Herzlich Willkommen bei ProFiliis!

Liebe Fördernde, Freund:innen und Interessierte,

wir freuen uns sehr über Ihren Besuch auf unserer Homepage! Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einen möglichst umfassenden Überblick über Ziele und Aktivitäten der ProFiliis-Stiftung vermitteln.

Wir hoffen, dass Sie hier alle für Sie wichtigen Informationen finden. Wenn nicht, scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie uns direkt. Auch für Ihr Feedback und Ihre Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.

Besonders freuen würden wir uns natürlich, auch Sie bald als FördererInnen oder ProjektpartnerInnen begrüßen zu dürfen.

Der Stiftungsvorstand

Aktuelles

12Mai

Online-Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche

Der Tod eines geliebten Menschen bedeutet für die Hinterbliebenen immer große Herausforderungen. Der Verlust muss akzeptiert und die Trauer angenommen und verarbeitet werden. Doch dies ist gar nicht so leicht! Aus diesem Grund bietet der Verein Leuchtturm e.V. seit der Gründung im Jahr 2009 Trauerbegleitung für Kinder und Jugendliche an, die einen nahstehenden Menschen (meistens ein Elternteil) verloren haben. In dem Beratungszentrum für trauernde Kinder, Jugendliche und Familien wird Fragen und Sorgen Raum gegeben, Gefühle können ausgelebt werden und die Betroffenen erfahren Unterstützung dabei, den Verlust in ihr Leben zu integrieren. Über die Auseinandersetzung mit der Trauer soll die psychische Belastung der Kinder und Jugendlichen verringert und so das Risiko einer (psycho-)somatischen Störung in Folge des Todesfalles reduziert werden.

 

Seit 2019 stellt Leuchtturm e.V. auch Online-Angebote bereit, was insbesondere in Zeiten der Corona-Pandemie zum Teil (je nach aktuellen Auflagen) die einzige Möglichkeit darstellt, schnelle und verlässliche Unterstützung bieten zu können.

 

Auf den Homepages Leuchtturm4kids und Leuchtturm4you erhalten die Kinder und Jugendlichen verschiedene altersentsprechende digitale Zugänge, über die sie Hilfe in der Trauer finden können. Auf der Website für die Kinder (zwischen acht und zwölf Jahren) werden Themen wie Tod und Trauer kindgerecht aufgearbeitet. So können die Kinder lernen, ihre Gefühle besser zu verstehen. Außerdem besteht für die Kinder die Möglichkeit, per E-Mail Kontakt zu den Mitarbeiter:innen von Leuchtturm e.V. aufzunehmen. Aktuell werden rund 30 Kinder aus der Region Schwerte/Unna betreut und begleitet. Die Homepage für die Jugendlichen (zwischen zwölf und 23 Jahren) hält viele stärkende Texte und Musikstücke bereit, vermittelt Solidarität und bietet Übungen zur Stressentlastung. Auch hier findet über E-Mail-Kontakt eine Online-Beratung bzw. -Begleitung statt. Derzeit werden 20 Jugendliche betreut.

 

Die E-Mail-Beratung läuft unter dem Stichwort #leuchtturmON4you. Nach anonymer und kostenloser Registrierung können die Betroffenen eine Nachricht an das Leuchtturm-Team schreiben und erhalten zeitnah eine Rückmeldung. Jede:r Ratsuchende erhält eine:n feste:n Ansprechparter:in. Hierbei ist interessant, dass die Online-Begleitung nach dem Peer-to-Peer-Prinzip abläuft; also von jungen ehrenamtlichen Berater:innen durchgeführt wird. Die sog. „Peers“ werden intensiv auf ihre Arbeit vorbereitet und müssen eine 80-stündige Schulung absolvieren. Fortlaufende Coachings und Supervisionen stellen die Qualität der Arbeit der jungen Menschen sicher. Unterstützt und angeleitet werden die Peers von zwei Fachberaterinnen.

 

Die Gesamtkosten, um das Online-Angebot von Leuchtturm e.V. für eine Dauer von zwei Jahren sicherzustellen, belaufen sich auf 25.000,- Euro. ProFiliis stellt mit 2.500,- Euro 10% der Gesamtsumme zur Verfügung, um die Kosten für Schulung und Supervision der Peerberater:innen im Jahr 2021 zu decken.

