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Therapiestunden für Kinder

Das Kinderschutz-Zentrum in Dortmund hat es sich zum Ziel gesetzt, „Kindesvernachlässigung, körperliche, sexuelle und psychische Gewalt gegen Kinder und Jugendliche in ihrem Vorkommen zu vermindern und die Folgen von Gewalt zu lindern.“ Zu diesem Zweck bietet das Zentrum für Betroffene Beratungen und Therapien an.

 

Häufig sind Kinder und Jugendliche, die Gewalt erlebt haben, Klienten des Kinderschutz-Zentrums. Dies kann innerhalb oder außerhalb der Familie geschehen sein, gegen die Kinder und Jugendlichen selbst gerichtet sein oder sie können Zeugen von Gewalt gewesen sein, die Gewalt kann in verschiedenen Formen (körperlich, sexuell, psychisch) ausgeübt worden sein, … Derartige Erfahrungen stellen Traumata dar, die gewisse Folgeerscheinungen hervorrufen können, bspw. Konzentrationsschwierigkeiten, Flashbacks, unkontrollierbare Gefühlslagen etc. Wenn ein Mensch nicht in der Lage ist, ein Trauma aus eigener Kraft zu verarbeiten, führt dies zu einer chronischen Traumatisierung und zu einer Manifestierung der Folgeerscheinungen. Nicht selten wird der Alltag für die Betroffenen eine Herausforderung, der sie sich kaum gewachsen fühlen. Sie entwickeln zum Teil somatische und psychische Erkrankungen und gerade bei Kindern und Jugendlichen kommt es nicht selten zu Störungen der Entwicklung.

 

Hier setzen die Angebote des Kinderschutz-Zentrums an. Direkt nach dem Erleben eines Traumas kann eine Traumafachberatung hilfreich sein. Die Betroffenen werden bei der Verarbeitung des Traumas unterstützt, sodass im Idealfall keine Folgeerscheinungen auftreten. Besteht hingegen schon eine manifeste Traumatisierung so kann nur eine Traumatherapie helfen. Diese ist langfristiger angelegt und ermöglicht eine kleinschrittige Aufarbeitung der Traumatisierung.

 

Natürlich ist das Angebot professioneller Traumafachberatungen und Traumatherapien mit Kosten verbunden. Diese Kosten werden nicht in allen Fällen von der Krankenkasse übernommen, sondern müssen von den Betroffenen selbst getragen werden. Dies ist allerdings nicht jedem möglich. ProFiliis unterstützt das Kinderschutz-Zentrum an dieser Stelle wie schon im Vorjahr gerne wieder und übernimmt die Kosten für zehn Traumatherapien (à 10 Stunden) sowie für fünf Traumafachberatungen (à 5 Stunden). Auf diese Weise kann das Kinderschutz-Zentrum diese Angebote für insgesamt 15 Kinder und Jugendliche kostenlos bereitstellen und so zu deren psychischen Gesundheit und positiven Entwicklung beitragen.

 

Teile dieses Textes wurden aus dem Förderantrag des Kinderschutz-Zentrums entnommen.

 

sh

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