Mahn- und Gedenkfahrt nach Berlin

Nachdem sich die Mädchengruppe des Ortsverbands Nette des Kinder- und Jugendverbands SJD - Die Falken im vergangen Jahr dem Thema „Anne Frank – Ein Mädchen wie du und ich“ gewidmet haben, beschäftigt sich das Jahresprojekt 2025 neben der Zeit des Nationalsozialismus‘ auch mit den Jahren nach Kriegsende, mit dem geteilten Deutschland und der Wiedervereinigung.

 

Die Idee der Verantwortlichen: „ein anschaulicher Geschichtsunterricht Deutschlands der letzten 90 Jahre“ (dem Förderantrag entnommen). Und wo könnte man diese spannende Zeit eindrucksvoller nachvollziehen als in Berlin? Aus diesem Grund wurde eine Bildungs- und Freizeitfahrt für die Teilnehmerinnen der wöchentlichen Falken-Gruppenstunde für Mädchen im Alter von 12 bis 18 Jahren konzipiert. In vier Tagen sollen verschiedene Gedenkstätten, Ausstellungen und Museen besucht werden. Auf dem Programm stehen:

 

  • zum Thema Nationalsozialismus
    • Holocaust-Mahnmal (Beton-Stelen)
    • Anne-Frank-Zentrum
    • Führerbunker
    • Gedenkstätte Plötzensee (ehemals Standort des Strafgefängnisses Berlin-Plötzensee, in dem die Nationalsozialisten über 2.800 Todesurteile vollstreckt haben)
    • Dokumentationszentrum Topographie des Terrors (am ehemaligen Standort der Gestapo-Zentrale, des Sitzes von Reichsführer-SS Heinrich Himmler und der Zentrale des Sicherheitsdienstes, der SS und des Reichssicherheitshauptamtes; thematisiert die Handlungen und Wirkweisen von SS und Polizei im Nationalsozialismus)
  • zum Thema geteiltes Deutschland und Wiedervereinigung
    • Checkpoint Charlie (Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin)
    • Berliner Mauer
  • allgemein
    • Deutsches-Historisches Museum

 

Bei vielen dieser Programmpunkte Eintrittskosten an. Zusätzlich entstehen Kosten für die An- und Abreise mit der Bahn, für die Unterbringung in einer Jugendherberge sowie für die Verpflegung. Um den Teilnahmebeitrag für die Jugendlichen gering zu halten, wird ProFiliis die Gedenkfahrt finanziell unterstützen und fast 5.000,- Euro zur Verfügung stellen.

 

sh



geschrieben am: 06.05.2025
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Mahn- und Gedenkfahrt für Mädchengruppe

Nachdem sich die Mädchengruppe des Ortsverbands Nette des Kinder- und Jugendverbands SJD - Die Falken im vergangenen Jahr dem Thema „Anne Frank – Ein Mädchen wie du und ich“ gewidmet hat, beschäftigt sich das Jahresprojekt 2025 neben der Zeit des Nationalsozialismus‘ auch mit den Jahren nach Kriegsende, mit dem geteilten Deutschland und der Wiedervereinigung.

 

Die Idee der Verantwortlichen: „ein anschaulicher Geschichtsunterricht Deutschlands der letzten 90 Jahre“ (dem Förderantrag entnommen). Und wo könnte man diese spannende Zeit eindrucksvoller nachvollziehen als in Berlin? Aus diesem Grund wurde – als Fortsetzung des Projektes Gedenkstätten- und Erinnerungsfahrten – eine Bildungs- und Freizeitfahrt für die Teilnehmerinnen der wöchentlichen Falken-Gruppenstunde für Mädchen geplant. Im Juni ging es mit dem Zug nach Berlin, wo ein abwechslungsreiches Programm auf die 16 Teilnehmerinnen im Alter von 13 bis 22 Jahren wartete.

 

Nach einem Anreise-Tag unternahm die Gruppe am zweiten Tag einen Stadtrundgang: „am Reichstag vorbei, zur Gedenkstätte für die Maueropfer, dem Mauerverlauf entlang, zum Brandenburger Tor, über den Führerbunker zu den Stelen, der Gedenkstätte für die ermordeten Juden Europas.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Den Abschluss des Rundgangs bildete das Deutschlandmuseum, in dem die Mädchen und jungen Frauen einen Überblick über die deutsche Geschichte erhielten. Auf dem Heimweg zur Jugendherberge machte die Gruppe dann noch einen Abstecher zum Checkpoint Charlie – dem bekannten Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin.

 

Der dritten Tag begann mit zwei Museumsbesuchen: Die Gruppe ging ins DDR-Museum und in das DeJa Vu Museum – ein interaktives Museum über optische Täuschungen, Illusionen und digitale Kunst. Auch hier galt wieder „der Weg ist das Ziel“: „Auf dem Weg dorthin kamen wir am Berliner Dom, dem Roten Rathaus und am ‚Alex‘ vorbei. Auf dem Marx-Engels Forum ‚begrüßte‘ uns Karl Marx.“ (Auszug aus dem Projektbericht) Am späten Nachmittag kam die Gruppe bei der Gedenkstätte „Berliner Mauer“ an. Die Mädchen und jungen Frauen bekamen einen Eindruck vom Todesstreifen, der quer durch Berlin und ganz Deutschland verlief. Sie waren tief berührt davon und stellten mit großem Unglauben die Frage: „Was haben sich die Schützen dabei gedacht?“  Den Abend verbrachte die Gruppe auf dem Berliner Fest der Kulturen, in dessen Rahmen die Falken-Gruppe eine Tanz-/Musik-Veranstaltung in der Heilig-Kreuz-Kirche besuchte.

 

Am vierten Tag ging es für die Gruppe mit der Bahn und mit vielen neuen Erlebnissen und Eindrücken zurück nach Dortmund.

 

sh

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