 

sh

29Apr

100.000,- Euro für drei Schulen in Simbabwe

Ein gelungenes Beispiel für ein effizientes Co-Funding

 

Simbabwe liegt im Süden Afrikas und gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Seit mehr als 20 Jahren bestimmen Hunger, Arbeitslosigkeit sowie Versorgungs- und Energieknappheit das Leben eines Großteils der Bevölkerung. Gemäß einer Schätzung der vereinten Nationen leben 72 % der Menschen in Simbabwe unterhalb der UN-Armutsgrenze.

 

Wie in vielen armen Ländern gestaltet sich die Situation für Kinder und Jugendliche, die von Behinderungen betroffen sind, und deren Familien besonders schwierig: Nicht ausreichende bzw. nicht erreichbare medizinische Versorgung, fehlende Aufklärung sowie gesellschaftliche Ausgrenzung erschweren ihnen das Leben zusätzlich. Da die Jungen und Mädchen häufig vom Schulbesuch ausgeschlossen werden, wird schon früh der Grundstein für ein Leben in Isolation und Armut gelegt.

 

Um dem entgegenzuwirken, setzt sich cbm – eine international aktive Hilfsorganisation – in diesem neuen Projekt für die Verbesserung der Schulbildung für beeinträchtigte Kinder und Jugendliche ein: Gemeinsam mit einer lokalen Partnerorganisation ist der Ausbau von drei inklusiven Schulzentren mit Internatsunterbringung geplant, die jeweils einen der folgenden Förderschwerpunkte haben:

  • Sehbehinderungen und Blindheit,
  • Hörbehinderungen und Gehörlosigkeit sowie
  • körperliche Behinderungen.
Die roten Markierungen zeigen die Schulstandorte und den jeweiligen Förderschwerpunkt.

An den drei Schulen werden insgesamt 445 Mädchen und Jungen im Alter von vier bis siebzehn Jahren betreut und unterrichtet, die aufgrund ihrer Beeinträchtigungen keinen Zugang zu den regulären Bildungseinrichtungen haben. Zum Teil besteht für die Jüngsten das Angebot der Frühförderung und die Älteren können an berufsvorbereitenden Maßnahmen teilnehmen. Auch Kinder und Jugendliche ohne Behinderungen können die drei Schulzentren besuchen, sodass inklusiver Unterricht möglich ist.

 

Die ProFiliis-Stiftung unterstützt die Arbeit an den drei Schulzentren in diesem Jahr mit einer Spende von rund 100.000,- Euro. Damit gehört dieses Projekt eindeutig zu den bislang finanzintensivsten der Stiftung und hat auch eine ganz besondere Entstehungsgeschichte: So kam der Anstoß für dieses Projekt nicht von der Stiftung selbst, sondern von einem Großspender, der im Jahr 2020 an ProFiliis herangetreten war: die Erbengemeinschaft Hilde Schmidt-Häbel. Die Mitglieder der Erbengemeinschaft kamen mit dem Wunsch auf ProFiliis zu, jeweils 50.000,- Euro aus dem Nachlass ihrer kinderlosen Tante für zwei karitative Kinder- und Jugendprojekte zu spenden und baten ProFiliis um Vorschläge für geeignete Projekte in armutsbedrohten Regionen der Welt. Gemeinsam entschied man sich neben einem Schulbau-Projekt in Bolivien [https://profiliis.de/news/1041] für das hier beschriebene Projekt von cbm. 

 

Um eine noch höhere Wirkung zu erzielen, hatte ProFiliis schon sehr früh im Prozess angeboten, die Spende der Erbengemeinschaft aus eigenen Mitteln zu verdoppeln, sodass nun insgesamt 100.000,- Euro für die drei Schulzentren in Simbabwe zur Verfügung gestellt werden können. Mit diesen Mitteln werden unter anderem die folgenden Positionen für die Dauer eines Jahres finanziert:

