglicht es den Kursteilnehmer:innen, Herzdruckmassage und Beatmung zu üben.

 

Außerdem wünschte sich der Verein ein „Lifepak CR-T AED Trainingsgerät“. Hierbei handelt es sich um eine realitätsgetreue Nachbildung eines Defibrillators. Die Kursteilnehmer:innen können sich mit Hilfe des Trainingsgerätes mit einem Defibrillator und den Funktionsweisen vertraut machen, um im Ernstfall möglichst schnell und sicher Hilfe leisten zu können.

 

Gerne hat ProFiliis den Wassersportverein finanziell unterstützt und die Mittel zur Anschaffung für Rollwagen, HLW-Puppe und Defibrillator-Nachbildung übernommen. So wird zum einen den Trainer:innen die Arbeit erleichtert und zum anderen können die verschiedenen Kurse nun noch vielfältiger gestaltet und die Kursteilnehmer:innen umfassender ausgebildet werden. 

 

sh

Förderung des Wassersportvereins Nette
Dortmund - Mengede
Wassersportverein Nette
Kultur

Kreativraum für das SOS-Kinderdorf

SpenDobel – Das ist das Dortmunder Spendenparlament, bei dem sich jede:r einbringen und soziale Projekte im Stadtgebiet unterstützen kann. Einmal im Jahr werden zehn soziale Projekte ausgewählt und jeweils ein Spendenziel definiert. Nun können Privatpersonen, Stiftungen oder auch Unternehmen für die einzelnen Projekte spenden und das Geld wird gesammelt, bis das Spendenziel erreicht ist. Auf diese Weise können schon kleine Beträge ganz zielgerichtet einem bestimmten Projekt erteilt werden. Ziel ist es, dass durch mehrere Einzelspenden das große Spendenziel erreicht wird.

 

Im Dezember 2018 bewarb SpenDobel dann das Projekt des SOS-Kinderdorfzentrums Dortmund: In dem noch in Entstehung befindlichen SOS-Kinderdorf sollte ein Kreativraum eingerichtet werden. Da diese Idee bei den Verantwortlichen von ProFiliis auf große Zustimmung traf, sagte die Stiftung die entsprechende finanzielle Unterstützung zu und erklärte sich bereit, die notwendigen Mittel von rund 11.400,- Euro bereitzustellen.

 

Der Bau und die Einrichtung des SOS-Kinderdorfes wurden abgeschlossen und im Herbst 2019 konnten die Kinderdorffamilie und eine Wohngruppe, in der die Perspektive der Kinder geklärt wird, einziehen. 13 Mädchen und Jungen, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihren Familien leben können, haben hier ein neues Zuhause gefunden. 

 

Nach einigen Verzögerungen konnte nun auch der Kreativraum eingeweiht werden. Mit Hilfe der Spende von ProFiliis konnten u.a. Materialschränke, Werkbänke, Trockenwagen, Tafeln und Staffeleien angeschafft und der Raum so vollständig ausgestattet werden.

 

Die Kinder, die im SOS-Kinderdorf leben, haben z. T. sehr belastende Erfahrungen gemacht, und es ist wichtig, ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Verarbeitung des Erlebten und zum Ausdrücken ihrer Gefühle zu bieten. Ganz besondere Möglichkeiten bietet hierzu die kreative Gestaltung. Ohne große Worte können Emotionen, Träume und Wünsche ausgedrückt werden. Der voll ausgestattete Kreativraum mit seiner Materialvielfalt aus Farben, Ton, Holz, Stoff u.v.m. bietet hier tolle Möglichkeiten für die Kinder und Betreuer:innen. Nun heißt es: Auf die Farben, fertig, los!

