Färbergarten und Color Lab an der Albert-Schweitzer-Realschule
An der Albert-Schweitzer-Realschule wird es bunt!
Für rund 500 Schüler:innen in Dortmund-Nette stehen große Veränderungen an: Auf dem Schulhof soll auf einem Areal von 6 mal 22 Metern ein „Färbergarten“ angelegt werden. Hier sollen Pflanzen angebaut werden, die sich zur Gewinnung von Naturfarben eignen. Außerdem soll zunächst im Schulgebäude eine Farbküche – ein „Color Lab“ – eingerichtet werden, in der die geernteten Pflanzen und heimische Gemüsesorten verarbeitet werden können: schneiden, trocknen, mörsern, zu Pigmenten verarbeiten und daraus Mal- und Textilfarben herstellen.
Zunächst soll es für die Schüler:innen der Jahrgänge 5 und 6 eine Nachmittags-AG geben, in der sie sich um die Pflanzen im Garten kümmern und diese im Color Lab weiterverarbeiten. Nach und nach sollen dann über neue Lernformate immer mehr Schüler:innen Zugang zu diesem spannenden Projekt erhalten. So könnten der Fäbergarten und das Color Lab im Biologieunterricht zur Begutachtung heimischer Pflanzen dienen, im Chemieunterricht könnten chemische Prozesse beim Färben erörtert werden, im Textilunterricht könnten selbst Stoffe und Wolle gefärbt und im Kunstunterricht mit selbst hergestellten Farben gemalt werden. Das Color Lab könnte so zu einem lebendigen und vielseitigen Lernort für die Schüler:innen werden.
Die Arbeit mit den Naturfarben verbindet die beiden Bereiche praktische Umweltbildung und kreatives Arbeiten miteinander. Über ein eher unkonventionelles Zusammenarbeiten im schulischen Kontext werden die Schüler:innen auf eine neue Art gefördert und das Miteinander gestärkt. Insbesondere für das Zusammensein und -arbeiten von Schüler:innen mit und ohne besonderen Förderbedarf stellt das Color Lab eine tolle Chance dar.
Damit die Schulgemeinschaft über ein großes Färberwissen verfügt, werden drei Lehrkräfte an einer Wochenendschulung teilnehmen und sich dort zu „Dialoger:innen“ ausbilden lassen. Sie können dann das Erlernte an interessierte Kolleg:innen und Schüler:innen weitergeben, sodass diese wiederum auch zu Dialoger:innen werden. Auf diese Weise verbreitet sich das Wissen in der Schulgemeinschaft.
Die Zuständigen listen die Projektinhalte in der Projektbeschreibung wie folgt auf:
- Anbau von Färberpflanzen in einem dafür angelegten Garten
- Eigenständige Herstellung von Naturfarben
- Künstlerisch-kreative Anwendung (Kunst- und Textilprojekte, z.B. Wolle färben, Malen mit Pflanzenfarben)
- Ausbildung der jeweiligen Schüler:innen zu Dialoger:innen, die anschließend ihr Wissen an die Nächsten weitergeben können
- Vermittlung ökologischer Zusammenhänge (Lebensräume, Stoffkreisläufe, Nachhaltigkeit, Biologie)
- Einbindung regionaler Geschichte zur Pflanzenfarbe und Handwerk
- Berufliche Orientierung im „grünen“ Bereich
- Begegnungsort für Schüler:innen und Lehrer:innen
Während die benötigten Mittel für Beete und Färberpflanzen von der Stadt Dortmund bereitgestellt wurden, fehlt noch die Grundausstattung für die Arbeit im Garten und zur Farbherstellung im Color Lab. So werden beispielsweise Gießkannen, Arbeitshandschuhe, Schubkarren, Handschaufeln, Harken und Hacken benötigt; außerdem für das Color Lab verschiedene Mörser und Behälter, Reiben, eine Waage, Messer, Siebe, eine Kochplatte und Töpfe. Auch für die Dialoger:innenausbildung der drei Lehrkräfte besteht noch eine Finanzierungslücke.
ProFiliis bringt sich an dieser Stelle gerne ein und stellt für die beschriebenen Bedarfe insgesamt Fördermittel in Höhe von rund 2.800,- Euro bereit. Das Stiftungs-Team wünscht den Schüler:innen schon jetzt viele spannende Färbe-Erlebnisse!
sh
geschrieben am: 11.05.2026