  • Unterrichtsmaterial / berufsvorbereitendes Material
  • Materialien für Angehörigenseminare sowie für Seminare für die Lehrkräfte zum Thema inklusiver Unterricht
  • Aufklärungs- und Aktivierungsmaßnahmen mit dem Ziel von mehr Wissen über und die Förderung der Akzeptanz von behinderten Menschen in der Gesellschaft
  • Bauliche und Instandsetzungsmaßnahmen u. a. für Barrierefreiheit auf den Schulgeländen, Hygieneprophylaxe mit Blick auf die Corona-Pandemie, Ausstattung der Internatsbereiche
  • Anteilig: Gehälter für die Schulteams, die nicht von der staatlichen Finanzierung bzw. von Schulgebühren (Selbstbeteiligung der Eltern) gedeckt sind, u. a. Kinderbetreuung, Fahrdienste, Pflegekräfte, Sicherheitspersonal, Braille- sowie Computer-Lehrkräfte

 

 

Zum Hintergrund:

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine international tätige christliche Hilfsorganisation. Sie setzt sich in erster Linie für Menschen mit Behinderung bzw. Menschen, die von Behinderung bedroht sind, ein und verfolgt das Ziel, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern.

 

 

sh

 

 

 

05Mär

Was soll der Doppelpunkt?

„Neue Bücher für alle Schüler:innen der ProFiliis-Grundschule"

 

Manch Eine:r stolpert in dieser erdachten Überschrift sicherlich über den Doppelpunkt mitten im Wort und fragt sich, was es damit auf sich hat. Wir als ProFiliis-Team wollen ab sofort mit dieser Art der Darstellung, die in der Fachsprache als “Gendern” bezeichnet wird, in unseren Texten Menschen aller Geschlechter einbeziehen, also auch explizit die Minderheit derjenigen, die sich nicht den klassischen Geschlechtern männlich und weiblich zugehörig fühlen. Der Doppelpunkt wird also ins Wort eingefügt, um auch Menschen anderer Geschlechter anzusprechen.

 

“In der Sprachwissenschaft (Linguistik) bezeichnet Gendern den Gebrauch geschlechtergerechter Formulierungen zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter im Deutschen.” (Wikipedia, Suchbegriff “Gendering”)

 

Vielleicht denken sich manche Leser:innen nun „Das haben wir doch noch nie so gemacht!“ Und auch wir haben diesen Schritt tatsächlich ausführlich im Team diskutiert. Im Ergebnis haben wir uns jedoch einheitlich für diese Art des Genderns ausgesprochen. Sprache ist im Wandel und ein sensibler Umgang mit ihr ist zur Vermeidung von Diskriminierung von großer Bedeutung; denn alltägliche Sprache kann – ganz unbeabsichtigt – diskriminieren und verletzen. Daher ist es uns wichtig, uns an aktuellen Empfehlungen zum Gendern zu orientieren und in unserer Sprache ALLE Menschen zu inkludieren und Minderheiten nicht auszuschließen. Dies liegt uns insbesondere in unserer Funktion als Stiftung, die das Wohl junger Menschen fördern möchte, sehr am Herzen.

 

Vielleicht wirkt der Doppelpunkt beim Lesen zunächst störend, aber mit der Zeit wird sicherlich eine Gewöhnung eintreten und diese neue Schreibweise von uns allen als normal empfunden werden.

 

Mit der Umsetzung unserer Team-Entscheidung freuen wir uns, ab sofort auch diejenigen, die ohnehin schon vor besonderen Herausforderungen stehen, in unseren Texten ganz gezielt mitanzusprechen und planen auch ganz konkret, ein oder mehrere Projekte in diesem Kontext zu fördern und damit den betroffenen Menschen unsere Unterstützung anzubieten.

 

 

11Feb

KonsumWandel – Wir können auch anders!

Das Kindermuseum mondo mio! im Westfalenpark gehört zu den ersten Anlaufstellen im Stadtgebiet und darüber hinaus, wenn es um kulturelle Angebote für Kinder und Jugendliche geht. Über einen spielerischen Zugang machen sich die jungen Besucher:innen hier auf die Reise um die ganze Welt und durch die verschiedenen Epochen. Viele spannende Ausstellungsstücke und die kindgerechte Aufarbeitung auch sensibler Inhalte versprechen einen tollen Museumsbesuch.