 

sh

Kreativraum für das SOS-Kinderdorf
Dortmund - Innenstadt-Ost
SpenDobel - Das Dortmunder Spendenparlament
Bildung

Climb Lernferien 2020

Der 13. März 2020 dürfte für alle Familien mit schulpflichtigen Kindern in NRW ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein: Der Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens kündigt in einer Pressemitteilung an, dass ab Montag, den 16. März, sowohl Kitas als auch Schulen in ganz NRW aufgrund des zu diesem Zeitpunkt herrschenden Infektionsgeschehens geschlossen werden. Hiervon waren allein in diesem Bundesland 2,5 Millionen Schüler:innen und deren Eltern betroffen. * 

 

Das stellte viele Familien vor eine Mammutaufgabe. Angefangen bei der Frage, wer die Kinder nun betreuen soll, wenn die Eltern berufstätig sind, bis hin zu der Sorge: Wie soll der verpasste Schulstoff nachgeholt werden? Insbesondere sozial schwächer gestellte Familien litten unter der Situation des Home Schoolings. Kleine Wohnungen mit ungenügend Platz für einen richtigen Lernort, mangelnde technische Möglichkeiten, dem Online-Unterricht folgen zu können, und Eltern, die ihre Kinder bei den Schulaufgaben wenig bis hin zu gar nicht unterstützen konnten. Viele Kinder haben in dieser Zeit immense Lernlücken aufgebaut. * 

 

Eben jene Kinder wollte die gemeinnützige climb GmbH auch in diesem Jahr nicht im Stich lassen. Climb, das steht für „clever lernen, immer motiviert bleiben“, und selten war es so wichtig, die Motivation der Schüler:innen (neu) aufzubauen und sie in ihrem Willen, den möglicherweise verpassten Stoff nachzuholen, zu bestärken. 

 

Bereits seit mehreren Jahren bietet climb in Dortmund die Lernferien an, die die ProFiliis-Stiftung auch schon mehrfach unterstützt hat. Die Lernferien fanden in diesem Jahr an insgesamt vier Kooperationsschulen von climb, der Friedens-Grundschule in Dortmund Marten, der Weingartenschule am See in Hörde, der Petrischule in der Innenstadt sowie der Herder-Grundschule in Dortmund Eving, statt. 

 

Pro Lernferien bietet climb insgesamt 24 Stunden Lernzeit am Vormittag in den Fächern Deutsch und Mathe an, sowie 16 Stunden Projektlernen am Nachmittag. Zwischendrin gibt es immer wieder Pausen, denn schließlich soll auch der Spaß in den Ferien nicht zu kurz kommen. 

 

In diesem Jahr unterstützte die ProFiliis-Stiftung climb bei einem ganz besonderen Vorhaben: Damit die Kinder sich in den Pausen austoben und das Lernen spielerisch mit Bewegung verknüpfen können, sollten neben Verbrauchs- und Lernmaterial in diesem Jahr auch größere und nachhaltige Anschaffungen in Form von Sport- und Spielgeräten gemacht werden. Angeschafft wurden: 

 

  • Vier „climb-Tonnen“, die diverses Spiel- und Sportmaterial beinhalten (diese Tonnen bleiben den Grundschulen auch nach Ende der Lernferien erhalten) 

  • Ein großes „4 gewinnt“ 

  • Eine überdimensionale Version des bekannten Spiels „Make and Break“ 

  • Eine Tennis-Dartscheibe 

  • Eine Hüpfburg

 

All diese Gerätschaften werden in den Pausen, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, intensiv genutzt. Wie nebenbei wird hier auch parallel zum Spiel weiter gerechnet und gelernt, indem zum Beispiel viele Aktivitäten spielerisch mit dem Lösen von Rechenaufgaben verbunden werden. 

 

ProFiliis unterstützt die climb gGmbH mit einer Fördersumme von insgesamt 8,600,- Euro. 

