spiel- & sportMOBIL in Scharnhorst
Der StadtSportBund Dortmund e. V. ist als Dachorganisation aller Dortmunder Sportvereine für deren Interessenvertretung zuständig. In Kooperation mit dem „Aktionsplan Soziale Stadt“ und der Präventionsfachstelle des Jugendamts Dortmund wurde im Rahmen des Programms „Sport vor Ort“ das Angebot des spiel- & sportMOBILs konzipiert, das bereits seit einigen Jahren in verschiedenen Stadtteilen durchgeführt wird.
Hintergrund ist, dass es in Dortmund einige Aktionsräume gibt, in denen besonders viele kinderreiche und/oder alleinerziehende Familien leben. Diese stehen häufig vor finanziellen Herausforderungen und sind in ihrer Mobilität eingeschränkt. So haben diese Familien und insbesondere die Kinder nur geringe Möglichkeiten der gesellschaftlichen Teilhabe. „Viele Kinder vor Ort verbringen ihre Freizeit draußen, meist ohne Spielgeräte und ohne Anleitung durch Erwachsene.“ (Auszug aus der Projektbeschreibung) Nicht selten verbringen diese Kinder auch ihre Ferien im Stadtteil. Diese eher förderarme Umgebung wirkt sich auf die Kinder aus und häufig sind motorische Defizite sowie eine eingeschränkte Sozialkompetenz beobachtbar.
Um an dieser Problemstellung anzusetzen, wurde mit dem spiel- & sportmobil ein niedrigschwelliges Angebot direkt vor Ort im Wohnumfeld der Kinder geschaffen. Es handelt sich hierbei um ein E-Bike-Lastendreirad mit viel Stauraum für Spiel- und Sportgeräte. Hiermit kommen die Zuständigen an einen feststehenden Ort im Stadtteil geradelt, wo dann ein kostenloses und niedrigschwelliges Outdoor-Bewegungsangebot gemacht werden kann. Das spiel- & sportmobil ermöglicht ein vielfältiges Angebot für verschiedene Altersstufen, das freies Spielen und angeleitete Bewegungsaufgaben kombiniert: „Dabei sind nicht nur Einblicke in bereits bekannte klassische Sportarten wie Fußball, Volleyball oder Badminton möglich, sondern auch neue und eher unbekannte Spiele wie Spikeball, Leitergolf oder Kin-Ball. Auch Strategiespiele wie ein 4-Gewinnt oder ein Riesen Jenga sind im spiel- & sportMOBIL vorhanden. Aufgrund der vielen Möglichkeiten können die Kinder ihre Kreativität ausleben. Hilfsmittel hierfür sind beispielsweise Malkreide, Bausteine oder ein Balancier- und Hindernisparcours, welcher individuell anpassbar ist.“ (Auszug aus der Projektbeschreibung)
Die Zielgruppe des spiel- & sportMOBILs sind in erster Linie Drei- bis Zwölfjährige, es ist aber auch offen für ältere Kinder und Jugendliche. Betreut wird das Angebot von einer Übungsleitung sowie zwei Helfenden. Sie sind nicht selten an ansässigen Sportverein angebunden, sodass bei weitergehendem Interesse niedrigschwellig Kontakt hergestellt werden kann.
Es lässt sich beobachten, dass sich das Angebot des spiel- & sportMOBILs nicht nur positiv auf die Kinder und Jugendliche, die daran teilnehmen, auswirkt, sondern auch auf den gesamten Sozialraum. So kommen Kinder und miteinander und auch mit den Anbietenden in Austausch.
„Die grundsätzlichen Projektziele lassen sich wie folgend zusammenfassen:
- niederschwellige Spiel- und Sportangebote in Wohnortnähe schaffen
- niederschwellige Zugänge zu Sportvereinen in Wohnortnähe schaffen
- Spaß an Sport und Bewegung und ein Bewusstsein für deren Bedeutung für die eigenen Lebensführung schaffen
- Stärkung der Sozialkompetenz und des Zusammenlebens
- Verantwortungsvoller Umgang mit dem Wohnumfeld / mit den Spielflächen
- Fehlende Spiel- und Freizeitflächen ersetzen
- vorhandene Spielflächen aufzuwerten und ihre Nutzbarkeit zu verbessern
- Stärkung des Stadtteils als attraktiven Wohnort für Familien“ (Auszug aus der Projektbeschreibung)
Bereits seit einigen Jahren kommt das spiel- & sportMOBIL einmal pro Woche für die Dauer von zwei Stunden in den Gentzweg in Scharnhorst und stellt eine beliebte Möglichkeit der Freizeitgestaltung dar: Im Jahr 2025 wurden ca. 300 Kinder als Teilnehmende erfasst, die zum Großteil aus dem direkten Wohnumfeld kamen.
Um dieses tolle Angebot – quasi direkt vor der Haustür der Kinder – auch im Jahr 2026 durchführen zu können, benötigt der StadtSportBund finanzielle Unterstützung, um den ehrenamtlichen Übungsleiter:innen und Helfenden eine Aufwandsentschädigung zahlen zu können. Für 31 Termine im Jahr 2026 – genauer gesagt von April bis Oktober – fallen hierfür insgesamt Kosten in Höhe von 3.720,- Euro an, die ProFiliis gerne zur Verfügung stellen wird.
sh
geschrieben am: 17.04.2026