 

Vom 17. April bis zum 11. Juli 2021 wird die Wanderausstellung „KonsumWandel – Wir können auch anders!“ im mondo mio! aufgebaut sein, die von dem gemeinnützigen Verein Vamos e.V. Münster konzipiert wurde. Ziel der Ausstellung ist es, den aktuellen Lebensstil vieler Menschen sowie deren Konsumverhalten zu hinterfragen und im Kontext von schwindenden Ressourcen und globaler Gerechtigkeit näher zu betrachten. Schwerpunktthemen sind hierbei Wachstum, Fleisch und Elektronik/IT. Über vielfältige Zugänge wird den Besucher:innen verschiedenes Bildungsmaterial präsentiert und lädt sie dazu ein, den eigenen Konsum zu hinterfragen. Außerdem erhalten sie konkrete Ideen zum Wandel ihres Lebensstils; beispielsweise zur Reduktion des Fleischkonsums über vegetarische Rezepte.

 

In einem Teil der Ausstellung erläutern zudem vier reale Personen ihre Sichtweise auf das Thema Ressourcenverbrauch und erklären anhand von konkreten Beispielen, wie bewusster Konsum aussehen kann.

 

Zusätzlich zur Ausstellung werden verschiedene Workshops zum Thema angeboten, die sich an Gruppen ab der Vorschule bis zur Sekundarstufe 1 richten und jeweils für das Alter passend zugeschnitten werden. Auch wurde für Familien, die die Ausstellung besuchen, ein Rahmenprogramm entworfen, in dem u. a. die Herstellung von Seife und „Samenbomben“ angeboten wird, aber auch ein Repaircafé und eine Tauschbörse stattfinden.

 

Die Veranstalter:innen rechnen in der Zeit von April bis Juli mit etwa 8.000 Kindern, die die Ausstellung KonsumWandel besuchen.

 

Für das Ausleihen der Ausstellungsmaterialien, die entsprechende Versicherung, das interaktive Angebot und ergänzende Ausstellungsstücke, das Rahmenprogramm und die Öffentlichkeitsarbeit entstehen dem mondo mio! Kosten in Höhe von rund 4.300,- Euro. Diese übernimmt die ProFiliis-Stiftung gerne.

 

sh

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Presse

Neue Küche für Die Falken
2021
17Mär

Neue Küche für Die Falken

Musik zum Mitmachen für jedermann
2021
11Feb

Musik zum Mitmachen für jedermann

Community Music im Konzerthaus Dortmund
2021
03Feb

Community Music im Konzerthaus Dortmund

Wunschbaum-Aktion für Marten
2020
22Dez

Wunschbaum-Aktion für Marten

➤ weitere Presseartikel

Projekte

Fahrrad-AG an der Diesterweg-Grundschule
Sport

Fahrrad-AG an der Diesterweg-Grundschule

Mit dem Fahrrad spannende Erkundungstouren machen und zusammen mit Freunden durch die Straßen flitzen! Für viele sind derartige Fahrrad-Abenteuer und die Gefühle von Freiheit und Unbeschwertheit nicht aus der Kindheit wegzudenken. Gleichzeitig birgt es aber auch einige Gefahren, mit dem Fahrrad am Straßenverkehr teilzunehmen – insbesondere in einer Großstadt wie Dortmund. Aus diesem Grund kam der Förderverein der Diesterweg-Grundschule auf die ProFiliis-Stiftung zu.

 

Viele der Schüler:innen der Diesterweg-Schule im Dortmunder Norden leben in ökonomisch oder sozial benachteiligten Familien, weshalb ihnen zum Teil der Zugang zu geschützten Erfahrungsräumen fehlt. So lernen viele von ihnen nicht, was es im Straßenverkehr zu berücksichtigen gibt und welche Vorkehrungen für eine sichere Teilnahme am Straßenverkehr getroffen werden müssen. Je älter die Kinder werden, desto größer wird aber auch ihr Erkundungsradius - insbesondere natürlich dann, wenn sie ein eigenes Fahrrad haben. Grundsätzlich ist diese Entwicklung positiv zu sehen, da die Kinder auf diese Weise ein größeres Angebot ihrer Stadt in Anspruch nehmen können und sich so selbstständig soziale Teilhabe ermöglichen. Damit die Kinder aber auch wirklich alles lernen, um sicher an ihrem Ziel ankommen zu können, wird an der Diesterweg-Grundschule – auch auf Wunsch der Schüler:innen selbst – eine Fahrrad-AG angeboten.