 

https://www.express.de/nrw/schliessung-der-schulen-in-nrw-wegen-corona-36409054 

https://www.sueddeutsche.de/bildung/coronavirus-homeschooling-chancengleichheit-1.4872417 

 

sf

 

Abschlussbericht.pdf

Climb Lernferien 2020
Dortmund - gesamt
gemeinnützige CLIMB GmbH
Sport

Parkour-Cubes für den TSC Eintracht

Parkour ist eine Trendsportart, die insbesondere junge Menschen in den letzten Jahren begeistern konnte. Vielleicht sind Ihnen schon einmal junge Menschen aufgefallen, die, ohne sich von Hindernissen abschrecken zu lassen, durch die Innenstadt laufen und mit gewagten Sprungmanövern Fahrradständer oder Treppengeländer passieren? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass es sich dabei um Traceure“ (so werden die Parkour-Läufer:innen genannt) handelte. 

 

Ziel des Parkour-Laufens ist es, durch verschiedene Bewegungskombinationen Hindernisse zu überwinden und somit möglichst effizient und energiesparend von einem Ort  zum anderen zu kommen. Dies ist auch der entscheidende Unterschied zum „Freerunning“. Zunächst sehen sich beide Sportarten sehr ähnlich, jedoch geht es beim Freerunning eher um die spektakuläre Überwindung der Hindernisse als die effiziente.

 

Parkour bietet diverse Vorteile für die körperliche und geistige Entwicklung: Zum einen ist es ein hocheffektives Ganzkörpertraining, bei dem alle Muskelgruppen angesprochen werden und die Koordination verbessert wird. Zum anderen trainiert Parkour nicht allein den Körper, sondern auch den Geist, denn die Läufer:innen benötigen ein permanent hohes Konzentrationslevel und eine gute Selbsteinschätzung. 

 

Der TSC Dortmund ist mit fast 200 Mitgliedern eine der größten Parkour-Abteilungen der Region. Unter der Anleitung erfahrener Parkour-Läufer:innen lernen die Kinder und Jugendlichen die Sportart kennen und können hierbei ihre motorischen Fähigkeiten verbessern und ihre Kreativität beim Überwinden der Hindernisse frei entfalten.  

 

Neben dem regulären Training bietet der TSC auch Parkour-Camps in den Sommerferien an. Die Teilnehmer:innen haben hier die Möglichkeit, noch intensiver zu üben und sich im Team zurechtzufinden.  

 

Um den Sportler:innen möglichst abwechslungsreiche Hindernisse bieten zu können, entschieden die Verantwortlichen des TSC, sogenannte „Parkour-Cubes“ anzuschaffen. Hinter diesen Cubes verbirgt sich ein ausgeklügeltes Stecksystem, durch das sich jede Turnhalle innerhalb kürzester Zeit in eine Hindernislandschaft verwandeln lässt, die durch Klettern, Balancieren oder Springen überwunden werden muss.  

 

Die ProFiliis-Stiftung unterstützt den TSC Dortmund paritätisch mit der Stadt Dortmund bei der Anschaffung eines Sets Parkour-Cubes mit einem Betrag von rund 4.250,- Euro.  

 

sf

 

Parkour-Cubes für den TSC Eintracht
Dortmund - gesamt
TSC Eintracht Dortmund
Inklusion

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd

"Die 'Kinderheilstätte' ist eine Einrichtung für geistig und körperlich behinderte Kinder und Jugendliche mit den Bereichen Frühförderung, Kindergarten, Schule und Heim." (Auszug aus der Selbstdarstellung der Kinderheilstätte im ProFiliis-Förderantrag) Die Kinderheilstätte ist in ganz Nordrhein-Westfalen aktiv und betreibt auch in Dortmund zwei Einrichtungen für insgesamt 30 Kinder und Jugendliche. Eine Einrichtung davon ist das Kinderhaus in Dortmund-Berghofen, in dem zwölf Kinder und Jugendliche mit verschiedenen Förderschwerpunkten leben.

