climb Refugee-Leuchtturm für ukrainische Kinder

Projektzeitraum:
Juli bis Oktober 2022
Förderquote:
s. Erläuterungen im Text
Projektart:
Bildung, Freizeit
Partner:

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Begünstigte:

Kinder, die aus der Ukraine geflohen sind und nun an Dortmunder Grundschulen unterrichtet werden

Die gemeinnützige GmbH climb trägt das, was sie vermitteln möchte, im Namen: clever lernen, immer motiviert bleiben. Unter diesem Motto erhalten Schüler:innen im Rahmen der Lernferien vielfältige Unterstützung. Durchgeführt werden die Lernferien von jungen Erwachsenen (häufig angehenden Lehrkräften oder Pädagog:innen), die den Kindern als freundschaftlich zugewandte Ansprechpartner:innen begegnen, statt in der eher distanzierten Lehrer:innen-Rolle. In einer ressourcenorientierten Lernatmosphäre und mit einem Betreuungsschlüssel von 1:5 kann sehr gut auf die Belange und Bedarfe der/des Einzelnen eingegangen werden und geeignete Unterstützung geleistet werden. Die Lernferien dauern immer zwei Wochen und folgen einem klaren Tagesablauf: Nach einem gemeinsamen Start in den Tag finden im Vormittagsbereich zwei Lernzeiten mit ausgedehnter Pause an der frischen Luft statt. Nach dem Mittagessen und einer Mittagspause werden den Kindern dann verschiedene Projekte angeboten, in denen sie ganz vielfältige Lernerfahrungen machen können. Zum Abschluss des Tages kommen alle noch einmal zusammen und verabschieden sich. An zwei Tagen unternimmt die Gruppe gemeinsam ganztägige Ausflüge.

 

Als im Februar 2022 der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begann, suchten viele Menschen Zuflucht in Deutschland – vor allem Mütter mit Kindern, die dann hier auch zur Schule gingen. climb reagierte auf die neue Situation an den Schulen und erweiterte die „herkömmlichen“ Lernferien im Sommer und Herbst 2022 um so genannte „climb Refugee-Leuchttürme“. Hierbei handelt es sich um zusätzliche, besonders qualifizierte Fachkräfte, die in erster Linie für die geflüchteten Kinder da sind, ihnen Räume für Ruhe schaffen, aber auch über Spiel und Spaß Sprachförderung durchführen. Darüber hinaus schulen diese Fachkräfte das gesamte climb-Team vor Ort, sodass eine möglichst weitreichende Inklusion der geflüchteten Kinder in den climb-Alltag stattfinden kann.

 

Auf diese Weise sollen nicht nur die Deutschkenntnisse der Kinder erweitert werden, sondern auch die Integration in die Gruppe der Kinder, die schon immer bzw. länger in Deutschland leben, positiv beeinflusst werden. So soll den geflüchteten Kindern der Anschluss in der deutschen Schule erleichtert werden.

 

Im Zusammensein mit den ukrainischen Kindern sahen sich die „Leuchttürme“ mit einer ganz besonderen Herausforderung konfrontiert: Einige der Kinder haben bisher das kyrillische Alphabet kennengelernt und mussten erstmal die lateinischen Buchstaben lernen.

 

Doch trotz dieser und anderer Herausforderungen konnte das climb-Team eine positive Bilanz ziehen. Die Kinder sind aufgeblüht, wurden selbstbewusster, haben sich immer mehr getraut auch auf Deutsch zu sprechen und wurden ein Teil der Gruppe.

 

Insgesamt haben im Sommer und Herbst 2022 fast 1.500 Grundschulkinder in Dortmund an climb-Lernferien teilgenommen. 217 davon waren geflüchtete Kinder und davon kamen wiederum 87 aus der Ukraine. Diese eher geringe Zahl lässt sich zum einen dadurch erklären, dass die Nachfrage nach den Lernferien von ukrainischen Familien geringer war als angenommen. Zum anderen konnten einige angemeldete Kinder doch nicht an den Lernferien teilnehmen, da sie inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt waren oder aber weil sie sich zur Zeit der Lernferien auf Grund von Corona-Erkrankungen in Quarantäne befunden haben.

 

Für die Betreuung eines geflüchteten Kindes durch einen „climb Refugee-Leuchtturm“ fallen für die zweiwöchigen Lernferien Kosten in Höhe von 330,- Euro an. ProFiliis – wie auch die wilo-foundation – hat 3.300,- Euro zugesagt, um 10 ukrainischen Kindern die Teilnahme an Lernferien zu ermöglichen. Da deutlich weniger ukrainische Kinder an den Lernferien teilgenommen haben als erwartet, hat climb nach Abschluss der Lernferien im Jahr 2022 nur rund die Hälfte der zugesagten Mitttel bei ProFiliis abgerufen.

 

sh

Fotos