 

Das Angebot der Fahrrad-AG richtet sich an die Kinder des zweiten und dritten Schuljahrgangs. Pro Halbjahr können 15 Mädchen und Jungen teilnehmen. In der Fahrrad-AG wird den Kindern unter anderem ein Bewusstsein für die Bedeutsamkeit des Tragens eines Helmes vermittelt. Hierfür wurden 15 Schutzhelme angeschafft, die schnell in der Größe angepasst werden können, und so für alle Teilnehmer:innen individuell eingestellt werden können. Außerdem wurde ein Mini-Helm besorgt, mit dem der „Eier-Test“ durchgeführt werden kann: Ein Ei wird aus einer bestimmten Höhe fallen gelassen und zerbricht. Anschließend wird aus der gleichen Höhe ein Ei mit dem Mini-Helm fallen gelassen und bleibt unversehrt. So wird den Kindern die schützende Wirkung eines Fahrradhelmes vor Augen geführt.

 

Des Weiteren werden in der Fahrrad-AG die wichtigsten Verkehrsregeln thematisiert. Um hier einige Szenarien üben zu können, wurden ein Stop-Schild inklusive Verkehrsschildständer sowie Markierungspunkte zum Abstecken eines Parkours angeschafft.

 

Mit fünf neuen Wippstangen können die Jungen und Mädchen außerdem ihre Geschicklichkeit mit bzw. auf dem Fahrrad trainieren. Die Wippstangen fungieren als bewegliche Slalomstäbe und stellen so interessante Hindernisse im Fahrradparkours dar.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat die Förderanfrage des Fördervereins der Diesterweg-Grundschule gerne zugesagt und die beschriebenen Anschaffungen mit rund 1.000,- Euro unterstützt. So können die Schüler:innen mit viel Freude alles Wichtige zur Verkehrssicherheit in der Fahrrad-AG lernen. Außerdem sind sie so bestens für die schulische Fahrradausbildung, die für den 4. Jahrgang vorgesehen ist, vorbereitet und können sie dank Vorwissen und -erfahrungen erfolgreich durchlaufen.

 

sh

Dortmund - Innenstadt-Nord
Förderverein der der Diesterweg-Grundschule
Weihnachts-Wunschbaum für Martener Kinder
Lebenshilfe

Weihnachts-Wunschbaum für Martener Kinder

Vor Weihnachten stellten sich die Mitglieder der Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V.  die Frage: „Strahlende Kinderaugen an Weihnachten – was kann es Schöneres geben?“ Da bei einigen Familien im Stadtbezirk die finanziellen Mittel aber leider nicht für eine Bescherung mit tollen Geschenken ausreichen, organisierte der Verein in Kooperation mit anderen Martener Vereinen und Unternehmen eine ganz besondere Aktion für die Kinder im Stadtbezirk Marten: einen Wunschbaum. Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter aus Familien mit geringem Einkommen konnten an verschiedenen Stellen einen „Wunschstern“ abholen. Auf diesen Stern konnten sie ihren Wunsch zu Weihnachten schreiben (oder schreiben lassen) und ihn dann an den Wunschbaum – einen geschmückten Weihnachtsbaum im örtlichen Supermarkt – hängen. Hier konnten alle, die einem Kind seinen Wunsch erfüllen wollten, einen oder mehrere Wunschsterne mitnehmen, das Gewünschte besorgen und als Geschenk wieder im Supermarkt abgeben. Die Vereinsmitglieder sorgten dann dafür, dass jedes Geschenk beim richtigen Kind ankam. Damit auch die Kinder, deren Wunschstern nicht abgenommen wurde, nicht leer ausgehen mussten, wurden diese Geschenk direkt durch den Verein bereitgestellt.