 

Vier der Bewohner:innen des Kinderhauses, die sowohl geistig als auch körperlich behindert sind, nehmen seit dem Sommer regelmäßig an einer Reittherapie statt und erleben hierdurch tolle Förderung, die bei ihnen über verschiedene Ebenen Erleichterung und Hilfestellung im Alltag verspricht. Leider sind im privaten Umfeld der Kinder und Jugendlichen nicht die finanziellen Mittel für eine Reittherapie vorhanden. Aus diesem Grund wendete sich die Verantwortliche der Kinderheilstätte an ProFiliis und bat um finanzielle Unterstützung. Die Stiftung hat die Kosten, die im Rahmen einer wöchentlich stattfindenden Reittherapie für die vier Bewohner:innen des Kinderhauses entstanden sind, für die Dauer von sechs Monaten übernommen und so dazu beigetragen, dass die Kinder im Zusammenspiel mit dem Pferd tolle Erfahrungen machen.

 

Update 04/17:

ProFiliis hat die Unterstützung der Reittherapie für weitere sechs Monate zugesagt.

 

Update 01/18:

Ende 2017 wurde nun eine Förderzusage bzgl. der Reittherapie für das gesamte Jahr 2018 ausgestellt.

 

Update 10/20:

Im Oktober 2020 hat die ProFiliis-Stiftung die Förderung der Reittherapie für ein weiteres halbes Jahr verlängert.

 

Abschluss 03/23:

Aufgrund der notwendigen Einschränkungen im Rahmen der Corona-Pandemie musste die Reittherapie für die Bewohner:innen des Kinderhauses leider im Juli 2021 - nach bis dato durchgängiger Förderung durch die ProFiliis-Stiftung - eingestellt werden. Da das Kinderhaus inzwischen leider geschlossen werden musste, konnte das Projekt nicht wieder aufgenommen werden und wird daher nun abgeschlossen. 

 

sh

Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd
Dortmund - Aplerbeck
Kinderheilstätte
Freizeit

Die Falken auf Exkursion

SJD - Die Falken: Das steht für die Sozialistische Jugend Deutschland, ein Zusammenschluss von Kindern und Jugendlichen, die unparteilich sind, aber trotzdem Politik für sich und andere machen. Es werden Ferienfreizeiten, Zeltlager, Jugendhäuser und politische Aktionen organisiert. 

 

Der Ortsverband Nette ist einer von 11 aktiven Ortsverbänden im Unterbezirk Dortmund und zählt aktuell 55 Mitglieder. Auch im Stadtbezirk Mengede sind „Die Falken“ tätig und zwar in den Ortsteilen Nette und Westerfilde. 

 

Seit mehreren Jahren schon organisieren Die Falken zweiwöchige Ferienreisen für Mädchen, im letzten Jahr beispielsweise wurde eine Fahrt an die Costa Brava durchgeführt. 

 

In diesem Jahr jedoch war eine Reise in die Ferne coronabedingt  nicht möglich und auch die Planbarkeit denkbarer Alternativen wurde erheblich eingeschränkt. Das jedoch war kein Hindernis für die Verantwortlichen Der Falken, sodass auch in diesem Jahr ein, zwar etwas anderes als üblicherweise, aber dennoch buntes und spannendes Angebot in den Sommerferien ausgearbeitet werden konnte. 

 

Was macht man nämlich, wenn man nicht in die Ferne reisen kann? Man erkundet das, was quasi vor der eigenen Haustür liegt! Somit ging die Reise zunächst in das „Haus der Deutschen Geschichte“ in Bonn. Anhand verschiedener Ausstellungen und Veranstaltungen kann man hier die deutsche Geschichte vom Ende des zweiten Weltkriegs bis in die Gegenwart erleben. 

 

Der zweite Ausflug führte die Gruppe zum Hambacher Braunkohletagebau, der besonders im Jahr 2018 durch die Proteste gegen die Rodung des Hambacher Forsts neue Berühmtheit erlangte. Der erste Bagger begann hier seine Arbeit am 16. Oktober 1978. Im Rahmen einer Führung kann man hier die riesige Anlage bestaunen. 

