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Hundgestützte Therapie an der Schule am Marsbruch

Die Schule am Marsbruch ist eine Förderschule unter der Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung. Allerdings sind viele der insgesamt 225 Schülerinnen und Schüler auch kognitiv beeinträchtigt. Einen großen Teil der Schülerschaft machen Kinder mit schwerer Mehrfachbehinderung aus.

Neben rund 80 Lehrerinnen und Lehrern arbeiten unter anderem auch Therapeuten, Kinderpflegerinnen und Krankenschwestern im Ganztagsbetrieb mit den Kindern. Diese erleben eine individuelle Betreuung und Förderung und können Angebote in den Bereichen Kunst, Musik, Umwelt und Sport wahrnehmen.

 

Um die Schülerinnen und Schülern nun auch auf einer anderen Ebene zu fördern, wird eine hundgestützte Sprach- und Entwicklungstherapie ins Programm der Schule am Marsbruch aufgenommen. Die Therapie wird jeden Monat für eine jeweils andere Klasse angeboten. An einer Therapieeinheit können jeweils drei bis vier Kinder teilnehmen.  Durchgeführt werden die Therapiestunden von einer Diplom-Pädagogin und Sprachtherapeutin, die zusammen mit einem ausgebildeten Therapiehund mit den Kindern arbeiten wird.

 

Das Besondere an der hundgestützten Therapie ist, dass die Kinder einen Kontakt erleben, bei dem sie keine Wertung befürchten müssen. Im Alltag bzw. im Kontakt mit anderen Menschen hingegen sind die Schülerinnen und Schüler der Schule am Marsbruch häufig mit derartigen Wertungen konfrontiert. Die Kinder können den Hund mit allen Sinnen wahrnehmen und öffnen sich so insgesamt für die Wahrnehmung von sich selbst und von ihrer Umwelt. Das Ziel der hundgestützten Therapie ist, das Selbstbewusstsein der Kinder zu stärken und ihr Wohlbefinden zu erhöhen.

 

Zudem soll im Umgang mit dem Hund die Koordinationsfähigkeit gefördert werden, was insbesondere bei Kindern mit motorischen Einschränkungen sehr hilfreich ist. Auch erhofft man sich eine Verbesserung der Sprachfähigkeit. Zum einen geht man davon aus, dass die Kinder zum Sprechen angeregt werden, da sie sich über die Erfahrungen, die sie mit dem Hund machen, austauschen wollen. Zum anderen erleben sie, wie der Hund auf verschiedene Stimmlagen reagiert, und lernen auf diese Weise die verschiedenen Wirkungen ihrer Stimme kennen und einzusetzen.

 

Die ProFiliis-Stiftung hat der Schule am Marsbruch zugesagt, die kompletten Kosten für die hundgestützte Sprach- und Entwicklungstherapie im ersten Halbjahr des Schuljahres 2013/2014 zu übernehmen, sodass die Maßnahme nach den Sommerferien starten kann. Eine Fortführung im zweiten Halbjahr ist optional möglich und wird von den Erfolgen im ersten Halbjahr abhängig gemacht.

 

 

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