 

Um sicherzustellen, dass wirklich alle Wünsche erfüllt werden können, haben die Verantwortlichen von Marten aktiv bei ProFiliis finanzielle Förderung beantragt. Die Stiftung sagte Unterstützung in Höhe von bis zu 2.500,- Euro zu. Dank der Bereitschaft der Martener Bürger:innen Wünsche zu erfüllen, wurden letztlich tatsächlich nur rund 800,- Euro der zugesagten Fördersumme benötigt, um allen Kindern ihre Wünsche zu erfüllen. Von dieser überwältigenden Hilfsbereitschaft der Martener Bevölkerung waren sowohl die Macher:innen von Marten aktiv als auch das Team von ProFiliis positiv überrascht. Da der ursprünglich zugesagte Zuwendungsbetrag so nur zu einem Bruchteil in Anspruch genommen wurde, wurde dem Verein für ein zukünftiges Projekt eine bevorzugte Behandlung zugesagt.

 

 

Zum Hintergrund:

Die Corona-Pandemie stellt viele Menschen vor besondere Herausforderungen und hat an einigen Stellen einen besonderen Hilfebedarf zur Folge. Um hier schnell und unbürokratisch helfen zu können, wurde im Juli 2020 die Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V. gegründet. Der Verein hat das Anliegen, den Zusammenhalt im Stadtteil Marten zu fördern, ältere und kranke Menschen im Stadtteil praktisch zu unterstützen und die soziale Teilhabe von Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwächeren Familien sicherzustellen.

 

 

sh

Dortmund - Lütgendortmund
Nachbarschaftshilfe „Marten aktiv“ e. V.
Ohne Mampf, kein Kampf – Neue Küche im Blücherbunker
Freizeit

Ohne Mampf, kein Kampf – Neue Küche im Blücherbunker

Der Blücherbunker – ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg im Dortmunder Norden – bietet heute den „Falken“ ein Zuhause. Die Sozialistische Jugend Deutschlands (SJD) – Die Falken ist ein freier Träger der Jugendhilfe, der Kinder und Jugendliche zu Demokratie und Mitbestimmung erziehen möchte. Solidarität, Selbstorganisation, politisches Interesse und freiwilliges Engagement sind wichtige Grundsätze für die Falken. Der Blücherbunker dient dabei als Anlaufstelle für Kinder- und Jugendgruppen sowie die ehrenamtlich bei den Falken engagierten Menschen: „Die Räume sollen die Möglichkeit bieten, sich zu treffen, auszutauschen, Aktionen zu planen, gemeinsam zu kochen, zu spielen, zu basteln und Workshops durchzuführen.“ (Auszug aus dem Förderantrag) 

 

Im Jahr 2018 wurde mit der Grundsanierung des alten Bunkers in der Blücherstraße begonnen. Verschiedene Herausforderungen (wie die Denkmalschutz-Auflagen und notwendige Sprengungen für das Einsetzen von Fenstern) mussten überwunden werden und trugen dazu bei, dass die Sanierungsarbeiten erst im Frühjahr 2020 abgeschlossen waren und die Falken ihre Räumlichkeiten wieder beziehen konnten. Allerdings standen hier noch einige Aufgaben an: So mussten sie das Tapezieren und Streichen, den Einbau von Türen und Lampen sowie die Anschaffung einiger Möbel und einer Küche übernehmen. Die Stadt Dortmund hatte – als Eigentümerin des Blücherbunkers – einen Großteil der Kosten der Sanierung übernommen, für die genannten Positionen mussten die Falken jedoch selbst aufkommen. Für den gemeinnützigen und hauptsächlich ehrenamtlichen Verband war es jedoch nicht möglich, all die benötigten finanziellen Mittel bereit zu stellen. Aus diesem Grund wendeten sich die Verantwortlichen an die ProFiliis-Stiftung und baten um Hilfe bei der Anschaffung einer Küchenzeile. ProFiliis sagte die Unterstützung gerne zu und stellt mit 2.500,- Euro den Großteil der Kosten für Anschaffung und Montage einer Küchenzeile zur Verfügung. 

 

Im Februar 2021 wurde nun die neue Küchenzeile aufgebaut, sodass endlich alle Arbeiten in den Räumlichkeiten der Falken abgeschlossen sind und hier wieder eine abwechslungsreiche Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen möglich ist, die mit Blick auf die Corona-Pandemie hoffentlich in nicht allzu ferner Zukunft wieder regelmäßig stattfinden kann. 