 

Die Teilnehmer:innen dieser Ausflüge stammen, wie auch schon in der Vergangenheit, nicht selten aus finanziell schwächer gestellten Familien aus dem Stadtbezirk Mengede. Deshalb ist es den Verantwortlichen immer ein besonderes Anliegen, den Teilnahmebetrag auf ein Minimum zu reduzieren. Wie bereits in den vergangenen Jahren hat die ProFiliis-Stiftung auch in diesem Jahr die Fahrtkosten zu den Ausflugszielen übernommen, sodass durch eine Reduktion der Gesamtkosten möglichst viele Jugendliche die Möglichkeit bekamen, an den Ausflügen teilzunehmen. 

 

sf

Die Falken auf Exkursion
Dortmund - gesamt
SJD - Die Falken
Bildung

Stiftung hilft Stiftung

Der erste Schultag ist ein Tag, der einem jeden von uns in Erinnerung geblieben ist. Die vielen neuen Eindrücke, die Aufregung vor dem, was da kommen mag und der erste große Schritt ins „richtige Leben“. All das sorgte für eine gehörige Menge Nervosität und vielleicht auch ein klein wenig Angst. 

 

Aber zeitgleich war man auch stolz, jetzt zu den „Großen“ zu gehören, Lesen, Schreiben und Rechnen zu lernen und all die wichtigen Bücher, Stifte und Hefte jeden Tag zu diesem besonderen Ort, der Schule, zu transportieren. Hier gehörte die Auswahl des passenden Schulranzens zu einem wesentlichen Aspekt der Grundschulvorbereitung. 

 

Jedoch sind nicht alle Familien in der Lage, den Wunsch des Kindes nach einem schönen Tornister zu erfüllen, denn diese kosten eine Menge Geld. So stehen jedes Jahr immer wieder Kinder mit einer Plastiktüte oder einem Jutebeutel vor den Schultoren. Das trägt definitiv nicht zur Vorfreude und einem guten Gefühl bei… 

 

Seit einigen Jahren ist das „Schulranzenprojekt“, das von der Stiftung Kinderglück ins Leben gerufen wurde, ein gängiger Begriff im Dortmunder Raum. Die operativ tätige Stiftung stellt für eben jene Familien, die den Aufwand für den Kauf eines neuen Tornisters mit Marktpreisen von bis zu 200,-€ nicht stemmen können, Schulranzen zur Verfügung. Die Kinder, die von diesem Projekt profitieren, erfahren zu keinem Zeitpunkt, dass es sich hierbei um eine Spende handelt, da die Eltern den Ranzen abholen. Die Tornister von den antragstellenden Institutionen (z.B. Jugendämter oder Kitas) ohne Beisein der Kinder an die Eltern übergeben werden. Dies ist den Verantwortlichen der Stiftung besonders wichtig, da die Kinder nicht permanent mit ihrer Armut konfrontiert werden sollen.

 

Coronabedingt stand dieses wichtige Projekt dieses Jahr jedoch vor einer immensen Finanzierungslücke. Insgesamt 2.100 berechtigte Anträge von Kindergärten, Schulen und Jugendämtern gingen dieses Jahr bei der Stiftung ein, 300 mehr als im Vorjahr. Knapp 126.000, - Euro (ca. 60, - Euro pro Ranzen inklusive Turnbeutel und Etui) werden insgesamt für diese Anzahl an Anträgen benötigt, die Finanzierungslücke betrug somit 25.000, - Euro.  

 

Durch die Berichterstattung in der lokalen Presse wurde die ProFiliis-Stiftung auf dieses Dilemma aufmerksam. Da durch die Corona-Pandemie diverse der von ProFiliis zugesagten Projekte abgesagt werden mussten, waren ohnehin Fördermittel in nicht geringer Höhe frei geworden.  

 

Ohne langes Überlegen wurde im Team entschieden, die Stiftung Kinderglück quasi unter dem Motto „Stiftung hilft Stiftung“ bei der Schließung der Finanzierungslücke zu unterstützen. Mit der bislang höchsten Fördersumme von 20.000, - Euro im Raum Dortmund in der 12-jährigen Geschichte der ProFiliis-Stiftung wurde 333 i-Männchen ein erster Schritt in ein erfolgreiches Schulleben mit einem neuen Tornister ermöglicht. 

 

sf

Stiftung hilft Stiftung
Dortmund - gesamt
Stiftung Kinderglück
Bildung

Lisa und Paul entdecken die Welt

Nein sagen, das ist etwas, was selbst vielen Erwachsenen schwerfällt. Sei es zu einer weiteren Aufgabe, die man für den Chef noch schnell vor dem Feierabend erledigen soll, oder aber zu einer lieb gemeinten Einladung zu der Feier am Wochenende, zu der man eigentlich gar nicht gehen möchte. 

 

Noch viel schwieriger ist es aber, in Situationen Nein zu sagen, in denen man sich unsicher fühlt oder gar Angst hat. Gerade Kinder haben hier große Hemmungen. 

 

Allein im Jahr 2018 gab es in Deutschland 14.410 polizeilich erfasste Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch*. Hierbei ist von einer wesentlich höheren Dunkelziffer auszugehen, da bei weitem nicht alle Fälle zur Anzeige gebracht werden.  

 

Der Verein Aktionkinderschutz e. V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder über dieses Thema entsprechend aufzuklären. Denn so schutzlos sind Kinder nicht, wie man zunächst denken würde. Prävention ist hier das Schlüsselwort. Die Warnung vor dem bösen fremden Mann, der das Kind mit sich schleppt und ihm weh tut, ist in den meisten Fällen gar nicht zutreffend. 

 

Nicht selten agieren die Täter nicht über körperliche Gewalt oder Drohungen, sondern versuchen, das Kind zur Kooperation zu bewegen. Unsichere, fehlinformierte und angepasste Kinder sind hier leichte Opfer. Umso wichtiger ist es, Kinder schon im frühen Alter aufzuklären und ihnen bewusst zu machen, dass es richtig und wichtig ist, „schlechte Berührungen“ von „guten“ zu unterscheiden, laut und deutlich Nein sagen zu können und sich im Zweifel an den richtigen Stellen Hilfe zu holen.  

 

Der Lehrplan an Grundschulen sieht im Rahmen der „Familien- und Geschlechtserziehung“ im Sachkunde- und Biologieunterricht das Thema Missbrauch nicht vor. Also machten es sich die Verantwortlichen von Aktionkinderschutz zur Aufgabe, Präventionsunterricht an Grundschulen zu ermöglichen. Im Rahmen der Überlegung, wie dies gelingen könnte, entstanden die Bücher „Lisa und Paul entdecken die Welt“, die Kindern in altersgerechter Sprache Situationen aufzeigen, in denen es wichtig ist, für sich selbst einzustehen und mit Eltern, Lehrern oder anderen Vertrauenspersonen über das Erlebte zu sprechen. 

 

Aktionkinderschutz stellt hierfür den Schulen „Pakete“ zur Verfügung, die Bücher und eine Arbeitsmappe für Kinder und einen Leitfaden für die Lehrer:innen enthalten. Zur Behandlung der Unterlagen bieten beispielsweise Projektwochen einen geeigneten Rahmen. 

 

Ein Unterlagen-Paket kostet pro Schüler:in 13, - Euro. Die ProFiliis-Stiftung übernimmt pro Paket 10, - Euro, die restlichen 3, - Euro werden von Aktionkinderschutz getragen. Mit einem Gesamtbetrag von 3.000, - Euro konnten insgesamt drei Dortmunder Grundschulen von diesem wichtigen Projekt profitieren. 

 

sf

 

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/38415/umfrage/sexueller-missbrauch-von-kindern-seit-1999/ 

Lisa und Paul entdecken die Welt
Dortmund - gesamt
Aktionkinderschutz e. V.