 

sh 

Dortmund - Innenstadt-Nord
SJD – Die Falken (UB Dortmund)
Instrumente für “Community Music” im Konzerthaus
Kultur

Instrumente für “Community Music” im Konzerthaus

Das Konzerthaus in Dortmund gehört zu den wichtigsten Konzerthäusern Europas und hat große Künstler:innen aus der ganzen Welt zu Gast. Auch die Besucher:innen von Konzerten, Opern und den vielfältigen anderen Veranstaltungen im Konzerthaus kommen oft von weit angereist. Die Menschen, die sich sonst im Dortmunder Brückviertel – dem Standort des Konzerthauses – bewegen, passen auf den ersten Blick eher nicht ins Bild. Das Konzerthaus liegt im Brückviertel in der Dortmunder Innenstadt. Dieses Viertel ist bekannt für internationale Schnellrestaurants, günstige Einkaufsmöglichkeiten und das Nachtleben in alteingessenen Kneipen und Discos. Nicht immer sind die Schlagzeilen über dieses Viertel und einige Bewohner*innen sowie Besucher*innen positiv geprägt. Doch genau an dieser Stelle möchten die Verantwortlichen entgegenwirken: „Das Konzerthaus soll (…) nicht als Fremdkörper der Hochkultur ohne Berührungspunkte mit seiner Umgebung stehen“, heißt es im Förderantrag, den die ProFiliis-Stiftung vom Konzerthaus erhalten hat. Aus diesem Grund startete im Konzerthaus Dortmund im September 2019 das bis dahin erste Community-Music-Programm Deutschlands. In diesem Rahmen wurde der Community Musician Matthew Robinson fest angestellt. 

 

Doch was bedeutet Community Music überhaupt? 

 

„Community Music heißt Musik machen in Gemeinschaft. Allen, ungeachtet ihrer musikalischen Fähig- und Fertigkeiten, ihres Alters, Geschlechts, körperlicher Verfassung oder sonstiger Merkmale, soll Zugang zu Musik und kreativem Schaffen sowie Teilhabe an Kultur und Gemeinschaft ermöglicht werden.“ (Auszug aus dem Förderantrag) 

 

Mit dieser Definition wird klar, dass es Parallelen zum Ansatz der kulturellen Bildung für alle gibt, der besagt, dass kulturelle Teilhabe Perspektiven und Chancen auch für die eröffnet, die in weniger privilegierten Umständen leben.  

 

Community Musician Matthew Robinson hat bereits mehrere Projekte am Konzerthaus Dortmund ins Leben gerufen, die allen Menschen ermöglichen, in einem geschützten Rahmen positive, gemeinschaftliche Erfahrungen zu machen. Im Vordergrund stehen hierbei gegenseitige Akzeptanz und das Hören aller Stimmen. Hierüber wird der Selbstwert des Individuums gestärkt, das sich als wertvollen Teil der Gruppe erlebt. Über das gemeinsame Musizieren und Aufführen der entwickelten Musik sollen gesellschaftliche und individuelle Entwicklungsprozesse gefördert werden. 

 

Im Sommer 2020 sollte nun eine neue „Community“ speziell für Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 20 Jahren mit bis zu 30 Teilnehmer:innen aufgebaut werden. Damit die jungen Leute gemeinsam Musik machen und erleben können, war allerdings die Anschaffung verschiedener neuer Instrumente und passendem Zubehör notwendig. Die ProFiliis-Stiftung stellte über 8.000,- Euro zur Verfügung, sodass unter anderem Ukulelen, ein Sousafon, Schellenringe, Perkussion- Sets und Glockenspiele gekauft werden konnten. Auch die bestehenden Projekte profitieren natürlich von den Neuanschaffungen. 

 

„Community Music bringt die Menschen zusammen. Sie hilft ihnen eine gemeinsame Sprache zu finden, sich auszudrücken und schafft großartige verbindende Momente. Dank der neuen Instrumente können wir noch mehr junge Leute in Dortmund, besonders im Brückviertel und den Schulen der Nordstadt ansprechen und mit ihnen tolle Projekte durchführen. So können wir das Konzerthaus Dortmund mit seinen lokalen Communities verbinden und die Jugendlichen dabei unterstützen, Musik zu machen, Freunde zu finden und sich auszudrücken.“  

- Matthew Robinson - 

 

sh 

Dortmund - Innenstadt-Nord
Konzerthaus Dortmund
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